Was bringt das neue Betriebssystem Vista
Microsoft ruehrt kraeftig die Werbetrommel: Noch besser, noch schneller, noch sicherer, bedienungsfreundlicher und stabiler wird er der XP Nachfolger. Da nun sicherlich einige Leute hier XP benutzen wollen wir mal alle Vorteile des neuen Betriebssystems beleuchten. Nachdem wir das getan haben, werden wir wohl Alternativen brauchen.
Windows Vista ist so gut wie fertig. Obwohl Microsoft den Termin (wie ueblich) immer mal wieder nach hinten verlegt wird uns der XP Nachfolger Anfang 2007 begluecken. Wer nun sofort losrennen will um sich dieses Wunderwerk zu besorgen wird wohl einige hundert Euro investieren muessen. Microsoft hat sich entschieden es wird vier Versionen geben, einige Preise sollen angeblich auch schon feststehen.
Vista Ultimate
-Upgrade: $299 (210.99 EUR)
-Vollversion: $499 (352.16 EUR)
Vista Home Premium
-Upgrade: $199 (140.43 EUR)
-Vollversion: $299 (210.99 EUR)
Vista Home Basic
-Upgrade: $129 (91.03 EUR)
-Vollversion: $259 (182.75 EUR)
Vista Business
-Upgrade: $249 (175.69 EUR)
-Vollversion: $379 (267.42 EUR)
Mit knapp 100 Euro bekommt man eine kastrierte Version, die laut MS voellig fuer den Heimgebrauch (was auch immer das ist) reicht.
Auf neuen Computern wird ab Fruehjahr 2007 wohl auch Vista installiert sein, so dass man spaetestens dann ueber Alternativen nachdenken muss. Viele MS Kunden (oder auch Nichtkunden, da kopiert) reden sich ein, sie koennten eben XP weiternutzen, manche vertrauen auf Windows 2000 fuer welches das Haus MS den Support bald einstellen wird. Windows NT laueft auch nicht mehr auf moderner Hardware, Windows 2000 wird Probleme kriegen und selbst XP wird demnaechst nicht mehr alles koennen.
Das tollste was dem Heimanwender auffallen wird, wird die neue Oberflaeche sein. Transparenzeffekte wo man hinschaut, neue Icons, eine Leiste mit Superfunktionen. Das tollste aber, es wird mit leistungsfaehiger Hardware laufen, d.h. bei vielen eben nicht. Das betrifft viele Notebooks, denn diese AMD und Intel Kisten mit ca 1000Mhz reichen heute locker aus, fuer Internet, Email, Textverarbeitung usw., unter Vista kann man diese gleich wegschmeissen.
So weit so gut, kauft man sich halt neue Hardware, aber unter der Haube hat sich viel mehr getan. Es wird zwei Versionen geben, also insgesamt acht. Einige sind fuer die neueren 64bit Systeme, andere fuer die veralteten 32bit Systeme.
Neben diesen hinnehmbaren Nachteilen kommen wir nun mal zu den echten.
Vista wird Kopierschutzmechanismen beinhalten und zwar solche, die es weitaus schwerer machen als das bisherige DRM und den ganzen Software Kram, der immer mal wieder gehackt wird in XP.
- PVP-OPM (Protected Video Path Output Protection Management)
- PUMA (Protected User Mode Audio)
PVP-OPM ist fuer Filme gedacht und PUMA fuer Musik Dateien.
PVP-OPM setzt an zwei Stellen im System an, damit an einer mehr als DRM. Es authentifiziert Hardware und richtet eine abgeschottete Prozessumgebung ein. So soll es Kopien verhindern, die digital erstellt werden. Man kann damit keine Filme mehr auf seiner Festplatte speichern, rippen oder aenliches, aber MS beschaeftigt sich ja auch mit den technisch versierteren "Nutzern". Vista verhindert auch den Zugriff auf den Arbeitsspeicher bei diesen Prozessen, d.h. auch ein Auslesen dieses ist nicht moeglich. Noch weiter gedacht, es kontrolliert die Ausgabe der Inhalte, d.h. darf Benutzer X auf Rechner X diesen Film ueberhaupt sehen, und wenn wie oft usw.. Es kontrolliert die DVI-Ausgaenge, VGA-Ausgaenge und TV-Schnittstellen.
