2. Festival in Bure vom 28.-30.7.06
Zusammenfassung des Festivals
Die Gegend um das lothringische Bure ist als Endlagerstandort für radioaktiven Müll vorgesehen. Ursprünglich waren laut Gesetz drei Orte vorgeschrieben, an denen geforscht werden sollte. Übrig geblieben ist einzig Bure. Die Forschungsarbeiten sind noch nicht beendet und trotzdem hat das Parlament die Gegend für geeignet erklärt. Unabhängige Wissenschaftler stellen diese Eignung in Frage. Mittlerweile wurde eine so genannte Transpositionszone festgelegt- In diesem 200 km2 großen Gebiet soll das zukünftige Endlager sein. 25 Gemeinden liegen in diesem Gebiet. Das geplante Endlager könnte ein europäisches Endlager werden (nähere Infos unter
http://burestop.free.fr/).
Deshalb fand auch zum zweiten Mal das internationale Widerstandsfestival dort statt. Drei Tage wurde gefeiert und Widerstand geleistet. Zahlreiche hervorragende Musikgruppen traten auf, Workshops rund um das Thema wurden abgehalten und es gab Infostände verschiedener Initiativen. Im Haus des Widerstands in Bure wurde die Ausstellung "Das Gorlebengefühl" aus dem Wendland gezeigt. Insgesamt waren wieder über 1000 Menschen vor Ort. Das holländische Kochkollektiv Rampenplan (Infos unter
http://www.graswurzel.net/news/rampenplan.shtml) sorgte für die Verpflegung. Auch der Widerstand kam nicht zu kurz. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, also noch vor dem eigentlichen Beginn des Festivals, kam es vor der Endlagerbaustelle zu Auseinandersetzungen, in deren Folge vier Menschen festgenommen wurden. In Frankreich ist es möglich, Menschen vier Tage ohne richterlichen Beschluss festzuhalten. Daraufhin kam es an den folgenden Tagen zu Protesten in Bar-le-Duc, wo die vier eingeknastet waren. Mittlerweile kam es am Dienstag nach dem Festival zu einem Schnellverfahren, dass es in der Form in Deutschland derzeit nicht gibt, wo die vier zu zweijähriger Bewährungsstrafe verurteilt wurden. Dazu kommen je 500 Euro Geldstrafen und die Betreibergesellschaft ANDRA stellt noch Schadenersatzforderungen von mehreren Tausend Euro.
(siehe auch
http://paris.indymedia.org/article.php3?id_article=65232&id_mot=16).
Sonntags gab es auch noch eine große Aktion vor den Toren der ANDRA. Rund 1000 Menschen hatten sich versammelt. Es wurden Schilder mit den Namen der Orte der Transpositionszone aufgestellt. Die Zufahrtsstraße wurde mit einer Steinmauer symbolisch unpassierbar gemacht. Zum Abschluss zogen die Menschen in drei Gruppen in die drei nächstgelegenen Orte, um dort ein sichtbares Zeichen der radioaktiven Gefahr zu hinterlassen.
http://burestop.free.fr/). Deshalb fand auch zum zweiten Mal das internationale Widerstandsfestival dort statt. Drei Tage wurde gefeiert und Widerstand geleistet. Zahlreiche hervorragende Musikgruppen traten auf, Workshops rund um das Thema wurden abgehalten und es gab Infostände verschiedener Initiativen. Im Haus des Widerstands in Bure wurde die Ausstellung "Das Gorlebengefühl" aus dem Wendland gezeigt. Insgesamt waren wieder über 1000 Menschen vor Ort. Das holländische Kochkollektiv Rampenplan (Infos unter
http://www.graswurzel.net/news/rampenplan.shtml) sorgte für die Verpflegung. Auch der Widerstand kam nicht zu kurz. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, also noch vor dem eigentlichen Beginn des Festivals, kam es vor der Endlagerbaustelle zu Auseinandersetzungen, in deren Folge vier Menschen festgenommen wurden. In Frankreich ist es möglich, Menschen vier Tage ohne richterlichen Beschluss festzuhalten. Daraufhin kam es an den folgenden Tagen zu Protesten in Bar-le-Duc, wo die vier eingeknastet waren. Mittlerweile kam es am Dienstag nach dem Festival zu einem Schnellverfahren, dass es in der Form in Deutschland derzeit nicht gibt, wo die vier zu zweijähriger Bewährungsstrafe verurteilt wurden. Dazu kommen je 500 Euro Geldstrafen und die Betreibergesellschaft ANDRA stellt noch Schadenersatzforderungen von mehreren Tausend Euro. (siehe auch
http://paris.indymedia.org/article.php3?id_article=65232&id_mot=16). Sonntags gab es auch noch eine große Aktion vor den Toren der ANDRA. Rund 1000 Menschen hatten sich versammelt. Es wurden Schilder mit den Namen der Orte der Transpositionszone aufgestellt. Die Zufahrtsstraße wurde mit einer Steinmauer symbolisch unpassierbar gemacht. Zum Abschluss zogen die Menschen in drei Gruppen in die drei nächstgelegenen Orte, um dort ein sichtbares Zeichen der radioaktiven Gefahr zu hinterlassen.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen