50 Jahre Migration

Thomas Mitsch 25.10.2006 14:52 Themen: Kultur
Der Herausgeber des Buches „Das Land – das nicht unser Land war“, Bernadino Di Croce war der Einladung des Ortsverbandes der WASG Esslingen in den Palm`schen Bau gefolgt.
Croce und die ebenfalls angereiste Mitautorin Nuran Demir lasen Passagen dieses Bandes indem Erzählungen, Erlebnisse und Erfahrungen aus 50 Jahren Migration eingefangen sind. Bernardino Di Croce, der selbst einst als „Gastarbeiter“ nach Deutschland kam und der Verein Migration & Integration in der Bundesrepublik Deutschland e.V. haben für dieses Buch Migranten/innen der ersten, zweiten und dritten Generation um ihre Erinnerungen, ihre eigene Sicht nachgefragt. So entstanden Rückblicke auf persönliche Schicksale und gesammelte Erfahrungen. Spannende, heitere, ernste Geschichten und authentische Berichte - aber auch Ausblicke auf unser gemeinsames Leben und unsere gemeinsame Zukunft. Zahlreiche, überwiegend bisher unveröffentlichte Fotografien machen den Band zusätzlich zu einem besonderen Dokument der Zeitgeschichte.
50 Jahre Geschichte der Arbeitsmigranten/innen in Deutschland ist, laut WASG Kreisvorstandssprecher Thomas Mitsch, für viele Betroffene eine Geschichte der persönlichen Erfolge und der glücklichen Momente, aber auch der Enttäuschungen, Niederlagen und des Versagens. Deutschland, „das Land, das nicht unser Land war“, hat sich in diesen Jahrzehnten rasant verändert - nicht zuletzt auch durch die Migranten selbst.
Bei der anschließenden Diskussion mit dem interessierten Publikum zeigte sich das ein grundsätzliches Bedürfnis besteht, die Geschichte der Migranten/innen aufzuarbeiten aber auch die im Zusammenhang der aktuellen Ereignisse, wie z.B. Nahostkonflikt und den Äußerungen vom Papst zu diskutieren. Eine zweite Lesung ist gemeinsam mit dem Verein Ausländer und Deutsche Gemeinsam e.V. (ADG e.V.) in Esslingen geplant.
Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen