Bln: Hausprojekt von Raussanierung bedroht

Petra Lustig 22.02.2007 12:35 Themen: Freiräume Soziale Kämpfe
Berliner Hausprojekt Adalbertstr. 28 von Raussanierung (Yuppisierung) bedroht.

Die Adalbertstr. 28 liegt nach dem Engeldamm (Mauerstrip) ostwärts auf dem Weg zur Köpi, schon in Berlin-Mitte, ist aber gefühltes Ostkreuzberg.

Die Wohnungen des Hauses wurden 1990 besetzt, nach Abschluß von Einzelmietverträgen mit der Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) wechselte das Haus bis heute öfter mal den Eigentümer und wird von den BewohnerInnen von Anfang an weitgehend selbstverwaltet.

In unseren beiden Häusern (Vorderhaus und Hinterhaus) wohnen viele allseits bekannte und beliebte Leute denen es lange schwer fiel, eine Entscheidung für eine gemeinsame Haus-Zukunftsperspektive zu treffen ... Im Oktober 2006 wurde das Haus plötzlich erneut verkauft. Eigentümer ist jetzt der Pathologieprofessor Dworak aus Fürth/Bayern.

Eine von ihm beauftragte, stumpf-zerstörerische Sanierungsfirma mit dem orginellen Namen SanieConsulting (Büro: Antonstr. 33, nähe Leopoldplatz im Wedding) mit ihrer arroganten Chefin Liliana Preißer-Bartsch und deren Stiefelknechtehemann Uwe (wohnen in Glienicke-Nordbahn, Ahornstr, 10a, nördlich von Berlin) zerwalten seitdem unsere Häuser und versuchen uns aus dem Haus zu ekeln und zu kündigen.

Kurz vor Weihnachten begannen ihre gedungenen Arbeiter z.B. unser Brennholz abzutransportieren (klauen), den Hinterhof (Fußball + Grill) samt Kinderschaukel einzustampfen, einen 15m langen, 2,5m tiefen Terrorgraben anzulegen, Keller der Mieter aufzubrechen und abzureißen, den Putz von allen zugänglichen Mauern zu hauen, die Dielenbretter im Speicher rauszureißen, und, und, und.
Das ganze ohne jegliche Absprache mit den BewohnerInnen.

Selbstverständlich wehren wir uns auf allen Ebenen!!!
Alle 17 Mietparteien stehen geschlossen zusammen und sind bereit, um die A28 zu kämpfen!

Aber wir brauchen natürlich auch Unterstützung von außen - von EUCH!
Achtet auf Flyer, Plakate, Mails für unsere Soliveranstaltungen (so z. B. letztens unsere Freibier- und Grillfete, durch die zumindest für einen Tag die Terrorbauarbeiten gestoppt werden konnten).

No Pasaran! A 28 bleibt! Und nicht nur die!
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geht los

berliner 22.02.2007 - 13:06
sagt bescheid, so dass man auch außerhalb der kernszene was mitbekommt. unterstützung wird gerne gebracht. viel kraft euch.

solidarische grüße

anarcho 22.02.2007 - 13:14
aus friedrichshain... wir bleiben alle, schluss mit der yuppisierung...

SOLIDARITÄT

Holger Halfmann 23.02.2007 - 13:28
Also meine Solidarität habt Ihr, auch wenn ich um die für mich ständig kämpfen muss und selbige dann kaum erhalte, da ein Einzelkämpfer in linken Augen wohl nicht unterstützenswert ist.

Siehe beispielsweise  http://azoren2007.blogspot.com/search/label/Indymedia (Kommentare wären nett, denn auf Indy wird dieser Artikel immer gelöscht, da es ja keine Nachricht ist.)

Hoffe das dieses Posting nicht zensiert wird.

Wenns bei Euch um die Nuss geht und jemand aus HH da hin fährt komm ich gerne mit. (bin aber erst Ostern wieder im Lande) Speichert bitte für den Fall meine E-Mail und meldet Euch dann per Mail für Absprachen! (hab selber mal in der Wendezeit in der Dunker Str bei so einem Hausprojekt mitgemacht)

http://www.rigaer-strasse.blogspot.com

Holger Halfmann 23.02.2007 - 14:05
Habe mitlerweile Euer Blog gelesen. Habt ja da die gleiche Idee gehabt wie ich. Nochmals volle Solidarität, da ich ich mich in allem was Ihr so rund um unsere Alternativenfeindliche Konsumgesellschaft schreibt wiederfinde. In Hamburg lebe ich in einer der noch ganz wenigen Ofenbeheizten Wohnungen und kämpfe seit dem Tod meines Freundes 2004 auch (bisher erfolgreich) gegen die Räumungsklage der Vermieterinnen in 2 Instanzen. Will mich da einerseits auch nicht wegsanieren lassen, andererseits will ich aber auch in Deutschland nicht alt werden.. Meine Tage in diesem Land sind spätestens seit dem ich auch noch als Antifaschistischer Buttonhändler politisch verfolgt werde mehr als gezählt. Siehe meine Chronic zum Thema, die nicht nur meinen Fall beleuchtet, sondern eben alle Fälle die mir bekannt wurden:  http://de.indymedia.org/2006/12/163960.shtml

wir sind auch dabei

broiler 23.02.2007 - 14:55
wenns stress gibt kommen wir! ham grade ein neues projekt aufgebaut  http://sondereinheit.fateback.com/

Fuer Holger

- 23.02.2007 - 15:02
Kollege reichen dir deine eigenen Artikel nicht aus?

Wie ein Witz über Parität

Nora 23.02.2007 - 17:10
Haben den Eindruck ,das es in im gefühlten Ostkreuzberg inzwischen ummehr geht als um einzelne Häuser und Hausprojekte ,das Viertel verwandelt sich in ideologisches Kapfgebiet und die Bevölkerung in ihren Kreuzberger Organisationsformen wird gesiebt nach tragbar und übernahmewillig und nicht so.Konsensbrüche wie die zwei Männertage im neuen Duschfahrplan im der der Öffentlichkeit zur Verfügung stehenden Badehaus ,der jetzt ,nachdem der alte Plan den Opferschutz-,Frauenseparatismus-und Sexismusgedanken in einem Frauentag berücksichtigt hatte ,Frauen nicht mehr als die Ausnahme betrachtet,die als potentielles Opfer sexistischer Gesellschaft oder die betrachtet ,die sich dieser sexistischen Gesellschaft,zum Beispiel der von Soldaten auf Urlaub ,Saunabesuchern ,Männern mit schmutziger Wäsche , entziehen will ,sondern als eins von zwei (!!) verschiedenen Geschlechtern (sex ),die voneinander separiert und zusammen im Badehaus brausen wollen .Dem ist nicht so.Weil einigen Wohnungen in Kreuzberg Bad und Brause fehlen und Waschsalonsteuer sind,konnten Leute ,die zusätzliche sanitäre Anlagen und Waschmaschinen brauchen ,hier ohne viel Umstände und anonym ihre Wäsche machen wie in den öffentlichen Waschhäusern in Südeuropa und in sauberen und nicht kontrollierten Bade-und Brauseeinrichtungen brausen und baden,gestört ahben dabei wie zu erwarten ab und zu glotzende Männer ,die die Einrichtung mit einem Kontakthof verwechselten,ausweichen konnten Überdrüßige aus den Frauentag ,der einmal die Woche stattfand .Insofern war das Badehaus geschlechterpolitisch wertsetzend und berücksichtigte die jahrzehntelangen Kämpfe der Frauenbewegung um Anerkennung des sexistischen Verhältnißes als Verhältnis,das besondere Bedingungen für Frauen gelegentlich notwendig macht ,um gleiche Bedingungen für alle herzustellen . In dem neuen Fahrplan,der übrigens auf lustige Weise zustande kam ,ist dieser Gedanke nicht mehr berücksichtigt und die Badezeiten sind genau gleich verteilt auf zwei Geschlechter und die ,die gemischt baden und waschen wollen und können .Zwei Tage für Männer ,zwei für Frauen und drei Tage für " Männer und Frauen " gibt esjetzt ,nachdem sich zwei oder drei Männer im Sommer beschwert haben ,weil sie sich zurückgesetzt fühlten durch den jahrelang bewährten Fahrplan .Da es sich um eine kostenlose Einrichtung handelt ,kann man davon ausgehen ,einhergehend mit dme Anspruch der BetreiberInnen handelt es sich beim Waschhaus
auch um eine sozialkompensatorische Einrichtung ,um ein Angebot an Leute ,die kein oder wenig Geld haben und die Wohnungen ohne Bad bewohnen ,an Rucksacktouristen und so weiter .
Auch dieser Gedanke scheint nicht mehr besonders berücksichtigt worden zu sein ,Frauenarmut
ist ein Thema ,dem ich in Zahlen jetzt nicht weiter nachgehen kann .
Bei genauem Nachdenekne darüber ,weshalb Männer einen separaten Badetag brauchen ,kommt eine auf drei Ideen :entweder sind sie Homosexuelle,die,ausgezogen ,nackt ,naß, einfach keine Frauen mögen .Das ist einsichtig .Oder sie möchten qua Religion öffentlich nicht mit Frauen zusammen brausen und baden,das ist immerhin diskußionswürdig ,ob durh die Gegenwart nackter Frauen ein religiöses Gefühl verletzt wird oder einfach nur sexistische sund patriarchales Rollenverständnis,wäre in Gesprächen mit den betreffenden Männern zu ermitteln .Es ist aber anders gelaufen ,jemann hat einen Beschwerdebrief an den Trägerverein ,dem Hörensagen nach ist das der Paritätische Wohlfahrtsverein ,geschrieben ,eine Kommentarliste wurde im Badehaus aufgehängt ,in die jeder und jede die eigene Meinung zum Thema mit dem Kugelschreiber eintragen konnte ,Kreuzberger Methoden zur Ermittlung des Konsens und der Abweichung ,
und ein paar Wochen später gab es einen neuen Fahrplan der die Männerwünsche wie beschrieben berücksichtigte .
Am falschen Tag erschienen konnte frau zumindestens noch ihre Wäsche waschen ,in Absprache mit dem anwesenden Jungen ,dem das nichts ausmachte ,und ein andermal saßen zwei ältere Herren vergnügt zusammen in zwei Wannen und das Ding strahlte dermaßen die Atmosphäre einer Herrensauna ,guys after ,aus,das frau sich überlegt ,ob sie überhauptnoch ohne sich zu ekeln die selben Anlagen benutzen möchte wie die Herren .
Der dritte Grund ,aus dem Männer sich separieren möchten ,könnte zu Zwecken der Identitätsbildung sein ,wie in Herrenclubs ,frauenfreien Burschenschaften ,mens-only-locations in Rotlichtvierteln ,an Herrentagen oder sonstwo.Gerade das ist aber das Problem der Frauen gewesen ,die sich zu Zwecken der Gleichheit separieren ,ein Unterschied ,der Benachteiligung impliziert ,soll ausgeglichen werden ,indem jetzt begünstigende oder schützende Bedingung zugestanden wird . Ein Frauentag eben . Männer ,die sich durch derartiges in Frage gestellt fühlen ,sind in Ost-Kreuzberg merkwürdig .Wann ist ein Mann ein Mann,wan ist ein Mann ein Me-e-en-sch.
Frauenschutz ,der Frauen vor etwas,meistens einer Erfahrung,bewahren möchte und Männern qua Ausschluß (der Frauen ) den Vorsprung gewährt,ist hier nicht gemeint ,die muslimischen Gemeinden diskutieren ihre Belange unter sich .
Der neue Duschfahrplan stellt einen Konsensbruch dar und ist aus den Erfahrungen des Zusammenlebens heraus nicht zu verstehen .Warum brauchen Männer zwei separate Tage ,nachdem jahrelang sogar für Frauen ein Tag ausgereicht hat ? Warum erhalten Frauen im Zuge der Verbeßerung für Männer dann auch gleich noch einen Geschlechteridentitätstag für sich ,den sie bisher garnicht brauchten ?Warum dürfen Männer gleich am Montag abbrausen ,was sie am Wochenende für Geschlechterzumutungen erlebt haben und Frauen erst am Dienstag ,wo doch mehr Männer montags um elf längst arbeiten und mehr Frauen am Wochenende auf Tanzveranstaltungen belästigt werden und die Berührungen abduschen möchten ?Und wer hetzt hier eigentlich die Geschlechter gegeneinander auf ,der Trägerverein ,die paritätische Wohlfahrt ,oder drei Männer mit einer Beschwerde ?Stören die Gewaltofer,Antisexistinnen und die der Männer ,ihrer Zudronglichkeiten und ihrer penetrant anderen Körperlichkeit überdrüßigen Frauen die neuen Reichen ,die gegenüber auf der anderen Straßenseite jetzt (sanierte )Wohnungen erwerben können ,am meisten ?
Au Mann.

Wo sind die inhaltlichen Ergänzungen zu Kreuz

Nora 23.02.2007 - 22:16
berg 36 ? ich fühle mich von der Moderation gemobbt und möchte zumindestens bei den nichtinahltlichne mit dem feministischen Kommentar zum Badehaus erscheinen.Ihr haltete euch nicht an eure eiugenen Moderationskriterien .

