Anmerkung der Moderationsgruppe:
Trotz der Bitte, de.indymedia.org zum Veröffentlichen von eigenen Berichten und selbst recherchierten Reportagen zu nutzen, wurde hier ein Termin, ein Aufruf, die Einladung zu einer Veranstaltung oder die Ankündigung einer Aktion reinkopiert.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia, ein möglichst umfassendes Infoportal incl. Terminkalender anzubieten. Indymedia will eine Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihren eigenen Inhalte bieten. Das Veröffentlichen von Terminen, Aufrufen und Einladungen gehört nicht zu den Zielen des Projektes. Mehr Informationen, warum sich Indymedia nicht zum Veröffentlichen von Terminen eignet, findest Du hier. Bitte nutze stattdessen die verlinkten Terminkalender-Seiten.
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Rechter Konsens auf Hellersdorfer Erntefest
Berlin Marzahn-Hellersdorf: Am Wochenende, vom 22.-24.September findet das jährliche Hellersdorfer Erntefest statt. Auf dem Erntefest herrscht der "rechte Konsens" zwischen BürgerInnen und Rechtsextremen. In den vergangenen Jahren kam es dort zu rassistischen Übergriffen und sexistischen Pöbeleien. Das Erntefest ist ein Sammelpunkt für gewalttätige Neonazis.
Du bist Hellersdorf ?!
In Hellersdorf und auf dem Hellersdorfer Erntefest im Speziellen, herrscht der „rechte Konsens“.
Dieser Konsens äußert sich in der Übereinstimmung nationalsozialistischen Gedankenguts, die in bürgerlichen Kreisen als Selbstverständlichkeit gelten. Die Elemente des „rechten Konsens“ existieren im täglichen Leben und werden von der Masse ständig reproduziert. Oftmals existieren diese Elemente selbst neben einer politischen Grundhaltung, die den Nationalsozialismus strikt ablehnt. So verwundert es nicht, dass ein großer Teil der Besucher des Erntefestes die politische Einstellung von Nazis nicht teilt, aber dennoch viele ihrer Vorstellungen übernimmt. Zum einen äußert sich dies in der Überschneidung der Eigenwahrnehmung von „Bürgern“ und „Nazis“. Diese deutsche Masse bezeichnet sich selbst gerne als Volk. Hierbei wird eine homogene Masse herbei konstruiert (das deutsche Volk). Diese einigt sich bspw. wiederum darauf, dass bestimmte Eigenschaften und Tugenden dieser homogenen Masse zuzuordnen sind. Ausgehend von diesen Attributen eines Volksangehörigen, wird das Bild des Volksfremden konstruiert. Diese Volksfremden passen nicht in das eng gestrickte Muster nationaler Beschränktheit, da sie mit bestimmten Eigenschaften nicht konform gehen. So kann sich z.B. ein Großteil der Deutschen, unabhängig von politischen Einstellungen, auf bestimmte deutsche Eigenarten einigen und diese ausschließlich positiv besetzen. Ordnung und Disziplin stehen hierbei an vorderster Stelle.
Es verwundert daher nicht, dass eine innerpatriotische Kampagne wie „Du bist Deutschland“ Früchte tragen kann. Eine Kampagne, die einen „gesunden“ Nationalstolz, einen „positiven“ Patriotismus, im Land wecken will, bezieht sich hierbei gerne auf das „geschundene“ Deutschland, das auch noch heutzutage viel zu selbstkritisch mit sich umgeht. Niemand soll mehr mit dem Finger auf die Deutschen zeigen und sie an ihre Vergangenheit erinnern. Das war einmal. Nun hat man aus der Geschichte gelernt und fühlt sich wieder einmal zu etwas Höherem berufen („Du bist das Wunder von Deutschland“). Eigentlich können die Deutschen viel mehr. Diese Identifizierung mit der Masse hat zur Folge, dass die eigentlichen Grundmechanismen der deutschen Gesellschaftsordnung ausgeblendet werden. Die kapitalistischen Funktionsweisen im deutschen Staat werden nicht (an)erkannt. Menschen, die sich der kapitalistischen Verwertungslogik versuchen entgegenzustellen werden zu Volksfremden, da sie das eigene Volk hintergehen. Daher verwundert es nicht, dass das politische Engagement junger AntifaschistInnen gerne mit dem Spruch belegt wird: „Die sollen doch mal alle Arbeiten gehen!“. Eine Kritik am Herrschaftssystem scheint nicht erlaubt zu sein, so lange mensch sich nicht den kapitalistischen Funktionsweisen unterordnet. Somit wird der Versuch von bürgerlicher Seite unternommen, die Aussagen junger AntifaschistInnen ad absurdum zu führen.
