Punks, Polizei und Neonazis in München

Rasender Reporter 05.08.2006 17:43 Themen: Antifa
München: Nachdem der Stützpunktleiter Oberland der JN (Junge Nationaldemokraten) von Punks auf einer Hofbräudult verprügelt wurde (Indynews berichtete:  http://www.indynews.net/inn/news/aktuell/article/2149/1013/ba19477aaf/) ist es am 23.07. trotz zweier Open -Airs im Umland von München erneut zu einer Auseinandersetzung zwischen Punks und Rechtsradikalen gekommen.
Während es bei beiden Open Airs in Dorfen und Hohenpeißenberg fast ohne Zwischenfälle verlief, (In Dorfen wurde das Kriegerdenkmal am Unteren Markt mit roter Lackfarbe übergossen) fand am Flaucherufer der Isar eine regelrechte Massenschlägerei statt. 1000 Personen hätten sich auf dem Gelände versammelt zum Grillen und Party feiern, die Situation soll sehr unübersichtlich gewesen sein. Nach Polizeiangaben wurden insgesamt fünf Beteiligte verletzt, von denen drei im Krankenhaus behandelt werden mussten. Zwölf Personen, die von Zeugen als Täter genannt wurden, konnten von den eingesetzten Polizeibeamten vor Ort festgenommen werden .Von 20 Personen konnten im Verlauf der Fahndung ebenfalls die Personalien festgestellt werden. Sie wurden zudem erkennungsdienstlich behandelt. Gegen alle beteiligten Personen wird wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die weiteren Ermittlungen werden vom Staatsschutzdezernat beim Polizeipräsidium München übernommen heißt es. Die Bildzeitung schreibt von Jugendlichen die mit vorsätzlicher Absicht auf Krawall gebürstet waren.

Im Moment hat es die Münchner Polizei nicht besonders einfach, da es in letzter Zeit zu einigen Vorfällen dieser Art kam. Neben Angriffen auf sie selbst (Am 20.07.2006 schlug ein Mann an der Inspektion 13 (Schwabing) kurz vor 19.00 Uhr, mit einem Hammer auf die Frontscheibe eines Polizeiwagens ein. Als er überwältigt wurde gab er an sehr sauer auf die Polizei zu sein, die ihn vor acht Wochen ins Bezirkskrankenhaus Haar eingewiesen hatte. An dem Dienstwagen sei erheblicher Schaden entstanden.)

Außerdem wurde letzte Woche ein Polizeibeamter von einem Hund angegriffen, weil dieser mit seinem Kollegen in der Domagkstraße (Ehemalige Kaserne bewohnt von Künstlern und Studenten) einen geparkter Kleintransporter mit österreichischem Kennzeichen aufmachte, bei dem die seitliche Schiebetür einen Spalt offen stand. Völlig unvermittelt heißt es im Polizeibericht sprang nun durch die geöffnete Tür laut knurrend ein "Landseher"-Mischling den Polizeibeamten entgegen. Reflexartig wich einer der beiden Polizeibeamten zurück und drehte sich mit dem Rücken zum Hund. Dieser sprang ihm daraufhin in den Rücken. Da der Hund von dem Beamten nicht los ließ, sah dieser sich gezwungen, von seiner dienstlichen Schusswaffe Gebrauch zu machen. Er drehte sich um und schoss gezielt auf das Tier. Der Hund wurde von der Kugel im Schnauzenbereich getroffen, zu einer Gefährdung umstehender Personen kam es nicht. Das verletzte Tier zog sich winselnd zu seinem Herrn in das Auto zurück.

Zudem wurden bei einem 54-jähriger Mann aus Obergiesing dem Wohnort von Hajo Klettenkofer ein Luftgewehr in seinem Bettkasten gefunden zudem noch zwei Pistolen, zwei Gaswaffen, eine alte Büchse, ca. 100 Schuss Munition, ein Butterflymesser und verschiedene Bajonette. Hinzu kam, dass eine verfälschte Waffenbesitzkarte aufgefunden wurde. Bei der Durchsicht des Kellerabteils tauchte ein gefüllter 20 Liter-Metallkanister auf. Bei der Durchsuchung der Wohnung seiner Mutter wurden nochmals mehrere Langwaffen sowie ca. 500 Gramm Schwarzpulver sicher gestellt.

Aber auch Matthias Polt der verprügelte Neo-Nazi um Norman Bodin bekommt kein Bein auf den Boden der rechten Szene. Nach eigenen Angaben in verschiedenen Nazi-Foren wird sein Schaufenster 2x Ziel von linken Angriffen. Über seine Funktion als Stützpunktleiter wird von der Presse berichtet und sein Laden von der Polizei durchsucht. Des weiteren steht er mit seinem Sturmversand (früher Nationalversand) immer wieder im Kreuzfeuer seiner Kameraden, weil er oft im vorhinein sich das Geld überweisen lässt und sich dann nicht mehr bei dem/der Besteller/in meldet oder sich Geld bei einigen Kameraden leiht und dann nicht mehr zurückzahlt. Oft wird deswegen schon in einschlägigen Foren über ihn geschimpft und manche spekulieren dort schon öffentlich ob die Ladenscheiben nicht von den eigenen Leuten kaputt gehauen worden sind.

Doch der 26-jährige scheint nicht aufzugeben. Er hat seinen Versand komplett grafisch überarbeitet und organisiert am 16. September 2006 einen erneuten Ladenschlussverkauf. Von 10.00 bis 20.00 hat der Laden geöffnet, spielen soll die Combo „Frei und Stolz“ bei 10% auf alle Artikel. Polt der auch für den beschlagnahmten Fußball Sampler: „Zu Gast bei uns“ im Internet wirbt, riskiert damit erneut eine weitere Durchsuchung und heftigen Gegenprotest.

Zusätzlich gibt es auf seiner Webseite nun einen direkten Link zum Widerstandsüd-Forum. Ein anderes Banner teilt dem Besucher der Seite mit, dass eine Demonstration mit dem Motto: „Nur ein Esel glaubt noch an den Sozialstaat in der BRD – Rückführung statt Integration“ auf den 19. August 2006 verlegt wurde. Die Kampagne 2006 – Deutschland in Frieden und Freiheit! Wie auf der verlinkter Website berichtet wird veranstaltet ein Bündnis an diesem Datum ab 12 Uhr auf dem Stachus München ihre Demo. Veranstalter ist die NPD-BV Oberbayern mit JN Bayern und den sogenannten „Freien Kräften“. Redner sind voraussichtlich Lars Käppler ,Thorsten Heise, Thomas "Steiner" Wulff, Uwe Meenen. Unter drei verschieden Infotelefonen kann man sich zu dieser nationalistischen und rassistischen Veranstaltung informieren. Ein Text auf der Demonstrations- Website versucht dabei im übrigen die Grundrechtsbestimmung „Alle Menschen sind gleich,“ zu widerlegen.

Keine rechtsradikale Demo am 19 August in München !
Kein Nazimistverkauf am 16. September 2006 in Murnau !

Für Leute die ihren Protest offen zeigen wollen, die Adresse ist:
Burggraben 62
82418 Murnau
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Ergänzungen

???

Skeptiker 05.08.2006 - 23:16
Der Artikel ist- vorsichtig gesagt- recht nüchtern geschrieben.Mit "Naziposting" wäre ich vorsichtig, aber ein bisschen nach Werbung hört sich das ganze schon an.???

Zum Faschofußballsampler

Turnitdown ! 06.08.2006 - 04:20
Als "bester politischer Fußballsampler" wurde die CD "Zu Gast bei UNS" in der rechten Szene gehandelt. Der Sampler war während der WM über verschiedene Mailorders zu bekommen - bis vor kurzem ganz legal. Da schritten nach einer Weisung der Staatsanwaltschaft Dresden in sechs Bundesländern die Behörden ein: "Wegen Verdacht der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten sowie Gewaltdarstellungen", so ein Sprecher sächsischen Landeskriminalamts. Die CD propagiere "Hooliganismus und Fremdenfeindlichkeit".

 http://www.turnitdown.de/643.html

Polt ist ganz schön am Arsch

Übrigens 06.08.2006 - 04:29
Polt versucht sich mit solchen Veranstaltungen Freunde zu machen. Außerdem verschickt er an ca. 1/3 der geprellten Leute kostenlose CD´s um wieder "Frieden" zu stiften. Dadurch hat er leider sogar teilweise Erfolg. Aber nicht bei allen Nazi-Weisbroten. Der hat so viele beschissen und versetzt (wer selbst stöbern will schaut einfach auf: forum.skadi.net mit Suchbegriff sturmversand oder Polt. Verlink ich hier aber mit Absicht nicht. Is ne internationale Naziseite (komisch oder ?!) mit extrem viel Traffic)

POLT

Antifa 06.08.2006 - 06:13
Bei Skadi.net stehen viele sachen drin aber jeder weis auch das viel geschrieben wird.
Wie mir bekannt, ist Polt sehr aktiv geworden seid der JN Stützpunkt Gründung und kommt leider sehr gut bei Jugendlichen an.

In Murnau war kurzzeitig eine Mahnwache geplant und wurde wieder abgesagt. Nach einer Zeit fand in Murnau doch eine Mahnwache statt durch den Münchner Neonazi Norman Bordin aber mit wenig erfolg.

Jede Aktion der Nazis im Oberland wird kein erfolg !!!!

BORDIN & POLT VERPISST EUCH, KEINER VERMISST EUCH !!!!!!!!!!!!

Am Sa. 16. September 10:00 - 14:00 Uhr findet ein Infostand "gegen rechts und der JN" in der Murnauer Fußgängerzone statt.

STURMVERSAND EINHEIZEN

Polizeibericht des Vorfalls am Flaucher

Polizist 06.08.2006 - 16:32
Gefährliche Körperverletzung am Flaucher

23.07.2006 Der Einsatzzentrale der Münchner Polizei wurde am Samstag Abend, 22. Juli 2006, um 21.50 von Passanten mitgeteilt, dass an der Thal­kirchner Brücke Punker mit Bier­flaschen und Steinen auf Passanten werfen würden. In den nächsten Minuten gingen weitere Mel­dungen in der Einsatz­zen­trale ein, die von einer Schlä­gerei berichteten.

Den eintreffenden Polizei­beamten bot sich eine zunächst völlig un­über­sicht­liche Situation. Auf der Thal­kirch­ner Brücke standen etwa 100 Personen, während sich in den Flaucher­anlagen bis zu 1000 Besucher aufhielten.

Nach ersten Ermittlungen befanden sich etwa 40 Punker beim Grillen am Flau­cher, die im Laufe des Abends in einer be­nach­barten Gruppe mehrere Per­sonen aus dem ihrer Meinung nach rechten Lager entdeckten. Die Punker riefen dann "Scheiß Fa­schos!" , und be­gan­nen sofort mit Flaschen und Steinen auf diese Gruppe zu werfen. An­schließend stürm­ten die Punker auf diese Per­sonen zu und es kam zu der erwähnten Schlägerei.

Insgesamt wurden fünf Beteiligte verletzt, von denen drei im Kranken­haus behandelt werden mussten. Zwölf Personen, die von Zeugen als Täter genannt wurden, konnten von den ein­ge­setz­ten Polizei­be­amten vor Ort fest­genommen werden. Von 20 zunächst flüch­tigen Punkern konn­ten im Ver­lauf der Fahn­dung eben­falls die Per­so­nalien fest­gestellt werden. Sie wurden zudem er­kennungs­dienst­lich behandelt. Gegen alle be­tei­lig­ten Personen wird wegen Land­friedens­bruch und gefähr­licher Körper­ver­letzung er­mittelt. Die weiteren Er­mitt­lungen werden vom Staats­schutz­dezernat beim Polizei­präsidium München übernomm

Das schreibt eine Münchner Zeitung

Student 06.08.2006 - 16:54
Punker zetteln Massenschlägerei am Flaucher an

100 Polizisten an Thalkirchner Brücke im Einsatz - Fünf Verletzte, zwölf Festnahmen

Eine von Punkern angezettelte Massenschlägerei hat am Samstagabend die Grill-Idylle am Flaucher unweit der Thalkirchner Brücke aus dem Gleichgewicht gebracht. Nach Angaben der Polizei hatten die Punker am Grill nebenan vermeintlich rechtsradikal Gesinnte ausgemacht und diese angegriffen. Rund 100 Polizisten rückten aus.

Zwölf Personen wurden festgenommen, 20 weitere erkennungsdienstlich behandelt. Fünf Beteiligte wurden verletzt, darunter ein Wachmann des Sicherheitsdienstes, der am Flaucher für Ordnung sorgen soll.


Als die Polizeikräfte gegen 22 Uhr am Flaucher eintrafen, sammelten sich bereits 100 Schaulustige auf der Thalkirchner Brücke, um die Keilerei zu beobachten. Wie Polizeisprecher Christoph Reichenbach sagte, hatten die Punker die andere Gruppe beschimpft und mit Steinen und Bierflaschen beworfen. Dann seien die Punker auf die Gruppe zugestürmt, eine Massenschlägerei entbrannte.

Weil es am Flaucher schon öfters zu handfesten Streitigkeiten gekommen sei, patrouilliere dort ein privater Sicherheitsdienst, sagte Reichenbach. Die Wachmänner hätten auch versucht, die Schlägerei zu unterbinden, ein Wachmann sei dabei leicht verletzt worden.

Der Polizei gelang es, zwölf Schläger festzunehmen, 20 weitere flüchtende Punker wurden später identifiziert. Der Staatsschutz ermittelt wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung.

Großeinsatz der Polizei (SZ)

Münchner Zeitungsleser 06.08.2006 - 17:16
Massenschlägerei am Flaucher

Eine Massenschlägerei am Flaucher hat am Wochenende mehr als hundert Polizeibeamte auf den Plan gerufen. Mehrere Personen wurden bei der Auseinandersetzung verletzt.
Von Susi Wimmer



Als die Polizisten am Samstag gegen 21.50 Uhr am Ort eintrafen, hatten sich schon etwa hundert Menschen auf der Thalkirchner Brücke versammelt, wohl um das Geschehen am Isarufer besser verfolgen zu können.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei grillte eine Gruppe von etwa 40 Punkern am Flaucher, als sie in einer Nachbargruppe drei Anhänger des rechten Spekturms ausmachten.

Nach verbalen Attacken folgten Flaschen- und Steinwürfe, dann gingen nach Angaben der Polizei die Punks auf die Rechten los. Bei der Schlägerei wurden fünf Männer verletzt, drei von ihnen mussten im Krankenhaus ambulant behandelt werden.

Zwölf der Beteiligten wurden sofort festgenommen, 20 nachträglich festgestellt und erkennungsdienstlich behandelt. Sie alle erwartet eine Anzeige wegen Landfriedensbruch. Darunter versteht man die aktive Beteiligung an gewalttätigen Ausschreitungen.

Zusätzliche Naziaktivitäten in München

Antifant 07.08.2006 - 18:22
08.08.2006
sog. "Hiroshima-Mahnwache" der NPD-Oberbayern u.a.
17-22 Uhr

17.08.2006
Marienplatz : Mahnwache angemeldet von Norman Bordin unter dem Motto "Rudolf Hess -Märtyrer des Friedens"

von 17-19 Uhr

Mehr Info auf:
 http://www.aida-archiv.de

A&P München

 ap-muenchen@web.de

Presseerklärungen zum Polizeiverhalten

KJR 07.08.2006 - 21:17
Polizeieinsatz gegen antifaschistische Podiumsdiskussion


Gemeinsame Presseerklärung des Kreisjugendrings München-Stadt, der Deutschen Journalistinnen- und Journalistenunion (dju) Kreisverband München, des Vereins InSight e.V. und der Antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e.V. (A.I.D.A.):

Die Münchner Polizei hat sich unter Androhung polizeilicher Gewalt Zutritt zu der Veranstaltung "Im Blickpunkt: Was tun gegen Rechts?! Opfer stärken - Tätern Grenzen setzen" verschafft, um die Podiumsdiskussion von KJR, dju, Insight e.V. und A.I.D.A. zu "beobachten und zu überwachen". Die Veranstalter brechen daraufhin ihre Informationsveranstaltung unter Protest ab und kündigen juristische und politische Schritte gegen diesen massiven Angriff der Münchner Polizei auf die Meinungs- und Pressefreiheit an...

Weiterlesen auf:  http://www.indynews.net/inn/news/aktuell/article/2157/1013/e79ffe036b/

oder:
 http://de.indymedia.org//2006/07/152834.shtml

Spitzelaffäre mit Nachspiel
München: Staatsschutz überwachte ver.di-Veranstaltung gegen rechts. Klage gegen rechtswidrige Polizeiaktion
 http://www.jungewelt.de/2006/07-26/016.php

Ungewöhnlicher Andrang herrschte am Montag auf einer Pressekonferenz des Kreisjugendrings München. Offensichtlich fühlten sich viele der anwesenden Medienvertreter vom Thema »Polizeiüberwachung von Journalisten« angesprochen. Konkret ging es um einen Polizeieinsatz bei einer Podiumsdiskussion unter dem Motto »Was tun gegen Rechts?! Opfer stärken – Tätern Grenzen setzen« am vergangenen Mittwoch im Münchner EineWeltHaus. Veranstalterin war neben dem Kreisjugendring die Deutsche Journalistinnen- und Journalistenunion (dju) in der Gewerkschaft ver.di gewesen...


Verfassungsschutz auf Werbetour

"Linke Studentin bekommt 'lukrativen Nebenjob' angeboten" - Presseerklärung der Münchner Ortsgruppe der Roten Hilfe e.V.


"(München) Am frühen Nachmittag des 20.07.2006 wurde erneut eine linke Studentin von einem Beamten des bayerischen Verfassungsschutzes angesprochen. Offenkundig sollte sie als Informatin oder V-Frau für das Landesamt für Verfassungsschutz gewonnen werden um die Aktivitäten verschiedener linker Münchner Organisationen auszuhorchen...

 http://www.indynews.net/inn/news/aktuell/article/2160/1013/c5331ac7d8/

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