Kopenhagener Polizei provoziert Strassenkampf

einige Linksradikale aus Kopenhagen 17.12.2006 15:52 Themen: Freiräume Repression Soziale Kämpfe Weltweit
Die internationale Solidaritätsdemonstration für das nun illegalisierte, autonome Ungdomshus in Kopenhagen, die gestern spätnachmittags stattfand, artete in schweren Strassenschlachten mit der Polizei aus. Dabei wurden mindestens 300 DemonstrationsteilnehmerInnen verhaftet. Darunter viele ausländische SolidaritätsaktivistInnen. Eine bislang unbekannte Anzahl von DemonstrationsteilnehmerInnen wurden verletzt. Einen Demonstranten wurden von einem explodierenden Feuerwerkskörper einige Finger abgesprengt. Einige Andere wurden von Polizeiautos angefahren. (Nachfolgend ein Demonstrationsbericht von einigen AktivistInnen aus Kopenhagen.)

Eine Chronologie: 16.12.: 15:00h | 18:00h || 17.12.: 2:00h | 9:00h | 13:00h | 17:00h | 20:00h | 21:00h
Mehrere Polizei-Hundertschaften in voller Kampfuniform und zahlreichen gepanzerten Einsatzwagen - sogenannte ”Holländerwagen” - waren rund um das Ungdomshus, den Sammelplatz der Demonstration, in Stellung gegangen. Massive Verstärkung hatte die Polizeiführung zusätzlich aus der Provinz rekrutiert. Der Kopenhagener Stadtteil Nörrebro, in dem das Jugendhaus liegt, glich zu diesem Zeitpunkt einen Heerlager staatlich bewaffneter Organe. Die Stimmung war bereits von Anfang an angespannt und explosiv.

Als die Polizei sich weigerte die Demonstration zuzulassen und die Strasse an beiden Enden mit ihren Bullenwannen dichtmachte, war allen klar, das die Polizei zur Konfrontation provozieren würde. Die Demonstration mit ungefähr 1500 TeilnehmerInnen, bewegte sich schliesslich wenige hundert Meter vorwärts bevor sie gestoppt und von wild brüllenden Bullenhorden unvermittelt physisch angegriffen wurde.

Während die vordersten Reihen der Demonstration von der Polizei eingekesselt wurden , starteten Polizeikräfte gegen den hintersten , weniger gut organisierten Teil der Demonstration, der sich vorwiegend aus sehr jungen TeilnehmerInnen zusammensetzte, eine regelrechte Prügelorgie.. In dem enstehenden panikhaften Szenarium, wurden viele von brüllenden Bullen zu Boden geknüppelt und in die ebenfalls abgeriegelten Seitengassen gejagt. Fliehende DemonstrantInnen wurden bis in die Hauseingänge verfolgt und dort regelrecht zusammengeprügelt.

Nach sporadischer, teilweise heftiger Gegenwehr, zogen sich die Bullen mit zahlreichen verhafteten AktivistInnen endlich zurück. Während sich die angespannte Stimmung zusehends beruhigte, wurden kleinere Barrikaden vor dem Ungdomshus errichtet, Parolen wurden gegen die gelaufene Polizeibrutalität gerufen und Eindrücke ausgetauscht. Einige hundert AktivistInnen gelang es etwas später, die Polizeiabsperrungen zu umgehen und auf die ”Nörrebrogade”, der Hauptverkehrsstrasse des Stadtteils zu gelangen.

Im folgenden wurden zahlreiche Banken und Geschäfte von Weltmarktketten entglast und Bullenautos, die sich zuweit vorwagten angegriffen. Die überrumpelte Polizei zog sich zunächst auf die Brücke die zur inneren Stadt führt zurück, um dort die Demonstration zu stoppen und einzukesseln. Die DemonstrantInnen bogen jedoch einige hundert Meter vor der Brücke in Seitenstrassen ab und bewegten sich in Richtung innere Stadt. Im Verlaufe kleinerer Zusammenstøsse mit Polizeigruppen, fragmentierte sich der Demonstrationszug zusehends in Kleingruppen, die sich im ganzen Kiez bis in die innere Stadt hinein verteilten.

Eine grössere Gruppe von Aktivisten verbarrikadierte sich im Ungdomshuset um eine eventuelle Räumung durch eine "schnelle Kommandoaktion" der Bullen im Vorfeld zu unterbinden. Erst in den späten Abendstunden ebbten die Kleinkonfrontationen ab.

Vorläufige Bilanz

Über 300 verhaftete AktivistInnen und eine unüberschaubare Anzahl von Verletzten. Auch die Polizei hatte laut deren Pressesprecher einige Verletzte auf ihrer Seite.

Die überwiegend konservativ-bürgerlichen dänische Medien vermittelten fast ausschliesslich die Version der Polizeipressestelle und zeigte ausschliesslich Bilder militanter Angriffe von Seiten der AktivistInnen. Das diese durchwegs auf die vorausgehenden Polizeiübergriffe und den Eingriff in die Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit zurückzuführen sind, scherte die meisten JournalistInnen reichlich wenig.

Der aktuelle Stand

Das Ungdomshuset hatte zu dieser Demonstration aufgerufen um der Öffentlichkeit und speziell den verantwortlichen Stadtratpolitiker zu zeigen, dass es KEINE andere Alternative im Spannungsfeld zwischen militanter Verteidigung und der Forderung einer konkreten politischen Initiative für den Erhalt des Ungdomshuset gibt.

Hintergrund der aktuellen Eskalation ist der juristisch veränderte Status des Ungdomshuset . Seit Donnerstag, den 14.Dezember 06, ist das Ungdomshuset durch einen Gerichtsbeschluss von einem legalen, selbstverwalteten Jugendhaus zu einen illegalen, besetzten Haus erklärt worden. Somit wurde es den bewaffneten Staatsorganen überlassen, das Jugendhaus an die christliche Sekte, die es durch einen lächerlichen Preis anonym erworben hatte, zu übergeben.

Breite Unterstützung

Bereits letzten Donnerstag Abend, demonstrierten um die 5000 TeilnehmerInnen in Kopenhagen – von Linksradikalen bis hin zum gewerkschaftlichen Spektrum – für eine politische Lösung. Sie forderten die Politiker des Kopenhagener Stadtparlaments auf, den von ihnen verursachten Konflikt durch einen politischen Eingriff wieder gut zu machen, und der christlichen Sekte "Vaterhaus" das formale Eigentumsrecht durch Expropriation wieder abzuerkennen.

