Kurzmeldungen über Arbeitskämpfe
unvollständiger Überblik über Arbeitskämpfe im Jahr 2007
Israel: Hafenarbeiter im Streik
Am Mittwoch traten die Arbeiter des israelischen Hafens Ashdod in einen Streik, trotz eines Abkommens, das Streiks für fünf Jahre verbietet. Die Regierung will die Häfen privatisieren. Die Arbeiter befürchten dadurch massive Entlassungen und Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen. 02.02.2007
USA: Streik bei Harley-Davidson
Heute morgen begannen die Beschäftigten des Hauptwerks von Harley-Davidson in Pennsylvania/USA einen Streik. Der Streik richtet sich gegen eine geplante Kürzung der Löhne und die Überwälzung von Krankenversicherungskosten auf die Arbeiter. 2.533 Arbeiter hatten für Streik gestimmt, 52 dagegen. Es ist der erste Streik bei der legendären Motorradmarke seit 16 Jahren. 02.02.2007
Brasilien: Proteste gegen Kartoffel-Vernichtung
Nach Fernsehberichten über die systematische Vernichtung von Kartoffeln im brasilianischen Bundesstaat Parana gibt es in den brasilianischen Medien eine Protestwelle. Die Menschen fordern die Verteilung der überschüssigen Kartoffeln an Arme. Davon gibt es in Brasilien genug. Nach offiziellen Angaben hungern 44 Millionen Menschen in Brasilien. In einem Fernsehbericht war aufgedeckt worden, dass allein in der Gemeinde Guarapuava seit Jahresanfang mindestens 600 Tonnen Kartoffeln vernichtet worden waren. Nach einer Rekordernte war der Kartoffelpreis extrem gefallen. 30.01.2007
Guinea: Generalstreik erfolgreich
Nach 18 Tagen Generalstreik feierten am Samstag die Menschen auf den Straßen der Hauptstadt Conakry den Erfolg ihres Kampfes. Präsident Conté hatten wesentlichen Forderungen nachgegeben: Ein neuer Premierminister soll eingesetzt, die Renten erhöht und die Preise für Grundnahrungsmittel gesenkt werden. 29.01.2007
Brüssel: Selbständiger Streik bei VW
Gestern sind die Arbeiter im Brüsseler VW-Werk in einen eintägigen selbständigen Streik getreten. VW will 90 Prozent der Brüsseler Produktion in andere Werke verlagern, wodurch 3.900 von 5.400 Arbeitsplätzen vernichtet werden sollen. Mit ihrem Streik verlangten die Arbeiter schriftliche Garantien über die Zukunft der Beschäftigten in dem Werk. Von Mitte November bis Anfang Januar hatten die Arbeiter mehrere Wochen gestreikt, nachdem VW angekündigt hatte, die Produktion des "Golf" in dem Werk einzustellen. VW hatte danach zumindest die Existenz der Fabrik bis Ende 2008 zugesichert. 26.01.2007
Rumänien: Streik chinesischer Textilarbeiterinnen
Rund 400 chinesische Textilarbeiterinnen der Wear Company sind in der Stadt Bacau, nordöstlich der rumänischen Hauptstadt Bukarest, in den Streik getreten. Es sind die ersten chinesischen Arbeiterinnen, die legal in Rumänien arbeiten. Dem Land fehlt es an Textilfacharbeitern, da viele in Westeuropa nach Arbeit suchen. Die Arbeiterinnen verlangen eine Verdoppelung ihrer Löhne von 350 US-Dollar im Monat (275 Euro) auf 700 US-Dollar und bessere Lebensbedingungen, da sie jeden Tag hungrig sind. 26.01.2007
EU: Gewerkschafter erfolgreich gegen Lidl-Kaufland
Eine gemeinsame Protestaktion der Gewerkschaft Verdi mit anderen Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen gegen den Handelskonzern Lidl-Kaufland (Schwarz-Gruppe) hatte einen Teilerfolg. Protestaktionen fanden in der rumänischen Hauptstadt Bukarest, in Berlin auf der Grünen Woche und in London vor der Zentrale der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) teil. Der Protest richtete sich gegen die systematischen Verstöße gegen Gesundheitsschutz und Arbeitsrecht besonders in Osteuropa und die Gewährung eines EBRD-Kredits von 100 Mio. Euro für die Expansion in den neuen EU-Mitgliedsstaaten. Die EBRD setzte eine Entscheidung über den Kredit vorerst aus. 25.01.2007
Indien: Landarbeiter blockieren Straße
Am Mittwochmorgen blockierten Arbeiter der Landwirtschaftsuniversität Tamil Nadu/Indien während der Hauptverkehrszeit eine Straße, um ihre fünf Forderungen durchzusetzen. Dazu gehört eine Mindestbeschäftigung von fünf Tagen die Woche, was ihnen mit Verweis auf "Saisonschwankungen" bisher verwehrt wird. Ferner verlangen sie, dass der Samstag arbeitsfrei ist. 25.01.2007
China: Aufgebrachte Menschen setzen Hotel in Brand
Am 30. Dezember 2006 wurde eine 16-jährige Angestellte des Nest Business Hotel in Sichuan/China unter ungeklärten Umständen beraubt und ermordet. Eine wütende Menge von 20.000 Menschen demonstrierte mehrere Tage lang gegen die verbreitete Korruption und Untätigkeit der Behörden, die Umstände ihres Todes aufzuklären. Die Proteste erreichten am 17. Januar ihren Höhepunkt, als die Menschen das Vier-Sterne-Hotel stürmten und in Brand setzten. 25.01.2007
Libanon: Generalstreik
Der Generalstreik im Libanon begann heute mit Straßensperren, Schulen und Geschäfte in Beirut blieben geschlossen. Zum Generalstreik aufgerufen haben verschiedene Organisationen der Opposition, darunter die Hisbollah. Sie fordern den Rücktritt der Regierung Siniora, der sie Unterwerfung unter die westlichen imperialistischen Interessen vorwerfen. Die Regierung setzte Polizei und Armee gegen die Opposition ein. 23.01.2007
Indien: Bankangestellte streiken
Mehrere Zehntausend Bankangestellte der Central Bank of India streikten am Montag für gewerkschaftliche Rechte. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich fast 90 Prozent der 40.000 Angestellten. Nur das mittlere Management versuchte, in den 3.200 Zweigstellen die Geschäfte fortzuführen. Der Protest richtete sich gegen Angriffe auf die Gewerkschaften und ungerechte Beförderungs- bzw. Versetzungspolitik. 23.01.2007
Norwegen: Ärzte streiken
Am Donnerstag traten die Ärzte verschiedener Krankenhäuser in Norwegen in den Streik. Es geht um höhere Gehälter, wobei das Angebot die verschiedenen Berufsgruppen unterschiedlich behandelte. Deswegen hat die Gewerkschaft für Akademiker im Gesundheitswesen die Ausweitung des Streiks angekündigt. 20.01.2007
Finnland: Selbständiger Streik bei Perlo
1.200 Beschäftigte der beiden Werke in Joensuu und Kontiolahti begannen am Dienstag einen selbständigen Streik gegen die angekündigte Vernichtung von mehr als 1.000 Arbeitsplätzen bei dem finnischen Komponenten-Hersteller Perlo. Der Streik sollte heute morgen beendet werden. 19.01.2007
Philippinen: Blockade von Nestlé
Zwischen 300 und 500 Arbeiter einer Nestlé-Fabrik in Cabuyao auf den Philippinen blockieren seit Montag die Fabriktore. Der Streik geht um vereinbarte Rentenzahlungen an die Arbeiter. 18.01.2007
Peru: Fahrer von Kleinbussen und Kleinlastwagen im Streik
Am Montag traten Tausende Fahrer von Kleinbussen und Kleinlastwagen in der peruanischen Hauptstadt Lima in den Streik. Der Streik führte in der Metropole mit 8 Millionen Einwohnern zu chaotischen Verkehrsverhältnissen, verstärkt durch die von den Fahrer organisierten Blockaden der Highways, brennenden Reifen in den Straßen und Steinwürfen auf Fahrzeuge, die sich nicht an dem Streik beteiligten. Die Fahrer protestieren damit gegen die überhand nehmenden Geldstrafen und den Entzug der Fahrerlaubnis durch die Polizei. 18.01.2007
Österreich: Heftige Studentenproteste
Zur Vereidigung der Regierung der Großen Koalition aus SPÖ und ÖVP in Wien am Donnerstag organisierte die Österreichische Hochschülerschaft zusammen mit verschiedenen Jugendorganisationen eine Demonstration mit rund 2.000 Teilnehmern. Die Proteste richteten sich vor allem gegen den Bruch des Wahlversprechens, die Studiengebühren abzuschaffen. In Salzburg hatten sozialdemokratischen Studenten deswegen den Eingang der SPÖ-Zentrale zugemauert. 13.01.2007
Simbabwe: Krankenschwestern schließen sich dem Ärztestreik an
Im südafrikanischen Simbabwe haben sich die Krankenschwestern der staatlichen Krankenhäuser dem seit drei Wochen andauernden Ärztestreik angeschlossen. Die Hauptforderung sind Lohnerhöhungen, die angesichts einer Inflationsrate auf Jahresbasis von 1.200% im Dezember bitter nötig sind. Simbabwe ist das Land mit der höchsten Inflationsrate auf der Welt und wird durch seinen diktatorischen Präsidenten in Grund und Boden gewirtschaftet. 12.01.2007
Bangladesch: Aufruhr von Textilarbeitern
In der Stadt Tejgaon in Bangladesch haben Tausende von Textilarbeitern und Arbeiterinnen von rund 20 Textilfabriken 10 Fabriken verwüstet und Reifen in den Straßen angezündet. Die Unruhen brachen aus, nachdem bekannt geworden war, dass ihr Streikführer Sayeed von Schlägern umgebracht worden war, die ein Fabrikbesitzer angeheuert hatte. 11.01.2007
Südkorea: Hyundai-Arbeiter demonstrieren
Bis zu 2.000 Arbeiter des südkoreanischen Autoherstellers Hyundai haben gestern vor der Hauptverwaltung des Konzerns lautstark für die volle Zahlung der Jahresprämie demonstriert. Hyundai hatte nur einen Monatslohn ausgezahlt, obwohl 1,5 Monatslöhne vereinbart worden waren. Die Begründung war, es wäre zuwenig gearbeitet worden. Daraufhin hatte die Gewerkschaft zum Boykott der Überstunden aufgerufen. 10.01.2007
Ärzte ohne Grenzen protestiert gegen Novartis
Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat eine Kampagne gestartet, mit der das Pharmaunternehmen Novartis aufgefordert wird, seine Klage gegen das indische Patentrecht zurückzuziehen. Die Klage des Konzerns gefährdet den Zugang von Millionen Menschen zu billigen Medikamenten. Indien ist seit Jahren eines der wichtigsten Produktionsländer für kostengünstige lebenswichtige Medikamente, vor allem in der HIV/Aids-Behandlung. (www.aerzte-ohne-grenzen.de/Medikamentenkampagne) 10.01.2007
Indien: Hausmädchen demonstrieren
In Mysore, einer Stadt im indischen Bundesstaat Karnataka, demonstrierten am Donnerstag 500 Hausmädchen und forderten von der Regierung die Erfüllung von 15 Forderungen. Die Frauen fordern, dass sie einen Anspruch auf Sozialversicherungen erhalten. Außerdem wollen sie wöchentliche freie Tage und Urlaub durchsetzen. 06.01.2007
China: Lehrer demonstrieren für höhere Löhne
In Huadu, einem Vorort der südchinesischen Großstadt Guangzhou, demonstrierten am 1. Januar rund 1.000 Lehrer. Sie versammelten sich vor dem Gebäude der Bezirksverwaltung und forderten höhere Löhne. In Anwesenheit von 400 Polizisten zur Aufstandsbekämpfung verhielten sich die Lehrer still, bis auf das Singen der "Internationale". 04.01.2007
Indien: Unbefristeter Streik im Kohletransport
Rund 1.000 Kontraktarbeiter des NTPC Simhadri Kohlekraftwerks in Viskhapatnam im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh traten am Dienstag in einen unbefristeten Streik. Der Streik wird sich in wenigen Tagen auf die Stromerzeugung auswirken, da die Kontraktarbeiter den Kohletransport lahmgelegt haben. Sie fordern eine Staubzulage von 600 Rupien im Monat und eine Festsetzung der Mindestlöhne für die verschiedenen Gruppen von Arbeitern. 03.01.2007
