Zapatista: Treffen, Tag 1
Bericht über die Eröffnung des Treffens der Zapatisten mit den Gemeinschaften der Welt
Zusammenfassung des 4.. Arbeitstisches: Kommunikation, Kunst und Kultur ( engl.)
Zusammenfassung des 4.. Arbeitstisches: Kommunikation, Kunst und Kultur ( engl.)
Am 30.Dez.06 begann um 12:30 Ortszeit die Eröffnungszeremonie des Treffens zwischen den Zapatistischen Gemeinschaften und den Gemeinschaften der Völker der Welt. Mitglieder der Juntas der Guten Regierung und im Anschluss die EZLN-Komandanten David, Javier, Felipe und der Oberstleutnant Moises, sprachen vor 1500 TeilnehmerInnen an dem Treffen zwischen den Unterstützungsbasen der EZLN und der Nationalen und Internationalen Zivilgeselschaft ihre Willkommensworte.
ZUSAMMENFASSUNG DES ERSTEN TAGES
Von: otro lado ( andere Seite ); 31.Dez. 06; Oventik, Chiapas, México.
30.Dez.2006, m@n hörte den Ruf der Muscheln. Das Licht der Sonne und eine frische Brise zeigten an, dass der Tag der Eröffnung des Treffens begonnen hatte.
In der Haupstrasse liess sich eine Multitude von Personen nieder, die die Kunsthandwerke der verschiedenen Frauenkollektive und SalespromoterInnen verkauften, während andere in den zahlreichen Volksküchen assen. Zur selben Zeit kamen Lastlieferwagen voller TeilenehmerInnen aus ganz Chiapas und von überall auf der Welt an, die lange Schlangen vor der Komission bildeten. Nachdem sie registriert worden waren, gingen die Teilnehmenden in Begleitung eines Compa hinunter, um in der Menge von Zeltplanen und Unterkünften, die in den letzten Tagen aufgestellt worden waren, einen Platz zu suchen.
Um 12 Uhr, Zapatistastunde, erging an alle der Aufruf, sich auf den Plätzen einzufinden, die sich in ein Szenario zur Eröffnungszeremonie verwandelt hatten. Während die Repräsentanten jedes einzelnen Caracol ( Schneckenhaus; aktuelle Matapher für die autonomen, zapatistischen Gemeinden ) in ihrer traditionellen Kleidung, mit Sprüchbändern und vermummten Gesichtern sich auf dem Podium aufreihten, kochten andere TeilnehmerInnen in der Sonne oder genossen unter ihren Zeltplanen den Schatten. Als alle ihren Platz eingenommen hatten begann die Einweihungszeremonie mit dem Singen der mexikanischen Nationalhymne im Chor, gefolgt von der zapatistischen Hymne, die mehr als nur einen/ne der teilnehmenden IntergalaktInnen tief berührte.
Zwei Repräsentanten der Junta der Guten Regierung von Oventik hiessen uns Willkommen. Sie brachten ihre Empfindungen und die grosse Freude darüber zum Ausdruck, soviele Compañer@s aus der ganzen Welt begrüssen zu können. Es wurden Teilehmende aus allen partizipierenden Ländern Mexikos, aus 18 der Amerikas, 16 europäischen sowie aus Israel, Neuseeland, Australien und noch weiteren anderen verzeichnet. Im Anschluss begrüssten uns Repräsentanten der CCIR und erklärten die Ziele des Treffens. Dann kam Comandante Moises mit seinem Sombrero und Hemd, dankte allen für ihr Kommen und kündigte den zweiten Teil des Treffens an, der im Juli 2007 stattfinden wird. Zum Abschluss der zweistündigen Eröffnung sprach ein Compañero einige Leitsprüche: ¡Viva Chiapas!
Nach zwei Stunden Ruhe nach dem Essen begann die einführende Arbeitsrunde:
AUTONOMIE und ANDERE REGIERUNG
Sie wurde von Comandante Brusli moderiert und fand im Auditorium von Oventik statt, das vor lokalen, nationalen und internationalen TeilenehmerInnen überquoll. Brusli sprach einige Worte über die Bedeutung der Autonomie und gab eine Vorschau über die Art der Arbeitsweise des Tisches. Dann stellten die Anwesenden jedes Caracols die Praxis der Autonomie, wie sie in ihren Regionen, - La Realidad, Oventik, La Garrucha, Morelia und Roberto Barrios- ausgeübt wird, vor.
Es waren viele Punkte, die angesprochen wurden; Herausforderungen ebenso wie Erfolge. Die Compañer@s sprachen über ihre Art und Weise gehorchend zu regieren, über die Wichtigkeit von Consultas ( Befragung aller ) und die Gemeinschaften entscheiden zu lassen; der Unterschied zwischen schlechter Regierung und den Juntas der Guten Regierung wurde nocheinmal herausgearbeitet. Bis ins kleinste Detaill erklärten sie, wie die Gemeinschaften ihre RepräsentantInnen wählen, die Rotationen und die Dauer für die Teilehmenden, die "nicht einen Peso erhalten".
Ein anderes Thema waren Gesetz und Justiz und wie die Juntas der Guten Regierung diese handhaben. Sie betonten wie wichtig es ist, beide Seiten zu hören, wenn ein Verbrechen begangen worden ist, um zu einer gerechten Übereinkunft zu gelangen. Ausserdem stellten sie klar, dass sie nichts von Einsperren halten, sondern dass sie an die Rehabilitierung glauben.
Mehrere Caracoles griffen das Thema der Nutzung von geigneter Technologie und den alternativen Formen der Kommunikationsmedien auf, um die Öffentlichkeit über die Kämpfe und die Wahrheit zu informieren. Weitere Formen der Autonomie und Selbstbestimmung die zur Sprache kamen bezogen sich auf Gesundheit, Bildung, Produktion und die Rolle der Frauen. Es wurde anerkannt, dass es viele Formen von Autonomie gibt und dass diese deshalb keine einfache Angelegenheit ist die im Wörterbuch steht, sondern dass sie das ist, was du täglich zu Hause, in deiner Gemeinde, in deiner Gesellschaft lebst.
Andere Themen drehten sich um den Kapitalismus, Globalisierung und ihren Kampf als Zapatist@s gegen diese Mächte und darum, wie sie eine andere Welt aufbauen. Bis der Compañero Beto de Morelia sagte: "Um zum Schluss zu kommen, geben wir allen Teilnehmenden die Gelegenheit Fragen an die Juntas der Guten Regierung zu stellen und die Kämpfe zur Schaffung von Autonomie in ihren eigenen Gemeinschaften vorzustellen".
Unter den TeilehmerInnen waren u.a. Represäntanten der APPO; Angehörige politischer Gef@ngener, weitere Indigen@-Gruppen und Leute aus Zentralamerika.
Während wir diese Zusammenfassung schreiben, findet ein kulturelles Event für und mit allen dieses Treffens statt.
( Quelle:
http://chiapas.indymedia.org/display.php3?article_id=141062 )
übersetzt von tierr@
enkuentro: summary of the fourth working table other communication.
Autor(a): mariachiloko; 01. Jan. 07
TABLE 4
THE ‘OTHER’ COMMUNICATION, ART AND CULTURE
Only a handful of hours after the Cumbia rhythms stopped dancing through the air from the New Year’s celebration, the 4th working table of the Zapatista meeting with the people of the world got underway, talking about alternative forms of communication and preservation of art and culture. As has been the case for all of the working tables, representatives from the 5 Caracoles – La Realidad, Oventik, La Garrucha, Morelia and Roberto Barrios – began the day speaking of the forms of communication that have been and continue to be established in the Caracoles. Members of the Good Government and Autonomous Municipal Councils explained that the massive and mainstream media are little more than mouthpieces for those who seek to dominate, and that in the capitalist system this domination is as much social, cultural and artistic as it is economic. Since the poor and dispossessed are excluded from these conventional media, it is necessary that alternatives be sought so that they too can have access to forms of communication within and between their communities.
Good Government and Autonomous Municipal Councilors addressed subjects as wide as transportation, radio, internet, murals, traditional music and dress, video editing and production, childbirth and many others. Most important among these has been the installation of internet in the Caracoles and community radios, Radio Insurgente, in communities in many regions. Radio Insurgente, although it transmits via internet as well, is most important in the internal communication, relaying news and cultural events to the communities in Spanish as well as the local dialect – Tzotzil, Tzeltal, Ch’ol, Zoque y Mam. Radios still need to be installed in many more communities, but they are currently in the process of training community members to set up, maintain and transmit via community radios in communities in all 5 regions. The process is slow and often difficult and one Councilor from Caracol V, Robert Barrios, told of the difficulties they had encountered as one of the transmitters failed and burst into flames, discouraging those who were being trained from continuing with the effort.