Das Ziel das Microsoft damit verfolgt (und seine maechtigen Partner, der Medien-, Film-, Werbe-, Software- und anderen -industrien, die wir vergessen haben) ist klar. Dem massenhaften Kopieren und Verbreiten von Filmen, Musik und Software soll Einhalt geboten werden.
Bisher konnte z.B. eine DVD kopiert werden, Musik gerippt werden. Das Umgehen des jeweilgen Kopierschutzes war nicht weiter schwer, weil findige Hacker diesen ausgehebelt haben. Solange ein Kopierschutz nur auf der Softwareseite besteht ist dies auch technisch machbar. Nun kommt aber die Hardwareseite hinzu. Das fordern diese Unternehmen schon seit Jahren. Digitale Signale werden verschlüsselt den PC verlassen, damit sollen 1 zu 1 Kopien verhindert werden. Auch Angriffe auf z.B. den PCI-Express-Bus und damit ein Aufzeichnen an der Grafikkarte z.B. werden so verhindert, da auch diese sich in das System integriert und Daten ueber diese verschluesselt uebertragen werden.
PUMA funktioniert technisch etwas anders, aber das ist erstmal egal, da das hier keine technische Abhandlung werden soll.
Die extra fuer Vista neu anzuschaffende Hardware wird in Stufen authentifiziert, der Grafiktreiber prueft ob an der Karte manipuliert wurde, die Inhalte ausgegeben werden duerfen, gleichzeitig wird ueberprueft, ob der Grafikkartentreiber ueberhaupt der originale ist um Manipulationen in der Richtung vorzubeugen.
Bei den neuen HD-DVDs und HDTV etc. prueft ein anderes Modul gleichzeitig, ob das Betriebssystem ueber ausreichend Schutzmechanismen verfuegt (ITA-Modul). Erst wenn alles dies erledigt ist, spielt es Medien ab. Bei Manipulationen bricht PVP-OPM die Wiedergabe ab.
Nun kann man Vista auch auf "alter" nicht authentifizierter Hardware betreiben, was alleredings nicht viel Sinn machen wird, denn das Betrieb system laueft zwar, aber die Wiedergabe z.B. von HD-DVDs wird es so nicht geben. Um diese DRM geschuetzten Inhalte abspielen zu koennen sind entsprechende Grafikkarten und Displays noetig. PVP-OPM sorgt sonst dafuer, dass man erstens die Filme gar nicht sehen kann und zweitens vielleicht in geringer Qualitaet etc..
Die Hardware (in diesem Fall Monitor, Grafikkarte, TV) muessen ueber HDMI-Schnittstellen verfuegen, diese koennen per HDCP (High Bandwith Digital Content Protection) verschluesselte Daten uebertragen. Selbst ueber analoge Ausgaenge wird es nicht gehen, da auch hier Schutzmechanismen integriert wurden.
Und damit kommen wir auch schon zur Kundenverarsche:
Auf der IFA in Berlin wurden lauter neue, tolle Geraete der naechsten Generation vorgestellt, viele davon stehen fuer einen enormen Preis schon in unseren Laeden, sie tragen das Logo "HD-Ready", dass sugeriert bessere Aufloesung, tollere Bilder, noch mehr Spass usw., aber keinesfalls Kopierschutz. Viele Kaeufer dieser Supergeraete haben davon keine Ahnung was schon eingebaut ist. Auch Monitore gibt es bereits ausreichend. Grafikkarten werden folgen, einige gibt es bereits.
So soll der Laeufer sich auch noch Kopierschutzmassnahmen ins Haus holen, aber noch besser dafuer auch noch bezahlen. Das beste ist aber, er tut es.
...auch Audiosysteme werden aenlich funktionieren.
Nun gibt es drei bis vier Moeglichkeiten, wie man darum kommt.
1. man "scheisst" auf den ganzen Mist
2. man tut sich den Schrott an
3. man interessiert sich generell nicht dafuer
und
4. es wird doch irgendwie gehackt
Aber der Artikel ging ja um Vista:
Dieses ganze System kann auch fuer Software genutzt werden, was dann wiederum bedeutet, Schluss mit Photoshop fuer lau etc... da gibt es immerhin Alternativen
eine davon heisst Linux, andere wollen wir nicht benachteiligen, BSD etc...
