Abriss des Ungdomshuset beschlossen
Das Ungdomshuset wird geräumt – NachbarInnen organisieren sich gegen die Ausschreitungen in ihren Kiezen
(Quelle: politiken.dk)
Heute mittag steht es fest: Die christliche, rechtsextreme Sekte (diese Bezeichnung entstammt den dänischen Medien, die sich damit etwas genauer auskennen als die hiesigen, in denen die Rede von einer ›Freikirche‹ ist) hat sich entschieden, das 110 Jahre alte Haus, das bi vor kurzem das Ungdomshuset beherbergte, abreißen zu lassen. Die Polizei in Kopenhagen begrüßt dies, da sie eine Neubesetzung befürchteten.
Die Vorbereitungen für einen Abriss und die Ausradierung des Gebäudes, für die zwei Tage veranschlagt werden, laufen bereits; so wird zB das Asbest entfernt.
Etliche Handwerkervereinigungen in Kopenhagen hatten im Vorhinein erklärt, sie würden sich an einem Abriss nicht beteiligen. Schon die Räumungsarbeiter arbeiteten nur mit unkenntlich machenden Gesichtsmasken.
Die Polizei rechnet jedenfalls mit weiteren Aktionen im Laufe des heutigen Tages und weiss bereits von diversen angekündigten Demonstrationen, u.a. eine Fahrraddemonstration (www.jagtvej69.dk). Immerhin hat die Kopenhagener die Bedeutung des Wortes ›autonom‹ verstanden: Niels-Erik Hansen, Vizepolizeikommissar, vermutet, dass es nicht nur zu angekündigten Demos kommt, denn: »Sie agieren ja autonom und können selbst auf etwas kommen, unabhängig voneinander.« (Offen bleibt, ob dies eine versteckte Selbstkritik an der Handlungsweise der Polizei beinhaltet)
Allerdings zeigen sich auch ganz andere, negative Folgen der nächtlichen Ausschreitungen (die in der letzten Nacht wie zu erwarten abflauten, nach 700 Festnahmen und einem Grosseinsatz der Polizei, die ganze Stadtteile besetzten). Es findet die befürchtete Entsolidarisierung statt. In Nørrebro organisieren sich die AnwohnerInnen gegen die Protestierenden, die Gewalt anwenden. Auf Flugblättern und Plakaten werfen sie ihnen ›faschistoide‹ Methoden und die Haltung eines ›Selbstmartyriums‹ vor.
Heute mittag steht es fest: Die christliche, rechtsextreme Sekte (diese Bezeichnung entstammt den dänischen Medien, die sich damit etwas genauer auskennen als die hiesigen, in denen die Rede von einer ›Freikirche‹ ist) hat sich entschieden, das 110 Jahre alte Haus, das bi vor kurzem das Ungdomshuset beherbergte, abreißen zu lassen. Die Polizei in Kopenhagen begrüßt dies, da sie eine Neubesetzung befürchteten.
Die Vorbereitungen für einen Abriss und die Ausradierung des Gebäudes, für die zwei Tage veranschlagt werden, laufen bereits; so wird zB das Asbest entfernt.
Etliche Handwerkervereinigungen in Kopenhagen hatten im Vorhinein erklärt, sie würden sich an einem Abriss nicht beteiligen. Schon die Räumungsarbeiter arbeiteten nur mit unkenntlich machenden Gesichtsmasken.
