Anmerkung der Moderationsgruppe:
Trotz der Bitte, de.indymedia.org zum Veröffentlichen von eigenen Berichten und selbst recherchierten Reportagen zu nutzen, wurde hier ein Text aus einer anderen Quelle, ein Flugblatt, eine Presseerklärung oder eine Stellungnahme einer Gruppe reinkopiert.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia ein umfassendes Infoportal mit Kopien möglichst vieler vermeintlich wichtiger und lesenswerter Texte anzubieten. Indymedia will eine Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihre eigenen Inhalte bieten. Die strategische Zweitveröffentlichung von Texten gehört nicht zu den Zielen dieses Projektes.
Bitte lest zu diesem Thema auch die Crossposting FAQ.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia ein umfassendes Infoportal mit Kopien möglichst vieler vermeintlich wichtiger und lesenswerter Texte anzubieten. Indymedia will eine Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihre eigenen Inhalte bieten. Die strategische Zweitveröffentlichung von Texten gehört nicht zu den Zielen dieses Projektes.
Bitte lest zu diesem Thema auch die Crossposting FAQ.
Deutsches Imperium Europa ......
Am Vorabend der neuen EU-Ratspräsidentschaft werden deutsche Kartenwerke für eine "Großgliederung Europas" bekannt. Die Kartierungen hat das Auswärtige Amt angefordert. In den Darstellungen beherrscht Deutschland als bevölkerungsreichster Staat das kontinentale Zentrum, das "Mitteleuropa" genannt wird. ......
Europa/EU:
http://www.net-news-global.de/
Europa/EU:
http://www.net-news-global.de/
Deutsches Imperium Europa
http://www.german-foreign-policy.com/pics/mitteleuropakarte1.jpg
22.12.2006 - BERLIN (Eigener Bericht) - Am Vorabend der neuen EU-Ratspräsidentschaft werden deutsche Kartenwerke für eine "Großgliederung Europas" bekannt. Die Kartierungen sind aufgrund einer Anforderung des Auswärtigen Amtes entstanden und sind für politische und admistrative Zwecke deutscher Behörden gedacht. In den Darstellungen beherrscht Deutschland als bevölkerungsreichster Staat das kontinentale Zentrum, das "Mitteleuropa" genannt wird. Davon ausgegrenzt sind Großbritannien, Frankreich, Belgien und die Niederlande. Auch Dänemark, Spanien, Italien und Portugal gehören nicht zu "Mitteleuropa", wohl aber das ehemalige Jugoslawien bis zur albanischen Grenze und mindestens 13 weitere Staaten im Osten des Kontinents. "Bestimmend" für den "Kulturraum Mitteleuropa" seien "historische Herrschaftsbereiche dominant deutschsprachiger Staaten", heißt es in den Ausarbeitungen über "Mitteleuropa". Die begleitenden Karten ordnen Teile Frankreichs, Dänemarks, das gesamte Luxemburg, die Schweiz sowie Oberitalien der politischen Fiktion eines deutsch definierten Zentrums zu. Wie selbstverständlich werden auch Polen, die Tschechische Republik und Ungarn vereinnahmt. Über mehrere Gebiete wird behauptet, sie gehörten zu "Mitteleuropa", da sie ursprünglich im Besitz des Deutschen Reiches waren, "ganz abgesehen" von ihrer späteren Unterwerfung durch NS-Truppen. german-foreign-policy.com veröffentlicht Kartenausrisse, die eine beängstigende Ähnlichkeit mit Projektionen staatlicher Vorläufer der Bundesrepublik Deutschland aufweisen.
