Hamburg: Demo gegen Studiengebühren

don´t pay 13.12.2006 23:49 Themen: Bildung
Am Mittwoch Nachmittag demonstrierten etwa 1.000 Studierende in der Hamburger Innenstadt gegen Studiengebühren und riefen zum Boykott derselben auf.
Die Demo startete an zwei Punkten. Etwa 400 bis 500 Studierende der Uni Hamburg trafen sich auf dem Uni-Campus und nochmal die gleiche Zahl von Studierenden von der HAW (Ex-FH) und der TU Harburg trafen sich am Hauptbahnhof. Am Dammtorbahnhof trafen sich beide Züge und liefen zusammen über Gänsemarkt und Musikhalle zum Axel-Springer-Platz. Auf der dortigen Zwischenkundgebung wurde erneut deutlich gemacht, dass es nie zu spät ist, sich gegen Studiengebühren zu wehren. Nur weil sie beschlossen sind müssen sie nicht gleich gezahlt werden (siehe  http://www.boykottinfo.de oder  http://www.izshamburg.de.vu ) und sind nicht zwangsläufig eine Institution für die Ewigkeit.
Durch die noble Einkaufsstraße zog die Demo auf den Jungfernstieg weiter, wo vor dem Alsterhaus die Abschlußkundgebung stattfand.
Die Polizei hielt sich, für Hamburg ungewöhnlicherweise, größtenteils im Hintrgrund und schütze die Bannmeile um das Rathaus, vor sich möglicherweise den Haushaltsberatungen der Bürgerschaft nähernden Studierenden.
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Ergänzungen

Video

Boy Kott 14.12.2006 - 02:29
ROCK ON!

Fodos

Namus Anymus 14.12.2006 - 09:52
Hier noch ein paar Fodos!!

Pressemitteilung

Dein Name 14.12.2006 - 10:31
Boykottdemo in Hamburg
Studierende protestierten friedlich gegen Studiengebühren

Heute demonstrierten über 1000 Hamburger Studierende gegen die beschlossenen Studiengebühren des Senats. An der Demonstration beteiligten sich Studierende der TU Hamburg Harburg (TUHH), der Uni Hamburg, der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW), der Hochschule für bildende Künste und der Hafencity Universität (HCU). Die Auftaktkundgebung fand auf dem Campus der Universität statt. In ihrem Redebeitrag kritisierte Christiane Schmidt, Geschäftsführerin des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren (ABS), den Senat, der über die Köpfe der Studierenden hinweg Studiengebühren eingeführt hat.

Trotz des schlechten Wetters setzte sich der erste Teil der DemonstrantInnen gegen 16:30 Uhr in Bewegung Richtung Jungfernstieg. Am Bahnhof Dammtor schlossen sich Studierende der HAW und der TU Hamburg Harburg dem Demonstrationszug an. Bei einer Zwischenkundgebung auf dem Axel-Springer-Platz rief Fredrik Dehnerdt, Geschäftsführer des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren (ABS), dazu auf, den Boykott weiter zu verbreiten, denn der Studiengebührenboykott gelinge vor allem durch große Beteiligung.

Bei der Abschlusskundgebung auf dem Jungfernstieg sagte eine Sprecherin der GEW-Hochschulgruppe Hamburg, dass die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft den Gebührenboykott für ein sinnvolles Mittel halte, gegen die Umsetzung des Hamburger Studiengebührengesetzes Druck zu machen. Die GEW würde den Gebührenboykott der Studierenden auf jeden Fall unterstützen.

„Die heutige Demonstration fand eine positive Resonanz unter den Studierenden. Die Stimmung war großartig und bestätigte die Studierenden in ihrer Zuversicht, dass der Boykott erfolgreich sein wird.“ so Christian Brandt von der offenen Boykottgruppe der Universität Hamburg. „Die Landesregierung wird keine andere Wahl haben als das Gesetz zurückzunehmen und mit den Studierenden in den längst hinfälligen Dialog zu treten.“

Die HAW und die HCU haben heute auf ihrer Vollversammlung den Boykott beschlossen. Beide Vollversammlungen wurden besser besucht als erwartet, die Räumlichkeiten waren überfüllt. An der HAW haben 700 Studierende den Boykott einstimmig beschlossen, bei der HCU haben 400 Studierende mit 25 Gegenstimmen für den Gebührenboykott gestimmt. Die TUHH hat bereits vor einigen Wochen in einer Vollversammlung den Gebührenboykott mit eindeutiger Mehrheit beschlossen. Damit ist Hamburg teil einer bundesweiten studentischen Bewegung.

taz dazu

stud 14.12.2006 - 12:38
taz Nord vom 14.12.2006, S. 28, 76 Z. (TAZ-Bericht)  http://www.taz.de/pt/2006/12/14/a0346.1/text

Studis planen Boykott

Nach einem Aufruf der "Interessensgemeinschaft zahlungsunwilliger Studierender (IZS)" zogen gestern Nachmittag Studierende von der Uni zum Hauptbahnhof, um gegen Studiengebühren zu demonstrieren. Dadurch sollte die Idee propagiert werden, die Studiengebühren nicht auf das Konto der Uni, sondern auf ein Treuhandkonto zu überweisen. Mindestens ein Drittel der Hamburger Studierenden müssten sich daran beteiligen, um Exmatrikulationen zu verhindern, so die IZS. Zur gestrigen Demo kamen laut Organisatoren über 1.000, laut Polizei 750 Studierende.

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Medienecho

leider 15.12.2006 - 10:44
Gering. ich bin Student an der HAW und bei der Vollversammlung und bei der Demo gewesen. Es gibt/gab zwar eine Pressemitteilung und man konnte bei der Demo Fotografen, Kameraleute und ich glaub auch Leute mit Mikrophonen sehen aber leider war das Medienecho sehr gerung . Ziel solcher Aktionen ist es ja immer auch Öffentlichkeit zu kreiren. Im NDR Radio haben zumindest ich und Kommilitonen nichts gehört (vom Fernsehen konnte mir auch keiner berichten) und in den für die breite Masse maßgebenden Zeitungen z.B dem Hamburger Abendblatt kam unsere Demonstration gar nicht oder nur minimalst vor. Eine Demonstration von Ärzten z.B fand trotz wesentlich weniger Beteiligten in einigen Medien mehr Aufmerksamkeit. Alle Beteiligten (im Prinzip alle Studenten ) müssen sich jetzt überlegen wie beim nächsten mal mehr Aufmerksamkeit geschaffen werden kann. Die Demonstration war ja im allgemeinen nicht schlecht ,stellenweise sehr laut (leider nur stellenweise) interessant anzusehen (Einkaufswagen , Transpis etc.) aber wär sie inschlossener gewesen hätte man völlig friedlich die Straße am Jungfernstieg bedeutend länger blockieren können. (Merken für die nächste Demo , es waren relativ wenig Polizeikräfte da ,fand ich jedenfalls). Auch mit solchen friedlichen entschlossenen Aktionen kann man Aufmerksamkeit kriegen. Beim nächsten mal mehr trauen , es muss ja nicht gleich was brennen aber schön wie hartneckig sich Rollstühle und Einkaufswagen sich am Bordstein festfahren lassen und so ein verlassen der Fahrbahn erstmal erschweren.

schön...

..aber... 15.12.2006 - 11:22
...wenns nicht knallt interessiert sich doch die presse kaum noch dafür...

video

@boy kot 15.12.2006 - 16:56
das video zeigt ja wie erbärmlich diese "demo"war...nicht ein einziger lauter ausruf ..wie soll da jemand aussenstehender wissen worums geht,wenn er nicht gerad das transpi vorne liest..mit rasseln rumlaufen is ja irgendwie kinderkram..

erschreckende diese energie.

naja

stud 15.12.2006 - 21:00
hast recht, diese paar Minuten Video sind auf jeden Fall representativ für die gesamte Demo. Man merkt, dass du da warst und deinen Kommentar vorher abgewogen hast. Du willst die Demo nicht um jeden Preis schlecht reden. Daumen hoch (bäh...)