"Freiraum" für Bonn

Philipp Schmitz/Andreas Bufe 05.02.2007 22:50 Themen: Freiräume Repression Soziale Kämpfe
Als Reaktion auf die zunehmende Repression, durch Polizei und Ordnungsamt am Bonner Kaiserplatz, haben weite Teile der linken/bunten Szene in Bonn beschlossen sich besser zu organisieren um einen Bauwagenplatz im Bonner Stadtgebiet zu schaffen. Zu diesem Zweck wurde letzte Woche der Verein "Freiraum" gegründet, der offizielle Verhandlungen mit der Stadt führen soll und die Verwaltung des Platzes organisieren.
Vorrausgegangen waren der Gründung einige größere Polizeieinsätze, mit bis zu 25 eingesetzten Beamten, die meinten Platzverweise aus der örtlichen U-Bahnstation und vom Kaiserplatz unter erheblicher Gewaltanwendung (Schläge und Pfefferspray) durchsetzten zu müssen.(Der erste während des Orkans Kyrill) Bilanz bisher: 5 vorläufige Festnahmen und 3 leicht bis mittelschwer verletzte Jugendliche.
Um eines noch mal klar zu stelle ;der Verein Freiraum hat zwar seinen Ursprung in der Punkerszene, die sich bekanntlich am Kaiserplatz in Bonn trifft. Er will sich aber keineswegs gegenüber anderen Gruppen abschotten. Im Gegenteil würden wir uns sehr freuen ein möglichst breite Spektrum an Unterstützern, Mitgliedern und Bewohnern begrüßen zu können. Wir wollen, und sind auch schon, ein möglichst "buntes Völkchen" werden. Unsere bisherigen 38 Mitglieder decken bereits ein weites soziales Spektrum ab. So haben wir vom Schüler über Studenten, Azubis, Angestellte , Arbeiter, Selbstständige ,Arbeitslose, bis hin zum Rentner jeden vertreten. Lasst euch also nicht abschrecken und tretet in Kontakt mit uns.
Eine Ausnahme besteht allerdings .Keine Toleranz der Intoleranz. Faschisten, Neonazis und der ganze Rechte Rand haben von uns nichts zu erwarten als eine Menge Ärger.

Womit wir auch schon beim Thema Ziele und Gemeinsamkeiten des Vereins und seiner Mitglieder angekommen sind.
Wie bereits im Kurztext deutlich gemacht wurde hat der Verein grundsätzlich 2 Ziele.
Nämlich die Schaffung eines "alternativen" Lebens und Kultur-Raumes in Bonn oder Umgebung und dessen Verwaltung. Die bisherigen Mitglieder sind sich darüber einig, dass dieser Raum von den Mitgliedern des Vereins und den Bewohnern selbst verwaltet werden soll, um einer Selbstverwirklichung der Mitglieder, wie sie im Grundgesetz beschrieben ist ,möglichst nahe kommen zu können. Die ganze, vom Gesetzgeber vorgeschriebene Vereinshierarchie, ist daher sehr flach gehalten ,was sich in erster Linie in den sehr geringen Befugnissen des Vorstandes wiederspiegelt. Die wichtigsten Gremien sind die Mitglieder- und Bewohner- Versammlung, in denen alle Entscheidungen, mit Ausnahme der Vereinsauflösung und der Satzungsänderung, mit einfacher Mehrheit entschieden werden können. Der Verein versucht also möglichst basisdemokratisch zu agieren , um jedem möglichst große Mitgestaltungsmöglichkeiten zu garantieren.
Was aber heißt Lebens- und Kultur-Raum.
Die Mehrzahl unserer Mitglieder sind mit ihrer derzeitigen Lebens/Wohnsituation aus den verschiedensten Gründen unzufrieden. Die Mieten sind ,gerade bei Kleinstwohnungen, viel zu hoch und verschwinden in den Geldbeuteln der Vermieter, ohne irgendeine langfristige Perspektive zu eröffnen, Gärten und Grünflächen im direkten Wohnumfeld für Kinder oder Haustiere sind fast unbezahlbar. Außerdem stehen schon die Architektonischen Gegebenheiten vieler evtl. bezahlbarer Wohnungen der Bildung von "gesunden sozialen Gefügen" oder individuellem Engagement z.B. Umstieg auf alternative Energieträger in Heizsystemen, entgegen. Wen wundert es ernsthaft, wenn der eine Nachbar den anderen kaum kennt, wenn es keinen Raum gibt, um sich in großen Gruppe zu versammeln .Wie soll ich ökologisch und nachhaltig heizen, wenn ich Teil eines Zentralheizungssystems bin und sich der Vermieter weigert zu erneuern. Dies sind nur einige wenige aber wichtige die individuelle Lebensqualität beschränkende Faktoren, die sich durch unser Projekt ändern ließen.
