Noch mehr Kriegsgebiete ...

K. Kritsch 08.02.2007 11:24 Themen: Militarismus SiKo München
Am Morgigen Freitag beginnt die 43. Münchner Sicherheitskonferenz. Sie gilt als zentraler Ort globaler Kriegs- und Rüstungsplanungen und wird in diesem Jahr auf die Debatte um einen möglichen Überfall auf den Iran konzentriert. Der Sekretär des Teheraner Sicherheitsrats, Ali Laridschani, halte sich am Rande der Tagung zu einem persönlichen Treffen mit der deutschen Kanzlerin bereit, heißt es in Berlin. Zu Abstimmungen für den Fall eines weiteren Krieges im Mittleren Osten hat Bundeskanzlerin Merkel gerade mehrere arabische Staaten besucht, die vor wenigen Wochen erklärt hatten, die US-Kriegsstrategie im Irak unterstützen zu wollen. ...
In Vorbereitung auf die Konferenz einigte sich das Bundeskabinett am gestrigen Mittwoch, deutsche Aufklärungsflugzeuge in das afghanische Kriegsgebiet zu entsenden. Soldaten der Luftwaffe werden sich dort im Rahmen der westlichen Aufstandsbekämpfung an der militärischen Zielerfassung beteiligen und mutmaßlich in Kriegsverbrechen verwickelt werden, urteilen Kritiker. An der Planung des Einsatzes sind deutsche Militärs seit Monaten beteiligt.
Große Bedeutung wird in München weiteren Absprachen über einen möglichen Überfall auf Iran beigemessen. Neben dem US-Verteidigungsminister, der kürzlich eine Verlegung weiterer Kampftruppen in den Persischen Golf befohlen hat, wird auch der Staatspräsident Russlands anwesend sein. Moskau hat angekündigt, Teheran weiterhin Defensivwaffen liefern zu wollen. Ali Laridschani, der Sekretär des iranischen Sicherheitsrats, wird sich zu Gesprächen mit Angela Merkel bereit halten, verlautet aus dem Bundeskanzleramt. Iran bereitet sich in diesen Tagen mit einem Militärmanöver auf die westliche Option eines Überfalls und den möglichen Einsatz von Atomwaffen vor.
Für die diesjährige Sicherheitskonferenz in München, die morgen eröffnet wird, ist Angela Merkel, Putin und der US-Verteidigungsminister eingeladen. Nah- und mittelöstlichen Kriegs- und Krisengebieten stehen auf der Tagesordnung sowie einige globale Militäreinsätze der NATO. Zudem wird eine sogenannte Friedensmedaille vergeben, die dem Spanier Javier Solana zugedacht ist. Javier Solana war von 1995 bis 1999 NATO-Generalsekretär; er erteilte am 24. März 1999 den rechtswidrigen Befehl zum Überfall auf Jugoslawien. Nach der Bombardierung des südosteuropäischen Landes, bei der Tausende ihr Leben ließen, erhielt Solana den Posten des "Hohen Vertreters" für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU. Seitdem begleitet er die Militarisierung der europäischen Außenpolitik, die im vergangenen Jahr mit dem Kongo-Einsatz einen neuen Höhepunkt erreicht hat.
Weiterhin und unbeirrt von allen neuen, peinlichen Enthüllungen verstärkt die Bush-Regierung noch mehr ihre Bemühungen, doch noch das Ruder im Irak herumzureißen. US-Truppen starteten am Mittwoch die lang angekündigte Großoffensive gegen Rebellen in Bagdad.
"Es geht hier um Milliarden von Dollar, über deren Verbleib niemand Auskunft geben kann", donnerte der Vorsitzende des Kontrollausschusses des Repräsentantenhauses, Henry Waxman. Er beruft sich auf Berichte, wonach an irakische Ministerien insgesamt 8,8 Milliarden Dollar übergeben wurden, die irgendwo versickerten. Andere Berichte sprechen gar von zwölf Milliarden Dollar, die im Irak verschwanden. Das Geld hatte das US-Militär in mehreren Transportflugzeugen eingeflogen. Die Stapel wogen insgesamt 363 Tonnen: der größte Geldtransport in der Geschichte. Das Geld kam aus Ölverkäufen des Irak, von Konten Saddam Husseins und von Überschüssen des "Oil-for-food"-Programms. "Wer, der ein bisschen Verstand hat, schickt 363 Tonnen Bargeld in eine Kriegszone?", fragte Waxman. "Aber genau das tat unsere Regierung." Was mit dem Geld passierte, konnte niemand erklären. "Es war irakisches Geld, nicht amerikanisches", meinte Bremer bei der Anhörung. Doch auch bei US-Geld war man wenig umsichtig. 600 Millionen Dollar in bar hatte Bremer in seinem Büro zur Verfügung, ohne dafür Quittungen präsentieren zu müssen. Laut Berichten stahl jemand 750.000 Dollar, und einem US-Beamten übergab man wenige Tage vor der Angelobung der neuen irakischen Regierung sieben Millionen Dollar mit dem Hinweis, er möge das Geld schnell ausgeben, bevor die Irakis das Kommando übernehmen.Man redet von Gerechtigkeit, es ist doch offensichtlich das die Amerikaner Saddam die Todesstrafe geben um denn Kurden in Irak das Recht auf das Land gewährleisten zu können. Die Frage ist warum tuen die das? Die Kurden haben mit denn Amerikanern diesen Krieg geführt in Irak gegen das Irakische Volk damit die Kurden auch einen teil vom Kuchen abkriegen ich meine damit das Öl! Die Todesstrafe ist für die Europäer sogar in ordnung so Frau Merkels aussage, aber da kommt eine Frage was ist mit denn Türken die denn Kurdischen Terroristen Führer in gewahrsam haben, er sollte auch die Todesstrafe erhalten aber da die EU dagegen war und ist, haben die Türken naja Ok gesagt die EU möchte es nicht weil wir sonst unserem Ziel nicht näher kommen. Frage an Amerika und die EU: ... was ist mit denn 30.000 Türken die bei diesem Krieg gegen die Kurdischen Terroristen ums leben gekommen sind wer steht dafür gerade? Ganz einfach: Kriegsverbrechen auf der ganzen Linie! Schon der Kriegsgrund an sich wurde herbei gelogen, damit einige wenige das ganz große Geschäft machen können. An einen zivilen Wiederaufbau des Irak nach Saddams Sturz hatte eh keiner in Washington ernsthaft gedacht. Es ging offenbar wirklich nur darum, möglichst schnell möglichst viel abzucashen. Würden die hier beschriebenen Ereignisse in einem Filmdrehbuch fest gehalten, kein Produzent würde es wagen, all diese absurden Hirnrissigkeiten ernsthaft einem Publikum vorzusetzen! Aber die nackte Realität übertrifft eben wieder einmal jede Fantasie. Generell zeigt es aber auch eines sehr deutlich: Je leichter es fällt, frisches Geld nach zu schieben, desto sorgloser geht man mit dem (noch) vorhandenem um! Da werden irgend welchen Leuten sagenhafte Beträge übergeben, die man weder kennt noch sie hinterher beschreiben kann; geht es eigentlich noch blöder? Ja, und die Zukunft wird es zeigen: Bush hat ja bereits angekündigt, die Ausgaben für Bildung drastisch zu kürzen; Trottel an die Front!
Unbeirrt von den neuen, peinlichen Enthüllungen unterstütz Angela Merkel verstärkt die Bush-Regierung in ihren Bemühungen, doch noch das Ruder im Irak herumzureißen. US-Truppen starteten am Mittwoch die lang angekündigte Großoffensive gegen Rebellen in Bagdad. -kk
Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

