28.10. Celle - Voller Erfolg

aac@gmx.de 29.10.2006 16:26 Themen: Antifa
- Nazidemo verboten - Aus Antifa-Kundgebung entwickelt sich Spontandemo - Kraftvolle Demo auf der Naziroute - Strategie des Polizeichefs geht nicht auf - Nazis machen sich zum 4mal lächerlich -
Der von Gerd Wiechmann angemeldete Naziaufmarsch in Celle fand nicht statt, da der Anmelder es verplant hatte gegen das Verbot der Demo zu klagen. Er hatte nur Widerspruch eingelegt und somit ist ihm der gleiche Fehler unterlaufen wie Christian Worch im Januar. Deshalb war es ihm nicht mehr möglich die Demo durchzuklagen, woraufhin die Nazis nur noch nach Göttingen mobilisierten.
Dennoch war es dem Antifaschistischen Bündnis in Celle wichtig eine laute und starke Antifademo durchzuführen. Die ursprünglich angemeldete wurde jedoch faktisch verboten und übrig blieb nur noch eine genehmigte Kundgebung, welche auf eine Stunde begrenzt wurde.
Celles Polizeichef Gerd Schomburg hatte die Strategie keinerlei antifaschistischen Protest im Heesegebiet, dem Stadtteil, indem die Nazis marschieren wollten, zuzulassen. Trotz des Demoverbotes der Nazis, blieb die antifaschistische Demo weiterhin verboten und es sollte auch keine Ersatzverantstaltung erlaubt werden.

Um 15:30 begann die Kundgebung des Antifaschistischen Bündnisses in den Triftlagen. Drei Redebeiträge wurden verlesen, von der Lüneburger Antifa, Charlie Brown vom DGB und der AAC. Trotz Regen war diese mit ca. 200 Teilnehmern gut besucht.
Nach der Kundgebung entfernten sich die Kundgebungsteilnehmer schnell in Form einer Spontandemo geschlossen in Richtung Bahnhof. Auf dem Weg dahin kam es zu einer Rangellei mit den Bullen, welche von der neuen Situation komplett überfordert waren, und versuchten den Weg in Richtung Bahnhof und damit auch der Heese zu versperren. Als schließlich die Demo gestoppt wurde, reagierten die Bullen auf die Anmeldung einer Demonstration sehr schnell und kooparativ - auch den Anspruch, die Route der Nazis laufen zu wollen, akzeptierten sie ohne Einspruch.
Somit zog ein lauter und kraftvoller Demozug durch den Stadtteil Heese-Neustadt, genau dort wo die Nazis marschieren wollten, um damit ungestört ihre menschverachtende Propaganda zu verbreiten. Die Zahl der Demoteilnehmer nahm stetig durch Bewohner des Stadtteils zu, was auch ihre Einstellung zu den Nazis verdeutlicht. Die Demo endete mit über 250 Teilnehmern nach ca. einer Stunde auf dem Bahnhofsvorplatz. Dort wurde nocheinmal der Erfolg der Demo ausgesprochen und deutlich gemacht, dass falls die Nazis es je schaffen oder auch nur versuchen sollten eine Demonstration zu stande zu bringen, dass man ihnen wieder lautstark und kraftvoll entgegentreten wird.
Die heraufbeschworenen Krawalle von Polizeichef Gerd Schomburg blieben aus. Dieser hatte im vorhinein den Heese-Bewohnern geraten nicht einkaufen zu gehen oder am besten nicht das Haus zu verlassen. Er entsann ein Szenario in welchem randalierende Kleingruppen durch das brennende Celle ziehen. Wenn die Einsatzleitung, welche die Demo stoppte, die Strategie von Herrn Schomburg übernommen hätte, wäre es an diesem Tag jedoch nicht so friedlich geblieben.

Die Nazis haben schon angekündigt es bald wieder zu versuchen. Doch wir werden uns ihnen in den Weg stellen.
Wir werden nicht akzeptieren, wenn Stadtverwaltung und Polizei wieder versuchen sollten, uns zu kriminalisieren und einen protestfreien Stadtteil zuschaffen.

Faschismus bekämpfen - Kapitalismus abschaffen

Antifaschistische Aktion Celle 29.10
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Ergänzungen

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UndsoWeiter 30.10.2006 - 01:17
Was dazuzufügen wäre, ist, daß die Stadt Celle konsequent verschweigt, wo Infotische der Nazis stattfinden, und auch sonst jede Form von Widerstand zu verhindern sucht.

Ich denke, es wurde klar gezeigt, das wir uns nicht verbieten lassen, den Nazis in die Suppe zu pissen, und das wir uns auch durchsetzen.

antifaschistische Grüße

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 8 Kommentare an

Kompliment — Antifa

Zu Veranschaulichung — Der Ergänzer

Anti — Der Molch

@ georgi — hans wargel

Einfach — Hubert

1. FC Antifa — fussballkeks

@ 1. FC Antifa — spiast