Tierrechtsdemo in Hamburg vor Glaxo Wellcome

cvegan 10.01.2007 16:01 Themen: Biopolitik
Am 09.01.2007 demonstrierten zehn Tierrechtlerinnen und Tierrechtler gegen Glaxo Wellcome in Hamburg. Mit Transpis, Flyern und Megaphone wurde gegen das Foltern und Töten von Tieren bei GlaxoSmithKline und HLS demonstriert. Weitere Demos folgen.
Stoppt Tierversuche! Schließt GlaxoSmithKline! Schließt HLS!
Tierrechtsdemo in Hamburg vor Glaxo Wellcome

Am 09.01.2007 demonstrierten zehn Tierrechtlerinnen und Tierrechtler gegen Glaxo Wellcome in Hamburg. Das Verwaltungsgebäude ist Eigentum des Unternehmens. Glaxo nutzt lediglich ein Stockwerk, die anderen sind an Fremdunternehmen vermietet. Das Gebäude liegt weit ab von der Innenstadt, so dass wenig Passantinnen und Passanten unterwegs sind. Die Demo richtet sich vor allem an alle, die bei Glaxo selbst arbeiten, sowie an diejenigen, die bei den Fremdfirmen oder in den benachbarten Firmengebäuden arbeiten. Direkt neben dem Eingang des Verwaltungsgebäudes und seitlich des Gebäudes wurden Transparente gehalten sowie Flugblätter verteilt. Zusätzlich wurde per Megaphone skandiert: Stoppt Tierversuche. Schließt Glaxo. Schließt HLS.
Dieses Mal sorgte die Demo, vielleicht auch durch den Einsatz des Megaphones, für besonders viel Aufsehen. Fenster wurden geöffnet, Fragen wurden gestellt. Es wurde diskutiert. Viele Menschen, die aus dem Gebäude kamen, vermieden es, an den Tierrechtlerinnen und Tierrechtlern vorbeizugehen. Statt durch den Hauptausgang gingen sie seitlich über den Parkplatz zur Straße. Eine Frau, die bei Glaxo Wellcome arbeitet, kam schließlich aus dem Gebäude, um mit den Demonstrantinnen und Demonstranten zu reden. Es zeigte sich schnell, dass sie den ethisch-moralisch begründeten Argumentationen gegen Versuche an Tieren hilflos gegenüberstand. Sie verwies auf die für forschende Pharmaunternehmen geltende Gesetze und Vorschriften, verstummte aber schnell, als ihr vorgeworfen wurde, sie persönlich könne doch frei entscheiden, ob sie für ein Unternehmen arbeiten wolle, dass seinen Profit mit Foltern und Töten von Tieren macht.
Eine Tierrechtlerin las ihr die lange Liste von Nebenwirkungen eines Pharmazeutikums aus dem Hause Glaxo vor (u.a. Depressionen, Wahnvorstellungen, unregelmäßiger Herzschlag, Todesfälle) und konfrontierte sie mit den zahlreichen Glaxo-Medikamentenskandalen ausgelöst durch Zyban (Todesfälle), AZT und 3TC (Todesfälle), Influsplit (schwere Infektionen). Nach langem Schweigen erwiderte sie, sie hätte aber das Gefühl, die Vorteile der Medikamente würden überwiegen. Äußerst gefühlsbetont waren auch ihre weiteren Reaktionen auf die Vorwürfe und Argumente der Tierrechtlerinnen und Tierrechtler. In England wäre sie schon einmal bei einem Versuch dabei gewesen, und sie hätte auch Mitleid mit jedem Geschöpf, doch da sie ein - wie sie es nannte - behindertes Kind hat und einen Mann, der ohne Medikamente ihrer Meinung nach nicht mehr leben würde, ist sie für das Foltern und Töten von Tieren. Gleichzeitig gab sie zu, dass die aus Versuchen mit Tieren gewonnenen Ergebnisse nicht auf Menschen übertragbar sind und wies darauf hin, dass Glaxo die Erforschung von tierversuchsfreien Methoden fördert und betreibt.
Erst in 20 Jahre, so ihre Prognose, könne man auf Versuche an Tieren verzichten. Und bis dahin sollte man sich doch bitteschön mit gegenseitiger Toleranz begegnen. Denn schließlich dürften die Tierrechtlerinnen und Tierrechtler vor Glaxo demonstrieren, dagegen hätte sie ja auch nichts, sprach sie und ging wieder rein. Die Tierrechtlerinnen und Tierrechtler blieben, skandierten und verteilten ihre Flyer, bis die meisten Lichter gelöscht wurden.
Laut Handelsblatt machte GSK im 1.Quartal 2006 allein in der Pharmasparte einen Umsatz von 8,83 Mrd. US Dollar. Wie viele Tiere wie lange und wie oft auf welche Art und Weise für den blutigen Profit und für ein vermeintlich besseres und längeres Menschenleben misshandelt und zu Tode gefoltert wurden und werden, wird verschwiegen.
Versuche an Tieren lehnen wir aus ethisch-moralischen Gründen grundsätzlich ab. Tiere haben ein uneingeschränktes Lebensrecht, das Recht auf Leben in Freiheit und ein Recht auf körperliche sowie psychische Unversehrtheit. Dafür kämpfen wir. Und demonstrieren Monat für Monat auch vor Glaxo Wellcome in Hamburg.
Kontakt:  animalrights-govegan@web.de

