Die Antifa ist Tod (zumindest in Berlin)

Jens Anger 21.10.2006 19:14 Themen: Antifa
"Reinickendorf wir warn da Autonome Antifa" ?!?
Nachdem Spektakel in Leipzig, wo versucht wurde mit allen Mitteln in jeder Strasse den Naziaufmarsch von Worch aufzuhalten, bin euch morgen schon fast depressiv aufgewacht.
Es sollte heut gegen mehr als 1000Neonazis gehen...das in Berlin. Im Normalfall reichen 200Neonazis um die City lahm zulegen und die Antifa für einen Tag beschäftigung gibt. Meist beschäftigen sie sich mit weggeschoben werden, Platzverweise erteilen, abfotographiert werden oder selber Paparazziähnlich von jeder Aktion und jeder Person Fotos zu machen.
Heute in Reinickendorf war von vornherein klar das die Demo und alles fürn Arsch war. Allein das Berlin 1000Bullen u.a. aus dem Saarland, Bayern, Duisburg, Erfurt, Schwerin und anderen Bundesländern holte zeigte das sie es im Gegensatz zu den Leipzigern ernst meinten.
Angekommen sah es nur nach 500Antifas aus, die in hinter Bullen kaum zusehen waren. Auf der anderen Seite der Berliner Strasse liefen Nazis rum, Filmten und fotographierten. Es störte niemanden.
Dann lief die Demo los. Aber was war das? Erst gab es gar kein Fronttransparent, dann das Transparent der AIWP. Später bestand es aus dem berühmten "Anti-1,5meter-Transpi". Es gab keine Seitenbanner und keinen Block. Thats Berlin. In anderen Städten in NRW haben Antifas gegen das 1,5m geklagt und Recht bekommen. In Berlin wird erst das Transpi zurechtgestutzt und nun gar nciht mitgebracht oder was? Wie soll ein kraftvoller Block formiert werden wenn alle wie auf ner Butterfahrt umherlaufen? Die Sprüche waren auch wieder...total "S-U-P-E-R" und das dazugehörige OI-Punk-Gemisch auch. Die Route war der grösste Mist. Gleichzeitig mit den Nazis loszulaufen, die ne kürzere Strecke vorsich hatten ist ja wohl mal absoluter Mist. Dann geht es durch die Walachei...vorbei an Wäldern und Seen. Antifa = Kaffeefahrt oder was?
Am Ende ging es an die Gitter, bzw. versuchten viele per Dezentraler Aktion n die "konzertbühne" heranzukommen. Überall waren Zivis oder Wannen. Die U-Bahn hielt an 3 Stationen nicht mehr, aber mensch konnte das Konzert beobachten beim Vorbeifahren. Nach meiner Einschätzung waren es 600-800 Nazis, die Bühne war ein LKW und es gab ein Pavillion wo entweder die Technik oder Essen gebunkert war. Richtung Tegel standen ca. 5-6Hundertschaften. Im weiteren Umfeld nochmal locker 5 Ehus und selbst an entfernten S-Bahnhöfen standee bis zu 300BDP-Ehus. Im Umkreis des Konzert fuhren mehrere Ehus ebenfalls als Checker. Selbst die Autobahnabfahrt war gespert worden.
Es war von Anfang klar das nix möglich ist...aber es war noch weniger als nix. Die Berliner Szene ist was Militanz angeht Tod. Sie lässt alle mit sich machen egal ob Auflagen oder auf Demos.
An sich waren in Reinickendorf 1000Antifas, 800Nazis, 2000-2500Bullen. Wenigstens hat es nicht geregnet.

Ich hoff ja das wir uns irgendwann an die 90er Jahre erinnern. Wuhlheide...ThälmannPark...oder geht sowas immer nur am 1.Mai oder an Hisorischwchtigen Tagen?
Andere Frage...Gibt es nen Naziaufmarsch in Hamburg, Göttingen(sogar dort nur ne Kundgebung), Leipzig, Magdeburg fahren alle dorthin und es wird Bundesweit mobilisiert. Findet ein Aufmarsch in Berlin statt so sind die beiden Ausser Berliner strukturen, die anzutreffen sind, die Bernauer und KW´ler.
Was los mit Leipzig? Hamburg? Es gab mehrere Posts zu dem Thema auf Indy. Warum gibt es keine Züge oder Busse? Es war doch klar das es hier nicht um 100Nazis geht.

