Frank Rennicke in Altengreuth geoutet

Käthe Freifrau von Rienäcker 17.08.2006 19:29 Themen: Antifa
Anfang August 2006 besuchten AntifaschistInnen das Grundstück von Frank Rennicke im mittelfränkischen Altengreuth bei Schillingsfürst. Diejenigen Einwohnern des kleines Ortes, die womöglich noch nicht über den Hintergrund ihres neuen Nachbarn bescheid wussten, wurden mit Plakaten auf Rennickes Gesinnung aufmerksam gemacht.
Obwohl der Stadt Schillingsfürst und sehr wahrscheinlich allen Bewohnern von Altengreuth die politische Person Rennicke bekannt ist, wurden von den AktivistInnen im Ort Plakate angebracht, auf denen dieser wichtige Aspekt kurz dargelegt wurde.
Spätestens jetzt muss sich Frank Rennicke darüber im Klaren sein, dass sein neuer Wohnsitz nicht mehr als unbekanntes und unbeachtetes Refugium für seine rechtsextreme Hetze gelten kann.

Nazistrukturen aufdecken und angreifen...!
In Altengreuth und Überall: Es gibt kein ruhiges Hinterland!


Frank Rennicke

Der 1964 in Braunschweig geborene Frank Rennicke ist ein rechtsextremer Liedermacher und Mitglied der NPD. Zuvor war er bis zum 1994 erfolgten Verbot Mitglied der Wiking-Jugend. Der 2000 wegen Volksverhetzung verurteilte Rennicke "verherrlicht und verharmlost [er] in seiner Musik den Nationalsozialismus, glorifiziert die Wehrmacht, bezeichnet die Oder-Neiße-Grenze als 'Schandgrenze', bezichtigt die Polen als "Beschmutzer deutscher Erde" und greift antiamerikanische Themen auf." (Wikipedia). Die in der rechtsextremen Szene populäre Musik konnte er in letzter Zeit auf vielen Konzerten darbieten.
Zuletzt arbeitete Rennicke an der Schulhof-CD mit und steuerte dazu ein Lied bei. Gerade in Mittelfranken wurde das Projekt Schulhof-CD in letzter Zeit stärker vorangetrieben. Am 05.08.2006 spielte er auf dem Deutsche Stimme Pressefest in Dresden.

Weitere Informationen zu Frank Rennicke:
http://lexikon.idgr.de/r/r_e/rennicke-frank/rennicke-frank.php
http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Rennicke


Altengreuth

Das zur Stadt Schillingsfürst gehörende Altengreuth liegt etwa 14km von Rothenburg o. d. Tauber entfernt. Der wenige Häuser zählende Ort ist seit 2-3 Jahren neue Heimat von Frank Rennicke, wo er an einer wenig befahrenen Straße in relativer Ruhe leben konnte. Dort besitzt er ein größeres, mehrere Gebäude umfassendes Grundstück, welches er aufwendig renoviert hat. Am 13.04.2006 wurde eine Scheune Rennickes von einem Brand zerstört (Polizeipressebericht).

Weitere Informationen zu Altengreuth:
http://rapidshare.de/files/29755685/Altengreuth.kmz.html (Altengreuth bei Google Earth)
http://de.wikipedia.org/wiki/Schillingsf%C3%BCrst
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Tipper 17.08.2006 - 22:35
Das nächste Mal evt. noch eine Kontakt mail Adresse für diejenigen welche weitere Infos haben oder wollen.
Ansonsten: Schönes Ding!

was für

ein Scheiss 17.08.2006 - 22:41
also Rennicke ist bestimmt GAAAAANNZ UNBEKANNT IM DORF...;-)

Eigentlich

sind 18.08.2006 - 06:35
solche Aktionen ja nun nicht schlecht. Alerdings muss man sagen, dass sie bei einem Rennike doch recht sinnlos ist. Den wird in seinem Dorf so ziemlich jedes Kleinkind kennen. Man sollte daher eher die Nazis aus seinem Umfeld(wird es bestimmt auch in diesem Dorf geben) outen. Da gibt es sicherlich mehr zu outen, als bei einem Rennike.

Gute Aktion

Egal 18.08.2006 - 09:35
Ich finde die Aktion schon gut. Ihr solltet nicht immer alle von euch auf andere schließen. Nicht jeder interessiert sich für die Machenschaften der Nazis so sehr, daß er Frank Rennicke kennt.

Was solls ?

A 18.08.2006 - 13:53
Egal hat recht, nicht jeder interessiert sich für Neonazis.
Ausser ein bißchen Spaß und Werbung für beide Seiten hat die Aktion nichts gebracht.

Schöne Hütte...

DDHC 18.08.2006 - 14:24
....schade, dass 'ne nazisau drin haust

Ich finde

Wuuusch 12.06.2007 - 04:08
Also, egal ob man Rennickes Einstellung nun gut heisst, tolleriert oder verachtet
so muss man doch eines klarstellen:

Jeder hat das Recht seine Meinung kundzutun und seinen Lebensstil zu pflegen,
solange er niemandem persönlich schadet!

Und das tut er sicherlich nicht.
1. beteiligt er sich nicht an irgendwelchen gewaltätigen Aktionen so weit ich weiss
2. pflegt er keinen besonders extremen und hetzerischen Stil (berichtigt mich wenn ich falsch liege, so gut kenn ich mich mit ihm auch nicht aus) wie beispielsweise Landser oder ähnlche recht fragwürdige Bands ....

Besonders freiheitsliebende und angeblich "tollerante" Menschen sollten es respektieren wenn jemand eine politische Einstellung hat, die man selbst nicht gutheissen kann (solange niemandes Freiheit dadurch verletzt wird).
Und deshalb sollen sie auch nicht die Freiheit ihrer politischen Gegner einschränken und diejenigen an ihrem Wohnsitz belästigen.

Das ist nämlich pure Heuchlerei.

(Oder würde es euch gefallen wenn irgendwelche Nazideppen vor eurem Eigenheim mit Plakaten herumlatschen würden und euch als Kommunisten bezichtigen würden ?)

Ich bin für künstlerische Freiheit und freie Meinungsäusserung für JEDERMAN, nur dies fördert nämlich eine konstruktive politische Diskussion.

(Und die Antifas sind nebenbei bemerkt mal selbst sehr intollerant und von Vorurteilen behaftet. Ich erinnere mich noch an einen Flyer indem die Antifas
Gabber- und Hardcoretechnofans automatisch als Nazis bezichtigt haben.
Das ist purer Blödsinn, ich selbst kenne einige links eingestellte Gabberfreunde, die sich sogar schon gegen Rechtsradikale eingesetzt haben ...
Und selbst wenn viele Skinheads unter den Gabbern sind, hat das nix zu sagen ... es gibt nicht nur rechte Skinheads, die meisten sind politisch neutral und einige sind sogar links ...)