Die aktuellen Kartierungen gehen auf eine "konkrete Anfrage" [1] des Auswärtigen Amtes (AA) zurück, dem eine "Stellungnahme zur Gliederung Europas in Großregionen" übermittelt werden sollte. Das Vorhaben wurde im "Ständigen Ausschuss für geographische Namen" (StAGN) erörtert, einem bisher nur in Fachkreisen bekannten Gremium, dem unter anderem der Direktor des Leibniz-Instituts für Länderkunde (Leipzig) angehört.[2] Die Institution erfreut sich staatlicher Finanzierung und veröffentlicht maßgebliche Regularien für politisch-geographische Zwecke. Die deutschen Ordnungswissenschaftler, angebliche Geographen, sind wiederholt mit Arbeiten hervorgetreten, die hoheitliche Rechte fremder Staaten berühren. In den Darbietungen des Instituts ist unter anderem von "Lebensraum" die Rede.[3]
Kompakt
Die "Großgliederung Europas" sei "ohne national-politische Absichten" [4] verfasst worden, heißt es über die überstaatlichen Interessen der Ausarbeitung, die einer staatlichen Behörde zur national-politischen Nutzung vorgelegt wurde. Über mehrere Seiten zeichnet der Entwurf ein germanozentrisches Europa-Bild, in dem Deutsche als Siedler und Kulturstifter auch "außerhalb der heute deutschsprachigen Gebiete"auftreten. In völliger Verkennung des historischen Wandels nationalstaatlicher Identitäten wird behauptet, "Deutsche" hätten "ab dem 11. und 12. Jahrhundert kompakt oder inselhaft in weiten Teilen des heutigen Polen, im Baltikum, in den Sudeten- und Karpatenländern sowie in den slowenischen Gebieten und in Oberitalien" gesiedelt.
Tragend
Mit penibler Systematik werden Territorialteile der europäischen Nachbarnationen dem deutschen Verständnis von "Mitteleuropa" zugeschlagen, so Gebiete "Rumäniens innerhalb des Karpatenbogens", die "Bukowina", ukrainische Bezirke Galiziens, "Transkarpatien", das "Gebiet von Grodno im Nordwesten Weißrusslands", ja selbst "die heutige russische Exklave Kaliningrad". Über die Baltischen Staaten heißt es, sie "gehörten wie Ostpreußen vom 13. bis ins 15. Jahrhundert zum Deutschen Orden". Die antislawische Ausrottungsfeldzüge des "Deutschen Ordens" werden einer Erwähnung nicht für wert befunden. Stattdessen ist in dem "Mitteleuropa"-Text für das Auswärtige Amt von kulturellen Verdiensten der Deutsch-Balten die Rede, die "eine tragende gesellschaftliche Rolle spielte(n)".
Provokation
Deutsche dominieren die "Mitteleuropa"-Fiktion auch im Westen: so in "Nordschleswig" (Dänemark) und Luxemburg. Belgien wird um seine "deutschen Gebiete" erleichtert, Frankreich um das Elsass und Lothringen. Die "Region" (Alsace und Lorraine) sei "heute stark französisch geprägt", heißt es über das französische Staatsterritorium, dessen Prägemasse einer "authochthonen Bevölkerung" angehören soll - gemeint sind angebliche Quasi-Deutsche alemannischer Sprache. "Immerhin", so die stolze Erklärung, "gehörte" die Region (Alsace und Lorraine) "zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation und war von 1871 bis 1918 Teil des Deutschen Reichs, ganz abgesehen von der Kriegssituation im Zweiten Weltkrieg." Dass die kriegerische Aggression und die Aneignung der Nachbargebiete durch deutsche Truppen niemals eine "kulturräumliche" Eingemeindung rechtfertigen kann, sondern im Gegenteil verbietet, erneute Ansprüche zu stellen, wird von den Autoren ignoriert. Insbesondere wegen des Bezugs auf die NS-Okkupation des Elsass und Lothringens handelt es sich um eine bisher nur von Rechtsextremisten und ausgewiesenen Revisionisten bekannte Provokation, die umso schwerer wiegt, da das Auswärtige Amt als Auftraggeber firmiert.
Mittelalterlich
Ausdrücklich wird festgestellt, dass die "Großraumgliederung" "für politische und administrative Zwecke" deutscher Behörden gedacht ist. Damit steht das revisionistische Regelwerk in der Nachfolge ähnlicher deutscher Versuche, hegemoniale Ansprüche auf eine Vormachtstellung in Europa mit mittelalterlichen Hervorbringungen germanischen Wesens zu begründen. Einen Höhepunkt erreichten diese Versuche, denen sich die Elite deutscher Geographen stets bereitwillig zur Verfügung stellte, in der NS-Zeit. Wie Untersuchungen belegen [5], kam es dabei zur direkten Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt und anderen Stellen des Htiler-Regimes. Die Kartenwerke wurden unter anderem bei den Planungen für den Überfall auf Polen benutzt und halfen anschließend bei Ausrottungsaktionen gegen die polnische Bevölkerung.[6] Auch über die Opfer der NS-Okkupation Polens, das als Sklavenreservoir für ein teutonisches "Mitteleuropa" vorgesehen war, gehen die neuen "Mitteleuropa"-Kartierungen hinweg.
Hintergründe
Dass "Mitteleuropa" zu einem "Synonym für 'völkisch'-eugenetische 'Lebensraum'-Vorstellungen und wirtschaftliche Ausbeutung" [7] wurde, scheint den heutigen Planern für das Auswärtige Amt unbekannt oder - was schlimmer wäre - muss verleugnet werden. So finden sich zur "Historische(n) Entwicklung des Mitteleuropabegriffs" [8] Ausführungen, die im Jahr 1916 abbrechen und mit Betrachtungen über die Zeit nach 1945 wieder aufgenommen werden. Die Ausblendung der nationalsozialistischen Europa-Diktatur unter dem Signum von "Mitteleuropa" erspart es den Urhebern, auf die wirtschaftlichen und militärischen Hintergründe der in Deutschland erneut aufkommenden "Mitteleuropa"-Fiktion hinzuweisen.
Imperium
Wie internationale Standardwerke lapidar feststellen, steht das deutsche "Mitteleuropa"-Programm seit über hundert Jahren für eine ökonomische Herrschaftsweise, "bei der die nördlichen, südlichen und westlichen Ränder des Kontinents um das Schwerkraftzentrum kreisen" sollen [9] - um Deutschland mit seinen angegliederten Satelliten in Ost- und Südosteuropa. Übereinstimmend heißt es, Ziel der "Mitteleuropa"-Projektionen sei die Schaffung eines "informellen europäischen Imperiums" ohne Zollgrenzen, so dass der deutschen Industrie ein maximales Absatz- und Ressourcengebiet zur Verfügung steht. Angesichts dieser Inhalte nimmt die Neuauflage der "Mitteleuropa"-Entwürfe im Auswärtigen Amt nicht wunder - und kommt rechtzeitig zur Präsidentschaft des vereinigten Deutschland über den Rest der EU.
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/56679?PHPSESSID=il5ur5mtmtcim2slibiq384oe3
Weitere Kartenausrisse finden Sie hier.
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/56678?PHPSESSID=mb87f5qe322ibmh9afunril336
http://www.german-foreign-policy.com/pics/mitteleuropakarte1.jpg 22.12.2006 - BERLIN (Eigener Bericht) - Am Vorabend der neuen EU-Ratspräsidentschaft werden deutsche Kartenwerke für eine "Großgliederung Europas" bekannt. Die Kartierungen sind aufgrund einer Anforderung des Auswärtigen Amtes entstanden und sind für politische und admistrative Zwecke deutscher Behörden gedacht. In den Darstellungen beherrscht Deutschland als bevölkerungsreichster Staat das kontinentale Zentrum, das "Mitteleuropa" genannt wird. Davon ausgegrenzt sind Großbritannien, Frankreich, Belgien und die Niederlande. Auch Dänemark, Spanien, Italien und Portugal gehören nicht zu "Mitteleuropa", wohl aber das ehemalige Jugoslawien bis zur albanischen Grenze und mindestens 13 weitere Staaten im Osten des Kontinents. "Bestimmend" für den "Kulturraum Mitteleuropa" seien "historische Herrschaftsbereiche dominant deutschsprachiger Staaten", heißt es in den Ausarbeitungen über "Mitteleuropa". Die begleitenden Karten ordnen Teile Frankreichs, Dänemarks, das gesamte Luxemburg, die Schweiz sowie Oberitalien der politischen Fiktion eines deutsch definierten Zentrums zu. Wie selbstverständlich werden auch Polen, die Tschechische Republik und Ungarn vereinnahmt. Über mehrere Gebiete wird behauptet, sie gehörten zu "Mitteleuropa", da sie ursprünglich im Besitz des Deutschen Reiches waren, "ganz abgesehen" von ihrer späteren Unterwerfung durch NS-Truppen. german-foreign-policy.com veröffentlicht Kartenausrisse, die eine beängstigende Ähnlichkeit mit Projektionen staatlicher Vorläufer der Bundesrepublik Deutschland aufweisen.
Die aktuellen Kartierungen gehen auf eine "konkrete Anfrage" [1] des Auswärtigen Amtes (AA) zurück, dem eine "Stellungnahme zur Gliederung Europas in Großregionen" übermittelt werden sollte. Das Vorhaben wurde im "Ständigen Ausschuss für geographische Namen" (StAGN) erörtert, einem bisher nur in Fachkreisen bekannten Gremium, dem unter anderem der Direktor des Leibniz-Instituts für Länderkunde (Leipzig) angehört.[2] Die Institution erfreut sich staatlicher Finanzierung und veröffentlicht maßgebliche Regularien für politisch-geographische Zwecke. Die deutschen Ordnungswissenschaftler, angebliche Geographen, sind wiederholt mit Arbeiten hervorgetreten, die hoheitliche Rechte fremder Staaten berühren. In den Darbietungen des Instituts ist unter anderem von "Lebensraum" die Rede.[3]
Kompakt
Die "Großgliederung Europas" sei "ohne national-politische Absichten" [4] verfasst worden, heißt es über die überstaatlichen Interessen der Ausarbeitung, die einer staatlichen Behörde zur national-politischen Nutzung vorgelegt wurde. Über mehrere Seiten zeichnet der Entwurf ein germanozentrisches Europa-Bild, in dem Deutsche als Siedler und Kulturstifter auch "außerhalb der heute deutschsprachigen Gebiete"auftreten. In völliger Verkennung des historischen Wandels nationalstaatlicher Identitäten wird behauptet, "Deutsche" hätten "ab dem 11. und 12. Jahrhundert kompakt oder inselhaft in weiten Teilen des heutigen Polen, im Baltikum, in den Sudeten- und Karpatenländern sowie in den slowenischen Gebieten und in Oberitalien" gesiedelt.
Tragend
Mit penibler Systematik werden Territorialteile der europäischen Nachbarnationen dem deutschen Verständnis von "Mitteleuropa" zugeschlagen, so Gebiete "Rumäniens innerhalb des Karpatenbogens", die "Bukowina", ukrainische Bezirke Galiziens, "Transkarpatien", das "Gebiet von Grodno im Nordwesten Weißrusslands", ja selbst "die heutige russische Exklave Kaliningrad". Über die Baltischen Staaten heißt es, sie "gehörten wie Ostpreußen vom 13. bis ins 15. Jahrhundert zum Deutschen Orden". Die antislawische Ausrottungsfeldzüge des "Deutschen Ordens" werden einer Erwähnung nicht für wert befunden. Stattdessen ist in dem "Mitteleuropa"-Text für das Auswärtige Amt von kulturellen Verdiensten der Deutsch-Balten die Rede, die "eine tragende gesellschaftliche Rolle spielte(n)".
Provokation
Deutsche dominieren die "Mitteleuropa"-Fiktion auch im Westen: so in "Nordschleswig" (Dänemark) und Luxemburg. Belgien wird um seine "deutschen Gebiete" erleichtert, Frankreich um das Elsass und Lothringen. Die "Region" (Alsace und Lorraine) sei "heute stark französisch geprägt", heißt es über das französische Staatsterritorium, dessen Prägemasse einer "authochthonen Bevölkerung" angehören soll - gemeint sind angebliche Quasi-Deutsche alemannischer Sprache. "Immerhin", so die stolze Erklärung, "gehörte" die Region (Alsace und Lorraine) "zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation und war von 1871 bis 1918 Teil des Deutschen Reichs, ganz abgesehen von der Kriegssituation im Zweiten Weltkrieg." Dass die kriegerische Aggression und die Aneignung der Nachbargebiete durch deutsche Truppen niemals eine "kulturräumliche" Eingemeindung rechtfertigen kann, sondern im Gegenteil verbietet, erneute Ansprüche zu stellen, wird von den Autoren ignoriert. Insbesondere wegen des Bezugs auf die NS-Okkupation des Elsass und Lothringens handelt es sich um eine bisher nur von Rechtsextremisten und ausgewiesenen Revisionisten bekannte Provokation, die umso schwerer wiegt, da das Auswärtige Amt als Auftraggeber firmiert.
Mittelalterlich
Ausdrücklich wird festgestellt, dass die "Großraumgliederung" "für politische und administrative Zwecke" deutscher Behörden gedacht ist. Damit steht das revisionistische Regelwerk in der Nachfolge ähnlicher deutscher Versuche, hegemoniale Ansprüche auf eine Vormachtstellung in Europa mit mittelalterlichen Hervorbringungen germanischen Wesens zu begründen. Einen Höhepunkt erreichten diese Versuche, denen sich die Elite deutscher Geographen stets bereitwillig zur Verfügung stellte, in der NS-Zeit. Wie Untersuchungen belegen [5], kam es dabei zur direkten Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt und anderen Stellen des Htiler-Regimes. Die Kartenwerke wurden unter anderem bei den Planungen für den Überfall auf Polen benutzt und halfen anschließend bei Ausrottungsaktionen gegen die polnische Bevölkerung.[6] Auch über die Opfer der NS-Okkupation Polens, das als Sklavenreservoir für ein teutonisches "Mitteleuropa" vorgesehen war, gehen die neuen "Mitteleuropa"-Kartierungen hinweg.
