Nazis halten nationalen Liederabend in Murnau

Antifa Murnau 18.12.2006 20:29 Themen: Antifa
Murnau: Bei einem Treffen von rund 80 Rechtsextremisten in Murnau (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) hat die Polizei am Samstag sechs Personen vorläufig festgenommen.
Der 26 Jahre alte Betreiber Matthias Polt, der auch Betreiber des Internethandels "Sturmversand 24" ist, hatte den Angaben zufolge zu einem «Sonderverkauf von rechtsextremen Devotionalien und einem anschließenden Liederabend» in seinem Laden an der Burggraben 62 in Murnau eingeladen. Laut Internetseite des Betreibers heißt es, daß "bei jeder Bestellung ein Teil der Einnahmen für die JN Bayern , JN Oberland und das Forum NIB gespendet werden soll". Hiermit solle eine "Politische und Nationale Bewegung unterstüzt werden".

Bei Kontrollen der Zufahrtsstraßen nach Murnau sind laut Polizeiangaben sechs Mitglieder des rechten Spektrums im Alter von 18 bis 26 Jahren in Gewahrsam genommen worden. Gegen sie wurde Anzeige unter anderem wegen Volksverhetzung und Verstößen gegen das Waffengesetz erstattet. Zugleich erteilte die Polizei einer Gruppe von 16 Personen aus der linken Szene am Abend einen Platzverweis für den Bereich des Geschäftes, um laut Polizei "einen mögliche Konfrontation zu vermeiden". Es wurden schon im vorhinein Kontrollen durchgeführt, die Personen seien namentlich erfasst worden - "Wir wollen wissen, wer hier verkehrt", so ein Sprecher seitens der Polizei. Diese hatte in Murnau ein Grüppchen Neonazis 3 Std. lang aufgehalten und kontrolliert. Von einer "gelungende Familienfeier beim Sturmversand im Stil einer weißen Weihnacht" sprechen einzelne Teilnehmer in einschlägigen rechten Foren, beispielsweise auf "Widerstand Süd".

Die Feier und der sogenannte "Ladenschlussverkauf" konnten allerdings ohne weitere Störung stattfinden. Ein sogenannter "nationaler Liedermacher Peter" von der ehemaligen Zweier-Besetzung Frei & Stolz aus Wilhelmshaven, die mit Liedern wie "Wir der nationale Widerstand" bereits einen Tonträger produzierten. Ebenso wohl eine Band namens "Natural born Haters". Die Veranstaltung ging von 11.00 morgens bis ca. 23 Uhr. Zu Gast soll ebenfalls Faschisten aus Südtirol, Österreich und der Schweiz gewesen sein, beschützt von einem "Security Team" heißt es weiterhin auf der Internetseite. Mit einem Infotisch protestierte das „Bündnis gegen Rechts“ in der Murnauer Fußgängerzone.

Als Antwort auf dauernde Naziaktivitäten zeigt das "Werdenfelser Buendnis" mit dem "Bündnis gegen Rechts" seit Mo. den 04. Dezember bis einschließlich Fr. den 22. Dezember 2006 die Ausstellung “Rechtsradikalismus in Bayern” der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Aula des Staffelsee-Gymnasiums, werktags, jeweils 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr

In Vorbereitung dazu erfolgte eine Aktion von Murnauer Schülern, deren Ergebnis ebenfalls ausgestellt wird. Das Werdenfelser Bündnis stellt sich vor und informiert über Aktivitäten der Nazi-Szene in Murnau.
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Ergänzungen

rechtsrock-konzert und antifademo

lp 19.12.2006 - 13:07
rechtes Konzert am Samstag in Lippstadt, wenn auch etwas subtiler:
Kältetod und Bloodrevenge im zum Hubertus.
Dagegen wird am 23. um 19 Uhr am Bahnhof eine antifaschistische Demo starten,
weitere Infos:
 http://www.junge-linke.tk

Mehr fremdenfeindliche Vorfälle in München

Indynews 19.12.2006 - 15:06
Aus dem Polizeibericht am Wochenende:

2196. Schlägerei auf dem Gelände der Kultfabrik
Am Samstag, den 16.12.2006, kam es auf dem Gelände der „Kultfabrik“ gegen 01.30 Uhr zu einer Begegnung von zwei 22- und 23-jährigen Bundeswehrangehörigen und einem 19-jährigen Kubaner. Nach ersten Feststellungen beleidigten die Bundeswehrangehörigen den Kubaner mit verbalen Attacken. Als der Beleidigte die beiden dann zur Rede stellen wollte, versuchten diese, ihn mit Händen und Füßen zu schlagen bzw. zu treten. Er konnte den Angriffen ausweichen und schubste die Männer weg. Dabei stürzte einer der beiden Bundeswehrangehörigen und schlug mit dem Hinterkopf am Boden auf. Er erlitt dabei eine Kopfplatzwunde. Der 19-Jährige blieb unverletzt. Gegen die beiden Bundeswehrangehörigen wurde Anzeige wegen Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Sie waren zur Tatzeit erheblich alkoholisiert. Nach Blutentnahme und erkennungsdienstlicher Behandlung wurden sie in die Haftanstalt der Münchner Polizei eingeliefert. Das Dezernat für Staatsschutz ermittelt.

2197. Polizei stellt rechtsextreme Party ein
Am Sonntag, den 17.12.2006, gegen 09.15 Uhr, teilten Anwohner eines Anwesens in der Herzogstraße mit, dass in einer Erdgeschosswohnung eine „überlaute Party im Gange“ sei. Die eingesetzte Polizeistreife stellte fest, dass die Terrassentür der Erdgeschosswohnung gekippt und die Jalousie geschlossen war. Es wurden die Ausrufe „Scheiss Juden“, „Hitler“ und „Deutsche Erde, Deutsches Blut“ vernommen. In der Wohnung konnten sieben Personen angetroffen werden. Bei ihnen handelt es sich um deutsche Männer im Alter von 22 bis 29 Jahren.

Gegen sie wurde Anzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung und Beleidigung erstattet. Gegen einen 22-jährigen Münchner wurde des weiteren Anzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte erstellt, da er den Anweisungen der Polizei keine Folge leistete und deren Amtshandlungen in aggressiver Weise wiederholt störte. Die Ermittlungen hat das Fachkommissariat übernommen.

Siehe auch:  http://www.indynews.net/inn/news/aktuell/article/2286/1013/cc381d9353/

Hier noch ein paar Bilder

Antifa 19.12.2006 - 20:38
Hier noch ein paar Bilder von dem braunen dreck in Murnau gefunden auf der seite www.ag-wixxxx.xxx

nochn bild

.. 20.12.2006 - 15:04
noch ein bild

Die nächsten Nazimistverkaufstage

Antifa 21.12.2006 - 00:01
Die nächsten Nazimistverkaufstage sind schon geplant in Bayern !

Am 20.1.07 findet von Asathor-Versand ein Sonderverkauf statt. Die geben auf alle Artikel einen Rabatt von 10 % und dazu gibt es noch tolle sachen zu gewinnen. Der Veranstaltungsort steht noch nicht fest aber wird auf der Rufnummer 0160-6274440 demnächst bekannt gegeben.

Bei dem Asathor-Versand handelt es sich um den Betreiber : M. Haase

Hier die genauen Daten:

Adresse: Asathor Versand
86497 Horgau
Tel.: 08294 / 306323
Fax: 08294 / 2430


Der Sturmversand kündigt auch schon wieder seinen nächsten Nazimistverkaufstag an. Dieser soll am 3. Februar stattfinden wie auf seiner Seite bekannt gegeben ist.

Nazis in der Schweiz

Hühott 24.12.2006 - 14:48
Neonazis nach Saubannerzug in Grenchen verhaftet

Die Solothurner Polizei hat in Grenchen fünf Rechtsextreme festgenommen. Zuvor hatten die alkoholisierten Männer «ihrer Zerstörungswut freien Lauf gelassen» und auch Leute angegriffen.

Der angerichtete Sachschaden in zwei Lokalen beträgt mehrere tausend Franken, wie die Polizei Kanton Solothurn mitteilte. Ein Gast, der durch einen Fusstritt ins Gesicht verletzt wurde, musste sich in Spitalpflege begeben.

Bei der Festnahme um 0.30 Uhr in der Nacht auf Donnerstag verhielten sich die Männer laut Polizei «äusserst renitent und lautstark». Es handelt sich um einen Deutschen und vier Schweizer zwischen 17 und 35 Jahren. Einer wohnt im Kanton Bern, die andern vier in der Region Grenchen oder Olten.