Die Doppelstrategie der Polizeiführung

Das Kalkül der Polizeistrategie scheint aufzugehen. Während der Polizeisprecher die Konfrontationen heuchlerisch in den Medien bedauern und willige Journalisten diese mit unkritischer, eindimensionaler Berichterstattung flankieren, zielt die polizeiliche PRAXIS genau in die gegenteilige Richtung!

Mit äusserster Brutalität provoziert sie die permanente Konfrontation um den existierenden Konsens zwischen Kiezbevölkerung und dem Ungdomshus-milieu aufzubrechen. Mit massiven Tränengaseinsatz in den Strassen , heftigen Auseinandersetzungen und chaotische Zustände, sollen einen bürgerkriegsähnliche Atmosfähre erzeugt werden , die letztendlich die Unterstützung für das Ungsdomshuset seitens der Bevölkerung auf eine übersichtliche Zahl reduzieren soll. Sollte dieses Konzept aufgehen, sind die Weichen für eine gewaltsame Räumung gestellt.

Verschiedene Solidaritätsinitiativen

Die verschiedenen Initiativen zwischen der Ungdomshus-Szene und Kiezbewohnern werden dadurch eine noch bedeutendere Rolle für den Ausgang des Konfliktes spielen. In diesen Kontext haben alternative Medien wie das Pirat-Radio des Ungdomshuset, sowie linke, unabhängige Medien eine wichtige Funktion. Ebenso die verschiedenen internationalen Solidaritätsbekundungen im Ausland ( Dublin, Lübeck, Kiel, Berlin, Trondheim, Oslo, Moskau,etc.).

Nützliche Informationslinks:

- Fotos von den konfrontationen vom Samstag, den 16.Dezember 2006:

Indymedia-Danmark:
http://indymedia.dk/article/754
http://indymedia.dk/newswire.php

Ungdomshuset-news (auf deutsch und englisch)
http://ungdomshuset.info/en.php3?id_rubrique=4

Ungdomshusets Piratradio:
http://sigyn.org:8000/

Linkes Medienportal ”Modkraft” (dänisch , mit interessanten fotos):
http://www.modkraft.dk/
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Ergänzungen

Streit um besetztes Jugendhaus

Tagesschau 17.12.2006 - 16:07
Hunderte Festnahmen nach Krawallen in Kopenhagen

Bei schweren Straßenkrawallen in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen sind vier Demonstranten aus der autonomen Szene und zwei Polizisten zum Teil schwer verletzt worden. 213 Demonstranten wurden festgenommen, darunter auch 20 Deutsche. Sie sollen noch heute dem Haftrichter vorgeführt werden. Rund 1000 Menschen hatten sich zu der nicht genehmigten Demonstration versammelt, die sich gegen die Räumung eines besetzten Hauses richtete. Es soll den zuvor jahrzehntelang tolerierten jugendlichen Bewohnern nicht mehr zur Verfügung stehen.

Die Stadt hatte das Gebäude 2001 an eine christliche Gemeinde verkauft, die Bewohner weigerten sich jedoch, auszuziehen. Ein Einspruch gegen die Räumung wurde am 28. August dieses Jahres von einem Gericht abgewiesen. Wegen der Räumungsverfügung war es schon wiederholt zu Krawallen gekommen.

Pflastersteine gegen Tränengas

"Manche Dinge sind es wert, dafür zu kämpfen - das Jugendhaus wird niemals aufgeben": Plakat am umkämpften "Ungdomhuset".

Angehörige der autonomen Szene, die sich unter den Demonstranten befanden, bewarfen nach Berichten von Augenzeugen Polizisten mit Pflastersteinen, Farbeimer, Flaschen und Feuerwerkskörpern. Die Polizei ging daraufhin mit Tränengas gegen die gewalttätigen, teils vermummten Demonstranten vor, die Barrikaden errichtet und in Brand gesteckt hatten. Schaufenster von Banken, Restaurants und Geschäften gingen zu Bruch. Einige Geschäfte wurden geplündert.

Autonome aus dem Ausland angereistIn der letzten Woche waren Autonome aus Deutschland sowie aus den Nachbarländern Schweden und Norwegen nach Kopenhagen gereist, um das "Ungdomshuset" im Stadtteil Nørrebro gegen die erwartete Zwangsräumung zu verteidigen. Nach Polizeiangaben wurden neben den 20 Deutschen 64 weitere Ausländer festgenommen.

Zwei Polizisten und vier Demonstranten wurden verletzt ins Krankenhaus eingeliefert, ein Beamter sei durch einen Pflasterstein schwer verletzt worden, berichteten Augenzeugen im Fernsehen. Einer der Demonstranten verlor vier Finger als ein Kanonenschlag in seiner Hand explodierte. Ein 19-jähriger Demonstrant warf der Polizei vor, die Ausschreitungen provoziert zu haben.

ein link

freund 17.12.2006 - 16:56
kampfansage:  http://youtube.com/watch?v=zSWOpD09HT8

für den frieden, für die freiheit !

viele videos und fotos (z.t. links)

Dein Name 17.12.2006 - 17:12

Deutsche weiterhin in Haft

Muray 17.12.2006 - 17:33
Ein Polizist erlitt Schädelverletzungen durch einen Pflasterstein. Von 273 am Vorabend festgenommenen Demonstranten blieben 20 Deutsche sowie 64 weitere Ausländer auch am Sonntag weiter in Haft. Alle festgenommenen Dänen wurden wieder freigelassen, nachdem ein Haftrichter die ersten Anträge auf Untersuchungshaft abgelehnt hatte.

Solidarität

Anarkid 17.12.2006 - 17:39
Auch von uns geht die größt mögliche Solidarität nach Dänemark! Lasst euch nicht fertigmachen!

Für einen der letzten freien kulturellen Plätze der Erde! Ungdomshuset verteidigen!

aktuelle News natürlich auch im Indymedia IRC:

server: irc.indymedia.org
channel: #ungdomshuset

Ein paar Bilder mehr

Köpihagener 17.12.2006 - 20:17
Nur noch ein paar pics mehr

Angriff auf Faderhuset vor einer Woche

Rattenpapst 17.12.2006 - 21:00
Video vom letzten Sonntag, wo sie die christliche Sekte, Faderhuset, angriffen wurde, welche das Haus gekauft hat. Neben einer Fahrrad-Demo stürmten plötzlich Autonome das Hauptquartier der Sektenmitglieder und bewarfen es anschliessend mit Farbe. 83 Personen wurden teilweise unter größter Polizeibrutalität festgenommen.

 http://politiken.dk/poltv/?ExtID=1198

Mehr Fotos und Videos

Zürich-on-line 17.12.2006 - 21:11
Festnahmen der Bullen und Löschung einer Barrikade
 http://infocast.dk/bt/mediamaker.php?id=2950

Bericht von den Gerichtsverhandlungen:
 http://lorry.dk/moduler/nyheder/showregvideo.asp?dato=14-12-2006&cID=6&vId=322716

Pics

Picchick 18.12.2006 - 00:13
XXX

Bilder vom Tag

Horsti 18.12.2006 - 00:20
Groarrrr

Deutschlandradio Kultur

(muss ausgefüllt werden) 18.12.2006 - 13:49
Internat. Pressegespr: skandinav. Presse, u.a. Krawalle in Kopenhagen
Sendezeit: 18.12.2006 12:42
Autor: Breitschuh, Albrecht
Programm: Deutschlandradio Kultur
Sendung: Internationales Pressegespräch
Länge: 05:48 Minuten
 http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2006/12/18/dkultur_200612181242.mp3

Kopenhagener Polizei provoziert Strassenkampf
einige Linksradikale aus Kopenhagen 17.12.2006 15:52
 http://de.indymedia.org/2006/12/164286.shtml

Mehr Bilder aus Kopenhagen
Köpianer 17.12.2006 21:40
 http://de.indymedia.org/2006/12/164352.shtml

SoliTRansparent in Hamburg

Onkel Otto 18.12.2006 - 16:37
bitte rechtzeitig ankündigen wenn Soliaktionen in Hamburg geplant sind (ein harburger)

Soliaktion in Bergen, Norwegen

indymedia dänemark 18.12.2006 - 16:39
From Anonyme Aktivister Dato: søndag 17. des 2006

While the police in Copenhagen is taking sharp and brutal action against the demonstration for Ungdomshuset, we have sabotaged the entrance door of the danish consulate (Det Kongelige Danske Konsulat) in Bergen, Norway. We also left a few messages on the walls as a sign of what we think of København Kommune and the fucked up Copenhagen police. Our message to the danish consulate is this: «ungeren blir'», if ungdomshuset is evicted we will take the consulate instead.
We want to make clear that Ungdomshuset has international support, and we send our concerns and solidarity to those who are arrested – solidarity with you!
Ungdomshuset is in our hearts, and if the Copenhagen police tries to evict Ungdomshuset we will do more actions again at home, in Copenhagen or elsewhere.
We are everywhere!

 http://indymedia.dk/article/755#comments

einige details zur berichterstattung

tingle tangle bob 18.12.2006 - 17:57
dieser bericht wurde offensichtlich kurzfristig geschrieben und durch die sehr dürftig vermittelten informationen sind nicht alle infos korrekt. um weiteren mutmaßungen und gerüchten entgegenzutreten:

- es gab keine selbstgebastelten oder getunten böller! es wurden sehr große, aber handelsübliche kanonenschlag-böller benutzt. natürlich ist das, was passiert ist, totale scheisse. allerdings wurde das in der presse zu sehr theatralisiert (es gab angaben von bis zu 4 fehlenden fingern). ein finger wurde abgetrennt und gefunden. desweiteren fehlt eine fingerkuppe.

- es wurde in der presse mehrfach erwähnt, es seien demonstranten von polizeifahrzeugen angefahren worden. das stimmt offensichtlich nicht. die fahrzeuge haben sich zwar oft mit hoher geschwindigkeit direkt durch demonstranten bewegt, es konnten sich jedoch alle rechtzeitig entfernen. gerade der artikel auf spiegel.de war haarsträubend falsch. es gab natürlich keine faschos auf der demo, sondern einige sharp-skins. weil einige demonstranten helme im stil der 80er autonomen bewegung trugen, wurde offensichtlich was von bikern gefastelt.

- die demo wurde nur militant, weil die bullen den weg versperrt hatten. und das bereits nach 2-3 straßenkreuzungen! von den bullen waren viele verhaftungen von anfang an geplant, weil große busse zum abtransport bereit standen.

- die demo war militant, weil für das haus viele jahre friedlich gekämpft wurde, auf allen ebenen und erfolglos. wenn keine friedliche lösung des problems möglich ist und die aktivisten vor ort keine alternative sehen, sollte man dies aktzeptieren und respektieren, auch wenn man in oberammergau wohnt. mit bongotrommeln verteidigt man kein autonomes zentrum.

- es war nicht beabsichtigt, im eigenen neighbourhood stress zu machen. die bullen haben den stress gestartet und es wurden nur wenige normale autos oder geschäfte in mitleidenschaft gezogen. gezielt wurden überwiegend banken und multis angegriffen. es gab extrem viel support von nachbarInnen, sogar von rentnerInnen. gewerkschaften haben sich auch nach dieser auseinandersetzung zu 100% hinter dem ungdomshuset gestellt. es gab zeitgleich soli-aktionen in anderen teilen der stadt.
hooligans prügeln sich just for fun. hier wurde für ein sehr wichtiges soziales zentrum gekämpft, was auch durch unzählige presseerklärungen vom haus unmißverständlich mitgeteilt wurde. daher haben die betroffenen nachbarInnen auch angekündigt, die rechnungen vom glasbruch der stadt zu schicken und sehen diese in der verantwortung.

- es wird keine große mobilisierung möglich sein, weil das haus JEDERZEIT und unangekündigt geräumt werden kann. es gibt eine mündlich aussage der polizei, es gäbe keine räumung dieses jahr. trotz allem haben sie versucht, am samstag/sonntag in das haus einzudringen.
gerade wegen dieser schwierigen situation ist es wichig, konstant soli-aktionen zu organisieren. seid solidarisch und lasst euch nicht von schwammigen oder falsch recherchierten artikeln beeinflußen. wer nicht kämpft, hat schon verloren.

es wäre hilfreich, wenn es nach der freilassung aller gefangenen einen ausführlichen artikel geben würde, der das tatsächlich vorgefallene konstruktiv behandelt.

=================================================
NO WHITE FLAGS. NO SURRENDER. UNGDOMSHUSET BLIR'!
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ein paar links

singuia 18.12.2006 - 19:59
Hier ein paar bilder und videos:
Photos:
 http://indymedia.dk/article/754
 http://de.indymedia.org/2006/12/164234.shtml
 http://nathue.dk/ungeren/2006/2006-12-16/

Videos:
 http://politiken.dk/poltv/?ExtID=1237
 http://politiken.dk/poltv/?ExtID=1238
 http://www.dailymotion.com/EgoDiversion/video/xtbzf_ungmedhus
 http://sputnik-dyn.tv2.dk/player/asx.php?clip_id=5632870&ticketHandle=6134850:ea57b9d4ded166b958eaad0316884b50&hq=true
 http://www.youtube.com/watch?v=Punz1Dx_PNA <- crap, recorded with mobile or stuff... really bad
 http://www.youtube.com/watch?v=sNhyGqrA6IU <- crap, recorded from far away the action
 http://www.youtube.com/watch?v=gLUhwThF0uI <- ok video
 http://www.youtube.com/watch?v=XATGsASWhzg <- no sound, but acceptable
 http://www.youtube.com/watch?v=z6SYPbaQbp8 <- Crossposter part 1
 http://www.youtube.com/watch?v=yPR0tJck07g <- Crossposter part 2
 http://youtube.com/watch?v=-079h8_Fx6g <- kapseldk 1
 http://youtube.com/watch?v=fCNjunv64QE <- kapseldk 2
 http://youtube.com/watch?v=O039Uzqf_hc <- kapseldk 3
 http://youtube.com/watch?v=9JwDpidPeHE <- kapseldk 4
 http://youtube.com/watch?v=_lSWFic8hVw <- kapseldk 5
 http://youtube.com/watch?v=yxnKmwvynWU <- kapseldk 6
 http://youtube.com/watch?v=9-XPH05OChk <- kapseldk 7
 http://youtube.com/watch?v=5Ljdt6d5Tnk <- k1322 part 1 *bum*
 http://www.youtube.com/watch?v=_MjcuyU9uHA <- k1322 part 2
 http://www.youtube.com/watch?v=epiiE2iRnIU <- k1322 part 3
 http://www.youtube.com/watch?v=RmWP5PPxKFk <- k1322 swedish tv (SVT)
 http://www.youtube.com/watch?v=IClRITwCjsc <- TV2 (danish tv)
 http://www.youtube.com/watch?v=YSvsDd7fbGA <- TV4 (danish tv)

wird vllt hier auch noch ergänzt:  http://singuia.groundsofanarchy.de/riot-kbh.txt

Ja, es wurden sehr wohl leute angefahren!

aktivist aus kopenhagen 18.12.2006 - 19:59
kommentar an "tingel tangel":

Die Augangsberichterstattung ganz oben, setzt sich aus Augenzeugenberichten von teilnehmenden AktivistInnen zusammen. Sie beinhaltet also keine infos die falsch sind! Dagegen gibt es natürlich eine Menge Informationen,die laufend ergänzt werden müssen,klar.
Apropos - es wurden sehr wohl Leute von den Bullenwannen angefahren ,bzw. lebensgefährlich in die Zange genommen und sehr schmerzhaft eingeklemmt.(dazu gibt es einzelne Dokummentationsfotos).

Ganz aktuell (18.12.06, 19,00):
Heute wurden 30 InternationalistInnen freigelassen und aus DK. ausgewiesen. 3 GenossInnen - jeweils aus Spanien,Portugal und Dänemark wurden bis zum Januar in Untersuchungshaft überführt! Wieviele ausländische GenossInnen sich noch konkret immer im Knast befinden, ist ziemlich unklar (die TV-Medien sprechen von 100!). Viele werden nach wahrscheinlich morgen freigelassen.
Genaue Information bei Indymedia.dk ,  http://www.blackcross.dk/ später.
___________
An die freigelassenen GenossInnen: Wir sind froh, dass ihr frei seid. Bitte sendet relevante Infos an die div. alternativen Medien weiter. Alles gute!


solikundgebung in Berlin

egal 19.12.2006 - 01:59
Freitag, 22.12.06, 14.30, rauchstr.1, dänische botschaft

Solidaritätskundgebung für das Ungdomshuset/Kopenhagen und für die am letzten Wochenende in Kopenhagen festgenommenen.

sie sind raus

Doba 19.12.2006 - 11:04
habe grade mit meinem Sohn gesprochen, sie werden grade abgeschoben, nach Flensburg gebracht, er hätte nicht ans Handy gehen dürfen, ist er aber.
Also erstmal Entwarnung
wie wird das gehandhabt, kennt sich da jemand aus, werden die hier an der Grenze von der deutschen Polizei in Empfang genommen oder sind sie dann sozusagen auf freiem Fuß?

Sie sind frei!!!!

Doba 19.12.2006 - 14:19
sie sind frei und werden von Leuten aus Flensburg jetzt erst mal abgeholt.

Presse DK

dänischkundiger 19.12.2006 - 17:01
Im Krawallblatt ekstrabladet steht heute, dass noch 20 Leute aus dem Ausland (wohl u.a. Russen, Polen, Spanier) im Knast sind und dort auch Weihnachten feiern werden. Sollen auch noch alles Vegane sein, wissen die zu berichten.

Die linksliberale Politiken hat auch wichtiges:

Es ist wohl ein Brief der Kopenhagener Polizei an die Stadtverwaltung aufgetaucht, wonach vom Ungdomshuset nicht mehr und nicht weniger Kriminalität ausginge als von allen anderen Jugendeinrichtungen - das heißt alle Scharfmacherargumente, das Ding müsste weg, weil es zuviel Stress gibt, stimmen nichtmal nach Ansicht der Polizei.

Sonst gab es aber durchaus auch Ansagen in der Presse von Stadtteilgruppen etc, dass zu fürchten ist, dass der Rückhalt in der Bevölkerung nach der Krawallaktion schwindet.

Hoffe es klappt trotzdem noch mit dem Ungdomshuset - wäre schade drum und Kopenhagen wäre bald noch langweiliger als es eh schon ist (Okay, Samstag war endlich mal Action, schien mir aber so aus der Ferne aber sehr mehr die spaßorientierte Szene aus den Vororten zu sein, die da Radau machte - 1. Mai in Berlin läßt grüßen).

