Neonazi in der Hochschulpolitik

ingrid brabendererde 23.11.2006 16:31 Themen: Antifa Bildung
Bis zum Anfang dieser Woche war ein organisierter Neonazi stellvertretender Vorsitzender der CDU-Hochschulgruppe RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten) an der Uni Giessen. Die Mitglieder des RCDS wollen das nicht bemerkt haben.
Bis zum Anfang dieser Woche war ein organisierter Neonazi stellvertretender Vorsitzender der CDU-Hochschulgruppe RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten) an der Uni Giessen. Der Politikstudent Matthias Müller zeichnet sich durch enagierten Aktivismus aus: Er ist Mitglied der rechtsextremen, NPD-nahen Burschenschaft ‚Dresdensia Rugia’, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, fungiert als Vorsitzender der ‚Jungen Landsmannschaft Ostpreußen“, schreibt für die Zeitschrift Junge Welt und nimmt regelmäßig an Naziaufmärschen teil.

Die restlichen Mitglieder des RCDS behaupten, dass niemandem in der Gruppe die diversen Aktivitäten Müllers bekannt gewesen seien – und das, obwohl diverse RCDSler als Mitglieder anderer Burschenschaften zumindest von der Tatsache gewusst haben müssen, dass Müller der ‚Dresdensia Rugia’ angehört. Außerdem erscheint es natürlich ohnehin absurd, dass eine politische Hochschulgruppe die politische Orientierung und sonstigen Aktivitäten des immerhin selbstgewählten Vorstandsmitglieds nicht kennen soll. Sehr viel wahrscheinlicher ist, dass die ideologische Differenz zwischen dem RCDS und der „Dresdenia Rugia“ bzw. eines Vertriebenen-Verbandes relativ unschwer zu überbrücken sein dürfte – ob man da nun von Anschlußfähigkeit oder von Schnittmengen spricht, sei jedem selbst überlassen.

Letzte Woche wurde die Hochschul-CDUlern jedenfalls zum Handeln gezwungen, weil die Frankfurter Rundschau einen Bericht über ihren Nazi-Vorsitzenden veröffentlichte: am Samstag verabschiedete der RCDS pflichtschuldig eine neue Satzungsklausel, die von nun an die Mitgliedschaft von Angehörigen der ‚Dresdensia Rugia’ verbietet, und am Dienstag wurde Matthias Müller zurückgetreten. Und jetzt ist alles wieder gut.

Die SPD im hessischen Landtag nutzt derweil die Gelegenheit, ihr antifaschistisches Engagement zu beweisen und gleichzeitig die CDU zu bashen, während diese wiederum auf Distanz zum RCDS geht – dem mit großer Wahrscheinlichkeit eher mehr als wenige CDU- Abgeordnete zu ihrer Studentenzeit angehört haben.
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Ergänzungen

M.M. Zeitschriftenautor

ErgänzerIn 23.11.2006 - 16:48
Der Müller war/ist nicht Autor bei der jungen Welt, sondern bei der jungen Freiheit. Die beiden Zeitschriften unterscheiden sich (vielleicht außer im Bezug auf Berichte über die Nah-Ost-Politik) doch ganz enorm.

huch...

ingrid brabendererde 23.11.2006 - 17:19
...da ist mir wohl ein freudscher verschreiber passiert. klar: die junge freiheit und nicht die junge welt.

Junge Welt vs. Junge Freiheit

Kein "Junge Welt" Leser 23.11.2006 - 17:57
Kleiner Tip am Rande:

"Junge Welt" und "Jungle World" sind keine linken Zeitungen.
Das was diese sog. Zeitungen seit jeher verzapfen ist völliger Bockmist und hat mit undogmatisch-linker Politik rein gar-nichts zu tun.
Die "Junge Freiheit" ist eine rechtsextreme Zeitung, die auch gerne vom rechten Rand der CDU durchgeblättert wird.

Von daher ist auch der angeblich Freudsche-Versprecher der VerfasserIn für mich in den unnützen "Grabenkampf-Scheiß" zwischen Antiimps und Antideutschen einzuordnen.