21.12.06

Neonaziverandmaterial per UPS

http://www.netzwerkit.de 24.12.2006 - 14:50
Verbreitung von Neonazimaterial in UPS Betrieb - Geschäftsleitung von UPS Deutschland sieht keinen Handlungsbedarf

22.12.2006
In der Nürnberger UPS-Niederlassung veröffentlichte ein Supervisor und Betriebsratsvorsitzender ein Schreiben an die Belegschaft, in dem er ausgiebig und zustimmend Neonaziwebsites zitierte und empfahl. Die Geschäftsleitung unternahm nichts gegen diese Ungeheuerlichkeit. Nachdem ein Gesamtbetriebsratsmitglied sich einschaltete und protestierte, weigerte sich der Generalbevollmächtigte von UPS Deutschland sogar ausdrücklich, Maßnahmen gegen diese Verbreitung von Naziagitation in einem UPS Betrieb zu ergreifen. Kürzlich nun teilte das Unternehmen dem Gesamtbetriebsrat „abschließend“ mit, das Thema gelte als erledigt – Maßnahmen gegen eine solche Verwendung von Nazipropaganda bei UPS soll es demnach auch in Zukunft nicht geben.
Unmittelbar vor den Betriebsratswahlen im Frühjahr 2006 hatte sich der Betriebsratsvorsitzende bei UPS Nürnberg, Supervisor Tobias Dede, für ein von ihm im Betrieb herausgegebenes achtseitiges Pamphlet die Inhalte von Neonazi-Websites zu eigen gemacht, auf denen u.a. gewerkschaftlich engagierte UPS-Kollegen, die ihm und dem Management unbequem sind, von den Nazis ins Visier genommen werden und in ein schlechtes Licht gerückt werden sollen. Er hatte sogar die Lektüre der entsprechenden "Anti-Antifa"-Artikel und den Besuch der Naziwebsites der Belegschaft empfohlen. Damit wollte er die Wahlchancen der von den Nazis Attackierten schmälern, die auf der ver.di-Liste gegen Tobias Dedes Liste antraten. Die fraglichen rechtsextremistischen Internetseiten werden von den USA aus vom berüchtigten amerikanischen Neonazi und Hitlerdarsteller Gary Lauck ins Netz gestellt.

Für die Gewerkschaft ver.di war diese Entgleisung Grund, den Betriebsratsvorsitzenden im September 2006 als Mitglied auszuschließen. Der ver.di Gewerkschaftssekretär Harry Roggow zeigte sich über den Ausschluss erleichtert: "Wer sich Nazi-Argumente zueigen macht und andere Menschen damit diffamiert, hat in unserer Gewerkschaft nichts verloren.", so Roggow. Allerdings erwartete er in einer Stellungnahme auch, „dass UPS gegen seinen Mitarbeiter, der im übrigen mit Führungsaufgaben betraut ist, Sanktionen ergreift oder zumindest sich von ihm distanziert.“

Dies geschah nicht. Weder die direkten Vorgesetzten Tobias Dedes noch die Unternehmensleitung wurden tätig, obwohl der Fall mittlerweile bundesweites und sogar internationales Medienecho entfacht hatte. Auch als das Gesamtbetriebsratsmitglied Murat Sahin sich auf eine Beschwerde eines betroffenen Nürnberger Kollegen hin an die Geschäftsleitung wandte, um auf die skandalöse Entwicklung bei UPS Nürnberg und den der Firma drohenden Imageschaden aufmerksam zu machen, geschah zunächst nichts. Erst als Sahin neben der deutschen auch die europäische und amerikanische Firmenleitung anschrieb, erhielt er eine Antwort, und zwar vom Generalbevollmächtigten von UPS Deutschland, Jörns Reineke. Zu den von Sahin erhobenen Vorwürfen, der Nürnberger Betriebsratsvorsitzende habe die Grenzen des Tragbaren weit überschritten, der Firma geschadet und die von ihm diffamierten Kollegen gefährdet, verweist der Chef von UPS Deutschland in seinem Schreiben lediglich auf die „generelle Ausrichtung unseres Unternehmens weltweit.“ UPS, so Reineke, „ist ein Wirtschaftsunternehmen, das keinerlei religiöse, ideologische oder weltanschauliche Ziele verfolgt oder fördert“. Nach Sahins Ansicht wäre es die Aufgabe des Managements und der Geschäftsleitung, das Verbreiten und Bewerben von Neonaziartikeln in UPS Betrieben zu verhindern, um so mehr, wenn damit UPS Mitarbeitern geschadet werden soll, die von Neonazis ins Visier genommen wurden. Jörns Reineke vertritt in seinem Schreiben dagegen die Auffassung, ein Einschreiten in diesem Fall sei eine unerlaubte „Einflußnahme auf die Meinungsäußerungen“ eines Betriebsratsmitgliedes. Eine solche „Einflußnahme“ werde auch zukünftig nicht stattfinden.



