Berlin: 1500 für´s Ungdomshuset
Heute, zum Ungdomshuset-Global-Action-Day, demonstrierten zwischen 1000-2000 Leute (1500?)lautstark und entschlossen unter dem Motto: "Wir sind alle Ungdomshuset!" durch Berlin-Mitte und Prenzlauer Berg.
Die Demo verlief größtenteils friedlich, bis die Bullen am Endpunkt Eberswalder Straße völlig unberechtigt anfingen, in die Demo reinzuprügeln.
Die Demo verlief größtenteils friedlich, bis die Bullen am Endpunkt Eberswalder Straße völlig unberechtigt anfingen, in die Demo reinzuprügeln.
Dies war der Ausgangspunkt für einen Großteil der DemonstrantInnen, Richtung Danziger Str. auszubrechen und weiterzudemonstrieren. Es kam zu mehreren brutalen Festnahmen. Trotzdem schafften es viele AktivistInnen, den überforderten Bullen zu entkommen und es fanden daraufhin dezentral Spontandemos statt - und mehr...
Wir sind viele, wir sind krass - Dänemark da geht noch was!!!
Desweiteren wurde auch in den Redebeiträgen auf die Situation anderer räumungsbedrohter Projekte aufmerksam gemacht. Die Route verlief auch durch die Brunnenstr., in der die 183 incl. des Umsonstladens Probleme mit der unsinnigen Kiez-Yuppisierung haben, genauso wie das Tuntenhaus in der Kastanienallee.
Auch der Schwarze Kanal in Berlin-Mitte ist akut räumungsbedroht, die Köpi hatte sich in letzter Zeit mit Bullenschikanen auseinanderzusetzen usw. usf.
Kein Tag ohne autonomes Zentrum! Adalbert 28, die Brunnen 183, das Tuntenhaus, die Rigaer 94, das X-B-Liebig, der Schwarze Kanal in Berlin sowie die Gerber in Weimar, Gießerstr. in Leipzig und das Topf-und-Söhne-Gelände in Erfurt müssen bleiben!
Wir sind alle Ungdomshuset!
NEVER GIVE UP!
Hier der Redebeitrag zum Ungdomshuset, der heute gehalten wurde:
Wir sind alle Ungdomshuset!
Am Donnerstag, den 1.3. räumte die dänische Polizei mit Anti-Terror-
Einheiten und mehreren Hundertschaften das “Ungdomshuset” (deutsch: Jugendhaus) in Kopenhagen.
Das am 12.November 1897 als Folkets Hus errichtete Gebäude war ein historisch bedeutsames Haus. Es war Mittelpunkt der aufkommenden Arbeiterbewegung in Kopenhagen. 1910 fand dort z.B. die Internationale Sozialistische Frauenkonferenz statt. Durch Initiative Clara Zetkins und ReferentInnen wie Rosa Luxemburg u.a. wurde am 8.März 1910 , im heute nicht mehr existenten Ungdomshuset, der internationale Frauentag ausgerufen!!!
1982 wurde das „Ungdomshuset“ von Jugendlichen erkämpft. Sie nutzten es als selbstverwaltetes Zentrum und schufen einen einzigartigen unkommerziellen Freiraum, nachdem es Jahrzehnte lang leergestanden hatte. Es fanden von nun an Konzerte, Parties, politische Aktionen und diverse andere soziale und kulturelle Veranstaltungen statt.
2001 verkaufte die Stadt das Haus gegen den Willen der NutzerInnen an die rechte christliche Sekte “Faderhuset”. In erster Linie beabsichtigte “Faderhuset” mit diesem Kauf, der selbstbestimmten Jugendkultur Kopenhagens ihren größten Freiraum zu nehmen. Das “Ungdomshuset” sollte von Anfang an geschlossen werden!
Das Ungdomshuset an eine rechtsextreme Sekte zu verkaufen, die es den jugendlichen NutzerInnen gewaltsam wegnehmen lässt, um das Haus dann abzureißen zu lassen, ist für uns schlichtweg eine Riesensauerei!
Seit der Räumung befindet sich Kopenhagen im Ausnahmezustand. Es
kam zu stundenlangen Straßenschlachten zwischen Jugendlichen,
AktivistInnen und AnwohnerInnen einerseits und der Polizei andererseits. PolizistInnen aus ganz Dänemark und sogar Schweden wurden eingesetzt, um das “Eigentumsrecht” der Herrschenden mit allen Mitteln durchzusetzen.
Die Menschen wehrten sich mit Steinen, Molotov-Cocktails, brennenden Barrikaden und all ihrer Wut und Kreativität gegen diesen Polizeiangriff. Bis Montag wurden über 700 unserer Leute verhaftet. Mittlerweile wurde das geschichtsträchtige Haus im Auftrag des Faderhuset abgerissen…
Dennoch gehen die Aktionen auf der ganzen Welt weiter.
Schon am Tag der Räumung am 01.03.07 gab es in Berlin eine spontane Solidaritätsdemonstration durch Kreuzberg mit 400-500. TeilnehmerInnen, weitere folgten.
Weltweit, in über 30 Städten allein in Deutschland, gab und gibt es weiterhin Solidaritätsaktionen. Heute ist Ungdomshuset Global Action Day!
In allen europäischen Ländern werden selbstbestimmte, progressive Sub- und Jugend Kulturen und kollektive Hausprojekte früher oder später von den Herrschenden angegriffen. Die in diesen Projekten ausgelebte Utopie einer herrschaftsfreien, kollektiven, explizit antikapitalistischen Welt passt nicht in die autoritäre Verwertungslogik der Investoren und Regierenden.
Dabei ist es egal, wo sie räumen und uns angreifen, denn angegriffen wird vielmehr die Idee, als das konkrete Projekt.
Wir sehen deshalb die Räumung des Ungdomshuset als einen Angriff auf uns alle.
Wir sind alle Ungdomshuset!
Wir sind viele, wir sind krass - Dänemark da geht noch was!!!
Desweiteren wurde auch in den Redebeiträgen auf die Situation anderer räumungsbedrohter Projekte aufmerksam gemacht. Die Route verlief auch durch die Brunnenstr., in der die 183 incl. des Umsonstladens Probleme mit der unsinnigen Kiez-Yuppisierung haben, genauso wie das Tuntenhaus in der Kastanienallee.
Auch der Schwarze Kanal in Berlin-Mitte ist akut räumungsbedroht, die Köpi hatte sich in letzter Zeit mit Bullenschikanen auseinanderzusetzen usw. usf.
Kein Tag ohne autonomes Zentrum! Adalbert 28, die Brunnen 183, das Tuntenhaus, die Rigaer 94, das X-B-Liebig, der Schwarze Kanal in Berlin sowie die Gerber in Weimar, Gießerstr. in Leipzig und das Topf-und-Söhne-Gelände in Erfurt müssen bleiben!
Wir sind alle Ungdomshuset!
NEVER GIVE UP!
Hier der Redebeitrag zum Ungdomshuset, der heute gehalten wurde:
Wir sind alle Ungdomshuset!
Am Donnerstag, den 1.3. räumte die dänische Polizei mit Anti-Terror-
Einheiten und mehreren Hundertschaften das “Ungdomshuset” (deutsch: Jugendhaus) in Kopenhagen.
Das am 12.November 1897 als Folkets Hus errichtete Gebäude war ein historisch bedeutsames Haus. Es war Mittelpunkt der aufkommenden Arbeiterbewegung in Kopenhagen. 1910 fand dort z.B. die Internationale Sozialistische Frauenkonferenz statt. Durch Initiative Clara Zetkins und ReferentInnen wie Rosa Luxemburg u.a. wurde am 8.März 1910 , im heute nicht mehr existenten Ungdomshuset, der internationale Frauentag ausgerufen!!!
1982 wurde das „Ungdomshuset“ von Jugendlichen erkämpft. Sie nutzten es als selbstverwaltetes Zentrum und schufen einen einzigartigen unkommerziellen Freiraum, nachdem es Jahrzehnte lang leergestanden hatte. Es fanden von nun an Konzerte, Parties, politische Aktionen und diverse andere soziale und kulturelle Veranstaltungen statt.