Infos über GlaxoSmithKline:
Glaxo Wellcome ist eine Tochter von GlaxoSmithKline. Die Verwaltung von Glaxo Wellcome hat ihren Sitz in Hamburg, Alsterufer 1. GlaxoSmithKline (GSK) ist ein international agierendes Unternehmen mit zwei Geschäftsbereichen: Kerngeschäft Pharma (verschreibungspflichtige Arzneimittel und Impfstoffe) und Consumer Healthcare (rezeptfreie Arzneimittel und Pflegeprodukte). In Deutschland ist GSK mit beiden Bereichen vertreten. Laut eigenen Angaben ist GSK eines der bedeutendsten forschenden Pharma-Unternehmen am Markt verschreibungspflichtiger Arzneimittel mit insgesamt zehn Forschungs- und Therapiebereichen. GlaxoSmithKline hat 24 Forschungszentren in 11 Ländern. Pro Tag fließen 12,3 Mio. Euro in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente. An 149 Projekten wird geforscht. 15.000 Menschen arbeiten in der Forschung. Seit 2000 hat das Unternehmen acht neue Forschungszentren, die Centers of Excellence for Drug Discovery (CEDD). Das sind indikationsspezifische Einheiten, in denen Substanzen erforscht und weiterentwickelt werden. Darüber hinaus führt GSK großangelegte klinische Studien (Proof of Concept) durch. Die Erforschung und Entwicklung von Therapeutika und Impfstoffen hat bei GSK eine lange Tradition. Bereits 1884 findet sich der erste Eintrag eines Warenzeichens.
Diese vielen Zahlen und Fakten werden auf der Homepage des Unternehmens stolz präsentiert und sollen die wirtschaftliche Macht auf dem Weltmarkt bezeugen. Es ist die Rede vom Forschen und Entwickeln für ein besseres und längeres Leben, für Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen. Ein äußerst lukratives Geschäft. Laut Handelsblatt machte GSK im 1.Quartal 2006 allein in der Pharmasparte einen Umsatz von 8,83 Mrd. US Dollar. Wie viele Tiere wie lange und wie oft auf welche Art und Weise für das umsatzstarke Geschäft und für ein vermeintlich besseres und längeres Menschenleben misshandelt und gefoltert wurden und werden, wird verschwiegen. Schweigen herrscht auch über Schadensersatzklagen wegen Todesfolge bei Menschen nach Einnahme von Medikamenten aus der GSK-Forschung (AZT, 3TC).
Kein Wort über Verklagung des Unternehmens wegen Unterdrückung von Negativdaten zu Medikamenten (Seroxat), kein Wort über Rückrufaktionen für Grippe-Impfstoffe (Influsplit) und über Tote durch Zyban, die Anti-Raucher-Pille aus dem Hause GSK. Denn das würde Profiteinbruch bedeuten. Stimmen die Behörden in den USA und der EU zu, bringt GSK 2007 einen neuen Impfstoff gegen Vogelgrippe beim Menschen auf den Markt. Ein Impfstoff, der bereits zahllosen Tieren den Tod brachte und neben den anderen Therapeutika und Impfstoffen aus dem Hause GSK ein weiteres ungewisses Risiko für den Menschen darstellt. Hauptsache, der Umsatz steigt.
Glaxo Wellcome ist Kunde bei Huntingdon Life Sciences (HLS). HLS ist Europas größtes Auftrags-Tierversuchslabor. Hier werden im Auftrag von Wirtschaftsunternehmen u.a. aus den Bereichen Pharmazie und Chemie Versuche an Tieren durchgeführt. Pestizide, Herbizide, Lebensmittelfarbstoffe, Haushaltsprodukte, genetisch veränderten Organismen werden hinsichtlich ihrer Verträglichkeit an u.a. Hunde, Katzen, Affen, Vögeln, Hasen, Fischen, Mäusen und sogenannten landwirtschaftlichen Nutztiere getestet. 500 Tiere sterben bei HLS täglich in Versuchen. 70.000 Tiere werden in ihren Käfigen gehalten und „warten“ auf ihren sicheren Tod. Verantwortlich hierfür sind neben Glaxo Wellcome weitere weltweit angesehene Firmen wie BASF, BAYER, DU PONT, NOVARTIS u.v.a.
Produkte von GlaxoSmithKline: Seroxat/Paxil ▪ Imigran/Imitrex ▪ Lamictal ▪ Seretide/Advair ▪ Combivir ▪ Avandia ▪ Infanrix ▪ Havrix ▪ Engerix-B ▪ Rotarix ▪ Augmentin ▪ Lapdap ▪ Valtrex ▪ Contac ▪ Tums ▪ Aquafresh ▪ Macleans ▪ Abtei ▪ Eunova ▪ Cetebe ▪ Medacalm ▪ Prosta Fink Forte ▪ Cysto fink ▪ Panadol ▪ Zovirax ▪ Activir ▪ Alluna ▪ Lactacyd ▪ Zantic▪ Granu Fink ▪ Fagorutin ▪ NiQuitin ▪ Naaprep ▪ Beconase ▪ Odol ▪ Odol-med3 ▪ Dr. Best ▪ Sensodyne ▪ Corega ▪ Polident ▪ parodontax ▪ pilca ▪ Chlorhexamed ▪ Corsodyl ▪ Horlicks ▪ Lucozade ▪ Ribena
Mehr Infos unter www.glaxosmithkline.de
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Ergänzungen