Training and formation in technical skills to run and maintain computers, navigate the internet and audio and video production have also been vital both internally and externally in the 13 years since the uprising. Within the communities, to augment radio transmissions, news can be taken from the internet in order to create newspaper murals to inform communities of local, national and international news. In the past year, since the launch of the Other Campaign, this has been a vital medium for informing community members of the Campaign’s progress, especially during its halt following the May 3 and 4th repression in San Salvador Atenco. Audio and video production have been just as important for this kind of internal communication as for informing the national and international communities of developing events in the Zapatista communities.
Groups such as Promedios, who have been working with the compañer@s since the uprising developing necessary technical skills produce video documentaries, were also credited for helping a great deal in this aspect of the struggle. Documentaries produced have been showed nationally and internationally, contributing a great deal to the widespread support for the Zapatista struggle on these levels.
Compañer@s from a number of collectives and organizations throughout the world then participated, sharing experiences and struggles from their own communities. A Los Angeles Radio Station, working with the ‘Otra del Otro Lado’, shared its struggle to increase progressive Spanish-language programming in the greater L.A. area, especiall given the ever increasing number of Spanish speakers in the country. Another man from TV Kurdistan, representing the Kurdish territories in Syria, Iraq and Turkey, even invited the compas for training in TV production in their studios. Various member from the Otra Cultura collective in Mexico City shared their experiences, one of the most powerful describing a theatrical event they recently realized in the jail Santiaguito, which ended in family members embracing for the first time in 8 months, and all of the prisoners shouting ‘ATENCO VIVE’, ‘LA LUCHA SIGUE’. Additionally, representatives from the APPO, CIPO-RFM, East Side Café, Soul Rebel Radio, Pintar Obedeciendo, Pulpo Mecanico, Subversion Sonora among others participated sharing their achievements and struggles.
The struggle for retaking communication media is a slow one, and filled with obstacles, but one that needs to continue, and as one comandante said on first day of the meeting, ‘even if we can’t ultimately change the world, we must at least make sure that it doesn’t change us.’
http://chiapas.indymedia.org/display.php3?article_id=141168
ZUSAMMENFASSUNG DES ERSTEN TAGES
Von: otro lado ( andere Seite ); 31.Dez. 06; Oventik, Chiapas, México.
30.Dez.2006, m@n hörte den Ruf der Muscheln. Das Licht der Sonne und eine frische Brise zeigten an, dass der Tag der Eröffnung des Treffens begonnen hatte.
In der Haupstrasse liess sich eine Multitude von Personen nieder, die die Kunsthandwerke der verschiedenen Frauenkollektive und SalespromoterInnen verkauften, während andere in den zahlreichen Volksküchen assen. Zur selben Zeit kamen Lastlieferwagen voller TeilenehmerInnen aus ganz Chiapas und von überall auf der Welt an, die lange Schlangen vor der Komission bildeten. Nachdem sie registriert worden waren, gingen die Teilnehmenden in Begleitung eines Compa hinunter, um in der Menge von Zeltplanen und Unterkünften, die in den letzten Tagen aufgestellt worden waren, einen Platz zu suchen.
Um 12 Uhr, Zapatistastunde, erging an alle der Aufruf, sich auf den Plätzen einzufinden, die sich in ein Szenario zur Eröffnungszeremonie verwandelt hatten. Während die Repräsentanten jedes einzelnen Caracol ( Schneckenhaus; aktuelle Matapher für die autonomen, zapatistischen Gemeinden ) in ihrer traditionellen Kleidung, mit Sprüchbändern und vermummten Gesichtern sich auf dem Podium aufreihten, kochten andere TeilnehmerInnen in der Sonne oder genossen unter ihren Zeltplanen den Schatten. Als alle ihren Platz eingenommen hatten begann die Einweihungszeremonie mit dem Singen der mexikanischen Nationalhymne im Chor, gefolgt von der zapatistischen Hymne, die mehr als nur einen/ne der teilnehmenden IntergalaktInnen tief berührte.