Die Alternative allerdings diese tollen neuen Filme auch auf Linux zu gucken gibt es nicht, da Linux z.B. ein nicht authentifiziertes Betriebssystem ist, d.h. es wird diese Inhalte gar nicht abspielen koennen, womit auch klar ist warum MS so gesteigertes Interesse daran hat, es wird sein OS bei Privatanwendern pushen.
Haben viele heute MS auf ihren Kisten, wegen der Spiele, kommen nun andere Aspekte dazu. Apple wird wohl nachziehen und sein OS Kopierschutz ready machen.
Ergo, willkommen in der Zukunft.
Mein Tip, oefter mal was anderes machen :)
Vista Ultimate
-Upgrade: $299 (210.99 EUR)
-Vollversion: $499 (352.16 EUR)
Vista Home Premium
-Upgrade: $199 (140.43 EUR)
-Vollversion: $299 (210.99 EUR)
Vista Home Basic
-Upgrade: $129 (91.03 EUR)
-Vollversion: $259 (182.75 EUR)
Vista Business
-Upgrade: $249 (175.69 EUR)
-Vollversion: $379 (267.42 EUR)
Mit knapp 100 Euro bekommt man eine kastrierte Version, die laut MS voellig fuer den Heimgebrauch (was auch immer das ist) reicht.
Auf neuen Computern wird ab Fruehjahr 2007 wohl auch Vista installiert sein, so dass man spaetestens dann ueber Alternativen nachdenken muss. Viele MS Kunden (oder auch Nichtkunden, da kopiert) reden sich ein, sie koennten eben XP weiternutzen, manche vertrauen auf Windows 2000 fuer welches das Haus MS den Support bald einstellen wird. Windows NT laueft auch nicht mehr auf moderner Hardware, Windows 2000 wird Probleme kriegen und selbst XP wird demnaechst nicht mehr alles koennen.
Das tollste was dem Heimanwender auffallen wird, wird die neue Oberflaeche sein. Transparenzeffekte wo man hinschaut, neue Icons, eine Leiste mit Superfunktionen. Das tollste aber, es wird mit leistungsfaehiger Hardware laufen, d.h. bei vielen eben nicht. Das betrifft viele Notebooks, denn diese AMD und Intel Kisten mit ca 1000Mhz reichen heute locker aus, fuer Internet, Email, Textverarbeitung usw., unter Vista kann man diese gleich wegschmeissen.
So weit so gut, kauft man sich halt neue Hardware, aber unter der Haube hat sich viel mehr getan. Es wird zwei Versionen geben, also insgesamt acht. Einige sind fuer die neueren 64bit Systeme, andere fuer die veralteten 32bit Systeme.
Neben diesen hinnehmbaren Nachteilen kommen wir nun mal zu den echten.
Vista wird Kopierschutzmechanismen beinhalten und zwar solche, die es weitaus schwerer machen als das bisherige DRM und den ganzen Software Kram, der immer mal wieder gehackt wird in XP.
- PVP-OPM (Protected Video Path Output Protection Management)
- PUMA (Protected User Mode Audio)
PVP-OPM ist fuer Filme gedacht und PUMA fuer Musik Dateien.
PVP-OPM setzt an zwei Stellen im System an, damit an einer mehr als DRM. Es authentifiziert Hardware und richtet eine abgeschottete Prozessumgebung ein. So soll es Kopien verhindern, die digital erstellt werden. Man kann damit keine Filme mehr auf seiner Festplatte speichern, rippen oder aenliches, aber MS beschaeftigt sich ja auch mit den technisch versierteren "Nutzern". Vista verhindert auch den Zugriff auf den Arbeitsspeicher bei diesen Prozessen, d.h. auch ein Auslesen dieses ist nicht moeglich. Noch weiter gedacht, es kontrolliert die Ausgabe der Inhalte, d.h. darf Benutzer X auf Rechner X diesen Film ueberhaupt sehen, und wenn wie oft usw.. Es kontrolliert die DVI-Ausgaenge, VGA-Ausgaenge und TV-Schnittstellen.
Das Ziel das Microsoft damit verfolgt (und seine maechtigen Partner, der Medien-, Film-, Werbe-, Software- und anderen -industrien, die wir vergessen haben) ist klar. Dem massenhaften Kopieren und Verbreiten von Filmen, Musik und Software soll Einhalt geboten werden.
