Köln - Ungdomshusets Soli, Bullen rasten aus

(( (indy) )) 01.03.2007 22:58 Themen: Freiräume Repression
Um ihren Unmut über die heutige Räumung des Selbstverwalteten Zentrums Ungdomshusets in Kopenhagen auf die Straße zu tragen, trafen sich heute um 19h ca. 60 Menschen am Kölner Rudolfplatz.
Hier ein Kurzbericht [bitte weiter Ergänzen..]…
Nach einer knappen halben Stunde formierte sich daraus eine Spontandemo welche ca. 2 Stunden lautstark durch die noch gut gefüllten Einkaufstraßen Kölns zog, vom Rudolfplatz ging es über Ehrenstraße, Neumarkt, Schildergasse und Hohe Straße Richtung Domplatte. Aufgrund des entschlossenen Auftretens der Demo (auf dem Weg wurden etliche Bauzäune, Verkehrschilder, Tische und Stühle zu fall gebracht), erntete diese ungewöhnlich viel Aufmerksamkeit bei den PassantInnen. Die Anfangs nur spärlich vertretene Polizei war schon bald mit einer ganzen Hundertschaft [in den Seitenstrassen] präsent, beschränkte sich jedoch vorerst auf Aufräumarbeiten am Rande der Demo. Diese zog im Zick Zack Kurs weiter durch die Innenstadt, hierbei wurden immer wieder Sylvesterböller gezündet und gelegentlich stieg aus der Demo blauer Nebel auf. Die Bullen wurden währenddessen immer mehr und ihr auftreten aggressiver, auf der Domplatte warteten bereits mehrere Einsatzwagen auf das eintreffen der Demonstranten. Diese änderten jedoch die Route und bewegten sich zurück Richtung Ausgangspunkt, auch dort hatten sich mittlerweile ca. 10 Mannschaftswagen und unzählige Bullen in Kampfmontur eingefunden.

Von jetzt an wurde emsig Jagd auf alles gemacht was wie einE TeilnehmerIn aussah, überall raten Bullenwagen mit Blaulicht und Sirene durch die Straßen und Greiftrupps griffen Menschen welche in ihr Fahndungsschema passten fest. Allein ich konnte auf meinen Heimweg mehr als 10 Festnahmen beobachten. Bullen mit Schlagstöcken in der Hand stürmten U-Bahnstationen, rissen Leute aus den Zügen und nahmen diese fest.

ALLE OPFER DER POLIZEIWILKÜR MELDEN SICH BITTE BEIM ERMITTLUNGSAUSSCHUSS KÖLN! [ea-koeln(at)infoladen.net]

Kein Tag ohne Ungdomshuset! Macht Aktion, seit kreativ, besetzt Häuser….!
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Ergänzungen

"Repression"

Christian 01.03.2007 - 23:30
Zuerst randaliert ihr grundlos in der Stadt ("auf dem Weg wurden etliche Bauzäune, Verkehrschilder, Tische und Stühle zu fall gebracht") und nennt dann das Auftreten der Polizei "aggressiv"?
Selbstkritik ist euch fremd, oder?

Massives Bullenaufgebot...

Passant 01.03.2007 - 23:35
...am Rande und vorallem nach der Demo. Mehr als 20 Festnahmen! Seid soidarisch und macht Aktione

Find´ ich echt gut...