Ändert sich nicht langsam was an der Berliner Mobilisierungsart(allein das die aapb, die einzigen mit nem Aufruf waren ist schwach) gewinnen die die Worchs und Voigts den Kampf um die Strasse in Berlin. Dann hat der Spruch "Gebt den Nazis die Strasse zurück" dieses erreicht. Es muss das Ziel sein, GERADE in der Hauptstadt Deutschlands, in ihrem Zielort ihnen sich auch Militant entgegenzustellen und ihnen zu zeigen das Berlin nicht ihr Demogebiet ist, sondern das die Straßen uns gehören und wir sie nicht dulden.


Laut Berliner Verfassungschutz gibt es knapp 1000 Autonome in Berlin. Wo sind die? Wann waren das letzte mal 1000Autonome bei einem Naziaufmarschin Berlin auf der Strasse? Oder zählen die Grünen, die WASG und die Falken jetzt zu Autonomen Gruppierungen?!?

Kampf gegen die 1,5m Regel !
Kampf gegen die KaffeefahrtAntifa !
Kampf gegen Neonazis !


P.S.
WIESO müssen immer irgendwelche Fotographen die keirn kennt vorne am Edmoanfang rumhuschen und Fotos machen? Kann da nix gegen gemacht werden? Wer ist das? Wo landen die Fotos? Und an die Antifas die Fotos machen...lasst es doch einfach mal...es nervt tierisch am ende sich auf irgeneiner Seite oder bei Ind erkenne zudürfen. Das gleiche gilt für Videos.
Selbstdarstellung statt Aktion???
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Ergänzungen

Kann nur zustimmen...

egal 21.10.2006 - 20:02
Jedes mal das gleiche. In Berlin geht gar nix. Ich bin heute morgen aufgewacht und mir war klar, dass es wieder genauso wird wie immer. Die ganze Zeit rumlatschen um im Endeffekt nix zu erreichen.

Der letzte Aufmarsch, der erfolgreich blockiert wurde war imho am 1.5.04 (und das wohl auch nur, weils in Friedrichshain war). Den 8.5.05 kann mensch wohl nicht zählen, da das ja von der Politik so gewollt wurde.

Wann gabs davor das letzte mal richtig Stress für die Nazis? Bin wohl zu jung um mich dran zu erinnern.

Zustimmung

Nicht auf der Demo 21.10.2006 - 20:26
Die Antifademo war wirklich gut abgeschirmt von den Neonazis, im Gegensatz zu denen, die nicht auf der Demo waren. Möglichkeiten an die Nazis ranzukommen hätte es sonst einige geben können, vom Sammelplatz der Nazis bis an die Konzertbühne. Die Nazidemo wurde so nur von einem kleinen Häuflein Gegendemonstranten mehr oder weniger lautstark begleitet...

frage

... 21.10.2006 - 20:42
was sind ehus?

berlin, berlin

assel 21.10.2006 - 20:55
dass hier in berlin nicht viel geht, ist richtig! das berlin fest in nazihand ist, kann mensch wirklich so nicht sagen! klar gibt es in berlin viele nazis... wie in allen großen städten! und eine rote hochburg? redest du von zeiten als westberlin exklave war oder was meinst du? zum anderen ist es richtig und wichtig naziaufmärsche zu stören oder zu verhindern wenn möglich, aber das ist nicht der eigentliche politische kampf... es ist ein teil, aber mensch darf dabei nicht vergessen, dass nazis auch "nur" ein phänomen der gesellschaftsstruktur sind! antifaschismus und anarchismus ist nicht nur "nazis aufs maul hau'n" es ist viel mehr! wenn sich kiddies, die krawall wollen, "bürger" und was weiß ich für leute gegen nazis stellen, dann ist das ok... meinetwegen!
die sache ist, dass der eigentlich kampf sein sollte, die gesellschaftlichen strukturen, die erst die braune brut ermöglichen, zu bekämpfen und nicht nur die symptome! und in dem kapf nützt es niemanden was, ob nur nen einzelner nazi was auf's maul bekommt! natürlich ist es scheiße, dass die öffentlich in den massen konzis abhalten können, keine frage!
wer nur auf action und randale aus ist, soll nur machen, aber es löst nicht das eigentliche problem... die überlegungen ob ne gegendemo denn viel action bringt und davon auch abhängig zu machen ob mensch hingeht, ist ziemlich arm und nützt dem politischen kampf nicht viel... es sei denn jemand will gerne freiwillig kanonenfutter spielen...