Die Polizei rechnet jedenfalls mit weiteren Aktionen im Laufe des heutigen Tages und weiss bereits von diversen angekündigten Demonstrationen, u.a. eine Fahrraddemonstration (www.jagtvej69.dk). Immerhin hat die Kopenhagener die Bedeutung des Wortes ›autonom‹ verstanden: Niels-Erik Hansen, Vizepolizeikommissar, vermutet, dass es nicht nur zu angekündigten Demos kommt, denn: »Sie agieren ja autonom und können selbst auf etwas kommen, unabhängig voneinander.« (Offen bleibt, ob dies eine versteckte Selbstkritik an der Handlungsweise der Polizei beinhaltet)
Allerdings zeigen sich auch ganz andere, negative Folgen der nächtlichen Ausschreitungen (die in der letzten Nacht wie zu erwarten abflauten, nach 700 Festnahmen und einem Grosseinsatz der Polizei, die ganze Stadtteile besetzten). Es findet die befürchtete Entsolidarisierung statt. In Nørrebro organisieren sich die AnwohnerInnen gegen die Protestierenden, die Gewalt anwenden. Auf Flugblättern und Plakaten werfen sie ihnen ›faschistoide‹ Methoden und die Haltung eines ›Selbstmartyriums‹ vor.
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Ergänzungen
entsolidarisierung?
alleine die formulierung "befürchtete" stößt mir schon auf und deutet auf eine komische sichtweise des autors / der autorin hin.
auf modkraft.dk wurde geschrieben, dass sich zwei gruppen, die bisher schon gegen das ungdomshuset mobil machen sich zusammengeschlossen haben aufgrund der nächtlichen krawalle.
(Sammenslutningen Norrebro und Nachbarschaft Norrebro)
ansonsten scheint die solidarität eher zu steigen, denn die solidaritätsdemos werden immer größer und das obwohl die polizei in den letzten tagen brutalst gegen die demos vorging und zur gestrigen demo von der teilnahme abriet.
des weiteren gibt "the peoples radio" den ungdomshuset-aktivistinnen sendezeit usw.
dass nun einige leute nicht darüber erfreut sind, dass in ihrer strasse (evtl. ihre) autos brennen liegt nahe, führt aber nicht zu einer entsolidarisierung, da hierfür die politik verantwortlich gemacht wird:
They had seven years to find a solution and it is shameful that they're reducing the young people to troublemakers. "It is the council that has declared the youth war, not the other way around"
(sie hatten sieben jahre um eine lösung zu finden und es ist eine schande, dass sie nun die jungen leute als randalierer degradieren. "es ist das parlament, welches der jugend den krieg erklärt hat, nicht andersrum")
heißt - wie schon bei den autobahnblockaden im letzten jahr bei den studierendenprotesten erkennen die leute das parlament als die schuldigen an. dass die presse oft was anderes schreibt ist nun wirklich kein neues phänomen, wollen sie doch meinung beeinflussen und nicht wiederspiegeln.
(das mag eben auch an der offensiven ankündigung der ungdomshuset-leute liegen militant zu verteidigen, das parlament wusste, was es bedeutet, das ungdomshuset zu räumen und hat es trotzdem getan. insofern wissen die leute schon, was letzendlich zum abfackeln ihres autos führte)
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
aha
Wo waren sie denn alle als geräumt wurde ?
Da hätten sie doch ne Hippie sitztblockade machen können
all die armen Nachbarn dessen schlaf geraubt wurde.
Schon doof wenn man aufeinmal mitbetroffen ist...
Wer lässt sich schon gern sein Auto abfackeln
Medienhetze
Ganz unabhängig davon ist zu betonen, dass das Ungdomshuset Kollektiv miltanten Widerstand gegen die Räumung angekündigt hat. Solch eindeutige Aufrufe hat es in "Deutschland" seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben.....Wer jetzt den Kolleteralschaden brennender Autos zu verantworten hat, ist müßig zu disktutieren. Ob Militanz an sich sinnvoll ist, eine andere Frage.
Der Revoluzzer
Im Zivilstand Lampenputzer,
Ging im Revoluzzerschritt
Mit den Revoluzzern mit.
Und er schrie: 'Ich revolüzze!'
Und die Revoluzzermütze
Schob er auf das linke Ohr,
Kam sich höchst gefährlich vor.
Doch die Revoluzzer schritten
Mitten in der Straßen Mitten,
Wo er sonst unverdrutzt
Alle Gaslaternen putzt.
Sie vom Boden zu entfernen,
Rupft man die Gaslaternen
Aus dem Straßenpflaster aus,
Zwecks des Barrikadenbaus.