Indy dir deine Meinung! 01.03.2007 - 23:52
Jaaa: "Bullen rasten aus ... entschlossenes Auftreten auf der Demo (Bauzäune... Stühle zu Fall gebracht)... wurde alles gegriffen, was nach der Demo aussah..." Was soll man da noch über die Zusammenhänge sagen? Wurden nachvollziehbare Botschaften speziell zum Ungdomshuset bzw. überhaupt vermittelt? Ich hoffe, es hat keine Unbeteiligten erwischt oder wenigstens keine, die derartig sinnlose Eskalation wollten. Allen anderen wünsche ich ein paar nachdenkliche Stunden bei Team Green. Wird bei soviel Hirnverbranntheit aber wohl vergebliches Hoffen sein.
Liebe Indy-Mods, verzeiht mir "meinen Namen", aber der unreflektierte Müll, der hier zunehmend verbreitet wird, provozierte geradewegs dazu, sich des Werbeslogans einer einschlägigen Zeitung zu bedienen, die ähnlich auf Dummfang geht... Reißerische Überschrift, die sich im Text z.T. selbst widerlegt und ein bezeichnendes Bild auf den Zustand des Verfassers wirft!

aaalso

Teilnehmer 02.03.2007 - 00:10
Muss ganz ehrlich sagen, dass ich Aktionen wie "bauschilder umschmeissen" etc für nicht sehr sinnvoll halte.
In erster Linie zählt bei einer Demonstration die Wirkung nach Außen, die bei Randale meistens eher negativ ausfällt^^
naja ansosnten wars sehr schön, laut und entschlossen und definitiv eine Überraschung bei der kurzen Mobilisierungszeit.
Am Ende war es sehr chaotisch, da die polizei ein ziemlich immenses Aufgebot aufgefahren hatte. Kleingruppen wurden durch die Innenstadt gejagt und mehrere Festnahmen liefen mehr als brutal ab.

Noch was in eigener Sache: Ans Genüse ;): danke fürs mitnehmen bin gut nach hause gekommen, hoffe ihr auch.

mit antifaschistischem Gruße

echte Ergänzung

war da 02.03.2007 - 00:30

Ich schätze die Demo schon auf etwa 100 TeilnehmerInnen.
Der Bezug zum Ungdomshuset wurde über Transperente und Parolen hergestellt.
Leider gab es keine Flyer auf dennen man noch mehr inhalt hätte vermitteln können.

Lautstark wurden Parolen skandiert, viele schöne Klassiker:
Für ein selbstbestimmtes Leben - Ungdomshuset muß es geben
Ungdomshuset blir
Was wir wollen ist nicht viel - selbstbestimmung heißt das Ziel
Alles für alle und zwar umsonst
Kapitalismus - abschaffen
Kein Markt Kein Staat Kein Patriachat
Macht ihr unsre Häser platt - nehm wir uns den rest der Stadt

Leider hatte sich irgendwie niemand verantwortlich gefühlt die Demo auch nur
ein wenig vorzubereiten. Viele TeilnehmerInnen sind von weit her angereist.
Das eine ortliche Gruppe unter der Hand schon Flyer vorbereitet hätte, sowie Demo route
und vielleicht einen kleinen Bollerwagenlauti mit fertigen Reden vom Band wäre echt wünschenswert gewesen.
So kam die Demo anfangs nur zögerlich in Gang.
Am heikelsten war aber das unter der verteilten Nummer des Kölner EA nur eine Mail-box zuerreichen war.
Sowas ist echt scheiße. Zumindest die Personen die den Treffpunkt bekannt gegeben haben hätte solche elementaren
Dinge organisieren sollen oder es an Ortsgruppen weiter deligieren.

Insgesamt fand ich die Demo gelungen.


Ich finde es seltsam mit welchen reaktionären tönen hier gelästert wird. Ich sehe zum einen, einen qualitativen unterschied in Gewalt gegen Gegenstande (Straßenschildern) und Menschen (Bullenschläge und brutale Festnahmen).
Tortzdem war auch mir das vorgehen oft zu blind Aktionistisch. Mensch sollte nicht in voller Aufregung einfach alles umreissen und dabei noch eigene Leute treffen und sich Gedanken über legitime Ziele wie bestimmte Unternehmens Ketten und banken machen und zweckgerichtete Blockaden. Mülleimer und Straßenschilder umreissen kann ja SInn machen wenn mensch hinterfahrende Bullenwagen abschütteln will.