Zwei Repräsentanten der Junta der Guten Regierung von Oventik hiessen uns Willkommen. Sie brachten ihre Empfindungen und die grosse Freude darüber zum Ausdruck, soviele Compañer@s aus der ganzen Welt begrüssen zu können. Es wurden Teilehmende aus allen partizipierenden Ländern Mexikos, aus 18 der Amerikas, 16 europäischen sowie aus Israel, Neuseeland, Australien und noch weiteren anderen verzeichnet. Im Anschluss begrüssten uns Repräsentanten der CCIR und erklärten die Ziele des Treffens. Dann kam Comandante Moises mit seinem Sombrero und Hemd, dankte allen für ihr Kommen und kündigte den zweiten Teil des Treffens an, der im Juli 2007 stattfinden wird. Zum Abschluss der zweistündigen Eröffnung sprach ein Compañero einige Leitsprüche: ¡Viva Chiapas!
Nach zwei Stunden Ruhe nach dem Essen begann die einführende Arbeitsrunde:
AUTONOMIE und ANDERE REGIERUNG
Sie wurde von Comandante Brusli moderiert und fand im Auditorium von Oventik statt, das vor lokalen, nationalen und internationalen TeilenehmerInnen überquoll. Brusli sprach einige Worte über die Bedeutung der Autonomie und gab eine Vorschau über die Art der Arbeitsweise des Tisches. Dann stellten die Anwesenden jedes Caracols die Praxis der Autonomie, wie sie in ihren Regionen, - La Realidad, Oventik, La Garrucha, Morelia und Roberto Barrios- ausgeübt wird, vor.
Es waren viele Punkte, die angesprochen wurden; Herausforderungen ebenso wie Erfolge. Die Compañer@s sprachen über ihre Art und Weise gehorchend zu regieren, über die Wichtigkeit von Consultas ( Befragung aller ) und die Gemeinschaften entscheiden zu lassen; der Unterschied zwischen schlechter Regierung und den Juntas der Guten Regierung wurde nocheinmal herausgearbeitet. Bis ins kleinste Detaill erklärten sie, wie die Gemeinschaften ihre RepräsentantInnen wählen, die Rotationen und die Dauer für die Teilehmenden, die "nicht einen Peso erhalten".
Ein anderes Thema waren Gesetz und Justiz und wie die Juntas der Guten Regierung diese handhaben. Sie betonten wie wichtig es ist, beide Seiten zu hören, wenn ein Verbrechen begangen worden ist, um zu einer gerechten Übereinkunft zu gelangen. Ausserdem stellten sie klar, dass sie nichts von Einsperren halten, sondern dass sie an die Rehabilitierung glauben.
Mehrere Caracoles griffen das Thema der Nutzung von geigneter Technologie und den alternativen Formen der Kommunikationsmedien auf, um die Öffentlichkeit über die Kämpfe und die Wahrheit zu informieren. Weitere Formen der Autonomie und Selbstbestimmung die zur Sprache kamen bezogen sich auf Gesundheit, Bildung, Produktion und die Rolle der Frauen. Es wurde anerkannt, dass es viele Formen von Autonomie gibt und dass diese deshalb keine einfache Angelegenheit ist die im Wörterbuch steht, sondern dass sie das ist, was du täglich zu Hause, in deiner Gemeinde, in deiner Gesellschaft lebst.
Andere Themen drehten sich um den Kapitalismus, Globalisierung und ihren Kampf als Zapatist@s gegen diese Mächte und darum, wie sie eine andere Welt aufbauen. Bis der Compañero Beto de Morelia sagte: "Um zum Schluss zu kommen, geben wir allen Teilnehmenden die Gelegenheit Fragen an die Juntas der Guten Regierung zu stellen und die Kämpfe zur Schaffung von Autonomie in ihren eigenen Gemeinschaften vorzustellen".
Unter den TeilehmerInnen waren u.a. Represäntanten der APPO; Angehörige politischer Gef@ngener, weitere Indigen@-Gruppen und Leute aus Zentralamerika.
Während wir diese Zusammenfassung schreiben, findet ein kulturelles Event für und mit allen dieses Treffens statt.
( Quelle:
http://chiapas.indymedia.org/display.php3?article_id=141062 ) übersetzt von tierr@
enkuentro: summary of the fourth working table other communication.