Bisher konnte z.B. eine DVD kopiert werden, Musik gerippt werden. Das Umgehen des jeweilgen Kopierschutzes war nicht weiter schwer, weil findige Hacker diesen ausgehebelt haben. Solange ein Kopierschutz nur auf der Softwareseite besteht ist dies auch technisch machbar. Nun kommt aber die Hardwareseite hinzu. Das fordern diese Unternehmen schon seit Jahren. Digitale Signale werden verschlüsselt den PC verlassen, damit sollen 1 zu 1 Kopien verhindert werden. Auch Angriffe auf z.B. den PCI-Express-Bus und damit ein Aufzeichnen an der Grafikkarte z.B. werden so verhindert, da auch diese sich in das System integriert und Daten ueber diese verschluesselt uebertragen werden.
PUMA funktioniert technisch etwas anders, aber das ist erstmal egal, da das hier keine technische Abhandlung werden soll.
Die extra fuer Vista neu anzuschaffende Hardware wird in Stufen authentifiziert, der Grafiktreiber prueft ob an der Karte manipuliert wurde, die Inhalte ausgegeben werden duerfen, gleichzeitig wird ueberprueft, ob der Grafikkartentreiber ueberhaupt der originale ist um Manipulationen in der Richtung vorzubeugen.
Bei den neuen HD-DVDs und HDTV etc. prueft ein anderes Modul gleichzeitig, ob das Betriebssystem ueber ausreichend Schutzmechanismen verfuegt (ITA-Modul). Erst wenn alles dies erledigt ist, spielt es Medien ab. Bei Manipulationen bricht PVP-OPM die Wiedergabe ab.
Nun kann man Vista auch auf "alter" nicht authentifizierter Hardware betreiben, was alleredings nicht viel Sinn machen wird, denn das Betrieb system laueft zwar, aber die Wiedergabe z.B. von HD-DVDs wird es so nicht geben. Um diese DRM geschuetzten Inhalte abspielen zu koennen sind entsprechende Grafikkarten und Displays noetig. PVP-OPM sorgt sonst dafuer, dass man erstens die Filme gar nicht sehen kann und zweitens vielleicht in geringer Qualitaet etc..
Die Hardware (in diesem Fall Monitor, Grafikkarte, TV) muessen ueber HDMI-Schnittstellen verfuegen, diese koennen per HDCP (High Bandwith Digital Content Protection) verschluesselte Daten uebertragen. Selbst ueber analoge Ausgaenge wird es nicht gehen, da auch hier Schutzmechanismen integriert wurden.
Und damit kommen wir auch schon zur Kundenverarsche:
Auf der IFA in Berlin wurden lauter neue, tolle Geraete der naechsten Generation vorgestellt, viele davon stehen fuer einen enormen Preis schon in unseren Laeden, sie tragen das Logo "HD-Ready", dass sugeriert bessere Aufloesung, tollere Bilder, noch mehr Spass usw., aber keinesfalls Kopierschutz. Viele Kaeufer dieser Supergeraete haben davon keine Ahnung was schon eingebaut ist. Auch Monitore gibt es bereits ausreichend. Grafikkarten werden folgen, einige gibt es bereits.
So soll der Laeufer sich auch noch Kopierschutzmassnahmen ins Haus holen, aber noch besser dafuer auch noch bezahlen. Das beste ist aber, er tut es.
...auch Audiosysteme werden aenlich funktionieren.
Nun gibt es drei bis vier Moeglichkeiten, wie man darum kommt.
1. man "scheisst" auf den ganzen Mist
2. man tut sich den Schrott an
3. man interessiert sich generell nicht dafuer
und
4. es wird doch irgendwie gehackt
Aber der Artikel ging ja um Vista:
Dieses ganze System kann auch fuer Software genutzt werden, was dann wiederum bedeutet, Schluss mit Photoshop fuer lau etc... da gibt es immerhin Alternativen
eine davon heisst Linux, andere wollen wir nicht benachteiligen, BSD etc...
Die Alternative allerdings diese tollen neuen Filme auch auf Linux zu gucken gibt es nicht, da Linux z.B. ein nicht authentifiziertes Betriebssystem ist, d.h. es wird diese Inhalte gar nicht abspielen koennen, womit auch klar ist warum MS so gesteigertes Interesse daran hat, es wird sein OS bei Privatanwendern pushen.