Krawalliersdelikt

Metro 19.12.2006 - 21:15
One more

Es war so gewollt

genervter 20.12.2006 - 10:21
Es ist wirklich sehr schade, das bei einem Artikel auf der Haupseite einfach so ein Schwachsinn erzæhlt wird. Die Bullen sind massiv aufgefahren und haben die nicht angemeldete Demo auch gestoppt. Das ist richtig. Aber es ist einfach nicht richtig, das die Demo von "knueppelschwingenden" Bullen angegriffen wurde. Wie es vorne war hab ich nicht hundertprotzentig mitbekommen aber von einem Bullenangriff hab ich nix mitbekommen und hier zum ersten Mal gehørt. Was eine absolute Luegengeschichte ist, ist das die Bullen den hinterer Teil der Demo angegriffen haben. Ich stand in einer Kette ziemlich in der Mitte der Demo und pløtzlich waren wir die letzte Kette der Demo, weil irgendwelche Spinner angefangen haben, ueber unsere Køpfe hinweg die Bullen hinter uns anzugreifen und daraufhin die meisten Leute hinter uns gemacht haben, das sie weg kommen. Zu diesem Zeitpunkt, sassen die meisten Bullen noch in ihren gepanzerten Wagen. Gleichzeitig wurde noch ein Bullenwagen in einer Seitenstrasse angegriffen.
Die Bullen haben die demo zwar gestoppt aber die Angriffe gingen eindeutig von der Demo aus. Und das ist auch gut so und war schon die ganze Zeit vom Ungeren so gewollt. Ich finde es høchst problematisch hier solche Mærchen zu erzæhlen, anstatt bei der Wahrheit zu bleiben und zu sagen, das die Demo genau in das geendet ist, was gewollt war. Warum wird nicht einfach poltisch argumentiert gesagt, das der Riot von "uns" so gewollt war, um zu zeigen das die Zeit der Verarsche vorbei ist und wenn sie das Haus ræumen, es nicht einfach fuer sie werden wird etc. Es hørt sich immer verdammt nach schlechtem Gewissen an dem eigenen Tun an, wenn ein Riot durch ein phantasierten Bullenangriff gerechtfertigt werden muss.
Nervig, wenn von Linken teilweise Sachen so verdreht werden, nur damit sie dann besser aussehn...

ergänzungen

tingle tangle bob 20.12.2006 - 16:19
@ genervter:
wenn du auf den vielen treffen VOR der demo anwesend gewesen wärst, so hättest du diese info vorher erhalten.
die bullen haben die route versperrt und gekesselt. warum tun sie das? weil sie viele leute verhaften wollten. deshalb auch der bereitstehende bus für die gefangenen. für diesen konkreten fall wurde VORHER angekündigt, daß dies nicht aktzeptiert wird, weil alleine das als provokation erachtet wird. es war niemals beabsichtigt, sich friedlich verhaften zu lassen. für die pazifistisch eingestellten demonstranten gab es die demo 2 tage zuvor mit ca.4000 teilnehmern. also, bitte vorher informieren und entscheiden anstatt sich hinterher zu beschweren.
es ist jedoch richtig, es gab wie meistens einige idioten, welche aus der 20.reihe steine geworfen haben. ich selber habe einen auf den nacken bekommen.
und nebenbeigesagt haben die bullen auch nicht in den wannen gesessen, sondern hinter den fahrzeugen auf zugriff gewartet. das sieht man auch in den vielen videos.

@ aktivist aus kopenhagen:
es gibt bisher keinerlei dokumentationsphotos über angefahrene menschen, obwohl bereits mehr als 100 allgemeine photos und viele videos verfügbar sind. wenn diese existieren, poste diese bitte. solange ist dies als nicht bewiesen zu erachten. wenn sich demonstranten direkt vor den wannen stellen, um diese voll zu sprayen oder sonst was tun, sind einige leichte rempeleien wohl logische konsequenz. ;o)

allgemein:
die freigelassenen demonstranten aus germany sind gestern nacht wohlbehalten eingetrudelt. soweit wie bekannt, haben sie offensichtlich keine anklage und kein einreiseverbot erhalten. teilweise wurden jedoch einige sachen konfiziert.
norwegische gefangene konnten nicht nach schweden abgeschoben werden, weil die schwedischen bullen die annahme verweigerten. nach verhandlungen wurde die leute dann direkt an die norwegisch-schwedische grenze gebracht.
einige wenige leute aus anderen ländern müssen noch bis anfang januar drin bleiben.
bei unklarheiten ist es möglich, beim ABC kobenhavn anzurufen.


ein aktivist aus k-town.

dokumentation

aktivist aus Kopenhagen 21.12.2006 - 00:47
an tingel tangel:

Betrifft einglemmte / angefahrene Aktivisten: Du kannst in das Krawallblatt Extra Bladet ein riesengrosses Foto von einen Aktivisten sehen, der/die lebensgefährlich von Bullenwannen zusammengequetscht wurde und sich nicht mehr bewegen kann... Auf der Nörrebrogade wurde ein mindestens ein Aktivist von einer Wanne angefahren.

Thats it.
Ungdomshuset blir!

die Demo wurde von hinten angegriffen!!

linksradikaler 21.12.2006 - 01:00
an genervter:

Ich weiss wirklich nicht wass du da daher redest! das klingt nach Ignoranz oder gezielte Desinformation! Die Demo wurde als sie vorne gestoppt wudre von hinten aufgerollt. Viele aus den hinteren Reihen flüchteten vor der knüppelschwingenden Bullenmeute in die Seitengassen des Jagtvej`s und wurden dort auch verhaftet. Darüber gibt es zahlreiche übereinstimmende Berichte. Ich selbst war dort an dieser Stelle. Das ist also ein autentischer Bericht.

ein klarer Versuch von Desinformation!

linksradikaler aus dk 21.12.2006 - 04:05
nochmals an "genervt":

Nach nochmaligen genaueren Nachlesen ist alles klar: du betreibst Desinformation!

Deine mehrmalige Behauptung,dass die als aufgelöst erklärte Demo keineswegs von ausgerassteten Bullenhorden von hinten angegriffen wurde und die DemonstrantInnen in nachfolgenden Prügelszenarien in die Seitengasse trieben,ist absolut unrichtig!