Hellersdorf ist ein Musterbeispiel dafür, wie der „rechte Konsens“ funktioniert. In einer ständigen Spirale drehen sich alltägliche Ressentiments, die gegenüber Menschen praktiziert werden, die nicht in das klassische Bild des Volksdeutschen passen. So werden Menschen bspw. aufgrund ihrer äußerlichen Merkmale und ihrer sexuellen Orientierung bedroht und körperlich angegriffen.
Sexistische und Rassistische Sprüche und Pöbelein gehören zum Hellersdorfer Erntefest wie das Sauerkraut zum Eisbein. So verwundert es nicht, dass es am Rande einer Kundgebung gegen das Erntefest am 25.09.2004 zu einigen Auseinandersetzungen mit Nazis kam. 7 Nazis pöbelten zunächst am Nachmittag in einem Kaisers (nähe Biesdorfer Park) 3 AntifaschistInnen an. Nachdem die Polizei gerufen wurde, wurden die Nazis auf unbestimmte Zeit festgehalten. Dass dies nur halbherzig geschah, erfuhren die AntifaschistInnen etwa fünf Minuten später am S-Bhf. Biesdorf. Die Nazis stürmten auf sie los, traten und schlugen auf sie ein. Ein Antifaschist erlitt eine Prellung am Arm und eine Platzwunde unter dem linken Auge. Später wurden die Nazis unter den Besuchern des Erntefestes wiedererkannt. Ein Großteil der Besucher des Erntefestes pöbelte regelmäßig im Vorbeigehen die anwesenden AntifaschistInnen an. So kam es dazu, dass ein Mann auf die Kundgebung stürmte und versuchte den TeilnehmerInnen der Kundgebung die Transparente zu entreißen. Schließlich kam die Polizei hinzu, klopfte ihm auf die Schulter um ihn zu bitten „Lass ma gut sein!“. Anschließend standen die Polizisten noch 5 Minuten mit ihm herum, redeten, lachten, gaben ihm die Hand und ließen ihn laufen. Auch in der Nacht gab es weitere Übergriffe von Nazis. Am U-Bhf. Cottbusser Platz wurde eine Gruppe Linker von Nazis zusammengeschlagen. Des weiteren versammelten sich ca. 20 Nazis am U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord um Leute nach dem Weg zum Jugendclub U5 zu fragen. An diesem Abend fand dort ein linkes Konzert statt.
Diese Taten zeigen auf, dass eine Schnittmenge aus Bürgern und Nazis durchaus existent ist und gerade im Zusammenhang mit dem Hellersdorfer Erntefest ihre hässliche Fratze zeigt.
Von bürgerlicher Seite wird die ständige Marginalisierung antifaschistischen Engagements vorangetrieben. Kritik an den gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnissen in Hellersdorf und die daraus folgenden Konsequenzen, die junge AntifaschistInnen daraus ziehen, werden von der Mehrheit der Hellersdorfer strikt abgelehnt und verurteilt. Öffentliche antifaschistische Aktivitäten werden zum Hassobjekt für viele Hellersdorfer, da sie nicht gerne den Spiegel vors Gesicht gehalten bekommen möchten. Der Kampf gegen rechtsextremes Gedankengut wird somit zu einem ständigen Kraftakt für junge engagierte Menschen, die sich in den rechten Konsens nicht eingliedern lassen.
Die Nazis gehen umso aggressiver mit Menschen um, die ihrer menschenverachtenden Ideologie in vielfältiger Weise entgegentreten.
Am 23.05.06 verübten Nazis einen Brandanschlag auf das Interkulturelle Zentrum „Haus Babylon“ in Hellersdorf. Die Nazis hatten die Hauswand mit zwei Hakenkreuzen sowie einem "White Power"- Schriftzug beschmiert und vom Vordach im Eingangsbereich zwei Brandsätze durch ein Fenster in das Gebäude geworfen.
Anlässlich der zunehmenden Anzahl rechtsextremer Gewalttaten im Bezirk, speziell dem Brandanschlag auf das „Haus Babylon“, fand am 24.05.06 eine sntifaschistische Demonstration durch Hellersdorf statt. Am Rande kam es immer wieder zu Pöbeleien und dem Zeigen von Hitlergrüßen. Die TeilnehmerInnen der Demonstration wurden mit Eiern beworfen. In der Hellen Mitte solidarisierten sich einige Hellersdorfer Jugendliche mit ca. 10-15Nazis, die regelmäßig vor dem Rathaus saßen und dort Bier tranken. Diese ca. 30 Personen zählende Ansammlung Hellersdorfer Jugendlicher versuchte die DemonstrantInnen mit "Ausländer raus"- und "Deutschland den Deutschen"-Parolen zu provozieren, einzelne Personen versuchten an die Demo ranzukommen um diese gewalttätig anzugreifen.
Nach der Antifa-Demo griffen 3 Naziskins eine Gruppe Linker am U-Bhf. Cottbusser Platz an. Die Fahrgäste zeigten kein Interesse an den Vorgängen in der Bahn, wo die Nazis erneut auf die ca. 8 Linken loßgingen. Am U-Bhf. Kaulsdorf Nord bemerkte der U-Bahn-Fahrer die Vorgänge in der Bahn und informierte die Polizei, welche ca. 20 Minuten später eintraf und die Nazischläger aus der Bahn holte. Selbst während der 20 Minuten pöbelten die Nazis weiter Linke und Fahrgäste an und drohten mit Schlägen.
Die Verhältnisse in Hellersdorf zeigen auf, dass antifaschistischem Engagement eine immanente Bedeutung beigemessen werden muss.
Das Antifaschistische Bündnis Marzahn-Hellersdorf ruft daher alle Menschen eindringlich dazu auf, sich der Manifestation rechten Gedankenguts entgegenzustellen und antifaschistisches Aktivitäten zu unterstützen.
Abseits von Bierfesten, Frühschoppen, Country – und Blasmusik möchten wir, als junge AntifaschistInnen, eine kulturelle Alternative zu Volksfesten jeglicher colour entwerfen. Ein Beispiel hierfür ist das alljährlich umsonst und draußen stattfindende „Rock für Links“- Festival in Marzahn-Hellersdorf. Das Rock für Links versteht sich als Festival, das auf unkommerziellem Weg mit einem reichhaltigen kulturellen Angebot, antifaschistische, emanzipatorische Politik vermitteln möchte und dadurch gewährleistet, dass der Bezirk Marzahn-Hellersdorf wenigstens an einem Tag antifaschistisch besetzt wird.
Für eine emanzipierte Gesellschaft
In Hellersdorf und auf dem Hellersdorfer Erntefest im Speziellen, herrscht der „rechte Konsens“.