gelungene Demo bis aufs Ende

Nicht-Autonomer 02.03.2007 - 01:05
Bitte nicht so pauschal verurteilen! Vielleicht war ich der einzige "Nicht-Autonome" Teilnehmer auf der Solidemo in Köln? War zugegebenermaßzen anfangs ziemlich enttäuscht, weil nur so wenige dort waren. Besonders mit der SSK/SSM hätte ich gerechnet, da diese sich schon mit voranfahrenden LKW an hiesigen Solidemos wie am Tag der Räumung der Yorckstraße oder bei am Tag der Räumung des "Barmer Viertels" und viele andere so engagiert haben.
Nach einer halben Stunde waren dann aber 80-100 Leute auf den Rudolfplatz zusammengekommen und die Demo begann ganz selbstverwaltend! Ich war zugegebenermaßen ziemlich überrascht und hatte um 19:00, als wirklich nur ca.10 Leute dort standen, nicht damit gerechnet, dass es wirklich noch zu einer Demo kommt.
Direkt zu Anfang fielen dann Bauschilder und es wurden einige Böller gezündet. Dabei war mir schon mulmig und ich habe mir überlegt abzubrechen. Aber da diese, im bürgerlich-rechtlichen Sinne sicherlich nicht ganz unbedenklichen, Taten schließlich nicht von mir ausgingen, bin ich mir keiner Schuld bewußt, wenn ich an dieser Spontandemo dennoch teilnehme, zumal diese Zwischfälle wirklich nur von ein paar wenigen ausgingen. Mir ging es allein um die Solidarität, nicht mehr und nicht weniger.
Die Bullen waren darauf scheinbar total unvorbereitet und haben eine gute Stunde gebraucht, bis sie die genannte Hundertschaft mobilisieren konnten! Unsere beiden Wegbegleiter, die jeweils rechts und links neben dem Demozug gegangen sind, waren sichtlich nervös und haben bei dem ein oder anderen Vorfall scheinbar absichtlich weggeschaut in eine andere Richtung. Auf der Hohe Str. hing unser linker Begleiter total nervös nur noch am Funkgerät. Als wir vor dem Dom spontan nach links abbogen und noch einen Sprint zurücklegten, meine ich mit einem halben Ohr mitbekommen zu haben, dass er total sauer war, da die beiden immer noch alleine mit dem Demozug gelassen wurden (wenn man mal von den beiden im PKW hinter uns absieht). Der tat mir richtig Leid ;)
Als wir den Ring erreichten beschloss ich, nachdem von rechts 6-8 zusätzliche Grüne kamen, nun langsam abzubrechen, da die Situation zu eskalieren drohte. Ich bin noch ein Stück mit bis zum Rudolfplatz und wieder zurück und habe dann den Demozug verlassen. Dieser setzte gerade den nächsten Sprint in Richtung Friesenplatz an. Ich verweilte nun ein wenig und sah eine halbe Hundertschaft im Kampfanzug militaristisch in Richtung Friesenplatz marschieren. Da war mir irgendwie schon klar, dass das heute nicht so toll enden würde. Kurz darauf fuhren dann 9 (ich habe sie gezählt!) Mannschaftwagen über den Ring von Rudolfplatz aus in Richtung Friesenplatz und verursachte im glücklicherweise dichten Verkehr erst mal ein totales Verkehrschaos (in dem sie einige Zeit stecken blieben und einen ungeheuren Lärm machten)
Als ich aus der Ferne das blaue Leuchtfeuermeer am Friesenplatz und Hubschrauber über den Himmel kreisen sah (den Sinn von letzteren möchte ich mal nicht bewerten), war mir klar, dass die voll auf eine gewaltsame Konfrontation aus waren (der Einsatz war für die höchstens 50 Restdemonstranten totaler overkill!)