2001 verkaufte die Stadt das Haus gegen den Willen der NutzerInnen an die rechte christliche Sekte “Faderhuset”. In erster Linie beabsichtigte “Faderhuset” mit diesem Kauf, der selbstbestimmten Jugendkultur Kopenhagens ihren größten Freiraum zu nehmen. Das “Ungdomshuset” sollte von Anfang an geschlossen werden!
Das Ungdomshuset an eine rechtsextreme Sekte zu verkaufen, die es den jugendlichen NutzerInnen gewaltsam wegnehmen lässt, um das Haus dann abzureißen zu lassen, ist für uns schlichtweg eine Riesensauerei!
Seit der Räumung befindet sich Kopenhagen im Ausnahmezustand. Es
kam zu stundenlangen Straßenschlachten zwischen Jugendlichen,
AktivistInnen und AnwohnerInnen einerseits und der Polizei andererseits. PolizistInnen aus ganz Dänemark und sogar Schweden wurden eingesetzt, um das “Eigentumsrecht” der Herrschenden mit allen Mitteln durchzusetzen.
Die Menschen wehrten sich mit Steinen, Molotov-Cocktails, brennenden Barrikaden und all ihrer Wut und Kreativität gegen diesen Polizeiangriff. Bis Montag wurden über 700 unserer Leute verhaftet. Mittlerweile wurde das geschichtsträchtige Haus im Auftrag des Faderhuset abgerissen…
Dennoch gehen die Aktionen auf der ganzen Welt weiter.
Schon am Tag der Räumung am 01.03.07 gab es in Berlin eine spontane Solidaritätsdemonstration durch Kreuzberg mit 400-500. TeilnehmerInnen, weitere folgten.
Weltweit, in über 30 Städten allein in Deutschland, gab und gibt es weiterhin Solidaritätsaktionen. Heute ist Ungdomshuset Global Action Day!
In allen europäischen Ländern werden selbstbestimmte, progressive Sub- und Jugend Kulturen und kollektive Hausprojekte früher oder später von den Herrschenden angegriffen. Die in diesen Projekten ausgelebte Utopie einer herrschaftsfreien, kollektiven, explizit antikapitalistischen Welt passt nicht in die autoritäre Verwertungslogik der Investoren und Regierenden.
Dabei ist es egal, wo sie räumen und uns angreifen, denn angegriffen wird vielmehr die Idee, als das konkrete Projekt.
Wir sehen deshalb die Räumung des Ungdomshuset als einen Angriff auf uns alle.
Wir sind alle Ungdomshuset!
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Ergänzungen
Polizeipresse
Aufzug der linken Szene
Mitte / Pankow
# 703
Anhänger der linken Szene demonstrierten heute Abend in Mitte unter dem Motto "Solidarität mit dem Ungdomshuset/ Kopenhagen“ gegen Polizeiaktionen in Kopenhagen. Gegen 18 Uhr 45 versammelten sich zunächst etwa 250 Personen am Hackeschen Markt in Mitte. Schließlich nahmen bis zu 1000 Demonstranten an dem Aufzug, der bis zum U-Bhf. Eberswalder Straße führte, teil. Dort wurde er gegen 20 Uhr 15 von dem Veranstalter beendet.
Kurz danach kam es zu Angriffen von ehemaligen Versammlungsteilnehmern auf Polizeibeamte. Vereinzelt wurden Flaschen auf die Einsatzkräfte und Fahrzeuge geworfen sowie pyrotechnische Gegenstände abgebrannt. Kleinere Gruppen ehemaliger Versammlungsteilnehmer begaben sich im Anschluss zum Helmholtzplatz in Prenzlauer Berg und legten teilweise Vermummung an. Einige brachten Gegenstände auf die Fahrbahn. Durch konsequentes Einschreiten der Einsatzkräfte beruhigte sich die Situation in kürzester Zeit.
Nach bisherigen Erkenntnissen wurden neun Fahrzeuge und Fensterscheiben einer Bankfiliale entlang der Aufzugsstrecke beschädigt. Insgesamt wurden acht Personen unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, Widerstandes, versuchter Gefangenenbefreiung und Körperverletzung die Freiheit entzogen. Weiterhin kam es zu 20 Freiheitsbeschränkungen.
Die Polizei war mit ca. 800 Beamten im Einsatz.
Quelle:
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Recklinghausen — OAR