Am Mittwoch traten die Arbeiter des israelischen Hafens Ashdod in einen Streik, trotz eines Abkommens, das Streiks für fünf Jahre verbietet. Die Regierung will die Häfen privatisieren. Die Arbeiter befürchten dadurch massive Entlassungen und Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen. 02.02.2007
USA: Streik bei Harley-Davidson
Heute morgen begannen die Beschäftigten des Hauptwerks von Harley-Davidson in Pennsylvania/USA einen Streik. Der Streik richtet sich gegen eine geplante Kürzung der Löhne und die Überwälzung von Krankenversicherungskosten auf die Arbeiter. 2.533 Arbeiter hatten für Streik gestimmt, 52 dagegen. Es ist der erste Streik bei der legendären Motorradmarke seit 16 Jahren. 02.02.2007
Brasilien: Proteste gegen Kartoffel-Vernichtung
Nach Fernsehberichten über die systematische Vernichtung von Kartoffeln im brasilianischen Bundesstaat Parana gibt es in den brasilianischen Medien eine Protestwelle. Die Menschen fordern die Verteilung der überschüssigen Kartoffeln an Arme. Davon gibt es in Brasilien genug. Nach offiziellen Angaben hungern 44 Millionen Menschen in Brasilien. In einem Fernsehbericht war aufgedeckt worden, dass allein in der Gemeinde Guarapuava seit Jahresanfang mindestens 600 Tonnen Kartoffeln vernichtet worden waren. Nach einer Rekordernte war der Kartoffelpreis extrem gefallen. 30.01.2007
Guinea: Generalstreik erfolgreich
Nach 18 Tagen Generalstreik feierten am Samstag die Menschen auf den Straßen der Hauptstadt Conakry den Erfolg ihres Kampfes. Präsident Conté hatten wesentlichen Forderungen nachgegeben: Ein neuer Premierminister soll eingesetzt, die Renten erhöht und die Preise für Grundnahrungsmittel gesenkt werden. 29.01.2007
Brüssel: Selbständiger Streik bei VW
Gestern sind die Arbeiter im Brüsseler VW-Werk in einen eintägigen selbständigen Streik getreten. VW will 90 Prozent der Brüsseler Produktion in andere Werke verlagern, wodurch 3.900 von 5.400 Arbeitsplätzen vernichtet werden sollen. Mit ihrem Streik verlangten die Arbeiter schriftliche Garantien über die Zukunft der Beschäftigten in dem Werk. Von Mitte November bis Anfang Januar hatten die Arbeiter mehrere Wochen gestreikt, nachdem VW angekündigt hatte, die Produktion des "Golf" in dem Werk einzustellen. VW hatte danach zumindest die Existenz der Fabrik bis Ende 2008 zugesichert. 26.01.2007
Rumänien: Streik chinesischer Textilarbeiterinnen
Rund 400 chinesische Textilarbeiterinnen der Wear Company sind in der Stadt Bacau, nordöstlich der rumänischen Hauptstadt Bukarest, in den Streik getreten. Es sind die ersten chinesischen Arbeiterinnen, die legal in Rumänien arbeiten. Dem Land fehlt es an Textilfacharbeitern, da viele in Westeuropa nach Arbeit suchen. Die Arbeiterinnen verlangen eine Verdoppelung ihrer Löhne von 350 US-Dollar im Monat (275 Euro) auf 700 US-Dollar und bessere Lebensbedingungen, da sie jeden Tag hungrig sind. 26.01.2007
EU: Gewerkschafter erfolgreich gegen Lidl-Kaufland
Eine gemeinsame Protestaktion der Gewerkschaft Verdi mit anderen Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen gegen den Handelskonzern Lidl-Kaufland (Schwarz-Gruppe) hatte einen Teilerfolg. Protestaktionen fanden in der rumänischen Hauptstadt Bukarest, in Berlin auf der Grünen Woche und in London vor der Zentrale der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) teil. Der Protest richtete sich gegen die systematischen Verstöße gegen Gesundheitsschutz und Arbeitsrecht besonders in Osteuropa und die Gewährung eines EBRD-Kredits von 100 Mio. Euro für die Expansion in den neuen EU-Mitgliedsstaaten. Die EBRD setzte eine Entscheidung über den Kredit vorerst aus. 25.01.2007
Indien: Landarbeiter blockieren Straße
Am Mittwochmorgen blockierten Arbeiter der Landwirtschaftsuniversität Tamil Nadu/Indien während der Hauptverkehrszeit eine Straße, um ihre fünf Forderungen durchzusetzen. Dazu gehört eine Mindestbeschäftigung von fünf Tagen die Woche, was ihnen mit Verweis auf "Saisonschwankungen" bisher verwehrt wird. Ferner verlangen sie, dass der Samstag arbeitsfrei ist. 25.01.2007
China: Aufgebrachte Menschen setzen Hotel in Brand
Am 30. Dezember 2006 wurde eine 16-jährige Angestellte des Nest Business Hotel in Sichuan/China unter ungeklärten Umständen beraubt und ermordet. Eine wütende Menge von 20.000 Menschen demonstrierte mehrere Tage lang gegen die verbreitete Korruption und Untätigkeit der Behörden, die Umstände ihres Todes aufzuklären. Die Proteste erreichten am 17. Januar ihren Höhepunkt, als die Menschen das Vier-Sterne-Hotel stürmten und in Brand setzten. 25.01.2007
Libanon: Generalstreik
Der Generalstreik im Libanon begann heute mit Straßensperren, Schulen und Geschäfte in Beirut blieben geschlossen. Zum Generalstreik aufgerufen haben verschiedene Organisationen der Opposition, darunter die Hisbollah. Sie fordern den Rücktritt der Regierung Siniora, der sie Unterwerfung unter die westlichen imperialistischen Interessen vorwerfen. Die Regierung setzte Polizei und Armee gegen die Opposition ein. 23.01.2007
Indien: Bankangestellte streiken
Mehrere Zehntausend Bankangestellte der Central Bank of India streikten am Montag für gewerkschaftliche Rechte. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich fast 90 Prozent der 40.000 Angestellten. Nur das mittlere Management versuchte, in den 3.200 Zweigstellen die Geschäfte fortzuführen. Der Protest richtete sich gegen Angriffe auf die Gewerkschaften und ungerechte Beförderungs- bzw. Versetzungspolitik. 23.01.2007
Norwegen: Ärzte streiken
Am Donnerstag traten die Ärzte verschiedener Krankenhäuser in Norwegen in den Streik. Es geht um höhere Gehälter, wobei das Angebot die verschiedenen Berufsgruppen unterschiedlich behandelte. Deswegen hat die Gewerkschaft für Akademiker im Gesundheitswesen die Ausweitung des Streiks angekündigt. 20.01.2007
Finnland: Selbständiger Streik bei Perlo
1.200 Beschäftigte der beiden Werke in Joensuu und Kontiolahti begannen am Dienstag einen selbständigen Streik gegen die angekündigte Vernichtung von mehr als 1.000 Arbeitsplätzen bei dem finnischen Komponenten-Hersteller Perlo. Der Streik sollte heute morgen beendet werden. 19.01.2007
Philippinen: Blockade von Nestlé
Zwischen 300 und 500 Arbeiter einer Nestlé-Fabrik in Cabuyao auf den Philippinen blockieren seit Montag die Fabriktore. Der Streik geht um vereinbarte Rentenzahlungen an die Arbeiter. 18.01.2007
Peru: Fahrer von Kleinbussen und Kleinlastwagen im Streik
Am Montag traten Tausende Fahrer von Kleinbussen und Kleinlastwagen in der peruanischen Hauptstadt Lima in den Streik. Der Streik führte in der Metropole mit 8 Millionen Einwohnern zu chaotischen Verkehrsverhältnissen, verstärkt durch die von den Fahrer organisierten Blockaden der Highways, brennenden Reifen in den Straßen und Steinwürfen auf Fahrzeuge, die sich nicht an dem Streik beteiligten. Die Fahrer protestieren damit gegen die überhand nehmenden Geldstrafen und den Entzug der Fahrerlaubnis durch die Polizei. 18.01.2007
Österreich: Heftige Studentenproteste
Zur Vereidigung der Regierung der Großen Koalition aus SPÖ und ÖVP in Wien am Donnerstag organisierte die Österreichische Hochschülerschaft zusammen mit verschiedenen Jugendorganisationen eine Demonstration mit rund 2.000 Teilnehmern. Die Proteste richteten sich vor allem gegen den Bruch des Wahlversprechens, die Studiengebühren abzuschaffen. In Salzburg hatten sozialdemokratischen Studenten deswegen den Eingang der SPÖ-Zentrale zugemauert. 13.01.2007
