Aktuelle Entwicklung zum Topf & Söhne Verkauf

... 14.01.2007 15:22 Themen: Freiräume
Seit Mitte Dezember 2006 ist bekannt, dass ein Verkauf des ehemalige Topf & Söhne Geländes in Erfurt unmittelbar bevorsteht. Topf & Söhne war eine Erfurter Firma, die während des Nationalsozialismus Öfen für die Krematorien in Konzentrations – und Vernichtungslagern wie Buchenwald und Auschwitz entwickelt und hergestellt hat. Ein Teil der Industriebrache wurde im April 2001 von Antifaschist_innen besetzt.
Am 6.1.2007 organisierten die Besetzer_innen auf dem Erfurter Anger eine Kundgebung unter dem Motto „Wir bleiben alle“. Anwesend waren ca. 80 Leute, die die Forderung nach einem Erhalt des Hausprojekts auf dem Topf & Söhne Gelände unterstützten. Redebeiträge wurden von der Gerberstraße in Weimar, einem Unterstützer_innenkreis und vom besetzten Haus gehalten. Dabei wurde über die Situation des besetzten Hauses und die Geschichte des Geländes informiert. Außerdem gab es Straßentheater, einen Infostand, Musik und Tee und Kekse für alle. Der Dokumentarfilm „Topfgang“ ( http://filmpiraten.blogsome.com/2006/11/20/topfgang-ein-rundgang-uber-das-topf-und-sohne-gelande/), der einen Überblick über die Geschichte von Topf & Söhne und über die Besetzung liefert, wurde am Ende der Kundgebung gezeigt.

Am Montag dem 8.1.07 trafen sich Vertreter_innen des Besetzten Hauses mit Vertreter_innen des Kulturausschusses der Stadt Erfurt. Die Vertreter_innen des Kulturausschusses hatten dieses Treffen vorgeschlagen und ihre Unterstützung angeboten. Beim Treffen wurden von den Menschen des Kulturausschusses drei Zukunftsszenarien nach einem Verkauf des Topf & Söhne Geländes dargelegt:
1. Räumung ohne Ersatzobjekt
2. Verbleiben auf dem Gelände auch nach dem Verkauf durch Duldung der neuen Besitzer_innen
3. Umziehen in ein Ersatzobjekt.
Die ersten Variante wurde als ungewollt, die zweite als sehr unwahrscheinlich eingestuft und das Angebot unterbreitet, bei der Umsetzung der dritten Möglichkeit Hilfestellung zu leisten. Die Vertreter_innen des Kulturausschusses wollen versuchen für eine positive Stimmung in der Stadt in Bezug auf den Erhalt unseres Projektes zu sorgen und wollen weiterhin darauf drängen, dass wir sobald wie möglich die Gelegenheit für direkte oder indirekte Interaktion mit den Käufer_innen bekommen, bei der sie auch Unterstützung anboten. Bei der Findung eines neuen Objektes wurde ebenfalls Unterstützung angeboten.
Eine Entscheidung über den Verkauf hat es nach Informationen der Vertreter_innen des Kulturausschusses noch nicht gegeben. Sie soll allerdings Anfang 2007 fallen. Die Angebote des Kulturausschusses sind Unterstützungsangebote – die Besetzer_innen haben bisher jedoch noch keine Entscheidung darüber getroffen.

Eine zweite Kundgebung fand am 13.1. auf dem Fischmarkt vor dem Rathaus statt. Die 40 Leute informierten über das Hausprojekt und dessen Situation. Es wurde versucht durch eine große Steinimitation, die „ins Rollen gebracht“ wurde, die Aufmerksamkeit der Passant_innen zu gewinnen. Der Infostand mit Unterschriftslisten zum Erhalt des Hausprojekts wurde rege in Anspruch genommen. Außerdem gab es eine Snackbar und Musik. In einem Straßentheaterstück mit dem vorläufigen Namen „(H)ausverkauft“, wurden fiktive Szenarien für eine Räumungssituation dargestellt.

