einmal jude sein
anti-israel-demo in frankfurt, 05.08.06:
in einem selbstversuch konnte ich mich heute davon überzeugen, wie sich antisemitismus anfühlt. eindrucksvoll bewiesen von einer horde wildgewordener moslems, die meine freundin auf ihr fahrrad schmissen, mir die hand brachen und in einer gruppe von knapp 20 leuten gleichzeitig auf den kopf schlugen. der job der deutschen antisemiten war ein anderer: nachdem die islamische muckibudenfraktion die knochen bersten ließ, konnten aufgeregte "friedensbewegte" der etwas gelangweilt rumstehenden polizei in schillernden farben davon erzählen, dass ich ja angefangen, mindestens aber provoziert habe.
in einem selbstversuch konnte ich mich heute davon überzeugen, wie sich antisemitismus anfühlt. eindrucksvoll bewiesen von einer horde wildgewordener moslems, die meine freundin auf ihr fahrrad schmissen, mir die hand brachen und in einer gruppe von knapp 20 leuten gleichzeitig auf den kopf schlugen. der job der deutschen antisemiten war ein anderer: nachdem die islamische muckibudenfraktion die knochen bersten ließ, konnten aufgeregte "friedensbewegte" der etwas gelangweilt rumstehenden polizei in schillernden farben davon erzählen, dass ich ja angefangen, mindestens aber provoziert habe.
das habe ich auch - mit einem kleinen israelischen fähnchen an meinem rucksack, das mir bereits innerhalb von 30 sek. meiner anwesenheit an der hauptwache von einem südländischen proll abgerissen wurde (ich hatte mehrere dabei).
die knapp 100 anwesenden setzten sich zu ca. 25% aus dem antizionistischen spektrum um ostermarsch-willy, 25% linkspartei und linksruck mit jeweils eigenem infostand, sowie ein paar einzelnen sdajlern und 50% wie auch immer mit dem libanon oder zumindest dem radikalen islam verbundenen migrantinnen, zusammen. sofort entwickelten sich sinnlose diskussionen, in denen das existenzrecht israels heftig in frage gestellt wurde. hizbollah und hamas machten nur von ihrem "hausrecht" gebrauch und auf dem improvisierten mini-podium wurde vom "guten juden", der gegen seinen staat rebelliert und dem wörtlich "mainstream-juden", also quasi zurückübersetzt dem "gewöhnlichen juden" an sich, gesprochen.
für einen solchen wurde ich aufgrund meines fähnchens auch öfters gehalten, man sprach mich stets im plural an. u.a. ein moslem, der "uns" mitteilte, dass "unsere" zeit "des zionismus" nun eben abgelaufen sei und es an "uns" liege, ob wir weiter in frieden lieben könnten. (mit anderen worten: "friss oder stirb!")
"den gewöhnlichen juden" meinten wohl auch die demoveranstalter, als sie sich die börse als eines der ziele der anschließenden mini-demo als passend auserwählten.
diesem mob, der das böse judentum an der deutschen börse vermutet, sind wir auf unserem weg in richtung willy-brandt-platz unfreiwiilig nochmals begegnet, da er gerade die runde um den rossmarkt drehte. die übliche rufe uns dreien gegenüber (ich der einzige mit plastikfähnchen) als faschisten, zionisten, cia und imperialisten finde ich ja noch verzeihlich (wobei das teilweise bizarr war, aufgebrachte volksbefreierinnen mit "antifascista"-shirt zu sehen, die gleichzeitig ein transpi tragen, auf dem "keine solidarität mit israel" tragen und die handgreiflich gegen israel-solidarische werden).
extrem übel war dann die einseitige massenschlägerei, die der hauptwache-proll an neuem schauplatz mit schubsen eröffnete. schnell waren wir umringt von einer horde jihadistisch gestimmter moslems, darunter auch ältere, die einem in der nachbarschaft oder döner-bude gar nicht wie gewaltbereite glaubenskrieger vorgekommen wären.
mir wurde dann mehrfach ins gesicht und auf den hinterkopf geschlagen, die "antifascista"-liesl krabbelte auch über die fahrbahnabsperrung und schmiss meine freundin über ihr fahrrad. natürlich hab ich mrs.antifaschista dann die kappe relativ fest ins gesicht gezogen. war allerdings ein taktischer fehler, denn auf einmal hatten alle 100 demonstranten gesehen, dass ich angefangen hätte.
