Bürgerfunk in NRW in Gefahr

Der rasende Reporter 15.11.2006 21:05 Themen: Medien
Der Bürgerfunk in NRW steht vor drastischen Einschränkungen, die für viele Gruppen und Radiowerstätten das Aus bedeuten könnten.
Im Sommer 2005 wurde die Rot/Grüne Landesregierung in NRW von einer Schwarz/Gelben abgelöst. In einer ersten Koalitionsvereinbarung hieß es, dass man über den Bürgerfunk in NRW neu verhandeln wolle. Jetzt scheint eine Entscheidung anzustehen. Noch in diesem Jahr will der Landtag in Düsseldorf über eine Gesetzesnovelle abstimmen.
Ziele: Es soll nur noch eine Stunde Bürgerfunk/Tag geben (bisher 2 Stunden).Der Bürgerfunk soll später beginnen,20 oder sogar 22 Uhr sind im Gespräch (bisher war Start um 19 Uhr). Die finanzielle Förderung des Bürgerfunks soll neu geregelt werden (Klartext: es soll Kürzungen geben, viele Radiowerkstätten stünden vor dem aus).

Bürgerfunk bietet Jugendlichen, Senioren, Sportlern, Migranten, Kulturschaffenden,Umweltaktivisten, Menschen mit Behinderung.............die einmalige Möglichkeit sich in der breiten Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen. Ohne Zensur, ohne finazielle Abhängigkeiten. Egal ob Punkrocksendung oder Rollstuhlsportler.

Es gibt aber auch Widerstand gegen die Änderungen.Infos: www.lbf-nrw.de

Tragt euch in die Unterschriftenliste ein! Wenn ihr aus NRW kommt: Schreibt "euere" Abgeordneten an (v.a. CDU & FDP, erklärt ihnen, warum der Bürgerfunk erhalten und gefördert werden muss.
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Ergänzungen

Leider nicht ohne Zensur

Karla Kolummna 16.11.2006 - 17:31
Der Bürgerfunk ermöglicht leider nicht immer das Zensur-freie arbeiten. SO habe ich vor mittlerweile 4 Jahren die Erfahrung gemacht, dass Chefredakteure des jeweiligen ausstrahlenden Lokalradios, in diesem Fall "Antenne Unna", bei allzu kritischen Liedern und Textbeiträgen einfach mal eine Sendung nicht ausstrahlen unter dem Vorwand die Songauswahl wäre teilweise nicht legal. Beweise dafür wurden keine geliefert und wir bekamen nicht einmal gesagt, dass unsere Sendung nicht den selbstgemachten Kriterien entspricht.
Also generell ist Bürgerfunk eine wirklich gute Sache, die sich viel mehr Gruppen zu Nutzen machen könnten, mit der Einschränkung das im Zweifelsfall die Redaktion des jeweiligen Lokalradios das letzte Wort hat.

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