Haben viele heute MS auf ihren Kisten, wegen der Spiele, kommen nun andere Aspekte dazu. Apple wird wohl nachziehen und sein OS Kopierschutz ready machen.
Ergo, willkommen in der Zukunft.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Wendepunkt
Wir befinden uns, mit der Einführung der neuen Kopierschutzmechanismen, an einem krassen Wendepunkt. Freie Betriebsysteme, allen voran Linux (besonders Ubuntu) hatten sich extrem etabliert, da sie Windows in keinster Weise nachstanden, auch sie bieten Multimediafunktionen, unterstützen alle Formate und Protokolle, also von mp3 über Divx über DVDs bishin zu Skype und Messengerdiensten, und dass teilweise besser als Windows.
Nun wird Linux mittelfristig leicht und langfristig endgültig seiner Multimediafähigkeit beraubt und wieder in die Bürorandgruppe gedrückt. Die Phase, die mit DRM anfing und jetzt konsequent in vista weitergeführt wird ist nicht nur eine Kampfansage an den freidenkenden Benutzer, sondern auch an die gesamte openSource-Kultur.
@abc: Weil er vielleicht keine Äs, Üs,Ös und ßs hat. Stellt aber eigentlich auch keine Beieinträchtigung dar, wenn man flüssig lesen kann...
Keine Sorge, Sebastian
So schnell wird sich Linux auch nicht verdrängen lassen, dazu ist die Verbreitung schon zu weit fortgeschritten.
PS: Merkwürdigerweise benutzen ausgerechnet Linke lieber Microsoft. Wer weiss.. vielleicht weils einen Hauch von Stalinismus bietet?
Es muss nicht unbedingt Linux sein, aber...
Zurück zu den Alternativen: Zumindest bei uns in der Gegend steigen immer mehr Leute auf Mac um, was seit dem Mac mini auch ziemlich billig zu machen ist und das iBook respektive die neuen Mac Books liegen preislich ebenfalls im unteren PC-Preisbereich. Ich selbst bin ebenfalls seit Jahren Mac-User, allerdings steht bei mir noch überall die "alte" PowerPC-Hardware. Den Umstieg auf die Intel-Macs scheue ich aus folgendem Grund. In den Kisten ist TCPA, Trusted Computing oder wie auch immer die derzeitige Bezeichnung dafür ist, in der Hardware integriert. Zur Zeit wird das nur genutzt um die Installation des Betriebssystems abzusichern, bzw. zu verhindern, dass MacOS auch auf normaler PC-Hardware läuft. Was in Zukunft alles noch damit angestellt oder "geschützt" wird, weiss wohl nur Apple selbst. Ich will die Probleme mit TCPA auch nicht weiter ausführen, dazu ist genug geschrieben worden, Fakt ist, dass man damit potentiell entmündigt werden kann und einem seine Daten plötzlich nicht mehr gehören könnten und das macht Apple für mich zu einer fragwürdigen Alternative.
Linux wird oft als Alternative genannt, vor allem weil es frei ist. Wie ich schon oben geschrieben habe, ist mir die Lizenzierung von Software in soweit egal, dass ich sie mir so oder so nehme, wenn ich das möchte. Allerdings muss ich auch sagen, dass Software unter einer freien Lizenz wie GNU oder BSD aus weltanschaulichen Gründen besser gefällt. Das ist deswegen aber noch kein Grund die zwanghaft einzusetzen, wie es einige Evangelisten predigen. Software, egal ob Betriebssystem oder Anwendungssoftware, ist im ersten Sinne ein Werkzeug und das muss tauglich sein, sprich die gestellte Aufgabe erfüllen können und der User muss damit klarkommen. Ersteres erfüllt Linux seit ewigen Zeiten, mindestens seit 1997/1998. Allerdings kamen die meisten User damit noch nicht klar, egal ob sie es tatsächlich nicht verstanden haben, was ich bezweifle, oder weil sie sich dem mental selbst versperrt haben, was ich eher glaube. Drotz alledem merken inzwischen immer mehr Leute aus den unterschiedlichsten Gründen, dass die Probleme, die sie mit Microsoft haben, größer sind als die, wenn sie sich eine Alternative suchen und das ist insgesamt eine sehr positive Entwicklung.