@autor

fyhydfhs 23.11.2006 - 18:53
-Die Mitglieder des RCDS wollen das nicht bemerkt haben-
also mit den bemerken ist das so eine sache
versuch mal auf einem schwarzen stück papier einen schwarzen fleck zu sehen

Demo gegen die Dresdensia-Rugia

Wurtsbrot 23.11.2006 - 20:25
Am Samstag 19.00h findet eine Demo gegen die Dresdensia-Rugia statt. Anlass war ein rechtsradikales Neofolk-Konzert [Wolfstanz III]. Das Konzert wurde wegen angesagter Gegenproteste abgesagt!!! Trotzdem bleibt die Dresdensia eine rechte Burschenschaft, gegen die es zu demonstrieren gilt! Treffpunkt 19.00h Berliner Platz, Gießen.

Da gab's wohl Ärger...

Friedel Reinhard 24.11.2006 - 16:55

Burschenschaften"Junge Freiheit ,"Junge Welt"

egal 24.11.2006 - 17:39
GIESSEN

Neonazi im RCDS Gießen
Sendezeit: 23.11.2006 14:38
Autor: Petermann, Anke
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Campus & Karriere
Länge: 03:40 Minuten
 http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2006/11/23/dlf_200611231438.mp3
Text zum Beitrag: Wolf im Schafspelz
 http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/566740/

Nazi im RCDS Gießen
 http://mensagossip.twoday.net/stories/2951806/

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Tübingen: Baden-württembergerischer Fraktionschef der Grünen bei Burschenschaft
Sendezeit: 24.11.2006 05:53
Autor: Götz, Uschi
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Informationen am Morgen
Länge: 03:36 Minuten
 http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2006/11/24/dlf_200611240553.mp3

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HAMBURG
Nur die dritte Strophe
Handwerkskammer will nicht die rechtsextreme Studentenverbindung "Germania" beherbergen
 http://www.taz.de/pt/2006/11/23/a0338.1/text.ges,1

Germania und der rechtsechtreme CDUler Schönbohm
 http://de.indymedia.org/2005/04/112713.shtml
 http://de.indymedia.org/2005/04/112536.shtml
 http://jungle-world.com/seiten/2005/20/5502.php
 http://www.klick-nach-rechts.de/gegen-rechts/2002/06/cdu-csu.htm
Überblick einiger der rechtsextremen Aktivitäten Schönbohms
 http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Sch%C3%B6nbohm#J.C3.B6rg_Sch.C3.B6nbohm_zur_Leitkultur
 http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Sch%C3%B6nbohm

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Dresden: Campusnazis des Monats
autor_in des beitrags 23.11.2006 17:32
 http://de.indymedia.org/2006/11/162834.shtml

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BURSCHEN, NAZIS, BUNDESWEHR GEMEINSAM SEIT AN SEIT

"Volkstrauertag" in Berlin-Neukölln/Bericht
Der kleine Vampir 21.11.2006 18:13
 http://de.indymedia.org/2006/11/162715.shtml

Militaristisches Gedenken in Berlin Neukölln
Der kleine Vampir 17.11.2006 13:04
 http://www.germany.indymedia.org/2006/11/162223.shtml

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JUNGE FREIHEIT

das "Helden Gedenken" in Berlin war Titel Storie der "Jungen Freiheit" 47/06 vom
17. November 2006 mit zwei Artikeln und dem Terminhinweis in der Termin Rubrik

Neben den NPD, DVU, REP Funktionären, waren auch einschlägig bekannte Holocaustleugner.
Einige der in Zivil aber mit Bundeswehr Barett Anwesenden,
begrüßten sowohl die Nazipartei VertreterInnen, als auch die Holocaustleugner...
Mann kennt sich.
Von den 200 Anwesenden, viele mit Uniformen, Fahnen, Emblemen, Symbolen... waren maximal 1/3 Frauen.

Burschenschaften die ich wargenommen habe waren die beiden rechtsextremen/rechtradikalen/faschistischen/ in Teilen nationalsozialistischen Burschenschaften
"Berliner Burschenschaft der Märker"  http://www.maerker-berlin.de/
Gothia Berlin  http://www.gothia.de/

Sammlung von Anti Burschen websites
 http://www.uni-stuttgart.de/hilaritas/NETZ/


"JUNGE FREIHEIT":

Rechtsextremismus hat viele Gesichter...
…die Wochenzeitung''Junge Freihei'' bleibt eines davon.
Von Jörg Fischer
Eine Anhörung der SPD-Fraktion im baden-württembergischen Landtag befasste sich mit jener Zeitung, die als publizistisches Scharnier zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus gilt.
 http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/artikel.php?id=41&kat=41&artikelid=2725


"JUNGE WELT" VORDENKER WERNER PIRKER "Ami go home"

Einigungsfaktor Antiamerikanismus
 http://www.doew.at/frames.php?/projekte/rechts/chronik/2006_01/gansel.html

Januar 2006
Rechts-linke Schnittmengen gegen das Imperium Americanum
Wilhelm Langthaler/Werner Pirker: »Ami go home – Zwölf gute Gründe für einen Antiamerikanismus«
www.deutsche-stimme.de/Ausgaben2006/Sites/01-06-Kultur.html

SIEHE AUCH DAZU UNTEN IN DEN ERGÄNZUNGEN IM GRAUEN BEREICH
 http://de.indymedia.org/2006/07/152360.shtml

Matthias Müller ist nicht irgendwer

egal 26.11.2006 - 00:55
da die indymods mal wieder meinen euch nicht mit den Orginaldokumenten konfrontieren zu können, da ihr nicht mündig genung seit !!!

hier nochmal ein paar Fakten zu Michael Müller ohne die indirekten Hinweise auf die Dokumente

"JUNGE FREIHEIT"
13 ARTIKEL
JF PRAKTIKUM
2 LESERBRIEFE DIE SEINE ARTIKEL BETREFFEN
2 ERWÄHNUNGEN "JF intern"

unter anderem ein ausführlicher Bericht von Matthias Müller
über die 23. Bogenhausener Gespräche der ultrarechten Burschenschaft Danubia München.


Desweiteren berichtet Michael Müller auf der web-Seite des zum gleichen Spektrum der intellektuellen Salonfaschisten, Burschenschaftler etc angesiedeltem faschistischen Think Tank "INSTITUT FÜR STAATSPOLITIK" von der 7. Sommerakademie des IfS
ein älterer Beitrag zum
Institut für Staatspolitik: Günzel in Berlin
egal 13.12.2004 01:37
 http://www.de.indymedia.org/2004/12/101473.shtml

Tja die indys, die schon in der Gründungphase kaum bis kein Interesse hatten,
sich mit Faschismus, Nationalsozialismus etc auseinanderzusetzten
und wenn, es dann nur wiederwillig taten:

Der Redakteur des russischen Indymedia muss abgesetzt werden
(Übersetzung: Franz und Hans) 02.10.2001 02:23
 http://www.de.indymedia.org/2001/10/8304.shtml
 http://www.google.de/search?hl=de&rls=GGGL%2CGGGL%3A2006-36%2CGGGL%3Ade&q=indymedia+Vladimir+Wiedemann&btnG=Suche&meta=

halten euch nicht für mündig genung faschistische Artikel aus der "Junge Freiheit" kritisch zu lesen.

Dann bleibt`s halt weiter beim unreflektiert, niveaulos, reaktionären "Nazis raus" Gegröhle, ohne Hintergrund und Zusammenhangs Wissen, ohne Argumnentationskraft...
Wie bei der Wahlzulassung der WASG als die NPD Führungsfunktionäre Frank Schwerdt und Eckart Bräuniger direkt neben den WASG AnhängerInnen und FunktionärInnen saßen und die nichts merkten.


hier noch was zum Thema Burschen



Berlin-Burschenschaftler werben am Gymnasium
gymmiberlin 20.11.2006 13:27
 http://de.indymedia.org/2006/11/162582.shtml

Müller auch bei Reps aktiv

Kenner 04.12.2006 - 18:01
Matthias Müller ist auch bei den Republikanern aktiv. Er nahm am 2.12. in Berlin an einem Stand der REPs teil.

links auf dem Bild!

@ Müller auch bei REPs aktiv

knowing 10.12.2006 - 11:41
Bei dem REP-Stand unterstützt Matthias Müller wohl den Berliner REP-Kandidaten Björn Clemens (der Blondschopf in der Bildmitte). Clemens vertrat Müller bei einem Prozess in Heidelberg am 30.11.06 als Nebenkläger gegen einen Antifaschisten (der Müller geoutet haben soll) (siehe: ).
Zur Person von Björn Clemens: Clemens war bis zu diesem Wochenende (09./10.12.2006) stellvertretender REP-Vorsitzender und scheidet nach seiner gescheiterten Kandidatur um den Bundesvorsitz gegen Rolf Schlierer wohl nun aus dem Bundesvorstand der REPs aus. Sein Vorhaben war es die REPs näher an NPD und DVU ranzuführen. Er ist Mitglied der rechtsextremen Marburger Burschenschaft Rheinfranken und ein Studienfreund des säsischen NPD-Abgeordneten Jürgen Gansel, den er auch schon vor Gericht verteidigte. Gansel ist wiederum Bundesbruder von Matthias Müller bei der rechtsextremen Gießener Burschenschaft Dresdensia-Rugia.