Gegen linke Radikale,Für eine radikale Linke!

Popantifa 21.10.2006 - 20:57
Das zentrale Hauptproblem der Berliner Szene scheint mir zu sein, dass sie nicht fähig ist über den eigenen Tellerand hinauszuschauen. Was wäre so schlimm daran gewesen, wenn sich alle Am Jugendblock auf der Anti-Sozialabbaudemo beteiligt hätten und dann der Block geschlossen nach Tegel hochgefahren wäre? Hätte man die Mobilisierung richtig verknüpft, wäre man auch auf die 1000 Personen mindestens gekommen. Aber nein! die Damen und Herren Antifa müssen natürlich auf ihre obligatorische 250 Mann Demo irgendwo in der Pampa gehen, die vor jedem Naziaufmarsch zum Pflichtprogramm zu gehören scheint. Die meisten "Szenegrößen" sind übrigens gar nicht erst nach Tegel gefahren, weil sie natürlich genau wissen was für ein Scheiß das ist am Stadtrand Nazis zuzugucken anstatt in der Innenstadt die DGB-Mobilisierung für direkte Aktion zu nutzen.

laberfritzen

dasur 21.10.2006 - 21:12
Man kam locker auf direktem Weg zum S-Bahnhof auf 10meter ran, direkt üer berliner bis zum knast. demo ist eh bei sownig leuten dumm 1000 waren das niemals, und wo waren sie eigentlich als die zu Ende war? Egal, ansonsten gabs wohl gute Wege durch den tegler Forst.

was weiß ich

puschel 21.10.2006 - 21:18
Ich weiß nich, aber ich glaub über die nazidemo war über berlin hinaus auch nich viel bekannt, wenn man ein bischen mehr "werbung" für die gegendemo gemacht hätte und mehr informiert hätte, wären sicher auch mehr gekommen (oder hab ichs nur nich gelesen, aber es stand doch fast nirgendswo da was drüber). musste aus dem online ticker der fr erfahren, dass in Berlin ne demo mit 1000 nazis war.

Foto-Mensch

Mike 21.10.2006 - 21:50
nur fix ma wat zum thema fotos:

ich für meinen teil war für das umbruch-bildarchiv mit kamera vor ort. wenn du mich gefragt hättest hätte ich dir dat auch vor ort sagen können. jetzt hier angesäuert frust abbauen bringt keinen weiter.

zum anderen gibs auch sicher journalisten jenseits von Berliner Zeitung und Morgenpost die über derartige Demos mit bildmaterial berichten wollen. wenn es auch nur einen stören sollte, liegt es an jedem selbst zum lauti zu gehen und über diesen aufzufordern das fotografieren einzustellen. das wird dann in der regel auch befolgt.

zur allgemeinen situation in berlin:

ich bin auch immer noch ein wenig verwirrt, warum sich wirklich alle kleingruppen von bedeutend weniger bullen vor sich hertreiben lassen haben wie williges vieh. kein aufbegehren, keine ketten und nur selten wenigstens rum diskutieren. das ist traurig. aber die erfahrungen mit den cops sitzen bei vielen sicher tief im gedächtnis. ich will da auch niemanden einen vorwurf draus machen. wenn mensch sich keine beulen, verätzungen und ausgerenkte gliedmaßen holen will ist das ok wie ich finde.

UND AUSSERDEM ist mir das völlig schnuppe ob berlin nu deutschlands hauptstadt ist oder nicht. entgegentreten kann und sollte man dem pack immer und überall.

der autor dieses berichtes tut für die zukunft gut daran, sich mehr einzubringen und seine wut nicht nur verbal bei indy abzulassen, sondern sich VORAB mit der mobilisierung und dem transpi basteln zu beschäftigen! es sind ja immer die gleichen die sich den arsch aufreissen und sich auspowern bis zum geht-nicht-mehr und dann mit einem magengeschwür enden oder dem ganzen k(r)ampf den rücken zuwenden. und wenn dann mal andere hinzukommen, so wie die kiez-parade menschen (friedrichshain) werden die auch noch angekackt, weil die musik nicht revolutionär genug war und die menschen nicht verbissen und ernst genug waren.

für mehr engagement von vielen
für mehr kommunikation zwischen vielen
für mehr vielfalt

polizeiticker

Strohhut-Junge 21.10.2006 - 22:03
"Ein besonderes Augenmerk hatten die Einsatzkräfte auf eine Demonstration der NPD in Reinickendorf gerichtet. Hier zogen knapp 750 Personen vom S- Bahnhof Tegel zum U- Bahnhof Holzhauser Straße und anschließend zurück zum S- Bahnhof. Bei einer Zwischenkundgebung an der Holzhauser Straße nahmen Polizeibeamte den Sänger einer Band fest. Gegen ihn wird nun ermittelt, nachdem er sich in einem Lied volksverhetzend geäußert hatte.

Gegen Mittag formierten sich in Reinickendorf bei drei Gegenveranstaltungen knapp sechshundert Menschen, um gegen den NPD- Aufzug zu demonstrieren. Auch diese Aktionen verliefen friedlich.

Nach derzeitigem Stand wurden insgesamt 16 Personen im Rahmen der NPD- Demonstration festgenommen. Gegen sie wird nun u. a. wegen Volksverhetzung, wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen und wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ermittelt."


Quelle:  http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/49168/index.html

nicht heulen, handeln!

Teilnehmer 21.10.2006 - 22:05

Wir müssen endlich anfangen uns alle wieder loyaler zu verhalten und im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein!
Das Problem der Linken in Berlin ist, das sie scheinbar nicht in der Lage ist, sich spontan zu organisieren. Alle stehen planlos rum, Grüppchen setzen sich ab und stehen schhließlich alleine da, andere regen sich auf, wie schlecht die Orga ist. Durch den Wald ist mensch Anfangs noch bis direkt an die Bühne der Nazis gekommen. Da hätte viel mehr passieren müssen. Leider waren im richtigen Moment jedoch wie so oft nicht genug militantisch motivierte am Start. Und statt die Stellung zu halten, waren am Ende plötzlich alle weg. ganz nach dem Motto bringt ja eh nix. Das ist depremierend!

sie ist tot jim...

linke aktivistin 21.10.2006 - 22:15
tja, wenn eine bewegung es nicht versteht ihre methoden, strategien und aktionsformen veränderten gesellschaftlichen bedingungen anzupassen, dann rutscht sie halt in die marginalität. antifa war mal stark, jetzt nicht mehr. welche schlüsse werden daraus gezogen, gar keine. die szene ist autistisch und nur noch auf sich selbst bezogen, der normale mensch wird nicht erreicht, gesellschaftlicher rassismus angeprangert, jedoch nicht dort bekämpft wo er vorherrscht.

die antifa-szene ist durch und durch rassistisch, strukturell rassistisch könnte mensch auch sagen. es gibt faktisch keine mitglieder in antifas mit migrantischem lebenshintergrund. das gleiche bild in der linken szene überhaupt. nur weil antifa-demos für die öffentlichkeit einen gewissen attraktionswert besitzen wird über sie berichtet, ansonsten kann sie keinerlei gesellschaftliche, politische impulse setzen.

reflektionen über militanz? finden nicht statt. über kapitalismus, ausbeutung, rassismus, sexismus, homophobie? smashen, angreifen und so weiter. die szene ist nicht mehr sonderlich links, es gibt keinerlei theoretischen grundlagen, das ist auch der grund weshalb der normale antifa nach ein paar jahren auch wieder aussteigt. und auch der grund warum seit den 90ern, die politischen präfernzen der szene scheinbar beliebig wechseln. erst autonom sein, dann kommunistisch, danach war der anarchismus groß im rennen, heutzutage sind fast alle antifas deutschlands anti-deutsch(stichworte: kapitalismus, imperialismus, rassismus...), auch wenn sie es nicht zugeben.

auch auf soziale kämpfe wird nicht eingegangen. die streikbewegung und montagsdemos werden von außen kaputtkritisiert und es wird nicht versucht in soziale bewegungen einzugreifen und sich einzubringen.

die antifa kriegt nichts mehr gebacken, die leute laufen ihr weg und sie wird immer mehr zu einer pseudo-linken, pseudo-radikalen formierung. denkt euch mal was neues aus, antifa bringt gar nichts mehr.

tschüss szene!