Aber unser Revoluzzer Schrie:
'Ich bin der Lampenputzer
Diesen guten Leuchtelichts.
Bitte, bitte, tut ihm nichts!
Wenn wir ihn' das Licht ausdrehen,
Kann kein Bürger nichts mehr sehen,
Laßt die Lampen stehen, ich bitt!
Denn sonst spiel ich nicht mehr mit!'
Doch die Revoluzzer lachten,
Und die Gaslaternen krachten,
Und der Lampenputzer schlich
Fort und weinte bitterlich.
Dann ist er zu Haus geblieben
Und hat dort ein Buch geschrieben:
Nämlich wie man revoluzzt
Und dabei noch Lampen putzt.
Eine Frage, die hier nicht hingehört ...
Ps. Mir ist klar, dass dies kein Beitrag ist, ich wusste nur nicht wo ich hätte sonst fragen können.
indymedia.dk
möbelnder Pop
Wer hier jetzt Verschwörugstheorien äussert a la die "faschistische" Kirche oder der dänische Staat steckt hinter den Protesten der Nachbarn sollte lieber mal reflektieren anstatt vollkommen idiotische Verschwörungstheorien zu verbreiten. Wenn mein Auto angezündet wird dann habe ich bestimmt keine Sympathien für die Proteste.
und wenn
und wenn mein AJZ brutal geräumt und kapitalistischer verwertungslogik geopfert wird bin ich sauer und zünde autos an um barikaden zu bauen...
Friedlicher Protest = Ingnoranz
Ja sowas geht, Verständnis für die (millitanten) Proteste zeigen und zeitgleich keine brennenden (privaten) Autos/Fahrräder usw. befürworten.
Und ich halte es für absolut nicht unwahrscheinlich, dass die "Nachbarn" aus der rechten Ecke kommen. Hier in der BRD gibts genügend rechtsradikale Kameradschaften die sich mit "Bürgerinitiativen"-Tarnung Zuspruch holen.
Und die Sekte ist schwulenfeindlich, rassistsich und scheisse. Das hat nichts mit Verschwörungstheorien zu tun!
Das ist ja interessant ama-gi
Wie wäre es, sich gegen die Räumung zu wehren und die Verantwortlichen zu treffen, anstatt diejenigen, die einem noch am ehesten freundlich gesinnt sind?
Solange du nicht das Auto deiner Eltern anzündest und die Fotos hier postest, glaub ich dir mit deiner pseudradikalen Prollerei sowieso nicht.
@chavezz
Spaltungsversuche links liegen lassen
Bereits während der Besetzung wurde versucht uns alle zu spalten. Die Nachbarn befinden sich in einem riesigen Bullenkessel und werden darüber sicher nicht erfreut sein. Zwar gibt es einige WENIGE die von Anfang an Arschlöcher waren aber die Mehrheit im Viertel steht doch geschlossen hinter uns. Vor allem die ganzen MigrantInnen haben uns gestern immer wieder "You are fighter. Good luck." zugeraunt wenn sie uns undercover erkannt haben und sind mit organisiert auf die Strasse gegangen. Wir halten hier alle zusammen also glaubt den Scheiss erst gar nicht. Das hier ist nicht Deutschland wo die Menschen inzwischen die Lügen der Presse aufgesogen haben und manipuliert nach jedem "Aktivieren" Deutschland über Alles brüllen und zwei Tage später wieder im Namen der Bild-Zeitung "Die Steuern müssen runter!" schreien. Das hier ist Nørrebro und hier sind die einzigen Feinde Yuppis, Faschos, Faderhusetleute und Bullen! Nebenbei wurden auch ältere Leute aus den vergangenen (Hausbesetzer-)Szenen wieder motiviert, die nun wieder auf die Strasse kommen und ihren Kampf an unserer Seite weiterführen. Ungdomshuset zu räumen war eine ganz ganz beschissene Idee. Den Spaltungsversuchen können wir nur entgegnen wenn wir geschlossen Selbstvertrauen in uns