4 : 0 für OWL - Bericht aus Gütersloh
4:0 für OWL
Jetzt also auch noch ein kurzer Bericht aus Gütersloh. Wie ja schon alle wissen, ist auch der Nazi-Aufmarsch in Gütersloh gescheitert. Mit dem Sieg von Arminia Bielefeld über Bayern München heißt das also 4:0 für OWL.
Jetzt also auch noch ein kurzer Bericht aus Gütersloh. Wie ja schon alle wissen, ist auch der Nazi-Aufmarsch in Gütersloh gescheitert. Mit dem Sieg von Arminia Bielefeld über Bayern München heißt das also 4:0 für OWL.
Hektisch war’s in Gütersloh – erst stundenlang warten, dann steigen die Nazis in Bielefeld in den Zug, und sind nach 8 Minuten in GT. Nachdem sie auf ihre Auftaktkundgebung am Bahnhof verzichtete ging alles ziemlich schnell: Ruckzuck die Aufmarschroute auf halber Strecke dichtgemacht, so dass die Nazis nach ca. 800m von der Polizei gestoppt wurden. 300 Blockierende harten dann tapfer bis 17:30h aus, dann war der Spuk schon so gut wie vorbei. Ein sichtlich entnervter Anmelder Christian Menzer gab auf, nachdem die Polizei sich nicht bereit erklärt hatte, die Blockade aufzulösen. Auf dem Rückweg berief Menzer dann noch panisch eine „Eilversammlung“ ein, hat dabei in seiner Wut gegen so ziemliche alle Auflagen verstossen, musste seine Männchen dann aber doch zum Bahnhof zurückbringen. Dort haben wir sie freundlich verabschiedet. Anders als im März feiert er seinen Aufmarsch nicht als „Erfolg“, (der’s ja auch schon damals nicht war) – auf seiner Internet-Seite herrscht bisher Schweigen. Was soll er auch sagen... „Grosskampftag OWL“? Wohl eher „Grossrumsitztag OWL“!
Interessant und was zum Überlegen: Die Aktion von „BUM – Büro für ungewöhnliche Maßnahmen“. Nach dem Motto: Sozialabbau und Rentenklau sind Themen, die Linke viel mehr interessieren, wurde die Idee entwickelt, als TeilnehmerIn in den Nazi-Aufmarsch zu gehen. Grundlage: §1 Versammlungsgesetz: Jedermann hat die Möglichkeit, an einer öffentlichen Demonstration teilzunehmen. Da die Nazi-Aufmärsche in der Regel relativ klein sind, müsste es ein leichtes sein, mit der entsprechenden Anzahl von Leuten die Aufmärsche zu übernehmen und die Nazis rauszudrängen. (Oder damit die Nazis so zu provozieren, dass der Polizei nichts anderes übrig bleibt, als den Aufmarsch abzubrechen.) Überlegt und Testballon gestartet. Wie erwartet hat die Polizei sich erst geweigert, die Leute auf den Kundgebungsplatz am Bahnhof zu lassen, hat aber dann doch ca. 10 Leute drauf gelassen, um sie wenige Minuten dann wieder wegen „Versuch der gröblichen Störung“ zu verscheuchen. Ein Anwalt, der den Testballons beistand, wird nun Klage beim Oberverwaltungsgericht einreichen. Wer weiß, was sich daraus entwickelt; vielleicht eine ganz neue Art des Umgangs mit den ewigen Nazi-Aufmärschchenen mit neuen Spielregeln.
Superglücklich sind wir über unsere Blockade – schwer war’s für uns, nachdem die Nazis erst vor wenigen Monaten bei uns marschieren wollten, den Kraftaufwand noch mal zu leisten. Trotzdem hat es wieder geklappt! Und noch dazu mit einer breiten Unterstützung aller möglichen BürgerInnen der Stadt: Da stand der Kindergarten neben unserer SchülerInnen-Antifa, und auch die Bürgermeisterin soll gesehen worden sein. Das hat uns in Gütersloh gezeigt, dass wir nicht unter dem Lable „Blöde Antifas gegen blöde Nazis“ laufen, sondern „Courage gegen Rechts“ ein Faktor in der Stadt ist, der nicht nur akzeptiert wird, sondern mit denen man sich auch in juristische Grauzonen wie „friedliche Blockaden“ traut. Für die Aufgabe „Nazi-Aufmärsche verhindern“ brauchen wir langfristig eine breite öffentliche Mehrheit. Nebenbei erreichen wir dadurch natürlich auch eine grundsätzliche Sensibilisierung in Sachen Rassismus, Neofaschismus, Antisemitismus usw.
Rot Front & fette Beute!
Courage gegen Rechts - Gütersloh
Interessant und was zum Überlegen: Die Aktion von „BUM – Büro für ungewöhnliche Maßnahmen“. Nach dem Motto: Sozialabbau und Rentenklau sind Themen, die Linke viel mehr interessieren, wurde die Idee entwickelt, als TeilnehmerIn in den Nazi-Aufmarsch zu gehen. Grundlage: §1 Versammlungsgesetz: Jedermann hat die Möglichkeit, an einer öffentlichen Demonstration teilzunehmen. Da die Nazi-Aufmärsche in der Regel relativ klein sind, müsste es ein leichtes sein, mit der entsprechenden Anzahl von Leuten die Aufmärsche zu übernehmen und die Nazis rauszudrängen. (Oder damit die Nazis so zu provozieren, dass der Polizei nichts anderes übrig bleibt, als den Aufmarsch abzubrechen.) Überlegt und Testballon gestartet. Wie erwartet hat die Polizei sich erst geweigert, die Leute auf den Kundgebungsplatz am Bahnhof zu lassen, hat aber dann doch ca. 10 Leute drauf gelassen, um sie wenige Minuten dann wieder wegen „Versuch der gröblichen Störung“ zu verscheuchen. Ein Anwalt, der den Testballons beistand, wird nun Klage beim Oberverwaltungsgericht einreichen. Wer weiß, was sich daraus entwickelt; vielleicht eine ganz neue Art des Umgangs mit den ewigen Nazi-Aufmärschchenen mit neuen Spielregeln.
Superglücklich sind wir über unsere Blockade – schwer war’s für uns, nachdem die Nazis erst vor wenigen Monaten bei uns marschieren wollten, den Kraftaufwand noch mal zu leisten. Trotzdem hat es wieder geklappt! Und noch dazu mit einer breiten Unterstützung aller möglichen BürgerInnen der Stadt: Da stand der Kindergarten neben unserer SchülerInnen-Antifa, und auch die Bürgermeisterin soll gesehen worden sein. Das hat uns in Gütersloh gezeigt, dass wir nicht unter dem Lable „Blöde Antifas gegen blöde Nazis“ laufen, sondern „Courage gegen Rechts“ ein Faktor in der Stadt ist, der nicht nur akzeptiert wird, sondern mit denen man sich auch in juristische Grauzonen wie „friedliche Blockaden“ traut. Für die Aufgabe „Nazi-Aufmärsche verhindern“ brauchen wir langfristig eine breite öffentliche Mehrheit. Nebenbei erreichen wir dadurch natürlich auch eine grundsätzliche Sensibilisierung in Sachen Rassismus, Neofaschismus, Antisemitismus usw.
Rot Front & fette Beute!
Courage gegen Rechts - Gütersloh
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Ergänzungen
4:0 ja - aber anders!
http://de.indymedia.org/2006/09/157279.shtml
und
http://de.indymedia.org/2006/09/157283.shtml
Solidarische Grüße nach Gütersloh!
mehr
Weiter so!
Und hier steht der Rest über den Versuch OWL
http://www.de.indymedia.org/2006/09/157283.shtml
http://www.de.indymedia.org/2006/09/157279.shtml
http://www.de.indymedia.org/2006/09/157272.shtml
http://www.de.indymedia.org/2006/09/157261.shtml
Die Lokalpresse berichtete auch:
http://www.mt-online.de/mt/lokales/minden/?cnt=1044655
http://www.die-glocke.de/gl/cgi/news/shownews.php?id=709&PHPSESSID=2d4f7c868c6a7c5f140733ede7907bc6
Jugendantifa Gütersloh
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Die Autisten sind los
Klasse Aktion!!!
Selbst Schuld kann ich nur sagen!
Das Web ist Terra Byte weise Gerammelt Voll mit Aktuellster Anti Kapitalistischer,
Urheberechtlich Frei Verwendbarer Guter Musik, Filmen und Software, mit Kommerzieller
Ausstattung oder Herkunft, oder vor vornherein zum Urheberrechts Freien Weiterverarbeitung hergestellt, und es wird immer mehr.
Die Kapitalistische Software, wie "Des Führers Software" Micky Soft, oder .ero, verarbeiten, und brennen deine Umsonst Media Files, selbst bei einem Drei Giga Hertz Rechner, zwar in Zig Minuten Langen Wartschleifen, als wären es Zehn Jahre Überlagerte Milchtüten, aber auch für diese Probleme gibt es Hunderte von Freien Kommerziell Begrenzt oder Uninteressierten Lösungen.
Denk an Deine Verantwortung deinen Nachkommen gegenüber, sorg auch Du dafür, das nicht "Des Führers Software" Mickey Soft, oder irgendein Anderer Faschistoider Kommerzieller Ausbeuter Konzern die Welt Herrschaft an sich reißt!
Vermeide Strikt und Kompromisslos Jeglichen Umsatz Zugunsten Kapitalistischer Ausbeuter Konzerne Jeglicher Art und wo es Möglich ist!
Deine Nachfahren werden es dir danken!
Recover the World!
Fight Capitalism!
Gint es eigentlich irgendwo
im umkehrschluss heißt das also
Schöne Demo(s)
Was soll das denn jetzt? Niemand hat hier eine vernünftige Aussage über Fußball abgegeben, das Erwähnen des Bielefeldsiegs diente lediglich spaßeshalber der Unterstreichung der Erfolge in der Region. Brauchst jetzt keine Diskussion über Antisemitismus und verkürzte Kapitalismuskritik losreißen.
Das Wochenende hat gerockt.
Gegen jeden Antisemitismus, nie wieder Nationen,
für den Anarchismus.
Seit wann
Ihr wart mal besser...
Schön
Naziaufmärsche blockieren.
Grüße aus Dortmund