Hintergründe
Dass "Mitteleuropa" zu einem "Synonym für 'völkisch'-eugenetische 'Lebensraum'-Vorstellungen und wirtschaftliche Ausbeutung" [7] wurde, scheint den heutigen Planern für das Auswärtige Amt unbekannt oder - was schlimmer wäre - muss verleugnet werden. So finden sich zur "Historische(n) Entwicklung des Mitteleuropabegriffs" [8] Ausführungen, die im Jahr 1916 abbrechen und mit Betrachtungen über die Zeit nach 1945 wieder aufgenommen werden. Die Ausblendung der nationalsozialistischen Europa-Diktatur unter dem Signum von "Mitteleuropa" erspart es den Urhebern, auf die wirtschaftlichen und militärischen Hintergründe der in Deutschland erneut aufkommenden "Mitteleuropa"-Fiktion hinzuweisen.
Imperium
Wie internationale Standardwerke lapidar feststellen, steht das deutsche "Mitteleuropa"-Programm seit über hundert Jahren für eine ökonomische Herrschaftsweise, "bei der die nördlichen, südlichen und westlichen Ränder des Kontinents um das Schwerkraftzentrum kreisen" sollen [9] - um Deutschland mit seinen angegliederten Satelliten in Ost- und Südosteuropa. Übereinstimmend heißt es, Ziel der "Mitteleuropa"-Projektionen sei die Schaffung eines "informellen europäischen Imperiums" ohne Zollgrenzen, so dass der deutschen Industrie ein maximales Absatz- und Ressourcengebiet zur Verfügung steht. Angesichts dieser Inhalte nimmt die Neuauflage der "Mitteleuropa"-Entwürfe im Auswärtigen Amt nicht wunder - und kommt rechtzeitig zur Präsidentschaft des vereinigten Deutschland über den Rest der EU.
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/56679?PHPSESSID=il5ur5mtmtcim2slibiq384oe3 Weitere Kartenausrisse finden Sie hier.
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/56678?PHPSESSID=mb87f5qe322ibmh9afunril336
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
Durchaus interessant
die hier gezeigt mitteleuropakarte zeigt eine klare revision dieser europasicht: was mitteleuropa und zentrum deutschen einflusses sein soll, das hat sich wieder nach osten verlagert. die russen wird's freuen, wenn deutschland sich wieder als hegemon im baltikum, über die ukraine und in alt-jugoslawien betracht.
nun aber zu den mankos des artikels: german foreign policy neigt leider gern zu recht forscher interpretation und zur skandalisierung. hier wird zwar klar, dass sich deutschland wieder dem osten zuwendet und alte herrschaftsansprüche auf elsass-lothringen endgültig begraben hat (seit 50 jahren übrigens schon), über die konkreten hintergründe dieses textes erfährt man aber recht wenig. schön wäre zum beispiel, den text das auswärtigen amtes im o-ton vorliegen zu haben, statt nur satzfragmente zitiert zu bekommen. wenn es also entsprechende links gibt: bitte posten.
schöne grüße
d.k.a.
Nachtrag
das auswärtige amt scheint immer noch die völkische tradition zu pflegen, wonach deutscher oder deutsch beeinflusster raum dort zu finden sei, wo sich historisch irgendwann mal deutscher einfluss befunden hat, wo "blutsdeutsche" leben oder wo die deutsche sprache gesprochen wird oder wurde.
während z.b. die amis also politik nach interesse und möglichkeit betreiben, bauen sich die deutschen erst rein ideologisch (also nicht: faktenbasiert) einen eingeblideten "kulturraum" zusammen, den sie dann (macht-)politisch füllen wollen. das ist die alte völkische scheiße, die schon in wk I die deutschen pläne geleitet hat. hermann gremliza hat dazu mal sinngemäß gesagt, die außenpolitik der berliner republik sei die fortsetzung der deutschen weltkriege mit anderen mitteln.
treffend, finde ich. frohes fest!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Skandal! — ra0105
ihr spinnt! — ihr spinnt!
wat nen scheiss — (muss ausgefüllt werden)
Laizismus jetzt — unionsbuerger.de