haben. Auch autonome alternative Menschen(was fuer mich Punks, Kommunisten, Anarchisten und vieles mehr beinhaltet) machen Fehler, ich kenn allerdings keine andere Jugendkultur oder Gesellschaft die diese eigenen Fehler so wie wir hinterfragen, aussprechen, sich dem stellt und dazu steht. Wo gehobelt wird fallen Späne! Wieviele Nachbarn regen sich auf wenn die Polizei einen Kran in ihrem Garten installiert "NUR" um ein "besetztes Haus" dass "ja sowieso kein Problem darstellt" und die Leute darin ja eh nur "dumme kleine Kinder" sind zu räumen? Kommt schon merkt niemand dass diese ganzen Propaganda-Parolen aus der Vergangenheit nicht mehr fruchten? Verschwendet eure Zeit doch nicht mit Diskussionen darüber und hört auf diese Vorgehensweise Menschen und Werte am Alter auszumachen und immer alles und alle "Kinder" oder "kindlich" zu nennen, was ist schlimmer? Kinder die Autos anzünden oder Erwachsene die auf "Kinder" mit Gas und einer bewaffneten "erwachsenen" Armee reagieren? 6 setzen! Es gibt keine Argumente mehr dagegen, die Revolte IST gerechtfertigt!
nicht wundern, der Typ der unter "chavezz"
mnja
denn es ist zumindest tendenziell so, daß diejenige seite, die unbeteiligte nicht unter druck setzt, sich ihr anzuschließen, am ende (wenn es hart auf hart kommt) die freiwilligen kriegt. loyalität die auf überzeugung beruht - und wenn sie sich nur in einer thermos voll kaffee an den barrikaden - äußert, ist immer besser und mächtiger als erzwungener gehorsam. die anti-gorleben-bewegung hat gezeigt, wie so etwas in der praxis aussehen kann. die wendländer bauern riskieren ihre traktoren ja nicht unter zwang, sondern weil sie bock drauf haben.
linkerseits wird vielleicht *zu schnell* erwartet, daß die masse die angemessenheit und richtigkeit des eigenen vorgehens einsieht. aber de facto können wir unter den momentanen umständen - das hier ist nicht bolivien - nur erwarten, daß sie nicht für die gegenseite arbeiten. denn warum sollte jemand sich aus freien stücken einer linken aktion anschließen, wenn nicht aus überzeugung? wir können denen nix bieten - kein geld, keinen ruhm, keine macht. und das möge bitte auch immer so bleiben.
"Vor allem die ganzen MigrantInnen haben uns gestern immer wieder "You are fighter. Good luck." zugeraunt"
wundert mich ehrlich gesagt gar nicht in einem land, wo die faschisten gern mal mitherrschen dürfen, und rechtsradikale evangelikale von staats wegen gehätschelt werden.
es gibt keine "spass-randale"!
Randale ist immer Spaß
Interessant ist es schon!
Es war unter den Gesamten brennenden Kfz in Kopenhagen, kein Einziges, das über einen Vollen Treibstoff Tank, mit 40 oder 60 ltr. Benzin, Diesel usw. verfügte, auch schien sich wohl, was ziemlich Ungewöhnlich ist, in keinem der brennden Kfz in Kopenhagen ein Kfz Feuerlöscher zu befinden!
Gewöhnlich Volle, oder Halbvolle Treibstoff Tanks hätten zumindest beim Auslaufen Unberechenbare Brennend fließende Treibstoff Pfützen erzeugt, bevor die Leeren Tanks mit einem Ordenlichen Knall abgescheppert wären.
Und Feuerlöscher die sich in der Regel im Lichterloh Brennenden Innenraum befinden, wären schon nach Minuten abgeknallt.
Solidemo in Kiel
Freiheit für die gefangenen GenossInnen! Solidarität mit dem Ungdomshuset!
Bullen "verschenken" Ungdomshuset - Steine