Nazi-Outing in Ravensburg - Tobias E*

sag mal, is hier heut ein Fest? 30.09.2006 10:30 Themen: Antifa
In der Nacht vom 29.09.06 auf den 30.09.06 wurden in Ravensburg (Oberschwaben) ca. 300 Flugblätter sowie 30 Plakate rund um die *straße 4 verklebt und verteilt. Anlass dafür bot uns Tobias E*, ein Nazikader aus dem „Autonomen Nationalisten“-Spektrum rund um die Münchner Neonazis Philipp Hasselbach und Hayo Klettenhofer.
Konkret handelt es sich hierbei um einer so genannten „Outing-Aktion“, welche den Neonazi Tobias E* (aus Ravensburg) auch als solchen on der Öffentlichkeit bekannt machen soll. Im gesamten Innenstadtbereich von Ravensburg sowie in Teilen von Weingarten wurden an Laternen, Ampeln, Stromkästen, Holzwänden (etc.) die Flugblätter (DIN A4) und Plakate (DIN A3) verklebt. Gleichzeitig wurden im gesamten Bereich um die Wohnung von E* ebenso Plakate und Flugblätter verklebt und in Briefkästen geworfen Auch besuchte man die „Lieblingskneipen“ von E* – meist eher alternativ Orientiert - und Verteilte dort die Flugblätter und hinterließ ebenso Plakate. Natürlich wurde auch die Umgebung rund um seinen Arbeitsplatz nicht vergessen …

Lieber Tobias, war gestern ein scheiß Tag, was? Erst deine gesamten diversen Internetnutzernamen gehackt (bzw. wurde dir mitgeteilt, dass die Antifa bereits seit langer Zeit deine Mails mitlesen, dein Selbstfotografiertes und dann an diverse Frauen versendete Geschlechtsteil als Fotos hat, das wir einfach alles über dich und dein Handeln wissen – (siehe Artikel)   http://de.indymedia.org/2006/09/158083.shtml) und dann auch noch die Outing-Aktion, inklusive all den Clubs, in denen du dich ach so gerne aufgehalten hast …

Und liebe Mitleser aus dem rechten Spektrum, E* ist sicherlich nicht der einzige, über den wir alles wissen, nur: Alles und jeder zu seiner Zeit!

Antifa heißt und ist Angriff
Faschistische Strukturen offen legen und zerschlagen!

Dieses Outing könnte mit den letztnächtlich Verstärkten antifaschistischen Aktionen in Süddeutschland zusammenhängen… Antifa organisieren und vernetzen!

Hier der Inhalt des Flugblattes:

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Achtung: Neonazi in Ihrer Nachbarschaft!

Liebe Anwohnerinnen und Anwohner,

in Ihrer direkten Nachbarschaft (* Ravensburg) wohnt einer der im Bodenseeraum führenden Nazikader: Tobias E*. Nach dem wir nun bereits seit geraumer Zeit sein Treiben und Handeln genauer beobachtet und verfolgt haben fühlen wir uns nun der Öffentlichkeit gegenüber verpflichtet, sein Tun zu publizieren - auch weil er und seine „Kameraden“ bisher bei Ihrem Treiben auf keinerlei Gegenwehr gestoßen sind; dies soll sich nun ändern.