Wir haben seit einigen Jahren immer wieder Versuche gestartet, Leute an Linux heranzubringen, mit sehr durchwachsenem Erfolg. Die Ursachen waren ebenso vielschichtig, in den meisten Fällen lag es nicht an technischen Problemen, sondern weil die User von den Distributionen einfach erschlagen wurden. Es gab zu viele Software, eine verwirrende und inkonsistente Benutzerführung und auch zu viele Konfigurationsmöglichkeiten, die Einsteiger überforderten, zum Beispiel die Frage, welches Desktop-System verwendet werden soll.
Sehr gute Erfahrungen haben wir bei uns mit Ubuntu bzw. Kubuntu gemacht, weil es neben einer guten Hardwareunterstützung auch die oben genannten Probleme nicht hat. Der User bekommt ein sinnvoll vorkonfiguriertes System, mit der gleich nach der Installation gearbeitet werden kann, trotzdem hat er die volle Kontrolle sein System nach eigenen Vorstellungen zu verändern, neue Software zu installieren und auch Sicherheitsfeatures wie Verschlüsselung ohne großen Aufwand einzurichten. Als Windowsalternative kann ich es nur empfehlen. Bei uns auf der Homepage haben wir ein paar Anleitungen, die sich vor allen an Ein- und Umsteiger richten und mit deren Hilfe man eigentlich alles auf seinen Rechner bekommt, was man zum Arbeiten braucht. Eine Anleitung welche Software es unter Linux als Equivalent zu bestimmter Windows-Software gibt, ist in Arbeit.
Kubuntu um wichtige Funktionen erweitern: http://www.blacksec.org/content/view/92/36/
Ubuntu/Kubuntu-Festplattenverschlüsselung: http://www.blacksec.org/content/view/90/36/
@Icke
eine
wer sich für genaueres interessiert kann ja mal googlen =)
was ich damit aber eig. sagen will, es ist nicht ganz ausgeschlossen dass auch vista irgendwann gehackt usw. wird
DirectX 10
DirectX 10, das mit 8 und 9 nicht mehr kompatibel ist, wird es nur für Windows Vista geben, nicht mehr für XP (geschweige denn 2000). DirectX 10 soll nicht mehr parallel mit hardwareseitigem OpenGL arbeiten, sondern die 3D-Funktion der Grafikkarte exklusiv beanspruchen und OpenGL-Kompatibilität nur noch über eine eingebaute OpenGL-Emulation herstellen, was natürlich die Performance drückt. Damit sollen Hersteller von Spielen und 3D-Grafikprogrammen dazu gebracht werden, DirectX statt OpenGL zu verwenden, was natürlich die Portierung dieser Programme auf andere Betriebssysteme, wie Linux oder MacOS, erschwert, bei welchen OpenGL als 3D-API verwendet wird.
Übrigens sind sämtliche Funktionen, die unter Vista neu eingeführt werden, in dieser oder ähnlicher Form unter MacOS X oder Linux bereits verfügbar, teilweise schon seit zwei oder drei Jahren, und auch einige Funktionen, die für Vista zunächst geplant waren, dann aber doch wieder verworfen wurden, sind für diese "alternativen" Betriebssysteme längst zu haben. Dabei ist es speziell bei Linux so, daß diese Funktionen sogar auf einer Maschine mit gerade mal 512 MB RAM, einer GeForce-2-Grafikkarte und einem 800-MHz-Prozessor flüssig laufen - teilweise transparente Oberfläche, hardwarebeschleunigte Grafik, Datenbank-Metadateisystem, Desktop-Widget-Engine etc. ...
diverse Ergänzungen
Mit Musik ist das ganz ähnlich gelagert. Wer schiebt den schon ne CD in seinen Computer? Heutzutage hat doch sowieso jede zweite Musikcd nen Kopierschutz den Windowsmenschen nur sehr schwer umgehen können. Zumindest ist es meistens leichter sich seine originale CD für den Computer noch einmal auf anderem Wege zu besorgen. Also meiner Meinung nach nimmt nur einer Schaden an der ganzen Sache und das ist der Hersteller. Bei Musikcds geht der Trend schon wieder weg vom Kopierschutz, da der Kunde gar nicht mehr in der Lage war das Produkt zu konsumieren und eine Frustration gefolgt von Verkaufsrückgang aufkam. Mal ehrlich, wie viel Prozent der Musikhardware ("normale" CDPlayer...) ist den schon in der Lage den Content zu entschlüsseln? Eine Contentverschlüsselung von Musikcds ist in naher Zukunft daher imho nicht durchsetzbar und solange dem so ist, wird cdparanoia mir auch meine CDs rippen :). So viel zum DRM, wobei ich hier auch noch hinzufügen möchte, dass nicht alleine big evil M$ schuld ist. Die DRM Pläne gehen auch von den Musikkonzernen und der Filmindustrie aus.