Simbabwe: Krankenschwestern schließen sich dem Ärztestreik an
Im südafrikanischen Simbabwe haben sich die Krankenschwestern der staatlichen Krankenhäuser dem seit drei Wochen andauernden Ärztestreik angeschlossen. Die Hauptforderung sind Lohnerhöhungen, die angesichts einer Inflationsrate auf Jahresbasis von 1.200% im Dezember bitter nötig sind. Simbabwe ist das Land mit der höchsten Inflationsrate auf der Welt und wird durch seinen diktatorischen Präsidenten in Grund und Boden gewirtschaftet. 12.01.2007
Bangladesch: Aufruhr von Textilarbeitern
In der Stadt Tejgaon in Bangladesch haben Tausende von Textilarbeitern und Arbeiterinnen von rund 20 Textilfabriken 10 Fabriken verwüstet und Reifen in den Straßen angezündet. Die Unruhen brachen aus, nachdem bekannt geworden war, dass ihr Streikführer Sayeed von Schlägern umgebracht worden war, die ein Fabrikbesitzer angeheuert hatte. 11.01.2007
Südkorea: Hyundai-Arbeiter demonstrieren
Bis zu 2.000 Arbeiter des südkoreanischen Autoherstellers Hyundai haben gestern vor der Hauptverwaltung des Konzerns lautstark für die volle Zahlung der Jahresprämie demonstriert. Hyundai hatte nur einen Monatslohn ausgezahlt, obwohl 1,5 Monatslöhne vereinbart worden waren. Die Begründung war, es wäre zuwenig gearbeitet worden. Daraufhin hatte die Gewerkschaft zum Boykott der Überstunden aufgerufen. 10.01.2007
Ärzte ohne Grenzen protestiert gegen Novartis
Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat eine Kampagne gestartet, mit der das Pharmaunternehmen Novartis aufgefordert wird, seine Klage gegen das indische Patentrecht zurückzuziehen. Die Klage des Konzerns gefährdet den Zugang von Millionen Menschen zu billigen Medikamenten. Indien ist seit Jahren eines der wichtigsten Produktionsländer für kostengünstige lebenswichtige Medikamente, vor allem in der HIV/Aids-Behandlung. (www.aerzte-ohne-grenzen.de/Medikamentenkampagne) 10.01.2007
Indien: Hausmädchen demonstrieren
In Mysore, einer Stadt im indischen Bundesstaat Karnataka, demonstrierten am Donnerstag 500 Hausmädchen und forderten von der Regierung die Erfüllung von 15 Forderungen. Die Frauen fordern, dass sie einen Anspruch auf Sozialversicherungen erhalten. Außerdem wollen sie wöchentliche freie Tage und Urlaub durchsetzen. 06.01.2007
China: Lehrer demonstrieren für höhere Löhne
In Huadu, einem Vorort der südchinesischen Großstadt Guangzhou, demonstrierten am 1. Januar rund 1.000 Lehrer. Sie versammelten sich vor dem Gebäude der Bezirksverwaltung und forderten höhere Löhne. In Anwesenheit von 400 Polizisten zur Aufstandsbekämpfung verhielten sich die Lehrer still, bis auf das Singen der "Internationale". 04.01.2007
Indien: Unbefristeter Streik im Kohletransport
Rund 1.000 Kontraktarbeiter des NTPC Simhadri Kohlekraftwerks in Viskhapatnam im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh traten am Dienstag in einen unbefristeten Streik. Der Streik wird sich in wenigen Tagen auf die Stromerzeugung auswirken, da die Kontraktarbeiter den Kohletransport lahmgelegt haben. Sie fordern eine Staubzulage von 600 Rupien im Monat und eine Festsetzung der Mindestlöhne für die verschiedenen Gruppen von Arbeitern. 03.01.2007
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Rente mit 67
wo ist eigentlich da die radikale Linke?
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Die Arbeiterpartei Hisbollah? — naja
hisbollah — muss ausgefüllt werden