Auch die Teilnahme an kulturellem Leben ist, für eine stets wachsende Zahl der Bevölkerung und somit auch unserer Mitglieder kaum noch möglich. Schüler, Studenten, Arbeitslose und auch viele Rentner haben am Ende des Monats meistens nicht mehr das Geld um den Eintritt für Konzerte , Theater, Lesungen ,Kino usw. zu bestreiten. Mit der sinkenden Nachfrage sinkt auch das Angebot an Kultur, was zu einer zunehmenden intellektuellen Verarmung breiter Bevölkerungsteile führt .Selbst
längst etablierte Kinos und Theater kämpfen ums überleben ;für Neues gibt es sowieso keine Gelder mehr. Ein lebendiger Bauwagenplatz ,mit engagierten Bewohnern kann einen Teil dieser Lücke, speziell im Bereich der "Neuen" - Kulturformen die gemeinhin als Subkulturen bezeichnet werden, durch Konzerte Lesungen, Filmabende usw. schließen helfen und zu einem "bunten" und zukunftsträchtigen kulturellen Leben in Bonn beitragen. Das Potenzial ist durchaus vorhanden, was z.B. die Anzahl der Bands ,die aus unserem Unterstützerkreis heraus gegründet wurden, eindrucksvoll belegt.
Ganz allgemein ist festzustellen, dass angesichts der vielfältigen ökologischen ,ökonomischen und sozialen Probleme mit denen sich der zivilisierte Mensch konfrontiert sieht, der dringende Bedarf besteht andere Formen des Zusammenlebens auszuprobieren. Der demographische Wandel, die Klimakatastrophe , zunehmende Politikverdrossenheit vor allem der jugendlichen Wähler, die Ausbreitung rechtsradikalen Gedankengutes in breite Teile der Bevölkerung lassen keinen Zweifel zu. Wir müssen alternative Formen des Zusammenlebens fördern, ausprobieren und verbessern. Ob das ökologische Siedlungen für die mittelständige Familie ,Senioren WG´s oder Bauwagenplätze sind. Innovation tut Not und muss dringend gefördert werden.
Wir sind bereit, macht mit ,unterstützt uns, oder legt uns zumindest keine Steine in den Weg.
Bonn braucht FreiraumUm eines noch mal klar zu stelle ;der Verein Freiraum hat zwar seinen Ursprung in der Punkerszene, die sich bekanntlich am Kaiserplatz in Bonn trifft. Er will sich aber keineswegs gegenüber anderen Gruppen abschotten. Im Gegenteil würden wir uns sehr freuen ein möglichst breite Spektrum an Unterstützern, Mitgliedern und Bewohnern begrüßen zu können. Wir wollen, und sind auch schon, ein möglichst "buntes Völkchen" werden. Unsere bisherigen 38 Mitglieder decken bereits ein weites soziales Spektrum ab. So haben wir vom Schüler über Studenten, Azubis, Angestellte , Arbeiter, Selbstständige ,Arbeitslose, bis hin zum Rentner jeden vertreten. Lasst euch also nicht abschrecken und tretet in Kontakt mit uns.
Eine Ausnahme besteht allerdings .Keine Toleranz der Intoleranz. Faschisten, Neonazis und der ganze Rechte Rand haben von uns nichts zu erwarten als eine Menge Ärger.

Womit wir auch schon beim Thema Ziele und Gemeinsamkeiten des Vereins und seiner Mitglieder angekommen sind.
Wie bereits im Kurztext deutlich gemacht wurde hat der Verein grundsätzlich 2 Ziele.