Tobias E* ist öffentlich erstmals im Zusammenhang mit der Neo-Nazi-Demo am 10.08.2005 in Friedrichshafen aufgefallen. E* gehört dem „FW Süd“, einer Neo-Nazi-Organisation aus München, an. Der „FW Süd“ ist für die in der letzten Zeit weiter verstärkten neonazistischen Umtriebe in der Bodenseeregion zu verantworten. Auch ist jene Organisation für den Überfall am 24.09.2005 auf den Kulturladen Rhizom verantwortlich zu machen, bei dem ca. zwanzig Faschisten am helligsten Tag versuchten, den Laden in der Fußgängerzone zu stürmen, in dem sich gerade Personen aus verschiedenen politischen Spektren trafen. Selber Schlägertrupp versuchte am selbigen Tag in Heidenheim bewaffnet eine Gruppe von Antifaschisten anzugreifen. Tobias E* ist eine der führende Person des „FW Süd“ im Bodensee-Raum, er versucht neue Mitglieder für jene Organisation anzuwerben, er ist verantwortlich für mehrere „Klebe-Aktionen“, so hat er unter anderem hunderte Aufkleber welche generell für den „FW Süd“ werben, sowie Aufkleber welche für Ihre Demonstrationen werben in Ravensburg und Friedrichshafen verklebt. Zuletzt hat er bei der „Hess-Aktions-Woche“ des „FW Süd“ teilgenommen und hat in diesem Zusammenhang in Ravensburg, Friedrichshafen und Wangen über tausend Aufkleber, welche den Selbstmord von Rudolf Hess als „feigen Mord“ und Hess selbst als ein Friedenskämpfer propagieren, verklebt. Gleichzeitig nahm er im Zuge der „Hess-Aktions-Woche“ – von der er einer der Mitinitiatoren war - an einem Neo-Nazi-Camp teil, auf dem sie u.a. Kampfübungen durchführten. Im selbigen Zusammenhang tauchten auch vor dem Münchner DGB-Haus NSDAP-Fahnen sowie Hakenkreuzschmierereien auf, zu denen sich der „FW Süd“ auf Ihrer Internetseite – welche allen Indizien zufolge auch von E* gestaltet wurde – bekannte. Abschließend tauchte auf Ihrer Website die Drohung auf, dass, solle es zu rechtsstaatlicher Verfolgungen der Taten kommen, in Friedrichshafen erneut demonstriert wird (Zitat von der nun gesperrten Website des „FW Süd“: „Friedrichshafen ist unsere Stadt! Ihr Opfer! Kommt nur mit euren Repressionen, ihr kennt unsere Antwort!“). Nach diesen Geschehnissen löste sich der „FW Süd“ auf, allerdings nicht kommentarlos, so wurde auf der Internetseite der Faschisten verlautet:

22.08.2006 - Zur Sperrung von fw-sued.de
Wenn es ein Verbrechen ist für die Wahrheit zu stehen, sind wir bereit es zu begehen - fickt euer System!

Dies und Neonazi-Interne Diskussionen lassen verlauten, dass man diesen Schritt beging um strafrechtliche und verfassungsschutzrechtlich Konsequenzen auszuweichen, gleichzeitig wird dies intern als „Fortschritt und nicht Rückschritt der Bewegung“ propagiert.
Tobias E* arbeitet als Verkäufer im *, einem Laden in der Nähe des Ravensburger Bahnhofes. Zuvor verlor er einen Praktikumsplatz in der Weißenau da er während der Arbeitszeit neonazistische Webseiten besuchte und in diversen Nazi-Foren seiner Ideologie frönte. Ebenso wurde aus Internetrecherchen bekannt, dass E* bei diversen Nazi-Versänden auf der Kundenliste steht. Auch scheint E* bis neulich für die Gestaltung der Internetseite des „FW Süd“ verantwortlich gewesen zu sein und ist gleichzeitig ein Administrator in einem der wichtigsten Süddeutschen Neonazi-Foren.

In seiner Freizeit hält sich E* bevorzugt in „alternativen“ Lokalen und Diskos auf, so ist er regelmäßig im Duala (Ravensburg), Irish Pub (Ravensburg), Alibi (Weingarten), Kettcar (Ulm) sowie im Roxy (ebenfalls Ulm) anzutreffen.