Obwohl der geplante Verkauf schon seit vor einem Monat an die Öffentlichkeit gedrungen ist, sind die Kenntnisse über den Stand der Verhandlungen immer noch sehr gering. Die Besetzer_innen wissen immer noch nicht, wer das Gelände kaufen wird und nichts über die geplante Nutzung. Die einzige weiterhin gesicherte Information scheint eine Absprache des Käufers mit der Stadt Erfurt über die Mietung eines Teils des Verwaltungsgebäudes zu sein. Dort soll ein Geschichtsort eingerichtet werden und damit eine langjährige Forderung des Förderkreises „Geschichtsort Topf & Söhne“ umgesetzt werden. Diese Forderung wird von den Besetzer_innen seit Beginn der Besetzung unterstützt.
Für das Hausprojekt bleibt die Situation weiterhin bedrohlich – der Verkauf des Geländes könnte das Ende des Projekts bedeuten. Um dies zu verhindern werden die Besetzer_innen auch weiterhin an die Öffentlichkeit gehen, Unterstützer_innen suchen und für den Erhalt des Projekts kämpfen.

 http://www.topf.squat.net/
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Ergänzungen

Bilder

ich 15.01.2007 - 13:22
Auf der Webseite des besetzten Hauses gibts jetzt auch Bilder der Kundgebung.
 http://www.topf.squat.net

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Schon witzig

Priorität 14.01.2007 - 22:19
das die Straßenschildlaktion mehr Feedback bringt als die mögliche Räumung des besetzten Hauses in Ef.

Also Masse statt Klasse

Frager 14.01.2007 - 22:23
Wie? Willst du jetzt auch, daß hier lauter Beschimpfungen drunter stehen? Denkst du, daß die Masse an dummen Kommentaren was darüber aussagt, wie sehr etwas wahrgenommen wird? Ey, ihr linken Kinder sind doch echt alle ....

Kein Ersatzobjekt

anonymus 14.01.2007 - 22:55
Keinesfalls darf sich auf eine Ersatzobjekt eingelassen werden, denn erstens kann kein anderes Gelände mehr Möglichkeiten - Freiräume bieten - zweitens würde es Schlagzeilen machen, welche um die Welt gehen könnte wenn in Sichtweite von Buchenwald Menschen die antifaschistische Arbeit machen aus dem geschichtsträchtigen Gelände geprügelt würden. Schön wäre es, wenn die Erinnerungsarbeit auf dem Gelände professioneller fortgesetzt werden könnte und die Kultur daneben erhalten bleibt. Des weiteren sollte sich das Haus noch mehr um überregionale Öffentlichkeitsarbeit bemühen, damit bei einer Räumung genügend Menschen da sind die einen Schutz organisieren.

startseite?

,ö.ä# 14.01.2007 - 23:16
warum kommt der artikel nicht auf die startseite?

die moderation auf indymedia

brian 15.01.2007 - 02:30
die moderation auf indymedia stinkt echt

laufend werden wichtige und gute beiträge NICHT auf die startseite verschoben-
glaubts nicht? dann vergleicht bitte diesen beitrag hier mal mit der qualität von post in der nachrichtenleiste, bspw. den null-informationsthread über gotha.

und jetzt kommt bitte nicht mit "wir sind zu wenige, mach doch lieber mit..." denn zum permanenten löschen von kommentaren und dem verstecken solcher reicht es ja schließlich noch!

ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll - den status, den ihr als vielleicht bedeutenstes strömungsübergreifendes linkes medium in deutschland habt, werdet ihr immer weniger gerecht!

sorry - musste aber gesagt werden

@ brian

gegen spinner 15.01.2007 - 02:45
muss jetzt mal die mods in schutz nehmen, die sich hier den arsch aufreißen und dann von deppen wie brian blöde vollgepöbelt werden.


"die moderation auf indymedia stinkt echt"

dann such dir ne andere seite oder mach ne eigene auf.


"laufend werden wichtige und gute beiträge NICHT auf die startseite verschoben"

nenn doch mal beispiel. danke.


"dann vergleicht bitte diesen beitrag hier mal mit der qualität von post in der nachrichtenleiste, bspw. den null-informationsthread über gotha"

regst du dich jetzt auf, daß dieser beitrag hier auf der startseite ist?


"permanenten löschen von kommentaren und dem verstecken solcher reicht es ja schließlich noch!"

tja, dann geh zu altermedia, da werden nazikommentare nicht gelöscht.


wie wäre es, wenn du ab heute indymedia boykottierst? ich finde es extrem nervig, daß sich unter jedem artikel erst mal der antifa-kindergarten gegen alle und jeden auskotzen muss und so ständig eine agressive und hasserfüllte atmosphäre erzeugen. von typen wie dir kommt mir das kotzen und typen wie du repräsentieren die welt, die ich für überwindenswert halte.