Autor(a): mariachiloko; 01. Jan. 07
TABLE 4
THE ‘OTHER’ COMMUNICATION, ART AND CULTURE
Only a handful of hours after the Cumbia rhythms stopped dancing through the air from the New Year’s celebration, the 4th working table of the Zapatista meeting with the people of the world got underway, talking about alternative forms of communication and preservation of art and culture. As has been the case for all of the working tables, representatives from the 5 Caracoles – La Realidad, Oventik, La Garrucha, Morelia and Roberto Barrios – began the day speaking of the forms of communication that have been and continue to be established in the Caracoles. Members of the Good Government and Autonomous Municipal Councils explained that the massive and mainstream media are little more than mouthpieces for those who seek to dominate, and that in the capitalist system this domination is as much social, cultural and artistic as it is economic. Since the poor and dispossessed are excluded from these conventional media, it is necessary that alternatives be sought so that they too can have access to forms of communication within and between their communities.
Good Government and Autonomous Municipal Councilors addressed subjects as wide as transportation, radio, internet, murals, traditional music and dress, video editing and production, childbirth and many others. Most important among these has been the installation of internet in the Caracoles and community radios, Radio Insurgente, in communities in many regions. Radio Insurgente, although it transmits via internet as well, is most important in the internal communication, relaying news and cultural events to the communities in Spanish as well as the local dialect – Tzotzil, Tzeltal, Ch’ol, Zoque y Mam. Radios still need to be installed in many more communities, but they are currently in the process of training community members to set up, maintain and transmit via community radios in communities in all 5 regions. The process is slow and often difficult and one Councilor from Caracol V, Robert Barrios, told of the difficulties they had encountered as one of the transmitters failed and burst into flames, discouraging those who were being trained from continuing with the effort.
Training and formation in technical skills to run and maintain computers, navigate the internet and audio and video production have also been vital both internally and externally in the 13 years since the uprising. Within the communities, to augment radio transmissions, news can be taken from the internet in order to create newspaper murals to inform communities of local, national and international news. In the past year, since the launch of the Other Campaign, this has been a vital medium for informing community members of the Campaign’s progress, especially during its halt following the May 3 and 4th repression in San Salvador Atenco. Audio and video production have been just as important for this kind of internal communication as for informing the national and international communities of developing events in the Zapatista communities.
Groups such as Promedios, who have been working with the compañer@s since the uprising developing necessary technical skills produce video documentaries, were also credited for helping a great deal in this aspect of the struggle. Documentaries produced have been showed nationally and internationally, contributing a great deal to the widespread support for the Zapatista struggle on these levels.
Compañer@s from a number of collectives and organizations throughout the world then participated, sharing experiences and struggles from their own communities. A Los Angeles Radio Station, working with the ‘Otra del Otro Lado’, shared its struggle to increase progressive Spanish-language programming in the greater L.A. area, especiall given the ever increasing number of Spanish speakers in the country. Another man from TV Kurdistan, representing the Kurdish territories in Syria, Iraq and Turkey, even invited the compas for training in TV production in their studios. Various member from the Otra Cultura collective in Mexico City shared their experiences, one of the most powerful describing a theatrical event they recently realized in the jail Santiaguito, which ended in family members embracing for the first time in 8 months, and all of the prisoners shouting ‘ATENCO VIVE’, ‘LA LUCHA SIGUE’. Additionally, representatives from the APPO, CIPO-RFM, East Side Café, Soul Rebel Radio, Pintar Obedeciendo, Pulpo Mecanico, Subversion Sonora among others participated sharing their achievements and struggles.
The struggle for retaking communication media is a slow one, and filled with obstacles, but one that needs to continue, and as one comandante said on first day of the meeting, ‘even if we can’t ultimately change the world, we must at least make sure that it doesn’t change us.’
http://chiapas.indymedia.org/display.php3?article_id=141168
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Posten geht nicht, also hier
Von: Comision Intergalactica; 01. Jan. 07
DAS FORTSCHREITEN DER AUTONOMEN BILDUNG IN DEN 4 GEMEINDEN
Im Jahr 1999 ernannte jede der Gemeinschaften des autonomen Gemeindekreises Francisco Gómez ihre ( Bildungs-) PromoterInnen, um in der Bezirkshauptstadt durch die kollektive Unterstützung der StudentInnen der Zivilgesellschaft die Bevollmächtigung zu erhalten. Die Übereinkunft, die wir mit den Bevollmächtigten und PromoterInnen trafen, besagte dass die Vollmacht 6 Tage dauern sollte, alle zwei Monate mit 45 PromoterInnen und dass alle diese Bevollmächtigten durch eine Übereinkunft auf dem Versammlungsweg 3 KoordinatorInnen ernennen sollten, um die verschiedenen Aktivitäten während der Zeit der Bevollmächtigung zu beobachten und voranzubringen. Bis heute wird die Bevollmächtigung auf diesem Weg der ersten Generation hergestellt, aber es sind nur 23 Gemeinden die dies tun und die BildungspromoterInnen haben, die bereits in jeder der Gemeinschaften mit den Kindern arbeiten. Es fehlen immer noch 64 Gemeinden die keinen Promoter haben, weil niemand lesen und schreiben kann. Deshalb versuchen wir nach und nach eine Form zu finden, um eine ausgedehntere autonome Bildung zu schaffen, mit dem Ziel, dass es irgendwann in jeder Gemeinschaft einen/eine BildungspromoterIn geben wird.