ich schreib das hier jetzt mit der linken hand, weil an der rechten ein finger durch- und der andere angebrochen ist.
dass die jüdische gemeinde, auf deren solidaritäts- und informationsveranstaltung ich am do. gewesen bin, eine eigene öffentlichere kundgebung außerhalb der eigenen hermetisch abgesicherten vier wände ausschließt, kann ich jetzt natürlich besser verstehen.
die knapp 100 anwesenden setzten sich zu ca. 25% aus dem antizionistischen spektrum um ostermarsch-willy, 25% linkspartei und linksruck mit jeweils eigenem infostand, sowie ein paar einzelnen sdajlern und 50% wie auch immer mit dem libanon oder zumindest dem radikalen islam verbundenen migrantinnen, zusammen. sofort entwickelten sich sinnlose diskussionen, in denen das existenzrecht israels heftig in frage gestellt wurde. hizbollah und hamas machten nur von ihrem "hausrecht" gebrauch und auf dem improvisierten mini-podium wurde vom "guten juden", der gegen seinen staat rebelliert und dem wörtlich "mainstream-juden", also quasi zurückübersetzt dem "gewöhnlichen juden" an sich, gesprochen.
für einen solchen wurde ich aufgrund meines fähnchens auch öfters gehalten, man sprach mich stets im plural an. u.a. ein moslem, der "uns" mitteilte, dass "unsere" zeit "des zionismus" nun eben abgelaufen sei und es an "uns" liege, ob wir weiter in frieden lieben könnten. (mit anderen worten: "friss oder stirb!")
"den gewöhnlichen juden" meinten wohl auch die demoveranstalter, als sie sich die börse als eines der ziele der anschließenden mini-demo als passend auserwählten.
diesem mob, der das böse judentum an der deutschen börse vermutet, sind wir auf unserem weg in richtung willy-brandt-platz unfreiwiilig nochmals begegnet, da er gerade die runde um den rossmarkt drehte. die übliche rufe uns dreien gegenüber (ich der einzige mit plastikfähnchen) als faschisten, zionisten, cia und imperialisten finde ich ja noch verzeihlich (wobei das teilweise bizarr war, aufgebrachte volksbefreierinnen mit "antifascista"-shirt zu sehen, die gleichzeitig ein transpi tragen, auf dem "keine solidarität mit israel" tragen und die handgreiflich gegen israel-solidarische werden).
extrem übel war dann die einseitige massenschlägerei, die der hauptwache-proll an neuem schauplatz mit schubsen eröffnete. schnell waren wir umringt von einer horde jihadistisch gestimmter moslems, darunter auch ältere, die einem in der nachbarschaft oder döner-bude gar nicht wie gewaltbereite glaubenskrieger vorgekommen wären.
mir wurde dann mehrfach ins gesicht und auf den hinterkopf geschlagen, die "antifascista"-liesl krabbelte auch über die fahrbahnabsperrung und schmiss meine freundin über ihr fahrrad. natürlich hab ich mrs.antifaschista dann die kappe relativ fest ins gesicht gezogen. war allerdings ein taktischer fehler, denn auf einmal hatten alle 100 demonstranten gesehen, dass ich angefangen hätte.
ich schreib das hier jetzt mit der linken hand, weil an der rechten ein finger durch- und der andere angebrochen ist.
dass die jüdische gemeinde, auf deren solidaritäts- und informationsveranstaltung ich am do. gewesen bin, eine eigene öffentlichere kundgebung außerhalb der eigenen hermetisch abgesicherten vier wände ausschließt, kann ich jetzt natürlich besser verstehen.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
@ ergänzer
@Autor
Naja hast ja mit deinem Beitrag erreicht was du wolltest, es wird mal wieder dummes Zeug diskutiert. Und @Mods das ist eindeutig zweideutig eine Inhaltliche Ergänzung:) Shalom
Rassismus + andere Merkwürdigkeiten
Woher weißt Du, dass es ein "Südländer" war, also sein Wohnort in einem südlichen Land liegt? Hast Du ihn nach seinem Wohnort gefragt, oder erkennst Du so was eher an Hautfarbe und Schädelform?
Außerdem kommt in diesem Bericht das Wort "Proll" (= "Proletarier") gleich mehrfach in abwertender Form vor. Die Sprache in diesem Bericht verrät ja so einiges über den Autor...