Aber die Demo hatte auch viele gute Elemente. Der Weg war gut gewählt durch die Haupteinkaufsmeilen von Köln. Wieviel die dort wandelnden nahezu ohnmächtigen Konsumopfer davon kapiert haben, ist natürlich die andere Frage. Sie, besonders die Älteren, waren teilweise sichtlich erschrocken, besonders wenn eben der ein oder andere Stuhl fiel zusammen mit Parolen wie "Alles für alle und zwar umsonst" oder Sprechgesang wie "Wir wollen shoppen shoppen shoppen". Hatte teilweise den Eindruck das für die ein heiles Weltbild zusammenbrach. Das finde ich irgendwie gut. Andererseits kann das natürlich wieder zu eine Rechtfertigung für den Ausbau der Polizei- und Überwachungsstaat mißbraucht werden: Ich höre innerlich schon die Sprüche wie "Köln muss sicherer werden", dem die nun geschockten Konsumfetischisten erst recht zustimmen...

Die erste Stunde war, bis auf ein paar kleine Zwischenfälle, eine gelungene Demo! Gute Parolen wie "Für ein selbstbestimmtes Leben - Ungdomshuset muss es geben!" und einige Banner mit dem Thema.
Über das Ende brauchen wir nicht zu sprechen. Hoffe das die Festgenommenen auch bald wieder auf freien Fuß sind und vielleicht auch hier mal zu Wort kommen...

Kritik

schön wars trotzdem 02.03.2007 - 12:22
Die Vorbereitung war wie in vielen anderen Städten unter aller Sau, keiner fühlte Anfangs sich für etwas verantwortlich. Erst nach etwa einer halben Stunde übernahmen 2 Menschen und ein Transparent die Initiative und gingen los. Redebeiträge oder Flyer(Hab 3Tage vorher im Antifa Cafe noch ein 4seitiges Flugblatt gesehen, wieso hat das nicht einfach jemand kopiert?) gab es soweit ich mitbekommen habe leider auch nicht, dafür war die Demo sehr Lautstark. Die schlechte Vorbereitung war mir selbst unverständlich. Schließlich gab es in Köln doch vor kurzen erst ein Ungdomshuset Solifestival. Ein Herz gefasst und für den Tag X was vorbereitet hat aber wieder mal niemand, nicht einmal der Kölner EA war während der Demo zu erreichen. Hätte man mehr draus machen können und auch die Anzahl der Teilnehmenden KölnerInnen hätte grösser sein können, aber trotzdem war es ne geile Demo.

wdr

antifa 02.03.2007 - 12:47
von wdr.de:
60 Alternative randalierten in Köln
In Köln haben rund 60 Angehörige der sogenannten Alternativen Szene gegen die Schließung eines Jugendzentrums in Kopenhagen protestiert. Die Demonstranten haben beim Zug durch die Kölner Innenstadt am Abend Knallkörper- und Rauchbomben gezündet, Verkehrsschilder umgestürzt und sind über Fahrzeuge gestiegen. Es wurde niemand verletzt. Auch in anderen deutschen Städten kam es zu Ausschreitungen.

Auch in Köln Ausschreitungen

antifa 02.03.2007 - 13:42
Kölner Polizei im Einsatz

In Zusammenhang mit der Schließung eines Jugendzentrums in Kopenhagen hat es am Donnerstagabend Ausschreitungen in Köln gegeben. Etwa 60 Angehörige der sogenannten Alternativen Szene haben sich laut Polizei spontan auf dem Rudolfplatz zu einer Solidaritätskundgebung getroffen.
Anschließend zogen die etwa 60 Teilnehmer durch die Kölner Innenstadt. Dabei hätten sie Verkehrsschilder umgestürzt, Knallkörper- und Rauchbomben gezündet, sagte uns Polizeisprecherin Catherin Maus. Einige Personen seien darüber hinaus über Fahrzeuge gestiegen. Es wurde niemand verletzt.
Hintergrund ist die Räumung des besetzten Kopenhagener "Jugendhauses". Hier haben Beteiligte an Protestaktionen am Morgen erneut Autos in Brand gesetzt. Nach schweren Krawallen am Abend wurden 200 Teilnehmer festgenommen. Darunter neun Deutsche. Es gab fünf Verletzte.
 http://radiokoeln.de/koeln/rk/131060/news/koeln