Für Jörns Reineke kein Grund zu handeln: Neonazi Gary Lauck "informiert" die UPS-Belegschaft

In dieselbe Kerbe wie sein Chef schlägt der Labor-Manager von UPS Deutschland, Volker Mals, in einer Ansprache vor dem Gesamtbetriebsrat im Oktober 2006. Auch er geht mit keinem Wort auf die von Murat Sahin und der Gewerkschaft vorgezeichnete Ansicht ein, dass das Verbreiten von Neonazi-Agitation im Kampf gegen engagierte Gewerkschafter nicht akzeptabel ist und auch von UPS nicht hingenommen werden sollte. Stattdessen stellt er klar, dass die UPS Geschäftsleitung sich nicht „einmischen, geschweige denn disziplinarische Maßnahmen ergreifen“ wolle und könne, da es UPS als Arbeitgeber untersagt sei, „in Betriebsratswahlen einzugreifen oder Betriebsräte in ihrer Arbeit zu behindern bzw. ihnen Vorschriften zu machen.“

Dass die Geschäftsleitung sich darauf zurückzieht, schon deshalb nichts unternehmen zu können, weil Dedes Pamphlet im Vorfeld von Betriebsratswahlen erschienen ist, klingt für viele UPS Mitarbeiter wie der reine Hohn. Zum einen, weil natürlich auch während Betriebsratswahlkämpfen nicht alles erlaubt ist, vor allem aber, da UPS als Unternehmen gilt, das systematisch Betriebsratswahlen manipuliert. Gegen die Äußerung entsprechender Einschätzungen hat UPS bereits durch alle Instanzen geklagt – erfolglos.

Entsetzt über die Antwort der UPS Führung zeigen sich auch Nürnberger Mitarbeiter. Einer der von Dedes Veröffentlichung betroffenen erklärt: „Bei der Nürnberger „Anti-Antifa“ handelt es sich um militante Neonazis, die Propaganda für Rechtsextremisten über vermeintliche oder wirkliche politische Gegner veröffentlichen. Solchen Veröffentlichungen sind auch schon Angriffe auf die als Antifaschisten „geouteten“ Personen gefolgt. Dede wußte das, hat aber nichts getan um uns zu warnen, sondern lieber auf die Betriebsratswahlen gewartet und dann in seiner Veröffentlichung noch einen weiteren Kollegen als Antifaschisten genannt, von dem die Nazis noch gar nichts wußten. Dass die Geschäftsleitung es für eine normale Meinungsäußerung eines Betriebsrats hält, wenn er sich systematisch die Behauptungen dieser Nazis aneignet, sie im Betrieb bewirbt und zustimmend zitiert, das ist einfach dreist. Das dann noch als Betriebsratsarbeit hinzustellen, die nicht behindert werden darf, ist auch ein starkes Stück. Die Geschäftsleitung macht sich dadurch zur Komplizin. In Wahrheit macht UPS die Äußerungen von Betriebsräten oder anderen Kolleginnen und Kollegen immer wieder zum Gegenstand von Abmahnungen, Kündigungen oder Arbeitsgerichtsverfahren. Der Unterschied ist wohl: Verfolgt werden Mitarbeiter, die sich mit der Gewerkschaft für die Belegschaft engagieren und nicht solche, die Nazimüll in das Unternehmen tragen.“

Diese Entwicklung in einem Unternehmen, das in Deutschland ca. 15000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, ist durchaus ernst zu nehmen. Es steht zu befürchten, dass im Kampf gegen gewerkschaftliches Engagement und unbeeinflußte betriebliche Mitbestimmung mittlerweile jedes Mittel recht ist – sogar die Verwendung brauner Hilfstruppen.

Weiterführende Informationen zum Fall:

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 12 Kommentare

Pleite für NPD-Mitarbeiter Peter Naumann

King Kool 18.12.2006 - 21:26
Attacke auf den NPD-Mitarbeiter Peter Naumann im Restaurant „Maximus“ auf der Maxstraße in Dresden letzte Woche. Angeblich sollen fünf Vermummte Naumann gewalttätig angegangen sein, wobei er u. a. mit Reizgas besprüht sein soll. Als Naumann das Lokal erneut besuchen wollte, wurde er, also das Opfer des Überfalls, zum Verlassen des Hauses aufgefordert, sonst müsse man "wo anrufen"



Berlin: Erneuter Nazi Übergriff

Holoman 18.12.2006 - 21:32
Zivilcourage – Paar verhindert Nazi-Überfall in S-Bahn

Zwei Treptower haben am Sonntagmorgen einen Angriff von rechtsgerichteten Männern gegen zwei Ausländer verhindert. Ein 26-jähriger Mann wurde dabei leicht verletzt.

