"Tag der Heimat" in Salzkotten

Junge Linke Geseke/Salzkotten 11.09.2006 00:14 Themen: Antifa
Am heutigen Tag, den 10. September 2006, veranstaltet die lokale Gruppe des „Bundes der Vertriebenen“ (BdV) in Zusammenarbeit mit einigen Landsmannschaften in der Sälzerhalle in Salzkotten ihren "Tag der Heimat". Für uns eine nicht hinnehmbare Provokation.
Um 14.00 versammelte sich eine Gruppe von AntifaschistInnen vor der Sälzerhalle, während drinnen Umgesiedelte in allen Braunstufen bei Kaffee und Kuchen für Pseudomenschenrechte eintraten.
Die AntifaschistInnen verteilten Infomaterial bei umliegenden Häusern, Autos und an Passanten.
Vor dem Eingang entrollten sie ein Transparent und Fahnen worauf die „Vertreibungsgegner“ versuchten die AntifaschistInnnen zu vertreiben.
Hierdurch ließen sich die Aktivisten natürlich nicht beeindrucken und informierten weiter Passanten über die Untriebe des BdV.

In den letzten Wochen veranstaltete der BdV in NRW unzählige Kaffeekränzchen unter dem Motto „Tag der Heimat“.
Bei diesen Treffen werden nicht nur rechtskonservative Redner aus dem Spektrum der CDU geladen, wie Elmar Brok in Salzkotten, sondern auch Geschichtsrevisionisten.
In Soest, wo heute auch ein „Tag der Heimat“ stattfand, ist ein solcher zum Glück auf Grund linker Intervention wieder ausgeladen worden.

Zu Soest:
 http://de.indymedia.org/2006/09/156656.shtml
 http://de.indymedia.org/2006/09/156810.shtml



Kein „Tag der Heimat“ in Salzkotten oder anderswo.
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Ergänzungen

@ö - Bezug zum Artikel?

ein mensch 11.09.2006 - 16:35
inwiefern bezieht sich das auf den artikel? die damals vertriebenen waren gewiss nicht mehr oder weniger reaktionaer als die uebrigen deutschen. das kam erst spaeter - aus frust um den heimat- und besitzverlust.

und selbst wenn tatsaechlich 90% reaktionaer gewesen waeren: findest du sippenhaft und vertreibung wirklich fuer zulaessig, um "fortgeschrittene entscheidungen" treffen zu koennen? und irgendwelche prognosen ueber alternative geschichtsverlaeufe ohne vertreibung sind zudem kaum serioes machbar.

der artikel und die aktion sind, nur weil er den bdv kritisiert, nicht automatisch gut. sie sind stattdessen sehr schlecht.

im artikel heisst es u.a. "pseudomenschenrechte", also nur scheinbare menschenrechte. der schutz vor vertreibung ist allerdings tatsaechlich ein menschenrecht (art. 9 der erklaerung der menschenrechte). lesen bildet!

das transi hat eine parole aus dem antifa-kindergarten - oder glaubt irgendwer ersthaft, dass _alle_ damals vertriebenen auch taeter waren? ich vermute, die mehrzahl der bdv-mitglieder hat damals noch in die windeln geschissen statt auf irgendwen geschossen.

der bdv handelt aus wirtschaftlichen gruenden statt "heimattreue". man sollte nicht vergessen, dass die enteigneten grundstuecke heute viel wert sind. wie so oft ist rechte rhetorik ein probates mittel zur verfolgung finanzieller interessen.

mit solchen aktionen disqualifiziert man sich allerdings selbst. statt den bdv zu entlarven gab es billige ideologie aus der ramschkiste. substantiierte kritik hat es durch solche aktionen schwerer ernstgenommen zu werden. die dortige "antifas" praesentierten sich als dummkoepfe - oder mediengeile selbstdarsteller.

@ein mensch und co.

aufklärer 12.09.2006 - 15:52
es geht nicht darum, wie alt die einzelnen heute im bdv aktiven vertriebenen sind. es geht um eine fundamentalte kritik am revisionismus, der von bdv ausgeht und der die vertriebenen ausnahmslos als opfer des krieges bezeichnet. von dem deutschen vernichtungskrieg ist bei denen nichts zu hören und am holocaust war nach denen allein hitler schuld. darauf bezieht sich die aussage "deutsche täter sind keine opfer". sie sagt eben nicht, dass die damalige windelscheisserin und heutige berufsvertriebene e. steinbach selbst täterin war. es kritisiert aber ihre verdrehung von geschichte. soviel abstraktionsvermögen sollte zumutbar sein...
und die affinitäten, welche der bdv zu rechtsextremen positionen hegt, verdeutlichten sich nicht nur in soest:
 http://de.indymedia.org/2006/09/156810.shtml

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@ alle — ö

Guut. — solamente por pensar

"Junge Linke" — Anarchist

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Schöne Aktion? — Winston Smith

FDP — Westerwelle

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@mensch — aufklärer

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