einsatzleitung

politpunk 02.03.2007 - 19:45
wer der einsatzleiter war ist mir auch nicht bekannt.
aber mir schien es so, als seien die kölner bullen auf eine demo überhaupt nicht vorbereitet gewesen. so als hätte der staatsschutz gepennt und nicht mitbekommen, dass es für tag x eine demoankündigung in köln gab.
mehrere beobachtungen haben mich zu dem schluss geführt:
1. die beiden streifen, die ganz am anfang nach und nach nach (so gegen 19:10, die zweite erst gegen 19:20) am startpunkt auftauchten, waren wahrscheinlich tatsächlich nur normale verkehrsstreifenbullen, die mehr oder weniger zufällig in der gegend waren. nur dass erklärt, dass die bullen zwar kurz nach nem versammlungsleiter fragten und die leute dann in ruhe ließen als sie keine antwort bekamen.
zitat des fragenden cops: "dann werde ich mal der dinge harren, die da kommen." er schien ein wenig ratlos zu sein.
2. als die menge sich dann in bewegung setzte folgten die vier anwesenden cops ihr erst garnicht und kamen erst nach wenigen minuten hinzu, sie schienen bis dahin tatsächlich nicht gecheckt zu haben, dass es sich um eine sich formierende demo handelte. auch danach griffen sie in keiner weise ein (wie auch zu viert?), bettelten aber an ihren funken verstärkung. diese traf nach und nach keinesfalls koordiniert ein (nach und nach heisst ein paar streifen über eine halbe stunde verteilt) und bestand nur aus einigen weiteren streifenwägen.
3. erst als sich die demo dem dom näherte (nach ca. einer halben stunde) waren dort die ersten bereitschaftswannen zu sehen. erst von dann an wurde der einsatz der cops koordinierter und endete schließlich in der jagd und den festnahmen im üblichen kölner stil.

ne halbe stunde bis zum organisierten eingreiffen von team green und bereitschaftscops passt ganz gut in das zeitfenster demotechnisch völlig unvorbereiteter bereitschaftsbullen. bis sich geturtelt haben, in ihren karren sitzen, vor ort sind (der ja aufgrund der chaotischen zick-zack-innenstadtroute ständig wechselte) und die einsatzleitung ein konkretes eingiffskonzept hat, kann nach meinen vorstellung selbst bei der durchorganisierten cop-infrastruktur schon bei ner halben stunde liegen.

fazit, war ne nette demo, die wenigsten haben glaub ich damit gerechnet.
in der halben stunde hätte jedoch mehr passieren können und der rückzug der demoteilnehmer hätte fixer von statten gehen müssen, dann hätte es die meisten kontrollen und ingewahrsamnahmen wahrscheinlich nicht gegeben.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 17 Kommentare

aaalso

Teilnehmer 02.03.2007 - 00:24
Muss ganz ehrlich sagen, dass ich Aktionen wie "bauschilder umschmeissen" etc für nicht sehr sinnvoll halte.
In erster Linie zählt bei einer Demonstration die Wirkung nach Außen, die bei Randale meistens eher negativ ausfällt^^
naja ansosnten wars sehr schön, laut und entschlossen und definitiv eine Überraschung bei der kurzen Mobilisierungszeit.
Am Ende war es sehr chaotisch, da die polizei ein ziemlich immenses Aufgebot aufgefahren hatte. Kleingruppen wurden durch die Innenstadt gejagt und mehrere Festnahmen liefen mehr als brutal ab.