Berlin – Ein mutiges Paar hat am Sonntagmorgen Zivilcourage in der S-Bahn bewiesen. Am Bahnhof Ostkreuz pöbelten zehn Männer kurz nach 4 Uhr zwei Schwarze an, die in den Zug stiegen. Sie wurden rassistisch beleidigt; nahezu alle hätten nach Polizei-Angaben ein volksverhetzendes Lied gesungen. Daraufhin meldete sich das Paar energisch zu Wort: Der 26-Jährige verbat sich das Verhalten, woraufhin ein 20-jähriger ihn und die Frau beleidigten.

Zeugen sowie einer der Männer konnten den einschlägig durch Staatsschutzdelikte in Erscheinung getretenen Angreifer beruhigen. Am S-Bahnhof Treptower Park stiegen das Paar, aber auch die Männer aus. Dabei stießen gleich drei den 26-Jährigen zu Boden und beleidigten ihn. Der 20-Jährige trat gegen seinen Kopf. Ein Komplize versuchte, auf den am Boden Liegenden einzuschlagen, jedoch konnte dieser die Schläge abwehren.

Weitere Tätlichkeiten wurden von der 31-Jährigen, weiteren Zeugen und Begleitern des Angreifers verhindert. Die alarmierten Polizisten konnten den 20-Jährigen schnell festnehmen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen wegen Volksverhetzung, gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung aufgenommen. Der 26-Jährige wurde leicht verletz - er trug eine Beule mit Abschürfungen am Kopf davon.






Autonome Antifa Teltow-Fläming:

AATF 18.12.2006 - 21:33
Zeugen gesucht

18.12.2006
In der Nacht zum Sonntag am 16.12.06 gab es zum wiederholten Male im brandenburgischen Blankenfelde (nördliches Teltow-Fläming) eine politisch motivierte Attacke von Rechtsextremisten auf Andersdenkende. Zuvor hielt sich die Tätergruppe am Bahnhof Mahlow auf und bedrohte Passanten.

Am Abend des 16.12. sammelte sich eine Gruppe von ca. 8-10 größtenteils männlichen Rechtsextremisten, die hauptsächlich schwarz gekleidet waren am S-Bahnhof Mahlow. Diese ließen sich eine Weile dort nieder, betranken sich und bedrohten Menschen, die nicht in ihr Weltbild passten. Jugendliche, die diese als „Links“ identifiziert haben wollen, wurden von den Rechten zusätzlich, um schwarze Listen von politischen Feinden anzulegen, abfotografiert. Natürlich ließen sie es sich nicht nehmen, Bahnhof samt Umfeld mit rechtsextremer Propaganda zu bekleben.

Kurz nach Mitternacht fuhren die Nazis, aus noch ungeklärten Gründen eine Station weiter zum S-Bahnhof Blankenfelde. Dort angekommen erblickten die Rechten am Bahnsteig eine ebenfalls anwesende 3-köpfige Gruppe Punks. Sofort begannen die sie damit die linken Jugendlichen zu bedrohen und anzupöbeln. Nach einem kurzen Versuch dieser zu fliehen, wurde jedoch ein Punk von einem der mittlerweile vermummten Nazis unvermittelt angegriffen, mit Faustschlägen malträtiert und mehrmals gegen den Kopf getreten. Danach ließ er von seinem Opfer ab, begab sich zurück zu seiner Gruppe und entkam mit dieser.

Wir, die Autonome Antifa Teltow-Fläming, rufen mögliche Zeugen dazu auf, sich mit etwaigen Hinweisen bei uns, der Opferperspektive oder der Polizei zu melden und somit den Tätern ein wiederholen solcher Straftaten zu erschweren. Wenn sie Zeuge von Angriffen/Übergriffen/Pöbeleien oder ähnlichem werden, scheuen sie nicht einzugreifen und zu helfen, sowie wenn nötig, die Polizei zu verständigen. Zeigen sie Zivilcourage.

Kontakt:
Antifa Teltow-Fläming:  aateltowflaeming@fastmail.fm
Opferperspektive e.V.:  info@opferperspektive.de
Polizei Brandenburg/Schutzbereich Teltow-Fläming: (03371) 600-0
Polizeiwache Zossen: (03377) 310-0

pleite??

früher bayern - jetzt berlin 18.12.2006 - 22:02
komm ursprünglich aus der nähe von murnau und hab auch noch kontakte dahin: danach soll am samstag gegen-aktivitätsmäßig allerdings so gut wie gar nix gelaufen sein. ein geplantes "rock gegen rechts" konzert fiel aus, weil in der veranschlagten halle schon eine andere veranstaltung stattfand, gegendemo war überhaupt keine. schade eigentlich, zumal das in murnau ja nicht das erste mal war. und jetzt hier die bullen abzufeiern weil sie ein paar nazis kontrolliert haben, find ich auch etwas fragwürdig.

Deutsche Nazis fremdeln

Stern 18.12.2006 - 23:51
In Teheran findet eine Konferenz zum Holocaust statt, die auch von deutschen Nazis besucht wird

"Sechs, vier oder drei Millionen. Gaskammern oder keine Gaskammern das ist doch nicht so wichtig": In Teheran treffen sich auf dem schicken Campus eines anerkannten Instituts internationale Holocaust-Leugner. Die angereisten deutschen Nazis scheinen sich allerdings nicht so wohl zu fühlen.

Der Veranstaltungsort ist mit Bedacht gewählt. Die Organisatoren im iranischen Außenministerium, die für heute und morgen zur Konferenz "Neubeurteilung des Holocaust Globale Perspektiven" nach Teheran eingeladen haben, hätten eines der gesichtslosen Kongresszentren der iranischen Hauptstadt buchen können. Stattdessen stellen sie für die Veranstaltung eines der renommiertesten Foren zur Verfügung, das die islamische Republik zu bieten hat: Das "Institut für Politische und Internationale Studien" (IPIS) ist die außenpolitische Denkfabrik Islamischen Republik und genießt auch im Westen einen guten Ruf. Hier forschen Politologen und Ex-Diplomaten - viele mit besten Kontakten in den Westen.

Manchem von ihnen ist nicht wohl bei dem Gedanken, dass sich ausgerechnet auf ihrem schicken Campus im Teheraner Norden und noch dazu am "Tag der Menschenrechte" die Clique der internationalen Holocaust-Leugner und Nazi-Revisionisten ein Stelldichein gibt. "Das Institut hat sich diese Veranstaltung nicht ausgesucht", sagt ein IPIS-Forscher hinter vorgehaltener Hand. "Sie wissen doch. Hier ist alles so politisiert."

Die Konferenz der Geschichtsklitterer hat höchsten Segen im Mullah-Staat: Vom notorischen Israel-Hasser Mahmud Ahmadinedschad, der seit seinem Amtsantritt vor eineinhalb Jahren nicht müde wird zu provozieren: "Der Holocaust ist ein Märchen." Und: "Israel muss von der Landkarte verschwinden." Ahmadinedschad hat keinen guten Ruf mehr zu verlieren das IPIS schon.

"Welt ohne Zionismus"

Doch in diesen Tagen führen unter den Kronleuchtern im Tagungsräumen nicht Diplomaten das Wort, sondern Männer wie Mohammed-Ali Ramin. Der 53-Jährige mit rotblondem Vollbart und penibel gefeilten Fingernägeln trägt gern Anzüge mit Stehkragen, die ihn aussehen lassen wie einen protestantischen Landpfarrer vor 200 Jahren. Heute ist Ramins großer Tag. Der Tag, auf den er mehr als ein Jahr hingearbeitet hat, seit Präsident Ahmadinedschad im Dezember 2005 auf einer anderen Konferenz mit dem Titel "Eine Welt ohne Zionismus" erstmals den Holocaust vor großem Publikum leugnete in einer Rede, die, wie in Teheran gemunkelt wird, aus Ramins Feder stammte.

Bestätigen will Ramin das nicht. Aber zu Sinn und Zweck der Holocaust-Konferenz gibt er gerne Auskunft: "Die Folgen des Holocaust betreffen uns Muslime. Sonst hätten wir gesagt: Das geht uns nichts an. Aber sehen Sie: Palästina ist besetzt und als Grund dafür wird immer der Holocaust angegeben. Deshalb hat Präsident Ahmadinedschad ihn als Märchen bezeichnet. Er will den Westen nicht provozieren, sondern klarstellen, dass die Kolonialzeit vorbei ist."


