Medienaktivismus zum G8 2007
Samstag, 11.11.2006, 22:47 Uhr. Ich sitze in einer Ecke einer Turnhalle neben einer Kabeltrommel, der Akku meines Notebooks ist runter, deswegen der Umstand. Um die Halle gruppieren sich nicht gerade ansehnliche Hochhausblöcke. Lichtenhagen ist um die Ecke, dieses Viertel heißt Groß-Klein, schon irgendwie ein Widerspruch. Neben mir baut sich eine Box auf, die mit ansteigender Lautstärke darauf hinweist, dass jetzt Party angesagt ist – Zeit sich auch auf einer menschlichen Ebene kennen zu lernen. Endlich, nach 10 Stunden Dauerplenum auf dieser 2. Aktionskonferenz gegen den G8-Gipfel in Rostock.
Ein großes Bündnis verschiedenster Aktionsgruppen, NGOs und anderer Zusammenhänge hatte eingeladen. Da die Zeit bis zum Juni 2007 immer mehr schwindet, überkam auch uns der Gedanke den Hintern endlich hochzubekommen und den langen Weg nach Rostock auf uns zu nehmen. Vor Ort fanden sich ca. 500 Menschen aus den unterschiedlichsten Protestbewegungen, die im Laufe dieses Tages in verschiedenen Workshops, hier Module genannt, mehr oder weniger zusammen finden sollten. Das Treffen der MedienaktivistInnen, dem wir unsere Zeit bei dieser Konferenz widmen wollten, wird dank internationaler Teilnahme konsequent in Englisch abgehalten. Trotz der nicht immer einfachen Sprachbarriere werden eine Menge spannende Ideen gesponnen und eine viel versprechende Zusammenarbeit begründet bzw. vertieft. Audio- und Videoproduktionen sind im größeren Umfang, z.T. auch live während des Gipfels geplant. In der Stadt und wenn irgend möglich auch im angedachten Camp sollen Independent Media Center entstehen und den MedienaktivistInnen mit einer angemessenen Infrastruktur zur Verfügung stehen.
Große Visionen und ebenso viel Arbeit und Unterstützung werden nötig sein, um diese Pläne zu verwirklichen, und das kann durchaus als Aufruf an den Leser verstanden werden. Neben einer Menge Hardware (PCs, Netzwerke, Router, Beamer, ...) die besorgt sein will fehlen zur Zeit vor allem technisch interessierte Menschen, die die Medienprojekte im Juni 2007 mit ihrem Fachwissen unterstützen und betreuen. Also ihr Geeks, Techies und alle anderen Medien- oder auch nicht Aktivisten: lasst was von euch hören!
Insgesamt war die Zeit natürlich wieder einmal viel zu kurz, um alle Ideen zu Ende zu diskutieren und alle Pläne im Detail zu erdenken. Zumal am Abend noch ein Großplenum mit allen Anwesenden angesetzt war und wer je an solch einer Veranstaltung teilgenommen hat, weiß um deren Qualitäten. Wie üblich und zu erwarten versuchten auch hier Einzelpersonen mit obskuren Methoden ihre Meinung durchzudrücken, was aber im Großen und Ganzen erfolgreich abgewehrt werden konnte. Wir werden ja erleben, ob der Gegengipfel nun an einem Sonntag oder Montag beginnt (die überwältigende Mehrheit im Publikum bevorzugte die Sonntag-Variante).
Die wichtigsten Eindrücke und Erkenntnisse meinerseits: einen internationalen G8-Protest plant man nicht in deutsch, es ist noch wirklich viel zu tun in den nächsten 7 Monaten, wenn das mit der Power so bleibt, dann wird das wirklich dick!
Und jetzt geh ich feiern.
Kontaktmöglichkeiten
Mailingliste: g8-mediaactivism[stopspam]lists.nadir.org (english)
IRC: irc.indymedia.org#g8-tech (english) ( Direktlink:
http://chat.indymedia.org/?chans=g8-tech )
Große Visionen und ebenso viel Arbeit und Unterstützung werden nötig sein, um diese Pläne zu verwirklichen, und das kann durchaus als Aufruf an den Leser verstanden werden. Neben einer Menge Hardware (PCs, Netzwerke, Router, Beamer, ...) die besorgt sein will fehlen zur Zeit vor allem technisch interessierte Menschen, die die Medienprojekte im Juni 2007 mit ihrem Fachwissen unterstützen und betreuen. Also ihr Geeks, Techies und alle anderen Medien- oder auch nicht Aktivisten: lasst was von euch hören!
Insgesamt war die Zeit natürlich wieder einmal viel zu kurz, um alle Ideen zu Ende zu diskutieren und alle Pläne im Detail zu erdenken. Zumal am Abend noch ein Großplenum mit allen Anwesenden angesetzt war und wer je an solch einer Veranstaltung teilgenommen hat, weiß um deren Qualitäten. Wie üblich und zu erwarten versuchten auch hier Einzelpersonen mit obskuren Methoden ihre Meinung durchzudrücken, was aber im Großen und Ganzen erfolgreich abgewehrt werden konnte. Wir werden ja erleben, ob der Gegengipfel nun an einem Sonntag oder Montag beginnt (die überwältigende Mehrheit im Publikum bevorzugte die Sonntag-Variante).
Die wichtigsten Eindrücke und Erkenntnisse meinerseits: einen internationalen G8-Protest plant man nicht in deutsch, es ist noch wirklich viel zu tun in den nächsten 7 Monaten, wenn das mit der Power so bleibt, dann wird das wirklich dick!
Und jetzt geh ich feiern.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Kosten für den G8-Gipfel
Groß Klein???
Lügner!
wer macht mit?
naja, was ich fragen wollte: welche medienmacher aus rostock machen denn bei euch mit?
@jule
kontakt:
Groß Klein / Kosten
Zu den Kosten: Ich denke, daß die Zahlen, wie so oft, wenn öffentliche Träger zahlen sollen, geschönt sind. Ergo kommen auf M-V beträchtlich höhere Kosten zu. Darüber werden sich die Nazis freuen, denn in großen Gebieten sind sie schon jetzt in M-V aktiv dabei, das sich immer mehr zurückziehende Sozialsysteme zu ersetzen.