Nämlich die Schaffung eines "alternativen" Lebens und Kultur-Raumes in Bonn oder Umgebung und dessen Verwaltung. Die bisherigen Mitglieder sind sich darüber einig, dass dieser Raum von den Mitgliedern des Vereins und den Bewohnern selbst verwaltet werden soll, um einer Selbstverwirklichung der Mitglieder, wie sie im Grundgesetz beschrieben ist ,möglichst nahe kommen zu können. Die ganze, vom Gesetzgeber vorgeschriebene Vereinshierarchie, ist daher sehr flach gehalten ,was sich in erster Linie in den sehr geringen Befugnissen des Vorstandes wiederspiegelt. Die wichtigsten Gremien sind die Mitglieder- und Bewohner- Versammlung, in denen alle Entscheidungen, mit Ausnahme der Vereinsauflösung und der Satzungsänderung, mit einfacher Mehrheit entschieden werden können. Der Verein versucht also möglichst basisdemokratisch zu agieren , um jedem möglichst große Mitgestaltungsmöglichkeiten zu garantieren.
Was aber heißt Lebens- und Kultur-Raum.
Die Mehrzahl unserer Mitglieder sind mit ihrer derzeitigen Lebens/Wohnsituation aus den verschiedensten Gründen unzufrieden. Die Mieten sind ,gerade bei Kleinstwohnungen, viel zu hoch und verschwinden in den Geldbeuteln der Vermieter, ohne irgendeine langfristige Perspektive zu eröffnen, Gärten und Grünflächen im direkten Wohnumfeld für Kinder oder Haustiere sind fast unbezahlbar. Außerdem stehen schon die Architektonischen Gegebenheiten vieler evtl. bezahlbarer Wohnungen der Bildung von "gesunden sozialen Gefügen" oder individuellem Engagement z.B. Umstieg auf alternative Energieträger in Heizsystemen, entgegen. Wen wundert es ernsthaft, wenn der eine Nachbar den anderen kaum kennt, wenn es keinen Raum gibt, um sich in großen Gruppe zu versammeln .Wie soll ich ökologisch und nachhaltig heizen, wenn ich Teil eines Zentralheizungssystems bin und sich der Vermieter weigert zu erneuern. Dies sind nur einige wenige aber wichtige die individuelle Lebensqualität beschränkende Faktoren, die sich durch unser Projekt ändern ließen.
Auch die Teilnahme an kulturellem Leben ist, für eine stets wachsende Zahl der Bevölkerung und somit auch unserer Mitglieder kaum noch möglich. Schüler, Studenten, Arbeitslose und auch viele Rentner haben am Ende des Monats meistens nicht mehr das Geld um den Eintritt für Konzerte , Theater, Lesungen ,Kino usw. zu bestreiten. Mit der sinkenden Nachfrage sinkt auch das Angebot an Kultur, was zu einer zunehmenden intellektuellen Verarmung breiter Bevölkerungsteile führt .Selbst
längst etablierte Kinos und Theater kämpfen ums überleben ;für Neues gibt es sowieso keine Gelder mehr. Ein lebendiger Bauwagenplatz ,mit engagierten Bewohnern kann einen Teil dieser Lücke, speziell im Bereich der "Neuen" - Kulturformen die gemeinhin als Subkulturen bezeichnet werden, durch Konzerte Lesungen, Filmabende usw. schließen helfen und zu einem "bunten" und zukunftsträchtigen kulturellen Leben in Bonn beitragen. Das Potenzial ist durchaus vorhanden, was z.B. die Anzahl der Bands ,die aus unserem Unterstützerkreis heraus gegründet wurden, eindrucksvoll belegt.
Ganz allgemein ist festzustellen, dass angesichts der vielfältigen ökologischen ,ökonomischen und sozialen Probleme mit denen sich der zivilisierte Mensch konfrontiert sieht, der dringende Bedarf besteht andere Formen des Zusammenlebens auszuprobieren. Der demographische Wandel, die Klimakatastrophe , zunehmende Politikverdrossenheit vor allem der jugendlichen Wähler, die Ausbreitung rechtsradikalen Gedankengutes in breite Teile der Bevölkerung lassen keinen Zweifel zu. Wir müssen alternative Formen des Zusammenlebens fördern, ausprobieren und verbessern. Ob das ökologische Siedlungen für die mittelständige Familie ,Senioren WG´s oder Bauwagenplätze sind. Innovation tut Not und muss dringend gefördert werden.
Wir sind bereit, macht mit ,unterstützt uns, oder legt uns zumindest keine Steine in den Weg.
Bonn braucht Freiraum
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Ergänzungen