Und damit ist auch schon ziemlich klar, worum es den Veranstaltern dieser Konferenz eigentlich geht: Darum, das Existenzrecht Israels zu in Frage zu stellen und das mit Hilfe haarsträubender Verschwörungstheorien. Ramin etwa hat einen Vortrag mit dem Titel "Die Notwendigkeit der Behandlung des Holocaust in der internationalen Arena zur Sicherheit des jüdischen Volkes" vorbereitet. Darin vertritt er die wirre These, der Westen schüre den Konflikt zwischen Israel und der islamischen Welt. Eines Tages würde so ein endzeitlicher Kampf zwischen Muslimen und Juden unvermeidlich, den aber könnten die zahlenmäßig unterlegenen Juden nur verlieren. "Dann haben die Europäer das erreicht, was selbst die Nazis nicht geschafft haben: Den Untergang der Juden. Sie sehen: Das Existenzrecht Israels gefährdet das Überleben des jüdischen Volkes." Und dann behauptet Ramin: "Ich habe Angst um das Schicksal des jüdischen Volkes."

Die hat auch Moshe Friedman. Der Oberrabbiner der Orthodoxen Jüdischen Kultusgemeinde Wien ist überzeugt: "Der Staat Israel wird untergehen, vielleicht schon sehr bald." Zusammen mit einer Handvoll andere Ultra-Orthodoxer ist er zur Holocaust-Konferenz nach Teheran gereist. Sie alle sind überzeugt: Gott hat die Juden auf ewig zum Leben in der Diaspora bestimmt. Die Gründung des Staates Israel sei ein Ausdruck des Hochmuts gegen Gott gewesen. Sein Existenzrecht sei weder historisch noch religiös zu rechtfertigen.

Holocaust leugnen ist "nicht so Super-Idee"
Solche Reden hören Nazis und Islamisten gern. Und Juden mit Schläfenlocken, Hüten und schwarzen Gehröcken, die so reden, sind natürlich ein besonderer Clou. Die angereisten iranischen und arabischen Fernsehteams werden nicht müde, Rabbi Friedmann und seine Freunde zu interviewen. Die spielen gerne mit. Und finden auch nichts dabei, auf dem Podium zwischen dem berüchtigten französischen Holocaust-Leugner Robert Faurisson und dem iranischen Gründervater der Hisbollah, Ali Mohtashemipour, Platz zu nehmen. Den Holocaust zu leugnen, das ist für Moshe Friedman zwar "nicht so eine Super-Idee". Aber er nickt, wenn neben ihm der US-Rabbi Moshe Weiss sagt: "Sechs, vier oder drei Millionen. Gaskammern oder keine Gaskammern das ist doch nicht so wichtig."


Mehr zum Thema

Konferenz in Teheran: Holocaust-Leugner unter sichIran: Holocaust-Karikaturen prämiertNahost-Strategie: Blair bietet Iran Partnerschaft anDass den Ahmadinedschad und den Seinen Geschichtsfälscher aus Deutschland Österreich und Frankreich und sogar aus so Australien oder Mexiko mit wirren Thesen zur Seite springen das ist auch das Verdienst Mohammed-Ali Ramins. Seit Jahren hält er vom Iran aus den Kontakt zur internationalen Holocaust-Leugner-Szene. Da ist es nützlich, dass er fast akzentfrei Deutsch spricht. 17 Jahre, von 1978 bis 1994, hat Ramin in Deutschland gelebt. In Clausthal-Zellerfeld erwarb er einen Abschluss in Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Seit 2003 hat Ramin Einreiseverbot in Deutschland. Mit seinen Nazifreunden hält er seitdem nur noch telefonisch Kontakt außer, sie kommen ihn in Teheran besuchen.

In seinem Büro in der Teheraner Innenstadt klingelte während eines Interviews Wochen vor der Holocaust-Konferenz dreimal das Telefon. Die Anrufer sprachen Deutsch. Wenn Ramin den Hörer wieder auf die Gabel legte, lächelte er selbstzufrieden: "Sie wüssten wohl gern, wer da dran war. Das kann ich ihnen aber leider nicht sagen. Sonst geht es ihnen wie meinem Freund Horst Mahler." Dem notorischen Neonazi aus Brandenburg wurde schon Monate vor der Konferenz der Pass entzogen, damit er nicht nach Teheran reisen konnte. Den NPD-Mann Günter Deckert hinderte die Polizei noch am Sonntag kurz vor Abflug seiner Maschine nach Teheran an der Ausreise.

Handvoll Nazis aus Deutschland

So ist aus Deutschland nur eine Handvoll alter und jüngerer Nazis zur Holocaust-Konferenz nach Teheran gekommen und es wirkt, als ob sie trotz all der Gleichgesinnten ein wenig fremdelten. Im Vortragssaal werfen sie argwöhnische Blicke in Richtung der vielen Kameras und Journalisten. Während die Juden ein Interview nach dem anderen geben, will von ihnen kaum jemand etwas wissen.