Neue Vokü

hamburger veganist 10.01.2007 - 21:59
Hei!

Klasse Aktion, HLS muss schliessen!

nicht vergessen: 13.01.07 Demo in Paderborn gegen die "Versuchstier"zucht Harlan-Winkelmann www.harlan-schiessen.de und ganz neu in Hamburg:

 http://www.250kb.de/u/070104/j/120b65d4.jpg

Vegan Vokü im Cafe Knallhart (campus) jeden 2. und 4. Samstag

Besuch abstatten

sharki 29.03.2007 - 17:33
Hey Freunde,
neben den Jungs in Hamburg gibt es auch in Leverkusen ein besuchenswertes Unternehmen.
Wir planen derzeit die Hauptversammlung Ende April in Koeln zu besuchen.
Das aber dauert noch ziemlich lange. Sind ab Montag in der gegend.
Habe jetzt eine Addresse rausbekommen, Google sei Dank!
Wisst ihr wie der oberste Umwelt Arsch bei Bayer heisst und wo er lebt?
Er heisst Dr. Wolfgang Große-Entrup
Er wohnt in 42799 Leichlingen. Irgendwo in der Nähe von Leverkusen bestimmt.
Anschrift: Gladbacher Weg 14
Wir werden in den nächsten Tagen sicherlich mal vorbeischauen.Hat sich ziemlich für ein Bayer nettes REACH eingesetzt.Bayer ist Pharmafirma und Pestizid Firma in einem. Unglaublich, durch REACH alleine kommen da tausende Tierversuche zusätzlich hinzu.
Das darf nicht passieren! Reach tritt Mitte des Jahres in Kraft. Es eilt also!

Besuch bei Bayer Manager nicht erwünscht

sharki 25.04.2007 - 16:41
Besuch bei Bayer Manager nicht erwünscht

Das Signal ist eindeutig. Der Besuch bei Bayer Manager Dr. Grosse-Entrup ist nicht erwünscht. Froschwechsel auf der Zufahrt machen den Besuch leider derzeit unmöglich. Wir muessen warten bis sie sich in ihre Laichplätze zurückgezogen haben.

Wie wichtig er aber ist zeigt ein aktueller Beitrag in der FAZ:

Mehr Tierversuche notwendig
Auflagen der Chemikalienverordnung erzwingen mehr Tests

now. BRÜSSEL, 24. April. Das Anfang Juni in Kraft tretende EU-Regelwerk für die chemische Industrie (Reach) dürfte vorübergehend mit einer deutlichen Zunahme der Zahl der Tierversuche einhergehen...

Gemeint sich Tierversuche bei den Pharma- und Chemiemultis, also den Bayers, GMKs,etc
Leute, das gilt es zu verhindern. Die Verodnung ist noch nicht in Kraft!

Ein Blick in die aktuelle Veröffentlichung der CBG zeigt aber auch, dass unser Freund an vielen Fronten kämpft:

Große Entrup leitet CDU-Umweltausschuss
Der BAYER-Manager Wolfgang Große Entrup, der beim Leverkusener Multi dem Bereich „Umwelt und Politik“ vorsteht, hat beim CDU-Wirtschaftsrat die Leitung des Bereichs „Umweltpolitik“ übernommen. Er ist der ideale Verbindungsmann für die Konzerne, denn vor seiner Tätigkeit bei BAYER und BASF hatte Große Entrup als persönlicher Referent eines parlamentarischen Geschäftsführers im Bundestag gearbeitet. So lässt die Agenda des Wirtschaftsratsausschusses denn auch Böses ahnen. Das Gremium will unter anderem „Innovationsblockaden bei der grünen Gentechnik abbauen“, beim Umwelthaftungsgesetz die „Haftungsrisiken für Unternehmen minimieren“ und die angebliche Vorreiterrolle der Bundesrepublik in Sachen „Umweltpolitik“ zu einer bloßen „Vordenker“-Rolle zurückstufen.

Er scheint also überall aktiv zu sein und die Weichen zu stellen...

Wir bleiben am Ball. Derzeit aber Krötenwanderung beachten!

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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,,|, — OneSharpKnife

nichts kapiert — märü

@OneSharpKnife — martin

... — blubb