Anquatschversuch und Repression in St.Ingbert

St. Ingbert 16.10.2006 16:19 Themen: Antifa
Letzten Montag, den 09.10 versuchte der Verfassungsschutz in St. Ingbert(saar) einen vermeintlichen Antifaschisten zu "informelle Dienste" zu überreden. Dies ist der vorläufige Höhepunkt eines repressiven Vorgehens von Stadt und Polizei in St. Ingbert gegen fortschrittliche antifaschistische Politik.
Am letzten Montag den 09.10 wurde ein Jugentlicher in IGB nach der Schule vor seinem Auto von einem dort wartendem Mann angesprochen. Dieser war ca. 35. Jahre alt und "modern" gekleidet. Er sprach den verdutzten Jugentlichen bei seinem Namen an und reichte ihm die Hand. Dann stellte er sich als Herr K. vom Innenministerium vor, er hätte da "ein paar Fragen, bezüglich einer Internetseite". Der Jugentliche antwortete nur, das er sich das vortellen könne und stieg in sein Auto ein. Woraufhin der Mann fragte ob er also kein Interesse an einer Zusammenarbeit hätte, was der Jugentliche verneinte. Als er losfahren wollte sagte der Mann noch ,dass das aber Schade für ihn währe. Soweit die unvollständige wiedergabe des Vorgefallenen. In St. Ingbert reiht sich dies in die Versuche ein, fortschrittliche antifaschistische Politik zu verhindern und zu kriminalisieren. So wurde die für den 22.07 geplant Antifaschistische Demo gegen den Naziladen "Strangeland" so extrem behindert, dass sie mangels öffentlicher Wirksamkeit abgesagt werden musste. Die Stadt St. Ingbert erlegte dem Veranstalter unzumutbare Auflagen im Bezug auf die Route auf. Auch ignoriert die öffentliche Hand in St. Ingbert das Naziproblem im und um das seit fast 1 1/2 Jahren bestehende Geschäft. Im Gegenteil: Seit Jahren schon werden Antifaschisten von Nazis mit Anzeigen überzogen und verleumdet, welche sich im Nachhinein als haltlos erweisen. Diese werden von Stadt und Polizei gerne aufgenommen und mit völlig überzogenem Aufwand verfolgt, wärend Naziaktivitäten und Übergriffe ignoriert und schögeredet werden. Gleichzeitig werden alle Versuche, legale Protestmöglichkeiten wahrzunehmen, unterbunden und kriminalisiert. Dies ist nicht akzeptabel.
Der kürzliche Anquatschversuch zeigt, dass es alle und jeden treffen kann, und gerade heute unsere Solidarität untereinander mehr den je gefragt und notwendig ist!
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