aktionstag 7.10. in Berlin
Erfolgreicher Verlauf des Antirassistischen Aktionstags trotz umfangreicher Schikane durch die Berliner Polizei.
Zum dritten globaler Migrations-Aktionstag am 7. Oktober 2006 in Berlin: "Lager Motardstraße schließen" – „Niemand hat die Absicht, ein Ausreisezentrum zu errichten...“
Ca. 300 Menschen, darunter zahlreiche BewohnerInnen des Lagers in der Motardstraße 101a, protestierten am gestrigen Tag gegen ihre unzumutbare Situation und für die Schließung aller Zwangsunterbringungen.
In Beiträgen wurde Bezug genommen auf die weltweite Flüchtlings-Situation, die Verhältnisse in Berlin und Brandenburg und insbesondere zu den Zuständen im „heimlichen“ Ausreisezentrum Motardstraße 101a.
Insbesondere wurde auf die Existenz und Qualität der sogenannten Essenspakete der Firma Dussmann hingewiesen. Sie wurden verpackt und werden Verantwortlichen aus Senat und Bezirken, sowie den profitierenden Firmen der Dussmann-Gruppe und der Arbeiterwohlfahrt Mitte zugestellt.
Die Berliner Polizei verhinderte, gestützt auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts vom Vorabend,, dass wir unsere Meinung direkt bei dem profitierenden Dussmann-Kluturkaufhausäußern konnten. Ein reibungsloses Geschäft bei Dussmann sei wichtiger als die Demonstrationsfreiheit unseres Bündnisses. Die massive Polizeipräsenz vor dem Eingang bewirkte allerdings das gegenteil: Die vielen Fragen der PassantInnen konnten nach zähen Verhandlungen dann doch wenigstens durch Flugblätter beantwortet werden.
Vor der Zwangsunterkunft Motardstraße 101a fand anschließend amNachmittag eine Kundgebung mit und für die BewohnerInnenstatt. Etwa 200 Personen nahmen daran teil. Hier wurden Kontakte geknüpft und gegenseitig informiert. Auch an dieser Stelle hatte die Versammlungsbehörde schon im Vorfeld Schwierigkeiten gemacht. Angeblich sei die Anmeldung nicht eingegangen, das Fax war aufeinmal unauffindbar, eine Kombination mit Kinder- und Freizeitangeboten qualifiziere die Veranstaltung als unpolitisch. Im Rahmen der nicht zu verbietenden Kundgebung durften dann aber anders als geplant keine Filme zu Flüchtlingsprotestaktionen gezeigt werden, Ballspiele mit den Kindern waren unerwünscht. Besonders peinlich: Das vorbereitete Essen durfte nicht von einem Tisch ausgegeben werden, sondern musste „im Dienste der öffentlichen Ordnung“ vom Fußboden aus erfolgen.
All diese Schikanen konnten die fröhliche und kraftvolle Begegnung von BewohnerInnen und KundgebungsteilnehmerInnen nicht verhindern. Der Kampf um die Schließung dieses Lagers in seiner jetzigen Funktion als Quasi-Ausreisezentrum hat unwiderruflich begonnen.
Skandalös ist, dass die Versammlungsbehörde, bestätigt durch das Verwaltungsgericht, die Demonstration vor dem "Kulturkaufhaus" Dussmann in der Friedrichstr. "unter Berücksichtigung der Belange von Dussmann" verboten hat.
Zur Begründung dienten u.a. die an Dussmann verkauften, privatisierten Gehwege der Friedrichstr. (dort "wünscht" Dussmann keine Demonstration...) sowie die Nähe der (ohnehin mit Sperranlagen aus Stahl und Beton hermetisch abgeriegelten) US-Botschaft. Deshalb durfte nur in 300 m Entfernung Unter den Linden demonstriert werden, siehe Verbotsverfügung und VG_Beschluss (pdf 1,5 MB)
http://www.fluechtlingsinfo-berlin.de/fr/pdf/Dussmann_Demoverbot.pdf
Anlass der Demonstration: Dussmann liefert Essensrationen für Flüchtlinge in Ekel erregender Qualität an das von der AWO Berlin-Mitte auf Grundlage des § 1a AsylbLG betriebene de-fakto-Ausreisezentrum in der Motardstr. 101 in Berlin-Spandau. Dorthin werden geduldete Flüchtlinge von den Berliner Sozialämtern nach völlig willkürlichen Kriterien eingewiesen. Bei Arbeitsverbot und unter Entzug jeglichen Bargeldes werden sie dort auf eine eklige, qualitativ und mengenmäßig absolut mangelhafte "Vollverpflegung" der Firma Dussmann verwiesen.
Ca. 300 Menschen, darunter zahlreiche BewohnerInnen des Lagers in der Motardstraße 101a, protestierten am gestrigen Tag gegen ihre unzumutbare Situation und für die Schließung aller Zwangsunterbringungen.
In Beiträgen wurde Bezug genommen auf die weltweite Flüchtlings-Situation, die Verhältnisse in Berlin und Brandenburg und insbesondere zu den Zuständen im „heimlichen“ Ausreisezentrum Motardstraße 101a.
Insbesondere wurde auf die Existenz und Qualität der sogenannten Essenspakete der Firma Dussmann hingewiesen. Sie wurden verpackt und werden Verantwortlichen aus Senat und Bezirken, sowie den profitierenden Firmen der Dussmann-Gruppe und der Arbeiterwohlfahrt Mitte zugestellt.
Die Berliner Polizei verhinderte, gestützt auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts vom Vorabend,, dass wir unsere Meinung direkt bei dem profitierenden Dussmann-Kluturkaufhausäußern konnten. Ein reibungsloses Geschäft bei Dussmann sei wichtiger als die Demonstrationsfreiheit unseres Bündnisses. Die massive Polizeipräsenz vor dem Eingang bewirkte allerdings das gegenteil: Die vielen Fragen der PassantInnen konnten nach zähen Verhandlungen dann doch wenigstens durch Flugblätter beantwortet werden.
Vor der Zwangsunterkunft Motardstraße 101a fand anschließend amNachmittag eine Kundgebung mit und für die BewohnerInnenstatt. Etwa 200 Personen nahmen daran teil. Hier wurden Kontakte geknüpft und gegenseitig informiert. Auch an dieser Stelle hatte die Versammlungsbehörde schon im Vorfeld Schwierigkeiten gemacht. Angeblich sei die Anmeldung nicht eingegangen, das Fax war aufeinmal unauffindbar, eine Kombination mit Kinder- und Freizeitangeboten qualifiziere die Veranstaltung als unpolitisch. Im Rahmen der nicht zu verbietenden Kundgebung durften dann aber anders als geplant keine Filme zu Flüchtlingsprotestaktionen gezeigt werden, Ballspiele mit den Kindern waren unerwünscht. Besonders peinlich: Das vorbereitete Essen durfte nicht von einem Tisch ausgegeben werden, sondern musste „im Dienste der öffentlichen Ordnung“ vom Fußboden aus erfolgen.
All diese Schikanen konnten die fröhliche und kraftvolle Begegnung von BewohnerInnen und KundgebungsteilnehmerInnen nicht verhindern. Der Kampf um die Schließung dieses Lagers in seiner jetzigen Funktion als Quasi-Ausreisezentrum hat unwiderruflich begonnen.
Skandalös ist, dass die Versammlungsbehörde, bestätigt durch das Verwaltungsgericht, die Demonstration vor dem "Kulturkaufhaus" Dussmann in der Friedrichstr. "unter Berücksichtigung der Belange von Dussmann" verboten hat.
Zur Begründung dienten u.a. die an Dussmann verkauften, privatisierten Gehwege der Friedrichstr. (dort "wünscht" Dussmann keine Demonstration...) sowie die Nähe der (ohnehin mit Sperranlagen aus Stahl und Beton hermetisch abgeriegelten) US-Botschaft. Deshalb durfte nur in 300 m Entfernung Unter den Linden demonstriert werden, siehe Verbotsverfügung und VG_Beschluss (pdf 1,5 MB)
http://www.fluechtlingsinfo-berlin.de/fr/pdf/Dussmann_Demoverbot.pdf Anlass der Demonstration: Dussmann liefert Essensrationen für Flüchtlinge in Ekel erregender Qualität an das von der AWO Berlin-Mitte auf Grundlage des § 1a AsylbLG betriebene de-fakto-Ausreisezentrum in der Motardstr. 101 in Berlin-Spandau. Dorthin werden geduldete Flüchtlinge von den Berliner Sozialämtern nach völlig willkürlichen Kriterien eingewiesen. Bei Arbeitsverbot und unter Entzug jeglichen Bargeldes werden sie dort auf eine eklige, qualitativ und mengenmäßig absolut mangelhafte "Vollverpflegung" der Firma Dussmann verwiesen.
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Ergänzungen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
also mal ehrlich,.....
vom aussehen (den geschmack kann ich hier natürlich nicht beurteilen) ist das absoluter standart.
wo liegt hier das problem?
wird die essensgeschichte nur vorgeschoben?
@egal
@eine
bist du lebensmittelchemikerin und hast die nährstoffe bestimmt? wohl nicht!
es kommt ja auch noch auf die restlichen lebensmittel an, die so angeboten werden, von denen hast du leider nichts geschrieben.....
und du kannst mir auch nicht erzählen, dass jeden tag das gleiche essen serviert wird.
das ganze kommt mir ein wenig suspekt vor.
also ich lass die sache hier nicht so einfach durchlaufen, dazu fehlen die entsprechenden informationen!
@egal
@unfreundlich Ergänzende
ich habe die mangelhaften informationen kritisiert, es steht im artikel nirgendwo etwas über die restliche "tagesration".
übrigens mal so zur info:
in berlin gibt es in den meisten schulen eine ähnliche ernährungsform zum mittagesssen, oder schon mal was von essen auf rädern gehört( info: wird in der reghel von älteren, nicht mehr so mobilen menschen bestellt).
nächstes beispiel:krankenhausessen!
nun frage ich dich mit welcher berechtigung hier eine bevorzugung stattfinden soll?
hatten diese flüchtlinge tatsächlich die möglichkeiten, die du hier einforderst, auch in ihrem heimatland?
du hast weieterhin geschrieben:
"Es wäre schön wenn Du bevor Du hier Deine Ferienerlebnisse postet mal den ganzen Artikel lesen würdest, da die eigentliche Kritk die Tatsache der Lagerunterbringung an sich und die schleichende Etablierung eines angeblich nicht gewollten Ausreisezentrums in Berlin ist."
ich verstehe dann nicht, warum es in jedem absatz fast ausschließlich um das essen geht und warum deshalb die demo bei dussmann lief?
war die demo falsch organisiert oder ist der obige artikel grottenschlecht?
schon komisch, widerlegt man die sache mit dem essen, geht man/frau zum nächsten argument über...., ich meinte aber nur das essen.
und das halte ich nach wie vor, nicht für das schlechteste, und glaube mir, ich weiß, wovon ich rede (siehe oben).
und eines noch: versuche mal sachlich zu bleiben, insbesondere, wenn du argumentativ nicht weiterkommst, du wirkst dadurch nicht gerade souverän!
also nochmal zum essen
die flüchtlinge im heim motardstraße sind GEZWUNGEN, den ihnen vorgesetzten fraß zu fressen. denn sie kriegen GAR KEIN bargeld. verstehst du, was das heißt? und nein, es gibt keine auswahlmöglichkeiten, schon gar nicht eine, die auf kulturelle/religiöse/persönliche preferenzen eingehen würde.
das essen ist qualitativ wie quantitativ unterste talsohle. ALLE flüchtlinge, mit denen wir sprachen, beschwerten sich sehr über das essen - nicht mal die kinder werden davon satt. deswegen ist das essen ein guter ansatzpunkt, um die tatsache der zwangsweisen lagerunterbringung ohne bargeld zu kritisieren. aber das ist natürlich nicht das einzige problem (lies doch mal den aufruf auf der angegebenen homepage).
es gibt pro person vier scheiben brot oder brötchen, butter und wurst oder käse, die ihre beste zeit in der regel weit vor dem ausgabedatum erlebt haben, ein oder zwei schächtelchen süßen aufstrich, einen liter saft oder h-milch (das zur auswahl, juhu!) - einen liter, egal bei welchem wetter oder zu welcher jahreszeit - und ein wirklich widerliches warmes essen in alufolie; ein beispiel sieht man unter dem artikel. außerdem gibt es jeden zweiten tag (!) einen apfel. und das ist die gesamte frische nahrung. alles in allem - und dafür muß ich keinE ernnährungswissenschaftlerIn sein - reicht das nicht aus, um die gesunderhaltung eines menschen zu gewährleisten.
die firma dussmann kassiert nach unseren informationen von den bezirken pro heim und nase etwas unter sieben euro. das das ein ganz anständiger profit ist, dürfte klar sein. "egal" wird jetzt sagen, dussmann sei ja auch nicht die wohlfahrt, und wir sagen, dass mensch die profiteurInnen des rassismus genauso angreifen muß wie die strukturen des staatlichen rassismus auch. und nur am rande: es wäre natürlich problemlos möglich, den flüchtlingen die knapp sieben euro pro person selber zu geben. merkste was?
@freya fluten
mach dich bitte nicht lächerlich!
@freya fluten
das war dann auch wieder nicht richtig....ts ts ts, alles schlecht auf dieser welt...., warum kommen denn so viele hierher??
na klar, es ist halt nicht ganz so schlecht, wie viele denken mögen...
und die geringe teilnehmerzahl an eurer demo gibt mir wohl eindeutig recht!