Auf die lange Liste der Referenten hat sich keiner von ihnen setzen lassen aus Angst vor den Konsequenzen, die ein Auftritt in Deutschland haben könnte. "Ich bin Arzt und ich will weiter arbeiten, wenn ich wieder in der Heimat bin," sagt kleinlaut ein kahl rasierter Hüne. Die Aufschrift auf seiner Krawattennadel - "Deutschland uns wird es immer geben" lässt sich kaum entziffern.

Statement für die ARD
Dann kommt der Nazi doch noch ins Fernsehen die ARD braucht ein Statement für die Tagesschau. Der Hüne freut sich sichtlich über die Aufmerksamkeit. Doch auf die Frage, zu welcher politischen Gruppe er gehöre, mag er keine Auskunft geben. "Geben Sie doch meinen Namen bei Google ein da werden Sie schon was finden," sagt er und verschwindet Richtung Lunch-Buffet.

Dort hat sich wie bei einer Therapiestunde ein Grüppchen deutschsprachiger Konferenzbesucher im Stuhlkreis um Mohammed-Ali Ramin gesetzt. Der genießt die Aufmerksamkeit und doziert. "Ich bin bereit mich zu opfern, jederzeit. Aber nicht, unter dem Joch der Amerikaner und Zionisten zu leben." Die Deutschen hören artig zu und nicken mit den Köpfen. Einer sagt: "So wie Sie redet in Deutschland schon lange keiner mehr."

Später setzt sich ein Journalist zu der Runde. Sein Interview mit Ramin gerät zum Streitgespräch. Ramin wirft den Medien im Umgang mit dem Holocaust Heuchelei vor. Der Journalist verwahrt dagegen. Da werden die deutschen Zuhörer laut. Doch Ramin winkt ab. "Schon gut. Das darf er. Sehen Sie: Das ist die Freiheit in der Islamischen Republik: Hier darf man auch sagen, dass der Holocaust stattgefunden hat."

Frage an Autor

S & D 19.12.2006 - 10:09
Gibt es die Bilder auch unverfälscht? Oder mehr Bilder? Mich interessiert vor allem der Glatzkopf mit der Brille auf dem vorletzten Bild (der zweite von rechts der in die Kamera schaut).

Leider keine unverfälschten Bilder...

Antifa Murnau 19.12.2006 - 14:53
...da diese von der Naziseite runterkopiert wurden

Wissenschaftsskandal aufgedeckt

Karsten 20.12.2006 - 13:42
Wissenschaftsskandal aufgedeckt


Ist die Erde wirklich rund? Ja sie ist es , sie ist sogar eine Kugel, oder besser gesagt eine Gugel. Sie ist nämlich in der Mitte hohl. Dies fand man allerdings nicht durch Borungen
Heraus, nein jeder kann es sehen. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit wird’s besonders deutlich.
Schaut man sich den Sternenhimmel an, so sieht man wie die Sternlein funkeln. Die größten von ihnen liegen knapp über unsrem Horizont, sie verlieren um ca. 21:30 ihre hauptsächliche Leuchtkraft. Immer dann, wenn beim Weihnachtsmarkt die Lichter ausgehen.
Schaut man sich eine Satelietenaufname der Welt an, die bei Nacht aufgenommen wurde,
sieht man, dass die leuchtenden Städte identisch mit den Sternen am Himmelszelt sind.
So ist nun auch unser Standpunkt leicht zu deuten. Schaut man geradewegs in den Himmel
sieht man die gegenüberliegende Seite.
www.astrofoto.de/german/highlite/erde.htm
ich bin nie bei der Sache

ich hab auch mitgesungen

Klaudia 20.12.2006 - 13:54

wenn ich unter der Dusche steh sing ich am schönsten

Domaininhaber vom AG Wiking

.. 20.12.2006 - 14:49
Der Domaininhaber von der Kontaktemail der AG Wiking Wilhelmshaven - Seite heisst:

Domaininhaber: Manuel Wojtczak


Klingt ja nach einem echten arischen Urgestein :-)

Liebe Klaudia

Berlin 20.12.2006 - 17:03
es ist schön zu hören, dass du gerne singst,
aber wenn deine Texte so voll mit Scheiße und Dreck sind,
dann solltst du sie deinem Klo oder in den Lauf einer Waffe singen.

Mit freundlichen Grüßen
ANTIFA

Namen

Anonym 20.12.2006 - 23:50
Gibts auch Namen zu den Faschisten ?