Für eine Bildung im Sinne der eigenen Gewohnheiten/Traditionen, Sprachen, Geschichten, Mathematiken, Leben und Mathematiken, Leben und Umwelt in Verbindung mit den 13 Gesetzen unserer Gemeinschaften, damit unsere Söhne und Töchter in ihren Studien nicht verlassen sind, sucht die Gemeinschaft die Form, mit der die PromoterInnen darin unterstützt werden können, die entsprechende Bevollmächtigung zu erlangen, in ihrer Arbeit mit der Gemeinschaft zu koopreieren und frei ohne Bezahlung zu arbeiten. Auf diese Weise sind wir dabei, nach und nach unsere autonome Bildung voranzubringen.
In dem Jahr, indem diese begann, unterstützten uns die StudentInnen von DF darin, Vollmachten im Bereich der Kenntnisse von Traditionen, Geschichte, Sprache, Mathematiken-Leben-Umwelt zu erhalten, die auf den besagten 13 Gesetzen der Gemeinschaft basierten. Heute sind es 22 PromoterInnen, die in 14 Gemeinden des Bezirks Francisco Villa, mit den Kindern, insgesamt 385 SchülerInnen, arbeiten. Während der Zeit ihrer Bevollmächtigung kooperieren die PromoterInnen hinsichtlich Anfahrten und Ernährung/Unterhalt mit der jeweiligen Gemeinde und diese wiederrum bauen Räume mit Strohdächern und Kartontrennwänden, in denen die PromoterInnen unterichten.
DIE AUTONOME BILDUNG IM GEMEINDEKREIS SAN MANUEL BEGANN 1999
Die Räte,- und die Komission für Bildung des autonomen Gemeindekreises San Manuel hatten in jeder Gemeinde BildungspromoterInnen zur Unterichtung der Kinder ernannt.; ausserdem gab es 12 BildungskoordinatorInnen und im gesamten Bezirk 38, die mit der Organisation der Bevollmächtigungen in den bereits genannten Bereichen beauftragt waren. Auch in diesem Fall wird bis heute so verfahren. Insgesamt erhalten 1030 Kinder in 38 Klassenräumen autonomen Untericht. 16 dieser "Klassenzimmer" sind Gebäude mit festen Zwischenwänden und Bretterböden, die dank der Unterstützung der Zivilgesellschaft gebaut werden konnten. Die restlichen 22 wurden von den Gemeinschaften mit eigenen Mitteln errichtet und haben Strohdächer und Kartonwände; im Hauptort des Bezirks gibt es einen Schlafraum für die PromoterInnen. Die Bildungskomission und die BildungskoordinatorInnen nehmen auch an den Gemeindeversammlungen teil, um die Arbeit zu überschauen und zu sehen, wie die PromoterInnen gemeinsam mit der Basis unterstützt werden können, damit sie die Arbeit nicht etwa aufgeben. Die Komission und die KoordinatorInnen der Bezirke sind damit beauftragt dafür zu sorgen, dass die Hilfen, wie z.Bsp. Lehrmaterialien, die wir von Compañer@s anderer Länder erhalten haben, in den Gemeinden und in den Unterichtsräumen ankommen.
RICARDO FLORES MAGON
Wir wollen ein wenig über die Inhalte, die Aktivitäten der Einrichtungen und Formationen zur Schaffung des autonomen Bildungssystems in der Region erzählen. Dieses System setzten wir durch verschiedene, innerhalb des Prozesses realisierte Aktivitäten seit 2000 bis aktuell 2006 in die Tat um. Die Schaffung dieser Art von Bildung begann mit der dirketen Einmischung der Gemeinschaften und Autoritäten in die Entscheidungen, Programme und Kalendarien. Für uns sind die Formen der Bevollmächtigung grosse Fortschritte, die wir realisiert haben und die in dem Prozess innerhalb des Bezirks weitergehen, um eine autonome Bildung wachsen zu lassen, ein “SEMILLITA DE SOL” ( Saatkörnchen der Sonne ).