RBB Berichtet

egal 21.10.2006 - 22:46
Beschissene Berichterstattung von RBB unter  http://www.rbb-online.de/abendschau/

Antwort

pöpi 21.10.2006 - 23:08
Ehu=Einsatzhundertschaft

Standortdenken?

nen typ halt 21.10.2006 - 23:18
An sich kann ich dir zustimmen, lieber Artikelschreiber. So ein Naziaufmarsch ist frustrierend, vor allem wenn nichts gegen ihn erreicht werden konnte. Aber eventuell merkt ihr ja jetzt mal wie es bei uns in der Mecklenburger Provinz ist, wo wir regelmäßig weniger als die Nazis sind und uns auch keiner aus anderen Bundesländern hilft.

lustige linke

lotta 22.10.2006 - 03:16
was für eine tolle alliteration. naja, war gar nicht absichtlich. aber: okay, die vorbereitung war ziemlcih für'n arsch. es gab kein infotelefon (aber immerhin schien der ea angemeldet zu sein, das ja mittleriweile auch nicht mehr standard ist...) das fronttranspi zu vergessen ist auf jeden fall extrem verkackt, aber ich muss sagen, dass ich echt schon schlimmer desorganisierte demos erlebt habe. letztlich hat es ja einigermaßen geklappt, leute sind an die nazi-demo rangekommen, wobei da natürlich dann auch nur blöde sprüche skandiert wurden, aber: DAS ist nicht das problem der vorbereitungsgruppen, sondern mangelnde vorberietung auf seiten der demoteilnehmerInnen. auch bei den 1,50 Transpis musste ich irgendwie lachen. klar, die bullen drücken in letzter zeit ziemlich viel unverforenheiten durch (ich glaube, seit letztem sommer achten sie in berlin bei linken demos wieder auf stahlkappen und seit dem auch auf transpi-länge) und das heute mit dem good night right pride-verbot ist auf jeden fall der gipfel, aber mal andersrum: wozu zur hölle brauchen wir transpis, die länger sind als 1,50, wenn die leute überhaupt nicht schnallen, wozu die eigentlich gut sind? die demo-strukturen verwandeln sich doch allmählich (oder sind) in domatismus. ich bin durchaus eine vertreterin davon, aber was nützt die schickste vorbereitung, wenn die leute, die kommen eh keine ahnung haben, was sie eiigentlich machen sollen? es würde sinn machen, gegen solche auflagen zu klagen, wenn das gleichzeitig mit einer "aufklärungskampagne" hand in hand ginge, welches olle demo-dogma wozu gut ist. momentan werden die linken kids aber nicht wirklich einbezogen. und wer wollte ihnen dann einen vorwurf machen, wenn sie sich nciht an albern klingende regeln halten (zumal die alt-autonomen das auch nicht mehr unbedingt tun?) naja, ich hab jetzt auch keine lust, hier die lehrerin zu spielen, aber gefragt werden darf natürlich ;)

Gegen die Hetze!

nich Jens Zorn 22.10.2006 - 21:50
Hallo du zorniger Jens.

Zu deinem Unfug:
1. Falls du mehr als 3 Minuten Vorbereitungszeit für deinen Hetzartikel aufgewendet hättest, wärst du ziemlich schnell auf die Tatsache gestoßen, dass bedeutend mehr Gruppen, als die AAPB das auf ihren Seiten hatten.

2. Du beschwerst dich über die Route und lastest das den Berliner Antifas an. Da du ja scheinbar nicht besonders viel Ahnung von politischer Arbeit hast, mal ein bißchen Aufklärung: Zur Einigung über die Route gehören _mindestens_ 2 Parteien, die Anmelder und die Bullen. Vielleicht nimmst du dir mal eine Karte von Reinickendorf in die Hand und schaust nach, welche Traum-Verhinderungs-Militanz-Radikal-Route, die nicht verboten worden wäre, du angemeldet hättest und schreibst das hier?

3. Typisch für Hetze, wie die deine, ist es, dass Information über den Ablauf der Geschehnisse nur selektiv stattfindet. Beispielsweise "vergisst" du zu erwähnen, wie kurz die Zeit zwischen Bekanntwerden der Demo und Stattfinden der Demo war. Daraus speisen sich dann deine Hasstiraden über mangelnde Mobilisierung und schlechte Demo.

Doch dass es Menschen gibt wie Jens Zorn, die keine Ahnung von nix, dafür aber umsomehr Punkte auf der Die-Welt-muss-unbedingt-wissen-was-sich-in-meinem-Dummschädel-abspielt-Score haben, ist nicht das eigentlich erschreckende. Viel schlimmer ist, dass die Indymedia-Crew nicht endlich ihre Verantwortung gegenüber der Menschheit wahrnimmt, also langfristig auf ein komplett moderiertes System umstellt und kurzfristig diesen Mistkackdreckscheiß direkt wieder löscht.

Übrigens Jens, deine Internetseite ist häßlich und so überflüssig wie deine Postings hier.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 13 Kommentare

(muss ausgefüllt werden)

(muss ausgefüllt werden) 21.10.2006 - 20:15
Leipzig, Göttingen und hamburg versprechen einfach mehr action als Berlin. Somit fehlen in Berlin schonmal die ganze Antifakiddies die eh nur auf Bambule aus sind - also ca. 90% der leute.
Als Ex-berliner kann ich dir nur zustimmen, die ach so rote hochburg ist mittlerweile fest in nazihand und da wird sich so schnell auch nix dran ändern.

@autor

egal 21.10.2006 - 20:25
bist ganz schön genervt oder
wieso hast du kein transpi mitgebracht,bzw hast dich in die organisation eingebracht
und ja die falken gehören genauso zum antifaschistischen spektrum wie die oi`s
 http://germany.indymedia.org/2006/10/159366.shtml
in einem haste recht weder hauptstadts noch irgendeine andere straße dürfen wir denen überlassen doch da hilft kein meckern sondern mehr eigeninitiative und bündnisfähigkeit.

Super Artikel

Meier 21.10.2006 - 20:30
Da gibt es nichts zu ergänzen!!!!!

Hast ja Recht

teilweise 21.10.2006 - 20:53
Im großen und ganzen hast du Recht.

Na klar fehlte die Unterstützung aus anderen Bundesländern.
Die Route war auch voll für'n Arsch. (Die wurde kurz vor Beginn noch geändert...von der Polizei)

Tja trotzdem find ich es peinlich von Berlin.
Aber woran lag das??
Vllt. an den anderen Demos (gegen Sozialabbau...oder oh man wie hieß die...irgendwas mit Israel)
Ich weiß es nicht

hmmm...

kapuze 21.10.2006 - 21:15
bis auf das eine leichte ablehnung gegen oí`s und punx spürbar wird find ich den artikel toll...

acab

mensch 21.10.2006 - 21:28
die bullen haben in berlin einfach die oberhand. um an die nazis zu kommen müssten ersteinmal die total gestörten berliner bullen wieder eins aufs maul bekommen. aber dazu fehlt in der (radikalen) linken einfach die militanz. nur mal zur erinnerung wir wollen eine systemüberwindung, dass heisst diesen kapitalistischen staat mit allen seinen auswüchsen abschaffen. und wenn wir nicht einmal nazis daran hindern können ihre scheisse auf die strasse zu bringen, werden wir ganz bestimmt nicht dieses system überwinden. ich hoffe diese demo und die letzten anderen demos haben gezeigt das was in berlin falsch läuft.
PS "wir gehen nicht unter in unseren niederlagen, sondern in den kämpfen die wir nicht führen"
acab

ich weiss es noch

das war 97 ... 21.10.2006 - 23:39
in hellersdorf.und da haben wir uns nicht von denn bullen dominieren lassen.
entlich mal wieder entschlossen handeln.ohne mut und entschlossenheit ist es sinnlos.

