Anmerkung der Moderationsgruppe:
Trotz der Bitte, de.indymedia.org zum Veröffentlichen von eigenen Berichten und selbst recherchierten Reportagen zu nutzen, wurde hier ein Termin, ein Aufruf, die Einladung zu einer Veranstaltung oder die Ankündigung einer Aktion reinkopiert.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia, ein möglichst umfassendes Infoportal incl. Terminkalender anzubieten. Indymedia will eine Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihren eigenen Inhalte bieten. Das Veröffentlichen von Terminen, Aufrufen und Einladungen gehört nicht zu den Zielen des Projektes. Mehr Informationen, warum sich Indymedia nicht zum Veröffentlichen von Terminen eignet, findest Du hier. Bitte nutze stattdessen die verlinkten Terminkalender-Seiten.
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Aufstand im Ein- & Ausreiselager Blankenburg
Vom 29.09.-01.10 haben am Abschiebelager Blankenburg NoLager-Aktionstage stattgefunden (vgl. http://de.indymedia.org/2006/10/158201.shtml und http://de.indymedia.org/2006/10/158297.shtml). Heute sind ca. 200 Flüchtlinge in den unbefristeten Aufstand getreten. Die Proteste richten sich insbesondere gegen die Zwangsverpflegung in der Kantine. Die BewohnerInnen fordern eigenes Bargeld und die Möglichkeit, ihr Essen selbst zubereiten zu können. Bis zur Einlösung dieser Forderung wollen sie das Kantinenessen verweigern. Doch das ist nicht alles: Es geht auch um die Gesundheitsversorgung und letztlich die Schließung des Lagers. Am Freitag findet um 14 Uhr eine Demo in Oldenburg (Hbf) statt. Kommt massenhaft und achtet auf weitere Infos (ggf. sind Essenslieferungen nötig).
In der Presseerklärung findet ihr weitere Infos:
Pressemitteilung
Flüchtlinge im Lager Blankenburg sind heute, am 04.10.06 in Streik
getreten.
Heute morgen haben in der ZAAB Oldenburg 200 Menschen vor dem Sozialamt
und der Essensausgabestelle gegen ihre unwürdigen Lagerbedingungen
demonstriert. Sie sind jetzt in den Streik getreten und verweigern das
schlechte Lageressen, sowie die Ausführung der Ein–Euro-Jobs.
Das Lager-Essen ist vitaminarm, was zu Krankheiten und
Mangelerscheinungen führt. Viele Menschen im Lager gehen schon lange nicht mehr in die
Kantine, sie haben im Monat nur 38,18 Euro zur Verfügung um sich eigene
Lebensmittel zu kaufen. Viele erhalten überhaupt kein Bargeld mehr.
Sie fordern unter anderem Geldleistungen, um sich ihre Lebensmittel
selber kaufen zu können und die Möglichkeit selber zu kochen.
Die Lagerleitung reagierte auf die friedliche Demonstration mit einem
massiven Polizeiaufgebot. Eine schwangere Frau wurde mit Pefferspray
angegriffen und mußte ärztlich behandelt werden.
Die Flüchtlinge boten dem Lagerleiter Herr Lüttgau an, die
Demonstration zu beenden, wenn er bereit sei von dem Essen zu kosten. Dies tat er
nicht.
Desweiteren forderten die Menschen aus Blankenburg eine medizinische
Versorgung, die Krankheiten auch behandelt. Bisher bekommen die
Flüchtlinge zurmeißt das Schmerzmittel Paracetamol, egal um welche Krankheit es
sich handelt.
Die Flüchtlinge protestieren ebenso gegen die unmenschliche Behandlung
der Lagerbehörden, die häufig mit rassistischen Äußerungen und
bürokratischen Maßnahmen die Lagerbewohner schikanieren.
Gegen diese unwürdigen Lagerbedingungen sind die Flüchtlinge nun in
Streik getreten und rufen zu einer Demonstration am Freitag, den 06.10.06,
um 14 Uhr in Oldenburg vor dem Bahnhof auf.
Wir laden alle Menschen ein sich mit den Forderungen zu solidarisieren
und gegen das Lager in Blankenburg zu demonstrieren!
3 Menschen, die sich von außerhalb mit den Demonstranten
solidarisierten, sind mit Hausverbot bestraft worden, worauf eine Anzeige wegen
Hausfriedensbruch folgen soll. Andere Besucher sind gar nicht in die ZAAB
hereingelassen worden. Die Lagerleitung scheut sich vor der
Öffentlichkeit, die die unhaltbaren Zustände im Lager offen legen könnte.
Antirassistisches Plenum Oldenburg
C/O
Hermannstraße 83; 26135 Oldenburg
Email: antira-ol@web.de
Pressemitteilung
Flüchtlinge im Lager Blankenburg sind heute, am 04.10.06 in Streik
getreten.
Heute morgen haben in der ZAAB Oldenburg 200 Menschen vor dem Sozialamt
und der Essensausgabestelle gegen ihre unwürdigen Lagerbedingungen
demonstriert. Sie sind jetzt in den Streik getreten und verweigern das
schlechte Lageressen, sowie die Ausführung der Ein–Euro-Jobs.
Das Lager-Essen ist vitaminarm, was zu Krankheiten und
Mangelerscheinungen führt. Viele Menschen im Lager gehen schon lange nicht mehr in die
Kantine, sie haben im Monat nur 38,18 Euro zur Verfügung um sich eigene
Lebensmittel zu kaufen. Viele erhalten überhaupt kein Bargeld mehr.