Noch was in eigener Sache: Ans Genüse ;): danke fürs mitnehmen bin gut nach hause gekommen, hoffe ihr auch.

mit antifaschistischem Gruße

Presse ,

Fresse 02.03.2007 - 00:41
naja aber immerhin kommt die Demo so in die Zeitung. Ähnlich wie in Hessen bei den Studiengebührendemos. Wenn es "normale" Demos waren wurde kaum oder nur kurz geschrieben. Ging irgendwas kaputt oder wurden Autobahnen besetzt wurden gross berichtet.

Jetzt sagen einige Autobahnen besetzen ist ok, Scheiben kaputt machen nicht.

Scheiben einschmeissen ist Sachbeschädigung, Autobahnbesetzen ein schwerer Eingriff in den Strassenverkehr. Suchts euch aus! Und hört auf eure dummen Kommentare hier zu posten. Ergänzt was zur Sache. Eure persönliche Meinung interessiert hier keinen.

Und lest euch mal die Indykriterien durch.

@ Fresse

Sinn? 02.03.2007 - 01:04
Mag sein, dass über gemässigte Demos nicht berichtet wurde. Wo aber liegt der Sinn aufgrund derartiger - selbst verschuldeter - Negativ-Publicity? Der "Bürgerschreck" kann keine Botschaften vermitteln. Außerdem sollte die typische Nazi-Strategie "Wir müssen wie auch immer in den Medien präsent bleiben" (so sinngemäß schon vor einigen Jahren von irgendeiner Nazi-Größe geäußert) kein Vorbild sein. Ohne das Bemühen um eine nachvollziehbare Botschaft hat alles keinen Sinn!

Wut musz raus

Teilnehmerin 02.03.2007 - 01:11
die stimmung in der der demo, so mein eindruck, war äußerst wütend und aggressiv. naja und diese wut muss halt mal raus. klar gibts demos auf denen ne "positive" außenwirkung auf bürger angebracht ist, bei der war das auf jedenfalls nicht so, da gings nur ums wut rauslassen. und das wurde auch. laut und aggressiv wars. hätte es mehr lose steine gegeben hätts ne richtig schöne scherbendemo geben können...
und wenn die leute nach dem krawall auch danach handeln in ihrer umgebung und in ihrem leben ein ungdomhuset wirklich machen ist doch alles ok...

"Reaktionäre Töne"

Christian 02.03.2007 - 01:14
Gewalt gegen Gegenstände führt allerdings direkt zu Gewalt gegen Menschen.. Ist auch verständlich, wie soll man solches Verhalten sonst eindämmen?
Die politische Botschaft die bei den meisten Menschen angekommen ist dürfte aus "Die Chaoten suchen nur mal wieder Gründe um zu randalieren!" bestehen.

verschiedenartig

burn 02.03.2007 - 01:16
...einige der ergänzungen sind wirklich merkwürdig hier, scheint eher eine person sein. widerstand ist in verschiedenen formen möglich und wichtig....wenn der staat ausgrenzung, selektierung und gewalt als rechtliches mittel anwendet und propagiert, dann kann der widerstand dagegen die selben mittel verwenden, ohne, in diesem zusammenhang, moralische bedenken in den vordergrund stellen zu müssen...wem es nicht liegt kann sich anderer formen des protestes bedienen, es gibt viele verschiedene formen dafür, allerdings immer den finger zu heben, wird am ende wohl nicht genügen, freiräume zu schaffen oder zu erhalten...also sollte wohl erst einmal geklärt werden, ob es sich hierbei um ein erklärtes ziel handelt.wenn am ende festgestellt werden sollte, daß diesem nicht so sei, naja, dann braucht man auch kein "allerweltsstatement" von sich geben, welches die mehrheit aller sowieso unterscheiben würde, denn dafür gibt es dann ja u.a. die bild für euch.........freiräume erkämpfen & verteidigen!!

Klarstellung

Christian 02.03.2007 - 03:43
Ich bin keineswegs gegen das Erkämpfen von selbstbestimmten Freiräumen. Aber man muss eben damit rechnen, dass die Polizei hierzulande praktisch immer als Sieger aus einer gewaltsamen Auseinandersetzung hervorgeht. Wenn man es schafft dass sie es nicht tut, verdient das Respekt! Wenn man nach einer selbstbegonnenen Auseinandersetzung über das aggressive Auftreten der Polizei jammert verdient das nichtmal mehr Mitleid.
Selbstbestimmtes Leben bedeutet zumindest für mich auch zu den Konsequenzen seiner Handlungen zu stehen!

@ Christian

Anti 02.03.2007 - 04:06
"Gewalt gegen Gegenstände führt allerdings direkt zu Gewalt gegen Menschen.. Ist auch verständlich, wie soll man solches Verhalten sonst eindämmen?"

Komisch, die Gewalt der Herrschenden aber willste nicht eindämmen. Doch: Wogegen wohl richtet sich die "Gewalt gegen Gegenstände" der Linken eigentlich?

Bekämpft das System wo ihr nur könnt!

Bla

BLa 02.03.2007 - 08:14
Die Polizei geht aber nur solange als Sieger hervor, bis sich auch die letzten mal für einen "aktiveren" Protest entscheiden - Soll man sich alles auf Dauer gefallen lassen ?? - Für ein Ungdomshuset in jeder Stadt !!!

weiss ja nicht....

opa 02.03.2007 - 09:48
will ja nun nicht mit dem "frueher war alles besser"-hammer kommen, aber seltsam ist das ja schon.
frueher wurden halt nun mal nach raeumungen, zumal wenn wenig bullen vor ort waren, banken, buerogebaeude, etc. entglast. entweder die verstaerkt eintreffende bullerei wurde angegangen oder man zog sich vor ihrem eintreffen zurueck.
alternativ dazu konnte man natuerlich auch demo machen ohne etwas zu beschaedigen, was meistens nicht zu so krassen bullenreaktionen fuerte wie das andere.
fur was ist diese heutige strategie, bloede bauzaeune und schilder umschmeissen (kann man auch zum barikadenbau verwenden!) und warten bis immer mehr bullen eintreffen, die einem dann was auf die muetze hauen, allerdings gut sein soll, ist mir echt nicht klar. sollte doch mal etwas drueber nachgedacht werden, oder?

waqr ja nett...

schwarzvermummt 02.03.2007 - 15:02
an sich wars ja nett...
aber fahhräder umschmeissen muss ja wohl echt nicht sein, oder?
und nen schönen grusz auch an den menschen, der mir ziemlich am anfang der demo ein strassenschild uf den hiterkopf fallen liesz...
militanz mit etwas mehr bedachtheit wäre nett..!

und das der monströse haufen steine auf der strasze nicht benutzt wurde, wundert mich etwas...
hätte ich nicht damit gerechnet ne gehirnerschütterung zu haben...

weiß jemand

... 02.03.2007 - 18:48
Weiß jemand wie der einsatzleiter hieß? Normalerweise wird ja in Köln eine andere linie gefahren, deswegen wäre es für künftige Aktionen gut man hätte den Namen, dann wäre man vorgewarnt.

Randale und Zerstörung auf deutschen Strassen

Freies Land 02.03.2007 - 23:25
ist der Sinn und Zweck solcher Aktionen? Und damit will manFrau Akzeptanz und Verständnis bei Bürgern, Wählern, oder Entscheidungsträgern der deutschen Gesellschaft finden oder fördern. Die Verantwortlichen, die für Zerstörung, Gewalt oder Eskalation mit der Polizei verantwortlich sind, gehören weggesperrt. Ohne Wenn und Aber!