links und infos

sara 08.02.2007 - 14:48
Infos zu den geplanten Aktionen in München:
 http://www1.autistici.org/g8//deu/siko/

für alle die nach münchen wollen: pennplatzbörse
 pennplatz-boerse@gmx.de



Infos zu den Anti-NATO-Protesten in Spanien
 http://www.edoneo.org/spain.html

Warum ein Angriff unwahrscheinlich ist

bin gerade gehängt worden 08.02.2007 - 22:05
Also ich kann nur warnen. Eine US-geführte Invasion des Iran oder größere Luftangriffe sind nicht zu erwarten. Warum? Der Iran und die USA brauchen einander bei der Niederhaltung des Irakischen Widerstandes. Die Badr-Brigaden und die Jayish al Mahdi von al Sadr sind alleine noch weniger als die US-Besatzer in der Lage den Sieg des irakischen Widerstandes zu verhindern. Das sagen im Iran hat nämlich nicht der "gefürchtete" "Präsident" Ahmadinejad, sondern der Wächeterrat, besetzt von ultra-konservativen persischen Chauvinisten im Gewand der schiitischen Glubenshoheiten und (!) Prowestlichen gekauften Comperadoren, die seit seiner Wahl daran arbeiten, die relativ weltlichen und antiimperialistischen bis zu sozialreformistischen Clique Ahmadinejads wieder zu demontieren. SIE und nicht der "Präsident" des Iran steuern die schiitischen Fundamentalisten im Iraq, die mit der Zerstörung der Republik Irak durch die US-Invasion an die Macht, oder was sie dafür halten kamen. Derzeit bemüht sich al Hakim, Führer des pro-Iranischen "Hohen Rates der Islamischen Revolution" (SCIRI) zusammen mit iranischen Würdenträgern den diplomatischen Dialog zwischen Washington und Theran wiederzubeleben. Es geht um die Aufteilung der Beute Irak. Die schiitischen Reaktionäre wie al Hakim und al Sadr wittern ein Chance als lachender Dritter aus der Konfronattion Irak-USA hervorzugehen und den schon gescheitert geglaubtn Plan eines Exports ihres "schiitisch-islamischen" Regimes bis an den Euphrat nun doch noch umsetzen zu können. Interessant in dieser hinsicht ist, daß

1. Der Iran im Krieg mit dem Irak von Israel (!!!) mit Waffen beliefert wurde.

2. Der Persiche Expansionismus sich genau bis dorhin erstrecken will, wo die äußersten rechtsextremen Zionisten die östliche Grenze ihres "Eeretz Isreal" gerne sehen würden: den Euphrat.

Dieser iranische Expansionismus ist übrigens keine Erfindung Khomeinis, sondern baut auf dem persischen Großreichsgedanken aus Zeiten des Schah auf. Durch das gesamte 20. Jh attackierten persische Truppen immer wieder die Grenzen des Irak bis die Lage eskalierte und der IRan das Grenzabkommen mit dem IRak einseitig aufkündigte. Erst danach folgte der irakische Angriff auf den Iran, der damals mit US-Hilfe aus Schah-Zeiten hochgerüstet war zu einer überregionalen Hegemonialmacht mit einer der größten Armeen der Welt. Der Iran hatte die 4-fache Bevölkerungszahl des Irak und die 3-fache Wirtschaftskraft. Dadurch wird der Übergaqng in den heißen Krieg durch den Irak nicht besser, aber verständlicher.

Es gibt also eine lange Tradition iransich-persischer Täuschungspolitik gegenüber den arabischen Nachbarn und der WEltöffentlichkeit. Ahmadinjad mag es ehrlich meinen, wenn er sich mit Syrien, Venezuela oder Cuba verbünden will, real aber ist er ein Präsident von Gnaden der Reaktion, der den Pausenclown macht für sein Volk, das arabische Volk und antiimperialistsiche Zweckbündnispartner. Wie wenig ernst es das iranische Regime meint sieht man an den Ethnischen Säuberungen und Terror gegen anti-Besatzungskräfte unter Kurden und schiitischen Arabern die gemeinsam von pro-iransichen Schiiten, pro-US-Kurden, Marionetten-Soldaten und US/UK-Besatzern ausgeübt werden.

Die USA brauchen den Iran und umgekehrt. Was im Falle ihres Erfolgs im Irak passiert ist nicht abzusehen, genausowenig wie der Erfolg selbst, denn der Irakische Widerstand wird stärker und stärker, und verursacht massive Verluste in den Reihen seiner Gegener, deren Fußvolk in Resigantion oder fanatischen Haß verfällt und schon verfallen ist. Das Spiel mit der Kreigsangst zwischen Iran, Israel und den USA ist ein nettes Schauspiel zur Beruhigung und ablenkung vor allem der Massen in den betroffenen Ländern, der als "positiver" Nebeneffekt die Araber in Sunniten und Schiiten spaltet und damit dem Imperailismus ständig ein Einfallstoor bietet.

Am besten Du gehst zur clownarmy.org ....

Pepe 09.02.2007 - 00:14
GET READY …Upcoming on the 25-26 weekend of march…

TO GET READY
…A rebel clowning training in Sheffield by professional and/or experienced rebel clowns…
TO SPREAD LAUGHER ON YOUR ENEMIES
…becoming a rebel clown means being able to take part in direct actions in a fun and stupid effective way…
…Training to become a rebel clown means a great weekend anyway…
…Next fiction mission planned to take place during the We Want Our Buses Back campaign…
…More about training, buses , and rebel clowning :

On the web: www.clownarmy.org
We Want Our Buses Back
By phone: contact Heather at 0044 2217284… UK
By mail : contact Antoine at  poondoon@wanadoo.fr