Mal davon abgesehen, dass es schon ein wenig dreist ist, vor Menschen fröhlich grinsend mit der Fahne eines Staates herum zu wedeln, der vielleicht gerade deren Angehörige oder Freunde im Libanon ermordet, verletzt oder tot gebombt hat.
Kultiger Vorschlag: Geh doch mal mit einer Hizbollah- oder Hamas-Fahne in eine Synagoge in Israel, das wäre doch auch mal ein recht interessanter "Selbstversuch". Da wirst Du bestimmt (im Gegensatz zu den bösen "Südländern" und "Muckibuden"-Moslems) mit weichen Samthandschuhen angefasst und mit offenen Armen begrüßt - wetten? ;-)
Ich bin schon gespannt auf Deinen Erfahrungs-Bericht!
@ pamela und andere
ich hätte gerne das wort lan verwendet, weiss aber nicht ob man das so schreibt oder ob man es ausserhalb frankfurts kennt.
so nennen sich teile der bombenjackenfraktion untereinander und meinen es auch nich arg böse.
um es klar zu sagen, wenn ich dafür ein rassist bin bzw. meine antwort nicht veröffentlicht wird, hmmm... muss ich noch mal nachdenken, aber:
ich stehe im augenblick keiner religion so kritisch gegenüber wie dem orthodoxen oder de facto antisemitischen islam. in der weniger schlimmen 08/15-bürgerlichen auslegung erscheint mir häufig das totale patriachat die regel. der männliche nachwuchs legt in der regel auch wert auf teilweise ulkige teilweise nervige männlichkeitsriten.
die politische dimension des islam findet sich in der muslim-bruderschaft und den ihr verbandelten staaten. muss ich das alles runterbeten? parteien gottes, scharia, ahmadinedschad, hizbollah... ich finde das mindestens suspekt, vor allem nachdem meine hand gebrochen wurde.
ich hab nirgends geschrieben, dass alle moslems doof sind oder so. auf solche ideen kämen vermutlich auch nur leute die auf dem land wohnen. ich komme mit sehr unterschiedlichen menschen zusammen und in der ersten klasse hießen meine besten freunde calagyan, delila und yumiko, nich etwa hans-georg, manfred und ludmilla.
ich wollte mit der überbetonung mein erschrecken darüber formulieren, dass sich die altbekannten friedens-zwockel durch jene gruppe x, die mir in style und vermuteter religion ähnlich vorkamen, einen gewissermaßen bewaffneten arm besorgt hat, der nicht nur in sachen handgreiflichkeiten, sondern auch in sachen hizbollah-solidarität und israel-hass die drecksarbeit erledigt.
@bad finger - macht es immer noch nicht besse
"schöngeistige elfenbeinturm grammatik" nennst du das? ich nenne es meine antwort auf deine rassistische ausdrucksweise!
auch wenn ich offensichtlich politisch nicht mit dir übereinstimme, da ich keinerlei nationalsymbole tragen würde und die solidarität mit menschen und nicht mit staaten oder deren regierungen befürworte, finde ich es schrecklich was dir und deinen freunden passiert ist.
das legitimiert dich aber noch lange nicht zu solchen verallgemeinernden aussagen von denen du uns eine nach der anderen präsentierst, oder wie war das mit der legitimierung von gewalt gegen frauen im islam? schau mal nach was das orthodoxe judentum über frauen und ihre rechte zu sagen hat!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Fragt euch eins... — bolth thrower
Für Mord demonstrieren — antifa
arisch geeichtes auge ? — antifa
was geht denn hier — anti
fanatiker auf beiden seiten — david
Titel der Ergänzung — Titel der Ergänzung
ergänzen — ergänzer
Da hast du doch was du wolltest. — HaGana
@all — haho
ich mach ma — tagmata
Alle den Kopp kaputt — Menschen sind doof
50% wie auch immer mit dem libanon — Frank
Südländischer Proll — Linker
@Frank — Linker
Und mit links.... — Markus
kleinGROSS — hey...
überlegt mal — chris
@bad finger's ergänzung — mariyam
Mir schwant Übles... — Ossi
@ mariyam — bad finger
(muss ausgefüllt werden) — (muss ausgefüllt werden)
super... — takt
@indymods — Antirassist
@ antirassist / richtigstellung — bad finger
@bad finger — Antirassist
@Antirassist — Linker
@pamela und myriam — Red Falcon
ps — Red Falcon
Tja — Commentator