Auf der Bezirksversammlung wurden 3 Bevollmächtigte ernannt; wie in jeder Gemeinde der Bildungsrat, der mit der Projektion und Ausübung des Bildungsprokekts beauftragt wurde und um die Bevollmächtigungen im Zentrum für Bildung zu erhalten (Compañero Manuel im CEDE des Bezirks).
IM EJIDO ( Gemeinde die das Land gemeinschaftlich nutzt ) LA CULEBRA
2001 begannen wir mit der Unterstützung von AssesorInnen und der Zivilgesellschaft mit der Bevollmächtigung von 65 PromoterInnen, die während dieses Jahres von den Gemeinschaften mit Nahrungsmitteln, Anfahrten und Lehrmitteln unterstützten wurden. Die Bevollmächtigung die in vier Phasen pro Jahr verlief, ergab dass die PromoterInnen der ersten Generation die Notwendigkeit sahen, 9 KoordonatorInnen zu ernennen, um die verschiedenen Aktivitäten des Arbeitszentrums zu beobachten, zu organisieren und zu terminieren.
2003 endete die Bevollmächtigung der ersten PromoterInnengeneration, die mit den Kindern zu arbeiten angefangen hatten und deren Wiederanerkennung nun den Bevollmächtigten des autonomen Bezirks unterstellt wurde. Es wurde als notwendig erachtet für 2004 bereits eine zweite Generation zu bilden und 45 FolgepromoterInnen im selben Sinn und Inhalt ernannt, deren Bevollmächtigung 2005 endete. Bis dato arbeiten die PromoterInnen mit 1650 Kindern in den 53 Gemeinden, von denen sie unterstützt werden. Es fehlen weiterhin 27 Gemeinden ohne eigene PromoterInnen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben wir mit der Hilfe von Compañer@s der internationalen Zivilgesellschaft, die uns dabei unterstützten, die entsprechenden Vollmachten für zwei Generationen von PromoterInnen zu erlangen, 20 Schulen errichtet.
Wir beginnen dieses Jahr also mit einer sehr harten Arbeit, aber mit sehr viel Lust darauf, den Anspruch auf die Bildung, wie sie von den zapatistischen Gemeinden in dem erarbeiteten Dokument “educación verdadera” ( wahrhafte/wirkliche Bildung) gefordert wird, voranzutreiben. Daher verbinden wir die 13 zapatistischen Gesetze mit den vier Wissensgebieten: Sprache, Mathematik, Geschichte, Leben und Umwelt, damit wir nicht dort von unserer Bildung abgebogen werden, wo die Bevollmächtigten akzeptieren, entsprechend diesem von der Gemeinschaft erarbeiteten Dokument zu arbeiten:
1. Schaffung eines Formationszentrums für BildungspromoterInnen, die von ihren eigenen Gemeinden ertnannt werden
2. Die kollektive Ausarbeitung eines angemessenen und eigenen Bildungsvorschlags
3. Die Eröffnung von Widerstandsschulen für männliche uind weibliche Kinder und Jugendliche in den Gemeinden
Im Jahr 2002 begannen wir mit der Hilfe von Compañer@s aus Griechenland mit der Errichtung des Bevollmächtigtenzentrums für die PromoterInnen, das sich im Bezirkshauptort befindet und einer Schule für Chiapas, die sechs Aulen und 6 Schlafräume zur Beherbergung der PromoterInnen besitzt sowie eine Bibliothek auf zwei Stockwerken, eine Küche, einen Speisesaal und Bäder, die wir soeben fertiggestellt haben. Wir danken den Compañer@s die uns mit ihren wertvollen ökonomischen Mitteln unterstützt haben.
In 2005 wurde die dritte Generation von PromoterInnen von 10 zapatistischen PromoterInnen der ersten Generation formiert.
Quelle:
gekürzte Übersetzung: tierr@
Die Señora auf dem Bild sagt: "Demokratie? Wo? Besser ich organisiere mich. Auch ich bin die "Andere Kampagne"