Dieser Konsens äußert sich in der Übereinstimmung nationalsozialistischen Gedankenguts, die in bürgerlichen Kreisen als Selbstverständlichkeit gelten. Die Elemente des „rechten Konsens“ existieren im täglichen Leben und werden von der Masse ständig reproduziert. Oftmals existieren diese Elemente selbst neben einer politischen Grundhaltung, die den Nationalsozialismus strikt ablehnt. So verwundert es nicht, dass ein großer Teil der Besucher des Erntefestes die politische Einstellung von Nazis nicht teilt, aber dennoch viele ihrer Vorstellungen übernimmt. Zum einen äußert sich dies in der Überschneidung der Eigenwahrnehmung von „Bürgern“ und „Nazis“. Diese deutsche Masse bezeichnet sich selbst gerne als Volk. Hierbei wird eine homogene Masse herbei konstruiert (das deutsche Volk). Diese einigt sich bspw. wiederum darauf, dass bestimmte Eigenschaften und Tugenden dieser homogenen Masse zuzuordnen sind. Ausgehend von diesen Attributen eines Volksangehörigen, wird das Bild des Volksfremden konstruiert. Diese Volksfremden passen nicht in das eng gestrickte Muster nationaler Beschränktheit, da sie mit bestimmten Eigenschaften nicht konform gehen. So kann sich z.B. ein Großteil der Deutschen, unabhängig von politischen Einstellungen, auf bestimmte deutsche Eigenarten einigen und diese ausschließlich positiv besetzen. Ordnung und Disziplin stehen hierbei an vorderster Stelle.
Es verwundert daher nicht, dass eine innerpatriotische Kampagne wie „Du bist Deutschland“ Früchte tragen kann. Eine Kampagne, die einen „gesunden“ Nationalstolz, einen „positiven“ Patriotismus, im Land wecken will, bezieht sich hierbei gerne auf das „geschundene“ Deutschland, das auch noch heutzutage viel zu selbstkritisch mit sich umgeht. Niemand soll mehr mit dem Finger auf die Deutschen zeigen und sie an ihre Vergangenheit erinnern. Das war einmal. Nun hat man aus der Geschichte gelernt und fühlt sich wieder einmal zu etwas Höherem berufen („Du bist das Wunder von Deutschland“). Eigentlich können die Deutschen viel mehr. Diese Identifizierung mit der Masse hat zur Folge, dass die eigentlichen Grundmechanismen der deutschen Gesellschaftsordnung ausgeblendet werden. Die kapitalistischen Funktionsweisen im deutschen Staat werden nicht (an)erkannt. Menschen, die sich der kapitalistischen Verwertungslogik versuchen entgegenzustellen werden zu Volksfremden, da sie das eigene Volk hintergehen. Daher verwundert es nicht, dass das politische Engagement junger AntifaschistInnen gerne mit dem Spruch belegt wird: „Die sollen doch mal alle Arbeiten gehen!“. Eine Kritik am Herrschaftssystem scheint nicht erlaubt zu sein, so lange mensch sich nicht den kapitalistischen Funktionsweisen unterordnet. Somit wird der Versuch von bürgerlicher Seite unternommen, die Aussagen junger AntifaschistInnen ad absurdum zu führen.
Hellersdorf ist ein Musterbeispiel dafür, wie der „rechte Konsens“ funktioniert. In einer ständigen Spirale drehen sich alltägliche Ressentiments, die gegenüber Menschen praktiziert werden, die nicht in das klassische Bild des Volksdeutschen passen. So werden Menschen bspw. aufgrund ihrer äußerlichen Merkmale und ihrer sexuellen Orientierung bedroht und körperlich angegriffen.
Sexistische und Rassistische Sprüche und Pöbelein gehören zum Hellersdorfer Erntefest wie das Sauerkraut zum Eisbein. So verwundert es nicht, dass es am Rande einer Kundgebung gegen das Erntefest am 25.09.2004 zu einigen Auseinandersetzungen mit Nazis kam. 7 Nazis pöbelten zunächst am Nachmittag in einem Kaisers (nähe Biesdorfer Park) 3 AntifaschistInnen an. Nachdem die Polizei gerufen wurde, wurden die Nazis auf unbestimmte Zeit festgehalten. Dass dies nur halbherzig geschah, erfuhren die AntifaschistInnen etwa fünf Minuten später am S-Bhf. Biesdorf. Die Nazis stürmten auf sie los, traten und schlugen auf sie ein. Ein Antifaschist erlitt eine Prellung am Arm und eine Platzwunde unter dem linken Auge. Später wurden die Nazis unter den Besuchern des Erntefestes wiedererkannt. Ein Großteil der Besucher des Erntefestes pöbelte regelmäßig im Vorbeigehen die anwesenden AntifaschistInnen an. So kam es dazu, dass ein Mann auf die Kundgebung stürmte und versuchte den TeilnehmerInnen der Kundgebung die Transparente zu entreißen. Schließlich kam die Polizei hinzu, klopfte ihm auf die Schulter um ihn zu bitten „Lass ma gut sein!“. Anschließend standen die Polizisten noch 5 Minuten mit ihm herum, redeten, lachten, gaben ihm die Hand und ließen ihn laufen. Auch in der Nacht gab es weitere Übergriffe von Nazis. Am U-Bhf. Cottbusser Platz wurde eine Gruppe Linker von Nazis zusammengeschlagen. Des weiteren versammelten sich ca. 20 Nazis am U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord um Leute nach dem Weg zum Jugendclub U5 zu fragen. An diesem Abend fand dort ein linkes Konzert statt.
Diese Taten zeigen auf, dass eine Schnittmenge aus Bürgern und Nazis durchaus existent ist und gerade im Zusammenhang mit dem Hellersdorfer Erntefest ihre hässliche Fratze zeigt.
Von bürgerlicher Seite wird die ständige Marginalisierung antifaschistischen Engagements vorangetrieben. Kritik an den gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnissen in Hellersdorf und die daraus folgenden Konsequenzen, die junge AntifaschistInnen daraus ziehen, werden von der Mehrheit der Hellersdorfer strikt abgelehnt und verurteilt. Öffentliche antifaschistische Aktivitäten werden zum Hassobjekt für viele Hellersdorfer, da sie nicht gerne den Spiegel vors Gesicht gehalten bekommen möchten. Der Kampf gegen rechtsextremes Gedankengut wird somit zu einem ständigen Kraftakt für junge engagierte Menschen, die sich in den rechten Konsens nicht eingliedern lassen.
Die Nazis gehen umso aggressiver mit Menschen um, die ihrer menschenverachtenden Ideologie in vielfältiger Weise entgegentreten.
Am 23.05.06 verübten Nazis einen Brandanschlag auf das Interkulturelle Zentrum „Haus Babylon“ in Hellersdorf. Die Nazis hatten die Hauswand mit zwei Hakenkreuzen sowie einem "White Power"- Schriftzug beschmiert und vom Vordach im Eingangsbereich zwei Brandsätze durch ein Fenster in das Gebäude geworfen.
Anlässlich der zunehmenden Anzahl rechtsextremer Gewalttaten im Bezirk, speziell dem Brandanschlag auf das „Haus Babylon“, fand am 24.05.06 eine sntifaschistische Demonstration durch Hellersdorf statt. Am Rande kam es immer wieder zu Pöbeleien und dem Zeigen von Hitlergrüßen. Die TeilnehmerInnen der Demonstration wurden mit Eiern beworfen. In der Hellen Mitte solidarisierten sich einige Hellersdorfer Jugendliche mit ca. 10-15Nazis, die regelmäßig vor dem Rathaus saßen und dort Bier tranken. Diese ca. 30 Personen zählende Ansammlung Hellersdorfer Jugendlicher versuchte die DemonstrantInnen mit "Ausländer raus"- und "Deutschland den Deutschen"-Parolen zu provozieren, einzelne Personen versuchten an die Demo ranzukommen um diese gewalttätig anzugreifen.