Tobias E* bezeichnet sich selbst als „Autonomer Nationalist“. „Autonome Nationalisten“ (AN) bemühen sich erfolgreich von dem weitläufigem „Klischee“ des Skinhead-Nazis zu entfernen um damit – wie es eine Gruppe Autonomer Nationalisten selbst beschrieben hat – sich dafür “[…]
[einzu-]setzen, alle relevanten Teile der Jugend und der Gesellschaft zu unterwandern und für unsere (Anm. d. A.: also die der AN) Zwecke zu instrumentalisieren. Es spielt keine Rolle welche Musik man hört, wie lang man seine Haare trägt oder welche Klamotten man anzieht.” Die „autonomen Rechten“ tauchen vermummt, schwarz gekleidet und in so genannten Black Blocks auf Demonstrationen auf, tragen Transparente mit Aufschriften wie z.B. „Fight the System“ ohne Furcht vor Anglizismen und zeigen dabei eine deutlich höhere Gewaltbereitschaft als „gewöhnliche“ Nazis auf, so heißt es in einer Selbstdarstellung einer solchen Gruppe, dass Sie sich „nicht von diesem Besatzersystem rumschubsen lassen“ und “Wer uns auf die rechte Wange schlägt, der bekommt anschließend Rechts und Links eine!”. Adressaten für diese Aussage sollen primär der Staat sowie (vermeintliche) AntifaschistInnen sein. Der „FW Süd“ propagiert ganz unverholen, dass „es absolut nichts bringt, wenn wir uns unter dem Deckmantel eines gemäßigten Nationalismus verstecken, denn wir waren, sind und bleiben nationale Sozialisten, die einen revolutionären Umsturz des herrschenden politischen Systems herbeiführen wollen!“ und träumen dabei von einem „Großdeutschland“.

Leider ist Tobias E* nicht nur des „FW Süd“ Geistes Kind sondern einer der Väter. Und deswegen wird er nun aus der Anonymität, in welcher er sich so sicher gewogen hat, gerissen. Er soll und darf nie wieder die Chance haben, seine menschenverachtende, rassistische und gewaltverherrlichende Ideologie zu verbreiten!



Nazis aus der Anonymität reißen!
Schöner leben ohne Nazis - in Ravensburg und überall!

Ihr antifaschistisches Rechercheteam


Weiterführende Informationen:
- Autonome Nationalisten:
 http://www.politische-bildung-brandenburg.de/extrem/glossar/auto.htm
 http://ag.antifa.net/autonome_nationalisten.htm
- Neonazis in Süddeutschland
 http://www.nadir.org/nadir/periodika/drr/archiv/NR98/98-3.html
 http://www.aida-archiv.de
- Neonazis in der Region:
 http://www.antifa-rav.de.vu
 http://www.nadir.org/nadir/initiativ/linksrhein/




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Ergänzungen

kleiner fall

linksautonom 30.09.2006 - 13:57
Der Typ ist Mitläufer, der vor einem Jahr zum ersten Mal in Erscheinung getreten ist. Seine Aktivitiäten scheinen sich nur das Internet zu beschränken.

da hat aber einer Pech in den letzten Tagen

gewinnertyp 30.09.2006 - 14:32
Datenantifa strikes again!

Nazis kann es auch persönlich treffen. Am Beispiel Tobias E* Ravensburg


 http://de.indymedia.org/2006/09/158083.shtml

schade...

antifaschist 30.09.2006 - 16:26
warum schreibt ihr dauernd vom fw süd, wenn sich dieser doch aufgelöst hat?
@ hinweis, er soll vater des fw süd sein, nicht der an's

7.10 Laupheim(BaWü) rocken!

Die Fotos gehn ja gar nicht...

anonymous coward 01.10.2006 - 20:13
...bis die 'Macher' vielleicht doch noch mal Sachen neu hochladen hier ein paar Vorabbilder - diesmal nicht als "Brüllaffen-Pavian", lieber Tobias.

28.1. 2006, Stuttgart, Demonstration "Keine Demonstrationsverbote- Meinungsfreiheit erkämpfen"

so

anonymous coward 01.10.2006 - 20:21
sieht sich der e(k)gle gerne selbst

und so

anonymous coward 01.10.2006 - 20:23
kann man sich auch zum Affen machen...

...

sca 03.10.2006 - 20:52
Hat der Mensch nicht schon seinen Ausstieg bekannt gegeben??

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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C-Movie — Nastassia K.

Hinweis — \

Zweifel bleiben — Eagle Jet

Tobias nochwas — Ulmer