Ach ja, und wo ich so ausschweifend hier rede, warum seid ihr euch so sicher, dass es nicht auch in Linux eine DRM Implementierung geben wird?
"In einer E-Mail an die Linux-Kernel-Mailinglist nahm Linus Torvalds jetzt Stellung zum Thema Digital Rights Management (DRM) und Linux. Nach seiner Meinung schließen sich DRM und Linux keineswegs aus. Torvalds spricht sich dagegen aus, DRM auf Kernel-Ebene auszuschließen. Persönliche Vorlieben dürften dabei keine Rolle spielen, so Torvalds."
Das nächste hier (in den Erkänzungen) angesprochene Thema ist TCPA. Oh mann war ich 1999 am Fluchen was dort für eine ***eisse auf uns zukommt. Und was ist passiert? Nichts! Einzig Appel schützt sein OS vor "fremder" Intel Hardware, was ihr gutes Recht ist. Irgendwie müssen sie ja ihr alternativ Image aufrecht erhalten, das ist schon schwierig genug mit Intel Hardware (die nun billiger und fixer ist) und BSD Unterbau unter ihrem BuntOS(TM). Ohne Frauengehäuse und super Musiksoftware wären die doch sowieso schon Pleite (mal so bewusst provokativ in den Raum geworfen :).
Stichwort neue Hardware: Selbstverständlich benötigt man neue Hardware für ein neues System. M$ ist schon seit jeher für inperformante Programmierung bekannt und alte Hardware schafft auch keine neuen DirektX10 Spiele. Es zwingt einen ja niemand zum Upgrade. Office und Internet wird man auch künftig wunderbar mit WinXP benutzen. Was in dem Artikel nur oberflächlich geschnitten wurde und daher noch genauer von mir erläutert wird sind die signierten Treiber. Es ist geplant das nur noch von M$ signierte Gerätetreiber verwendet werden können. Bevor man jedoch wieder schimpft sollte man bedenken, dass dieser Vorstoss gar nicht so schlecht ist. Dadurch, dass Win nicht Quelloffen ist, ist es für Treiberprogrammierer nicht immer einfach alle Sideeffects ihrer Treiber auszumachen, wodurch das System instabiel werden kann. Daher ist es doch zu begrüssen, dass die Treiber zunächst von Personen überprüft werden, die auch Quelleinsicht haben und die Treiber auf Herz und Nieren prüfen. Das Konzept ist ja auch schon in WinXP bekannt und eine Übergangszeit ist somit gegeben. Zugegebenermassen gibt es auch Nachteile, welche aber die Endanwender nur am Rande berührt und daher hier nicht weiter von mir diskutiert werden.
Zuletzt möchte ich noch richtigstellen, dass das HDTV-Ready Logo sehr wohl eine kopierschutzfähige Schnitstelle vorschreibt, welches in den aller meisten Fällen HDMI mit HDCP ist. Hierfür wurden die Specs übrigends schon 2003 aufgestellt.
Ich selber bin überzeugter Linuxer, aber was die meisten Leute noch nicht verstanden haben ist, dass Linux kein Ersatz für Windows darstellt, es ist eine Alternative. Es handelt sich hierbei um zwei komplett verschiedene OSs mit komplett verschiedenen Zielgruppen. Es sei mal Folgender Link gegeben:
http://www.felix-schwarz.name/files/opensource/articles/Linux_ist_nicht_Windows/
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Quatsch — nix_
Typische "Alles ist schlecht" Panikmache — Tim
Vielen Dank... — Nerd Bert
finde den artikel ganz gut — $>whoami
Ergaenzung — freebse
"man tut sich den Schrott an" — abc
guter Artikel, noch tolleres Bild! — Klause-Bert
denk — mal
Macintosh? — ex-mac-user
@Klause-Bert: "Recht" auf Privatkopie — .
@ . — ..
naaaja — pascal
@ pascal — ..
@Icke — Warhead
Man kann auch mit XP arbeiten — XP user