Nach der Antifa-Demo griffen 3 Naziskins eine Gruppe Linker am U-Bhf. Cottbusser Platz an. Die Fahrgäste zeigten kein Interesse an den Vorgängen in der Bahn, wo die Nazis erneut auf die ca. 8 Linken loßgingen. Am U-Bhf. Kaulsdorf Nord bemerkte der U-Bahn-Fahrer die Vorgänge in der Bahn und informierte die Polizei, welche ca. 20 Minuten später eintraf und die Nazischläger aus der Bahn holte. Selbst während der 20 Minuten pöbelten die Nazis weiter Linke und Fahrgäste an und drohten mit Schlägen.
Die Verhältnisse in Hellersdorf zeigen auf, dass antifaschistischem Engagement eine immanente Bedeutung beigemessen werden muss.
Das Antifaschistische Bündnis Marzahn-Hellersdorf ruft daher alle Menschen eindringlich dazu auf, sich der Manifestation rechten Gedankenguts entgegenzustellen und antifaschistisches Aktivitäten zu unterstützen.
Abseits von Bierfesten, Frühschoppen, Country – und Blasmusik möchten wir, als junge AntifaschistInnen, eine kulturelle Alternative zu Volksfesten jeglicher colour entwerfen. Ein Beispiel hierfür ist das alljährlich umsonst und draußen stattfindende „Rock für Links“- Festival in Marzahn-Hellersdorf. Das Rock für Links versteht sich als Festival, das auf unkommerziellem Weg mit einem reichhaltigen kulturellen Angebot, antifaschistische, emanzipatorische Politik vermitteln möchte und dadurch gewährleistet, dass der Bezirk Marzahn-Hellersdorf wenigstens an einem Tag antifaschistisch besetzt wird.
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Ergänzungen
Kundgebung am Erntefest
23.September - 18.00Uhr - U5-Bhf. Hellersdorf
oh c'mon!
1919 titelte die spd zb noch "arbeiter, bauern, soldaten *aller stämme deutschlands*..." ( http://www.vulture-bookz.de/imagebank/Propaganda/images/1919~Aufruf_zur_Nationalversammlung.jpg), ging also also vom genauen gegenteil eines homogenen deutschen volks aus, aber zu der damit beworbenen nationalversammlung trat dann halt auch die deutschnationale volkspartei an, die das mal richtig anders sah...
damals (späte 1920er) wie heute legen sich die faschisten schlicht in das von reaktionär-konservativen gemachte bett und es ist ihnen kuschlig warm dabei. wer also hingeht und sagt, volkstümelei ist ein exklusivum der faschisten, übersieht die tatsachae, daß es vielmehr eine "einstiegsdroge" für bürgerlich-konservativen zur akzeptanz und letzten endes unterstützung oder doch zumindest wohlwollenden tolerierung solcher ideologien darstellt: solce leute wie ihr da meint wählen im normalfall cdu, aber wen ihnen, wie aktuell, die kons auf die eier gehen, dann boykottieren sie entweder unf freuen sich klammheimlich, daß die npd "denen da oben" mal ein bißchen fracksausen verpaßt, oder sie laufen halt wirklich zu den braunen über.
aber dort sind sie nicht ursprünglich anzusiedeln. das ist der springende punkt. damals wie heute ist der konservativismus der steigbügelhalter des nazismus, und mithin der größte eind einer freiheitlichen gesellschaft. ohne das zuspiel aus rechten cdu-kreisen wären npd, reps, dvu... kaum halb so stark.
(daß ein nicht gerade geringer teil des pds/wasg-klientel zur unterstützung rechtsextremer bereit ist, sollte mensch auch nicht unter den tisch fallen lassen. das war schon damals bei der bvg so.)
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
@ tagmata — Elke
@Tagmata — wetrwegv