Zusatz

Jens Anger 22.10.2006 - 00:13
mein einbringen ist ja wohl mal lächerlich zu kritisieren. was die geschichte mit "selber transpis" angeht...was bringt es nen Banner mitzunehmen was kleiner ist als nen bettlaken? 1,50 sind fürn Arsch. und die dürfen dann sicher nichtmal zusammengeknotet werden.
und das hat auch nix mit frustabbau zu tun, sondern das jetzt hier endlich mal alle aufwachen sollen und mal langsam ankommen sollen in der realität und mal über neue aktionsformen nachdenken sollen...aber ne...geht ja nicht weil kaum ne gruppe mit ner anderen hier kommuniziert..weil lieber ÜBER andere gruppen und einzelpersonen erzählt werden. da wird dann diffarmiert und denunziert..hauptsache der interne feind wid in ne ecke gestossen und muss die angriffe erstmal verkraften.
und am ende werden partys besucht oder mensch hängt in der kneipe ab.
auch in tegel wollten die leute am anfang lieber am zaun stehen um vllt. nen nazi sehen zu können, statt irgendwie was zumachen. in zeiten wo im schnitt 300 personen auf antifademos gehen, ohne seitentranspis mit nem lauti wo unpolitische mukke rauskommt die jeden politischen spruch übertönt sollte die antifaschistische szene mal selbstreflektieren das irgendwas falsch läuft. allein das mal über die sprüche die gebrüllt werden...es ist immer das gleiche...die demo geht los und spruch nummer 1: "nazis raus"...sorry leute...sollten alle nicht langsam das gehirn mal eingeschaltet lassen beim demonstrieren und begreifen das der spruch scheisse ist...nazis raus? wohin? hauptsache weg...auch immer dieses gesinge "schade um den baum"....da könn wir uns gleich alle wie narren anziehen und einfach nur party machen...weil politik wird so nicht gemacht....

P.S.
"bis auf das eine leichte ablehnung gegen oí`s und punx spürbar wird"

ich habe nix gegen diese subkulturen als solches. sondern dagegen das auf demos gerade diese kulturen meist negativ auffallen. durch dumm sprüche, dumme transpis oder das singen von liedern wo bullen meist nicht positiv wegkommen...dann komm die bullen und all fangen an zuflennen...meist ist es immer das gleiche schmea...oder in ner antifademo ist nen punk der meinung sein palituch über die nase zuziehen obwohl es ne entspannte sizuation...aber das ist nur meien selektive whrnemung...

scheiss auf demos

afa 22.10.2006 - 00:32
kannst dich nivht vermummen, wirst von den bullen gefilzt.
scheiss auf angemeldeten demoquatsch
Es gilt die NAZIS DEZENTRAL ANZUGREIFEN!

Berlin

Plumps 22.10.2006 - 00:52
Da meckesrt du lieber Herr Anger über alles und jeden...und verscuhts doch nur rumzuspalten. Was hat dich an der Teilnahme der AIWP gestört und warum wird gerade die Gruppe die seid Monaten verscuht die AIWP zu behindern die AAPB lobend erwähnt. Das ist das Problem: Eure Freundeskreis Mentalität. Wenn ihr unter euch bleiben wollt dann schreibt doch auf die Flyer AAPB + Friends oder nur Antideutsche usw. dann weiß jeder bescheid. Aber zu einer Demo zu laden und sich dann auszulassen das ja die Bösen Antifas da waren, Antifaschistische Initative Prenzlauer Berg und Antifa Weißensee und Antifa Pankow und wen ihr noch alles nicht leiden könnt. Unfaßbar.
Und das dem Beitrag so zugestimmt wird ist noch viel schlimmer. Da beklagt ihr euch alle das ja nicht ausreichend Mobilisiert wurde und erwähnt gleichzeitig unreflecktiert das die Hälfte der Leute dort nicht hätten hingehen sollen weil ihr die ja nicht kennt.
Ihr seid nicht nur strukturell rassistisch! Ihr seid im Hoihen Maße fremdenfeindlich weil ihr allen Menschen, aber wirklich allen Menschen die ihr nicht kennt feindliche gegenüber steht.
Ausbaden müßen das dann die die soviel Courage haben zu den Demos zu gehen und sich dann vorher, wärend und nach dem Aufmarsch von euch anfeinden lassen massen, nur weil ihr die nicht von euren Partys kennt.

höhö jetzt wird lustig

Jens Anger 22.10.2006 - 02:04
ich hab nicht gesagt das ich die aiwp nicht dort haben will. auch habe ich weder mit der aapb etwas zu tun noch sie erwähnt. eine eine typische antideutsch - anti-antideutsch debatte loslösen zuwollen, solltest du mal aus diesem kastendenken rauskommen, weil aufgrund solchen denkens eben gruppierungen nicht zusammenarbeiten.
die aiwp ist eine gruppe die in letzter zeit viele aktionen gemacht hat. das ist ja auch toll. es ging darum, das auf einer demonstration in tegel gegen einen npd-aufmarsch in tegel ein fronttransparent mit dem aufdruck "PrenzlBerg bleibt Weinrot" ja wohl mal derbst fehl am platz ist. und das nciht weil ich scheinbar antideutsch sein soll, sondern weil es kein thematisches fronttranspi gab. auch nicht von der aapb(sind die jetzt plötzlich antideutsch? das wird die glaub ich z.T. stören).