Materialsammlung zum Fall Müller

duib 10.12.2006 - 11:51
Eine ausführliche Materialsammlung zum Fall Müller gibt es hier:
 http://infoladenludwigsburg.plentyfact.net/infoladen4/sections/news/news_show.php?id=1259

taz 21.11.06 "Rechtsaußen im RCDS"

(muss ausgefüllt werden) 16.12.2006 - 07:42
DAS TAZ ORGINAL IST BIS HEUTE GESTÖRT
Um "Schaden vom RCDS abzuwenden", erklärte Müller (25) inzwischen seinen ... "Es ist nicht glaubhaft, dass das alles dem RCDS nicht aufgefallen sein soll", ...
 http://www.taz.de/pt/2006/11/21/a0080.1/text

SPIEGELUNGEN DES ARTIKELS

IM FORUM MIT WERITEREN KOMMENTAREN
 http://forum.uni-due.de/viewtopic.php?p=97763

 http://www.hsg-hannover.de/index.php?option=com_content&task=view&id=59&Itemid=59


Rechtsaußen im RCDS
SPD sieht "Skandal" bei hessischer Studentenunion

FRANKFURT/MAIN taz Nachdem bekannt wurde, dass der mutmaßliche Neonazi Matthias Müller ein Jahr lang stellvertretender Vorsitzender der
Hochschulorganisation der CDU (RCDS) in Gießen war, fordert die SPD im
Hessischen Landtag vom Landesvorsitzenden der hessischen CDU,
Ministerpräsident Roland Koch, eine "sofortige und vollständige
Aufklärung der absolut unglaublichen und schwerwiegenden Vorgänge". Die aktive und offensichtlich absichtliche Einbeziehung eines Neonazis in
die Arbeit der Studentenunion sei "in jedem Fall ein Skandal".

Um "Schaden vom RCDS abzuwenden", erklärte Müller (25) inzwischen seinen Rücktritt vom Vizevorsitz der Studentenorganisation. Müller studiert in Gießen Politik, ist Vorsitzender der Jungen Landsmannschaft Ostpreußen
in Südwestdeutschland und Mitglied in der Burschenschaft Dresdensia-Rugia. Mitglieder dieser Gießener Burschenschaft machten in
der NPD Karriere. Jürgen W. Gansel etwa schaffte es auf der Liste der
NPD bis in den sächsischen Landtag.

Müller marschierte mit bei mehreren Demonstrationen von
Rechtsextremisten und schreibt für die Junge Freiheit, der im hessischen
Verfassungsschutzbericht "antidemokratische und antisemitische
Vorstellungen" attestiert werden.
Seine Junge Landsmannschaft Ostpreußen wird als "in Teilen rechtsextremistisch" eingeschätzt. Dem ZDF-Magazin "Frontal 21" sagte Müller einmal, dass rechte Skinheads "ganz normale Jugendliche" seien, "die sich zu ihrem Volk und zu ihrer Nation bekennen".
Gefilmt worden war auf einer Tagung der NPD.
"Es ist nicht glaubhaft, dass das alles dem RCDS nicht aufgefallen sein soll", so der grüne Landtagsabgeordnete Jürgen Frömmrich.

KLAUS-PETER KLINGELSCHMITT taz vom 21.11.2006, S. 6, 58 Z. (TAZ-Bericht)


"Gegendarstellung" von Dieter Stein "Junge Freiheit" Gründer und Chef
 http://www.taz.de/pt/2006/11/23/a0124.1/text

NPD-Kaderschmiede Dresdensia-Rugia 2005

(muss ausgefüllt werden) 16.12.2006 - 07:51
AUSFÜHRLICHE INFOS

 http://www.stud.uni-giessen.de/asta/images/stories/Pdf/antifa.pdf

Aufruf - 19.05.05 von faugi
Broschüre und Demo in Gießen
„NPD-Kaderschmiede Dresdensia-Rugia dichtmachen!“
 http://www.fau.org/ortsgruppen/lahn/art_050519-215731

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