Sie fordern unter anderem Geldleistungen, um sich ihre Lebensmittel
selber kaufen zu können und die Möglichkeit selber zu kochen.
Die Lagerleitung reagierte auf die friedliche Demonstration mit einem
massiven Polizeiaufgebot. Eine schwangere Frau wurde mit Pefferspray
angegriffen und mußte ärztlich behandelt werden.
Die Flüchtlinge boten dem Lagerleiter Herr Lüttgau an, die
Demonstration zu beenden, wenn er bereit sei von dem Essen zu kosten. Dies tat er
nicht.
Desweiteren forderten die Menschen aus Blankenburg eine medizinische
Versorgung, die Krankheiten auch behandelt. Bisher bekommen die
Flüchtlinge zurmeißt das Schmerzmittel Paracetamol, egal um welche Krankheit es
sich handelt.
Die Flüchtlinge protestieren ebenso gegen die unmenschliche Behandlung
der Lagerbehörden, die häufig mit rassistischen Äußerungen und
bürokratischen Maßnahmen die Lagerbewohner schikanieren.
Gegen diese unwürdigen Lagerbedingungen sind die Flüchtlinge nun in
Streik getreten und rufen zu einer Demonstration am Freitag, den 06.10.06,
um 14 Uhr in Oldenburg vor dem Bahnhof auf.
Wir laden alle Menschen ein sich mit den Forderungen zu solidarisieren
und gegen das Lager in Blankenburg zu demonstrieren!
3 Menschen, die sich von außerhalb mit den Demonstranten
solidarisierten, sind mit Hausverbot bestraft worden, worauf eine Anzeige wegen
Hausfriedensbruch folgen soll. Andere Besucher sind gar nicht in die ZAAB
hereingelassen worden. Die Lagerleitung scheut sich vor der
Öffentlichkeit, die die unhaltbaren Zustände im Lager offen legen könnte.
Antirassistisches Plenum Oldenburg
C/O
Hermannstraße 83; 26135 Oldenburg
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Ergänzungen
Terminkopie?!?
ein euro jobs !?
Hallo könnte mir evtl. einer erklären , was das mit den ein euro jobs dort auf sich hat !? muessen diese jobs von den lagerinsassen oder von fremden kräften ausgeführt werden dieses zu erfahren währe super , danke ! :-)
Press Release 4/10/2006 in English
Oldenburg, North Germany, 4/10/2006
Refugees of the camp in Blankenburg / Oldenburg (North Germany) go on strike
This morning 200 refugees gathered inside the refugee camp Blankenburg / Oldenburg (the so-called "ZAAB", "Zentrale Aufnahme- und Ausländerbehörde") in front of the social services office and the canteen in order to protest against the inhumane living conditions in the camp. In protest of the poor quality of the canteen food and the excessively low pay wages (1 Euro/hour), these refugees decided that it was time to speak up for their rights and to go on strike as to both the canteen and those 1-Euro jobs.
The food provided by the camp canteen is of low quality and poor in vitamins. This often results in cases of illness as well as symptoms of deficiency. Many people living in the camp gave up eating at the canteen long ago. However with their limited budget, it is all but impossible to purchase healthy and nutritious food. They receive just 38.18 Euro per month in cash. Many of them do not even receive cash anymore at all because of sanctions by the camp authorities. Therefore the refugees are demanding that they be given the money needed to buy groceries themselves. They also are demanding that facilities be provided where they can cook themselves. In Germany, asylum seekers are not allowed to work in ordinary jobs.
The camp management under director Christian Lüttgau reacted to the non-violent demonstration by massively deploying police forces. A pregnant woman was attacked by them with pepper spray, and required medical treatment afterwards. The refugees made an offer to the Mr Lüttgau, to cease the demonstrations, if he was willing to take some of the canteen food himself and eat it. Mr Lüttgau refused.
Because so many of the people living in Blankenburg are suffering from dire medical diseases, they are also demanding a medical service that will treat their diseases. Currently there are many instances where people are simply given the pain-killer “Paracetamol”, no matter what disease or medical problem is the case.
The refugees are also protesting against being treated in an inhumane way by the camp authorities. In many cases, the latter harass the inhabitants with racist remarks and bureaucratic measures.
The migrants went on strike against these degrading conditions in the camp, and called for others to join the demonstration on Friday, 6/10/2006, at 2.00 pm in front of the train station building of Oldenburg.
The community was invited to express their solidarity with the refugees and their demands and to demonstrate against the Blankenburg camp.
On 4/10/2006, three persons from outside the camp, showed their solidarity with the inhabitants by joining their demonstration inside inside. They received a ban however upon entering the camp. The camp authorities even said, a report to the police for trespass will follow. On that day, other visitors were not allowed by the "ZAAB"-management to come in at all from the outset.
The camp management is afraid of the public, who might expose the unacceptable conditions in the camp.
Antirassistisches Plenum Oldenburg
C/O Alhambra
Oldenburg
Email: antira-ol(at)web.de
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P.S.: Liebe/r "unwichtig", die 1-euro-jobs im lager blankenburg werden von einigen der fluechtlinge dort ausgefuehrt. ihre relative "beliebtheit" vor dem streik unter den migrantInnen ruehrte von dem ansonsten allgemeinen arbeitsverbot fuer sie und vom oeden, langweiligen alltag im lager (die stadt liegt kilometerweit ausserhalb, die fluechtlinge muessen im lager rumhaengen, um aemtertermine abzuwarten etc.) her.
Herzlichst,
Euer Jubal Ibn Latif