Wer Meinungsbildung oder politische Veränderungen praktizieren will, muss dieses IMMER gewaltfrei und sozialverträglich machen. Alles andere ist illegal, nicht glaubwürdig, widersprüchlich und kontraproduktiv.

Mich als ewig 68èr kann dieses unsinnige Eskalationsmachtspiel vom anarcho-kommunistisch-faschistisch geleiteten Initiatoren und Mitläufern nur anwidern. Dazu sind viele Sprüche von Ihnen nur WORT-KOTZE!

Damit lösen Sie bei mir eine Abscheu und Verachtung aus, die nur noch von grundlos und unverhältnismässig gewalttätigen Bullen übertroffen wird.


"Die Hast ist der Tod der Qualität"


x

Ingeborg Wiesenbrück 03.03.2007 - 03:26
"Wer Meinungsbildung oder politische Veränderungen praktizieren will, muss dieses IMMER gewaltfrei und sozialverträglich machen. Alles andere ist illegal, nicht glaubwürdig, widersprüchlich und kontraproduktiv."

Tut mir leid aber ich kenne nur eine "Revolution" die Gewaltfrei von statten gegangen ist. Alle anderen grossen verändernden in der Geschichte sind - leider - mit Gewalt verbunden gewesen.

Es ist traurig das es keine anderen Mittel mehr gibt ausser Gewalt. Aber mach einen Besseren Vorschlag und setze diesen um, so das man Ergebnisse sieht, dann werden dir auch Menschen folgen.

Gewalt ist ein Druckmittel das keinesweg schön ist.

Wir haben gesagt: Wir das Haus geräumt gib es Auschreitungen, wir sind im Recht, die Politik wollte nicht glauben - wir halten unser Wort.

@ Ingeborg Wiesenbrück

Muh Muh 03.03.2007 - 03:32
Du bist ein typisches Beispiel für Kids, die über Dinge wie "Revolutionen" und "Widerstand" den Klischees von Spielfilmen und der reisserischen Boulevardpresse aufgesessen ist. Revolution ist etwas, was in den Köpfen stattfindet, etwas Kulturelles und Soziales. Gewalttätige Ereignisse, die Revolutionen begleiten sind meist aufgrund des Versuches des Staates, die Veränderungen zu verhindern. Was du hier schreibst, von wegen bloße Randale können zu zu Revolution werden, wenn man nur genug randaliert, klingt sehr nach 16jährigen Provinzteenie, der mit Videothek und Sat1 aufgewachsen ist und in der Schule wahrscheinlich gerade mal so durchgekommen ist.

Gewalt

Christian 03.03.2007 - 20:00
Was hier von Gewalt und Revolution geschrieben wird kommt irgendwie schon sehr naiv rüber.
Ihr seid euch aber schon im klaren darüber, dass die Polizei mit euch mehr als nachsichtig umgeht, oder? Wenn eine Gruppe stark genug wäre um tatsächlich eine Bedrohung für die herrschende Ordnung darzustellen (und sei es auch nur auf lokaler Ebene), würde ganz anders reagiert werden.
Mal sehen wer hier noch von Revolutionsromantik träumt, wenn er mal in einen tatsächlichen Strassenkampf verwickelt war, wo es um mehr geht als nur eine Dosis Pfefferspray ins Auge oder ein paar blaue Flecken.. ich vermute mal niemand!

...

hüpferdüpfer 04.03.2007 - 14:20
scherbendemos und geschwafel von revolution klingen in deutschland einfach ekelerregend.

aber mal was konstruktives, warum rennt menshc eigentlich bei so einer demo 2 stunden durch die stadt? da wird ja förmlich auf eine beskalation mit der polizei gehofft. ich hab das gefühl wenn ihr euch nach ner halben stunde recht plötzlich verstreut hättet und manche leute auf ihren black-block-forever stil verzichtet hätten, wären genug festnahmen verhindert worden...
in de rzeitung hätts wohl trotzdem gestanden...