"Ihr seid nicht nur strukturell rassistisch! Ihr seid im Hoihen Maße fremdenfeindlich weil ihr allen Menschen, aber wirklich allen Menschen die ihr nicht kennt feindliche gegenüber steht."

also ist rassismus einfach eine feindlichkeit gegenüber leuten die ich nicht kenne?
abgesehn davon...wo wird etwas gegen "fremde" abwertend gesagt? scheinbar hast du den text überhaupt nciht gelesen sonst hättest du gelesen das ich dieses party-antifa-zeug kritisiere...aber egal..fahr deinen "alles antideutsche ausser mutti" weg...im übrigen waren "die" antideutschen in charlottenburg beim al-quds...

"Da meckesrt du lieber Herr Anger über alles und jeden...und verscuhts doch nur rumzuspalten."

EXAKT...ich habe vor zu spalten..weisste ich bin im NPD-Bezirksvorstand und arbeite für den Verfassungschutz....
>>>getroffen hunde bellen<<< sag ich mal...

und zum Abschluss....DIE antideuthscen haben einen Teil, den du vermutlich meinst, der israelsolidarisch ist, dies trifft aber NICHT auf die gesamte antideutsche szene zu, desweiteren sollte JEDER antifa und JEDER antinationalist AUCH antideutsch sein...wenn nicht ist dies ein armutszeugniss...

aber lass uns lieber über antideutsch und cniht antideutsch diskutieren als über die aktionsformen DER antifaschistischen aktion zu diskutieren..durch die selbstreflexion könnte ja rauskommen das wir ein fehlverhaltn an den tag legen...

Anschlag

egal 22.10.2006 - 07:46
Wie die RASHs in Hamburg, hatten es in Berlin Antifaschisten geschafft sich als Nazis getarnt vor die Bühne der Nazis zu schmuggeln. Ein Antifaschist zerstörte bei einem Angriff den Mischpult der Nazis und wurde verhaftet. Dadurch verzögerten sich die Auftritte der Nazibands und der Ton viel gedämpfter aus. Ist vielleicht auch mal eine Alternative, wenn mensch die Nazidemos von innen angreift..

albern

ads 22.10.2006 - 15:01
War doch irgendwie erschrocken wie wenig Leute es für nötig hielten nach reinickendorf zu kommen, da auch klar sein sollte das gute möglichkeiten gegeben waren, relativ wenig Polizei, man kam mit kleinstem Aufwand bis an die Nazis ran. Wir schafften es mit einem 40 Mann Pöbel locker zum S-Bhf und auch direkt an die Bühne beim Soundcheck.
Aber es scheint ja wichtiger zu sein in irgendwelchen kleinst Straßen irgendwas zu skandieren.
Es scheint vor allem wichtiger zu sein , von jedem Portraiaufnahmen zu machen der nciht eurem kack Bild entspricht, bin mal gespannt wo ich demnächst so auftauche. was nützen euch und den Nazis diese Fotos wenn ihr scheinbar denkt, das wäre genug einschüchterung, schön gelernt von den Bullen. Der Junge unter uns in Thor Steiner mußte auch von uns darauf aufmerksam gemacht werden, hättet ihm das ja verklickern können , statt ganz heimlich still und leise Fotos zu machen. tut uns sehr leid das wir nicht in euren durch und durch deutschen Aufzug paßten, aber was wollt ihr eigentlich hier wenn ihr nicht mal versucht auf das Potenzial der "unpolitischen" kids das sich zu euch gesellt eingehen könnt. Klar, waren unter uns auch nicht nur die offensichtlich schlausten und erfahrensten Leute, aber euch Sprüchklopfer nimmt niemand von uns je wieder Ernst. Ihr seid nichts - Nur DEUTSCH!