Heute abend,d.20-12-06 wurde in den dänischen Tv-Nachrichten (DR) genau dieser Verlauf von einem aus der U-haft freigelassenen Lehrer geschildert! Er war im hinteren Teil der Demo und wurde von agressiven Bullen zusammen mit vielen anderen gewaltsam in eine Seitengasse gedrängt und dort verhaftet.. Freigelassene DemonstrantInnen haben in anderen Medien diese Ereignisse übereinstimmend bestätigt(einige Beiträge davon sind in der dänischen indymedia.dk veröffentlicht).

Ich war selbst mit GenossInnen genau an dieser Stelle im hinteren Teil der Demo, wo die Bullen uns attakierten. Zahlreiche sehr junge Leute wollten freiwillig rausgehen bzw. weglaufen, wurden aber von brüllenden, wildumherschlagenden Bullen in die Hauseingänge und Seitenstrassen gestossen und verprügelt. Ich und meine FreundInnen erlebten dabei einige sehr hässliche und feige Szenen von Seiten der Bullen.


Deine falschen Aussagen sind dementsprechend unklar und widersprechend. Während du in deiner ersten Formulierung noch etwas vorsichtiger mit den Ereignisse umgehst, formulierst du dich am Tag darauf bereits sehr kategorisch:

"Und es ist einfach nicht wahr, das Bullen dann knueppelschwingend und aggressiv den hinteren Demoteil angegriffen und Leute niedergeknueppelt haben. Jedenfalls nicht in den ersten 5-7 Minuten nach der ersten Attacke der Demo... "

Unter Beiträge ohne Informationsinhalt: "genervter", 20-12-22,54


Im zweiten Beitrag von dir am Tage darauf ist nicht mehr von einem eventuellen Bullenangriff "nach 5-7 Minutten nach der ersten Attacke der Demo" die Rede. In diesen Bericht werden die prügelnden Bullenattacken im hinteren Demobereich von dir als "glatte Lüge" bezeichnet:

"Was eine absolute Luegengeschichte ist, ist das die Bullen den hinterer Teil der Demo angegriffen haben. Ich stand in einer Kette ziemlich in der Mitte der Demo und pløtzlich waren wir die letzte Kette der Demo, weil irgendwelche Spinner angefangen haben, ueber unsere Køpfe hinweg die Bullen hinter uns anzugreifen und daraufhin die meisten Leute hinter uns gemacht haben, das sie weg kommen."
"Es war so gewollt","genervt", vom 20.12.06 ,



Ein weiterer Kommentar ist wohl überflüssig...





20.01.07 Bundesweite Solidemo fürs ungdomshus

-- 10.01.2007 - 15:50
20.01.07 / 13.00Uhr / Gaensemarkt.
Demonstration: "Für Euch soll's rote Rosen regnen! - Solidarität mit dem Ungdomshuset!". Die Demo wird vor dem dänischen Konsulat enden.

der kampf geht weiter...

squatter 25.01.2007 - 16:07
die situation hat sich nicht viel geåndert, das haus is immernoch akut råumungsgefåhrdet, manchma mehr manchma weniger. zur zeit nach meiner einschåtzung nach mehr.
es gibt immer was zu tun und unterstuetzerInnen sind stets wilkomm!!!
es gibt schlafplåtze im, und auch ausserhalb des hauses.
in den letzten tagen gab es erneut ein angebot der stadt, ein haus welches ungefåhr genauso gros is zu kaufen, fuer einen preis der weit unter dem marktwert liegt. es gab auch einen fond, und das geld war da. es wurde ausfuerlich diskutiert und die deadline der stdt ist verstrichen. von unserer seite gab es keine offizielle stellungnahme und das stadtparlament tagt zur stunde. da dies kein offizieller text ist halte ich die infos knapp, da es heut abend ein infomeeting geben wird und gewisse details ueberhaupt nicht das haus verlasen sollten. nach der offiziellen infoveranstaltung und nach einer erneuten lagebesprechung werde ich die møglichkeit haben mehr zu berichten.
keep on squatting!!!
der kampf geht weiter...

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 22 Kommentare

Solidarität aus Karlsruhe!

nEXt-STEFFI kommt! 17.12.2006 - 16:51
Viel Kraft und Mut nach Dänemark!
Durchalten!

 http://www.nextsteffi.tk

weiter, döller, mehr...

ungeren-hippi 17.12.2006 - 18:10
es geht weiter und war alles nur erst vorgeschmack. die genossen aus kph erwarten im januar/februar die räumung. dann wäre es nett wenn nochmehr leute kommen würden um diese zu verhindern... die bullen, das hat der dänische polizeipräsident schonmal angekündigt, werden in der weihnachtszeit nicht mehr räumen. dass die es dann noch vor sylvester tun ist unrealistisch. im frühjahr gehts weiter. dänemarks bullenkapazitäten sind ein witz: keine 1.500 knüppelbullen. ohne ihre krassen gasgranaten, erzählen augenzeugen, (bzw. mit mehr gasmasken um sich zu schützen) wäre der abend sicher etwas anders gelaufen...


 http://youtube.com/watch?v=zSWOpD09HT8
 http://politiken.dk/poltv/?ExtID=1237

see you in the streets!

na dann gehts nächstes jahr weiter!

xchokex 17.12.2006 - 18:45
falls das jetzt keine finte der bullen ist, und sie doch unangekündigt räumen, könnte es sehr spannend werden, denn die mobilisierung wird sicher nicht abreissen, eher im gegenteil, nach diesen bildern und news wird sicher einiges an aufmerksamkeit und motivation dazugekommen sein! vielleicht sollte die politik sich ja doch etwas anderes überlegen...der preis könnte hoch werden!

wir sehn uns in kopenhagen!

Irgendwelche solidemos ?

hamburger 17.12.2006 - 19:06
gibts irgendwelche geplanten spontanen soliaktionen?

Ergänzung

Dr. No 17.12.2006 - 19:22
Auch wenn ich als Spießer, Bulle oder Nazi abgestemmpelt werde, aber warum wurden denn Helme getragen? Weil eine friedliche Demo geplant war und friedliches demonstrieren wgn. der enormen Repressionen in DK nicht möglich ist? So ein Quatsch. Riots waren von Anfang an geplant. Immer dieses Rumgeheule im Anschluß. Der, der sich Finger mit nem getunten Böller abgesprengt hat, ist bestimmt auch genauso unschuldig und friedlich, wie diejenigen, die dem Polizisten den Schädel zertrümmert oder zahlreiche Autos und Fahhräder geschmasht haben...
Die Räumung findet später in aller Ruhe statt, der Widerstand ist doch jetzt schon fast gebrochen...leider.

hamburg soli

jaja 17.12.2006 - 20:12
also zwecks der frage nach soliaktionen in hamburg.
einfach weiter auf indy lesen. da sind auf jeden fall überlegungen im gange.
und es wird hier gepostet.

@dr.no

ruth 17.12.2006 - 23:36
helme wurden getragen weil es klar war das es zur konfrontation kommt. die helme waren noch das harmloseste was so mitgeschleppt wurde. aber das ist auch vollkommen ok. es wurde nach einer friedlichen lösung gesucht und das jahre lang. das ungdomshuset ist seit über 5 jahren verkauft und ständig haben die aktivstInnen aktionen gemacht und versucht mit den verantwortlichen ins gespräch zu kommen - niemand hat sich dafür interessiert. nur jetzt in den letzten monaten haben die politikerInnen in kbh plötzlich interesse gezeigt weil sonst alles auf sie zurückfällt, aber das ist eine fassade. die aktivistInnen haben angekündigt das sie eine friedliche/ politische lösung wollen aber auch klargestelllt das wenn die wegfällt nur noch konfrontation übrigbleibt. und das ist passiert. close our house and start a war. und natürlich ist es wert für das haus zu kämpfen, das sind u.a. 25 jahre linksradikale geschichte. trotzdem kann mensch sich über polizeibrutalität empören. hätten sich die cops der demo nicht in den weg gestellt wären sie nicht angegriffen wurden. aber das ist ihr job, klar. so ist das im kapitalismus und pseudo-demokratie. letztendlich geht es also um viel mehr: um unsere bewegung, unsere träume, um veränderung und revolution.

@mehr bilder: die sind alt und haben mit dem 16.12. nix zu tun.

ungdomshuset ovegir sig aldrig!

@ ruth

Dr. No 18.12.2006 - 01:00
Sicher, die Cops reagieren oft total überzogen. Besonders in Dk ist es in den letzten Tagen sehr aufgefallen. Aber wenn ich sehe, wie während der Randale alles zerstört wird (egal ob Mercedes, Fahrrad oder klappriger Golf 2), überlege ich, ob es nicht besser war, das sich die cops in den Weg gestellt haben. Okay, ich lasse den Gedankengang zu, dass ein zerstörtes auto oder 30 kaputte fahrräder von armen schluckern in so einem "revolutionären" kampf als kollateralschaden hingenommen werden müssen, aber ein gutes gefühl habe ich bei diesem gedanken nicht...

So

ganz 18.12.2006 - 08:13
stimtm dieser Artikel aber nicht. Die AktivistInnen haben schon regelrecht provoziert und sind auch mit dieser Absicht dorthin gegangen. Oder aus welchem Grund führt man sonst selbstgebastelte Sprengkörper mit sich?

Friedliche Demo ?

chavezz 18.12.2006 - 09:38
Als ob die Eskalation der Gewalt von den Teilnehmern nicht sogar gewünscht und geplant worden ist. Die Hälfte der Leute dort waren ja nur da um sich zu prügeln, wahlweise Bonzenkarren a la VW Golf anzuzünden oder ihren Antikapitalismus durch das Einschlagen von Schaufenstern zu demonstrieren. Kleiner Tip einfach zu den Hooligans wechseln wenn man Spass an Gewalt hat.

wie sagt man so schön

Sören,björn und Inga 18.12.2006 - 14:00

Angriff ist die beste Verteidigung!

Und wenn sie Stress wollen,können sie ihn haben!

Hab ich Tomaten auf den Augen?

Jan 18.12.2006 - 17:44
Oder kann es sein, dass ihr bei der Linkliste zu den IMC´s weltweit Indymedia Dänemark vergessen habt?

@Jan

mad 18.12.2006 - 18:01
indymedia.dk ist noch nicht durch den new-imc prozess durch deswegen die andere url und keine verlinkung auf den indymedia-seiten.

Was ihr wollt

n0GoArea 19.12.2006 - 00:20
>>Angriff ist die beste Verteidigung!

>>Und wenn sie Stress wollen,können sie ihn haben!

Jau klar.... Ihr macht doch sonst auch nicht alles was die wollen? Ich würde eher sagen: "wenn ihr Stress wollt, bekommt ihr den von mir nicht."
---
Wirkt alles sehr auf Gewalt bezogen... Teilweise kann man das ja auch verstehen...

Machobehaftet wirkt es trotzdem.

nichts Neues

Doba 19.12.2006 - 08:42
mein Sohn ist noch inhaftiert, er hat sich nur dieses eine Mal am Samstag gemeldet, ich habe auch die Information vom ABC das sie heute abgeschoben werden sollen, sobald er/ sie frei sind werde ich es posten, bin mir sicher das er sich schnell melden wird, sobald sie draussen sind

Vielen vielen Dank an alle die mir geholfen haben und immer noch helfen, sich zusammen Sorgen machen ist nicht ganz so schwer......
Grüße aus Berlin, eine Mutter

Christliche Sekte?

(H)AUS 20.12.2006 - 11:52
aus welchem Stahl seid ihr geschmiedet.

Worauf seit ihr eigentlich so geil, christliche Sekte? das ich nicht lache. Macht mal einen Rechststreit aus eurem Recht und ihr tut allen einen Gefallen. Scheiß Bullen.

für mehr Freiräume, als ihr euch denken könnt.

selber schuld

Chris 20.12.2006 - 17:13
"Bei den Krawallen nach einer sonst friedlichen Demonstration gegen die angekündigte Räumung des Jugendhauses bewarfen vermummte Demonstranten Polizisten mit Pflastersteinen, zerstörten Schaufensterscheiben und errichteten Barrikaden. Die Polizei begründete ihr hartes nach Augenzeugenberichten hartes Vorgehen auch mit der Verletzung des Vermummungsverbotes"

was müsst ihr Pfosten euch auch so aufführen?? geht halt in irak und führt euch da mal so auf
wahnsinn ^^
Linke und Rechte Pfosten gehörten alle eingesperrt

@tingle tangle Bob

genervter 20.12.2006 - 22:54
Vielleicht solltest du meine Kritik mal richtig lesen!!! Ich habe mit KEINEM Wort die Militanz der Demo kritisiert. Sogar eher das Gegenteil. Und wenn du ordentlich gelesen hættest, hættest du auch mitbekommen, das ich von der Ausrichtung der Demo sehr wohl auch vorher Bescheid wusste. Meine Kritik richtet sich dagegen, das einfach Unsinn erzæhlt wird, um das eigene handeln zu rechtfertigen, anstelle politisch zu argumentieren und dazu zu stehen.
Ich will die Bullen hier ueberhaupt nicht rechtfertigen, finde es aber trotzdem sehr bedenklich, wenn Situationen beschrieben werden, die nicht stattgefunden haben, anstatt zu sagen:"Ja, die Bullen haben uns gestoppt. Das konnten wir nicht akzeptieren und deswegen haben wir sie angegriffen." Wenn Militanz als politisches Mittel propagiert wird (und das wird/wurde es vom Ungdomshus eindeutig) sollte auch dazu gestanden und es als politischer Ausdruck gesehen werden, anstatt nen Hardcorebullenangriff herbei zu phantasieren und sich dann auf das Verteidigungsrecht zurueckzuziehen.

Jedenfalls werden im o.g. Artikel Szenarien beschrieben, welche so nicht stattgefunden haben (und dazu æusserst du dich komischerweise auch nicht). Als die Bullen vom hinteren Teil (oder eher mittleren Teil, durch Steinewerfer aus der 10ten Reihe) der Demo angegriffen wurden, sassen die meisten von ihnen sehr wohl noch in ihren Karren. Und es ist einfach nicht wahr, das Bullen dann knueppelschwingend und aggressiv den hinteren Demoteil angegriffen und Leute niedergeknueppelt haben. Jedenfalls nicht in den ersten 5-7 Minuten nach der ersten Attacke der Demo...



@tingle tangle Bob

genervter 21.12.2006 - 00:30
Du solltest meine Kritik mal ordentlich lesen. Ich habe mich mit KEINEM Wort ueber die Militanz der Demo beschwert. Eher im Gegenteil. Und das ich ueber den militanten Charakter der Demo vorher auch informiert war, kommt eigentlich auch sehr deutlich raus.

Mich regt auf, wenn Leute wie im "Bild" Zeitungsstil Szenarien beschreiben, welche es gar nicht gab und diese dann als rechtfertigung nutzen. Ich verstehe einfach nicht, warum nicht einfach gesagt wird, wie es war: "Die Bullen haben uns gestoppt und das konnten wir uns nicht gefallen lassen. Deswegen haben wir sie angegriffen." Aber einfach Mærchen zu erzæhlen, das die Bullen den hinteren Teil der Demo "knueppelschwingend und bruellend" angegriffen und dann wie wild die Leute zusammengeschlagen haben, ist einfach unwahr. Wer, wie das Ungdomshus" und wohl auch du, Militanz predigt, sollte auch politisch dazu stehen und sich nicht irgendwelchen Kram ausdenken, der das eigene Handeln dann "besser" da stehen læsst (Recht auf Selbstverteidigung etc.).Militanz bedeutet weit mehr als nur Rabatz auf der Strasse zu machen

Ich finde die Militanz dieser Demo grossteils richtig aber ætzend wenn sich "unsere" Leute Methoden bedienen, welche eigentlich unsere "Gegner" wie die Boulevardmedien oder eben auch die Bullen, sich zu eigen machen.
Und diesen Vorwurf muessen sich die Leute von dem o.g. Artikel anhøren. Alleine die Ueberschrift suggeriert schon eine voellig andere Situation, als der wirkliche Ablauf.

Ps es gibt nen Bild auf der Seite von ner dænischen Zeitung (Politiken glaub ich), wo ein Demonstrant eingeklemmt zwischen zwei Bullenwannen gezeigt wird...

...ums prinzip!

no surrender! 21.12.2006 - 19:07
hoert auf zu labern, euer gequatsche interessiert kein schwein auf der welt! kommt her und kaempft mit uns oder haltet die fresze und lebt glueklich euren konsum aus auf indymedia die neusten fotos zu erhaschen und nachts vorm fernseher einzuschlafen. es ist widerlich dasz ihr so damit beschaeftigt seid im internet eure theoretischen, realitaetsfremden meinungen durchzusetzen anstatt einfach mal fuer eure ansichten, hoffnungen und traume auf die strasze zu gehen.

vielen dank an alle AktivistInnen die hier waren und nicht nur ihre wahrnehmung als die richtige empfinden, mit und fuer uns gekaempft haben! Ignoriert das ganze Pack dasz nur diskutieren kann (jedes mal darueber rumheult wenn ein boeller explodiert aber toleriert wenn bullen loszschieszen) ohne sich dabei nur einen Meter aus dem Haus heraus zu bewegen. diese zombies sind es nicht wert und werden irgendwann in der geschichte untergehen!!!
wer kaempft kann verlieren, wer nicht kaempft hat schon verloren!

gruesze aus kopenhagen.

WICHTIG!

eher unwichtig 24.12.2006 - 02:32
weisz jemand ob in den näxten tagen leute nach kopenhagen (eventuell mit buszen) hochfahren?
ich habs vor, will aber ungern alleine fahrn..

Realitätsfern?

Th. 02.03.2007 - 03:41
"es ist widerlich dasz ihr so damit beschaeftigt seid im internet eure theoretischen, realitaetsfremden meinungen durchzusetzen anstatt einfach mal fuer eure ansichten, hoffnungen und traume auf die strasze zu gehen."

Flames braucht es nicht, aber Theorie ist schon wichtig! Nur "auf der Straße" kämpfen bringt auch nichts, sieht man ja. Ich finde, es braucht neue Strategien.

1. Wer die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich hat, der kann auch zu härteren Kampfmitteln gegen das Establishment/System, den Staat, die Bullen greifen.

2. Um die Bullengewalt gleich von vorneherein zu diskreditieren, ist beständige Arbeit nötig - nicht nur dann, wenn ein autonomes Zentrum geräumt wird. Es ist nötig der Mehrheit vor Augen zu führen, dass die Bullen korrupt sind, die Gesetze ungerecht und schädlich. Es braucht eine breite Kritik an der "Kultur" der Staatsgewalt überhaupt, und diese Kritik muß - nicht nur aber auch - in seiner eigenen Sprache der Bevölkerungsmehrheit nahegebracht werden.