Man könnte anhand der neuen Drohung

N.N. 23.02.2007 - 22:26
der Beendigung des alternativen Lebens in X-Berg mal projektübergreifender diskutieren ,wie sich Kreuzberger das Leben hier in dem Viertel vorstellen,das unsere Meinung nach nach der bekannt gewordenen Demo mit den angebleichen oder echten H-H-Rufen 2004 ,der Schließung des Kneipenteils des Frauenzentrums und kürzlich der Schließung des Open Space nicht mehr das selbe ,sondern repreßiv -ruhig ,kommerzialisierter und nicht mehr richtig gut ist ,jedenfalls kaum noch wa sbesonders ,wegen dem sich hier zu sein wirklich lohnt ...zuviel Polizei,wie kürzlich bei der Verhaftung zweier Zwölf-jähriger ,das Herbeireden sozialer Problematiken ,das geschwundene Intereße Linker und Jugendszenen zusammen mit den unauffälligen Sanierungen machen eine Atmosphäre ,in der kaum jemand wirklich wohnen will.Richtig ruhig ist es auch nicht geworden ,eher nervig und unüberschaubar ,kurzzeitig frequentiert von Nichtansäßigen ,die nicht wiederkommen .Für Anwohner nicht mehr schön....der alternative "Freiden " ist irgendwie gebrochen und fast schon klar ,wie das hier wird .

Da wäre doch ..

yat 25.02.2007 - 16:23
das rufen der polizei brauchbar, ist immerhin Einbruchdiebstal und damit keine Ordnungswiedrigkeit, auch das Zerstören eures Eigentums ist eine schwere Straftat!
Einfach über 110 anrufen und möglichst den straftatbestand schildern (wird mitgeschnitten)falls die polizei nicht kommt, heißt es der staat hat sein gewaltmonopol an dieser stelle aufgegeben und der staat schafft einen rechtsfreier raum und da darf man einen Straftäter auch schon mal umbringen um ihn von seinem tun abzuhalten, ist auch nix mit strafe wegen rechtfreiem raum.

Nora

Warhead 28.02.2007 - 15:18
Ich kann Männer gut verstehen die unter sich bleiben wollen,gerade in Kreuzberg.
Eine falsche Bewegung,ein falsch aufgefasster Blick und Mann mutiert minütlich zum perversen Lustmonster.Und da wir ja ohnehin allesamt potenzielle Vergewaltiger sind,lautet die Konsequenz das wir uns mit szenebewegten Frauen nicht mehr in einem Raum alleine aufhalten dürfen...Nora,ich würde in deiner Gegenwart früher oder später paranoid werden,Zwangsneurosen dürften in deiner unmittelbaren Umgebung keine Einzelfälle sein,weil ja jeder Mann ohnehin Täter auf Abruf ist muss jeder Kerl mit dem Dauerdruck leben halt mal als Vergewaltigerschwein ein Tribunal an den Hals zu kriegen.Vollkommen ok,unter der Prämisse ist sogar eine Frauenwaschmaschine und eine Männerwaschmaschine,selbstverständlich weitläufig getrennt,mehr als nur sinnvoll.Für Transen und Hermaphroditen seh ich eine Zukunft der schmutzigen Wäsche oder den Kauf einer eigenen Waschmaschine nahen.

Geht arbeiten, dann könnt ihr

euch auch 28.02.2007 - 18:32
Wohneigentum erwerben und das nach euren Wünschen gestalten.

@euch auch

Warhead 01.03.2007 - 11:36
Wir wissen doch das man mit A...Aaa...A...verflixt,immer dieses Unwort mit A,das man mit diesem Unwort nie im Leben das nötige Kleingeld zusammenbekommt um ein Haus zu erwerben.Man lässt arbeiten oder erbt die nötige Kohle.
Aber mal abgesehen von diesem Unsinn ist es genau das was ich auch immer sage.Das Haus kaufen,das Geld dafür lässt sich schlisslich auch anders auftreiben.Erbpacht,Stiftungen die nur darauf warten endlich Geld auszugeben etc etc...aber Hausbesitz ist ja innerhalb der Linken Ihhhba und Pfui.Weshalb dann immer andere die Häuser vor unseren Nasen wegkaufen,weil sie nicht ewig disputieren sondern einfach machen