Neuigkeiten aus Delmenhorst

AutorIn des Beitrags 03.08.2006 15:18 Themen: Antifa
Der Kauf des Parkhotels steht kurz bevor, Rieger äusserte sich nun zu seinem Vorhaben.
Neuigkeiten aus Delmenhorst.

Wieder gibt es scholechte Nachrichten aus Delmenhorst, erstmals äusserte sich Jürgen Rieger zu seinem Kaufvorhaben. Dieser bestätigte das Kaufvorhaben in Delmenhorst und ließ darauf schließen das er großveranstaltungen wie den NPD Bundesparteitag in Delmenhorst durchführen will. Weiter sagte er das eine Einigung erzielt worden sei und innerhalb der nächsten Woche, am 15. August 2006 der Kaufvertrag unterzeichnet werden soll, zu diesem Zeitpunkt ist Jürgen Rieger aus seinem Urlaub zurück. In Delmenhorst haben sich mittlerweile zwei Bündnisse und eine Antifaschistische Organisation gegründet. Mehr als 700 Flyer wurden in Delmenhorst durch das Bündniss "Keine Nazischule in Delmenhorst" verteilt. An der ersten Mahnwache am gestrigem Tag nahmen allerdings nur 10 Menschen teil.

Dies soll sich am Samstag ändern, setzen wir ein Kraftvolles Zeichen.

Samstag: 05. August 2006 - Mahnwache in der Delmenhorster Innenstadt // 10 Uhr // Seid zwischen 9:00 und 10:00 Uhr in Delmenhorst.

Kein Nazizentrum in Delmenhorst!

www.raid-del.tk
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Ergänzungen

Nach der Mahnwache

Guido 03.08.2006 - 17:31
nach der Mahnwache findet in direkter Delmenhorster umgebung noch ein Open-Air statt. Mit dabei sind: Kendrift, Non Disjunction und Randys Ripcord. Das ganze findet beim Gasthof Menkens in Hoykenkamp statt!

méhr unter  http://www.rock-im-landkreis.de/

Hamburger Morgenpost berichtet

relativ ausführlich: 03.08.2006 - 19:57
"Delmenhorst, 80000 Einwohner, Geburtsstadt der Sängerin Sarah Connor - und bald eine Neonazi-Hochburg? Die Stadtoberen sind entsetzt, seit bekannt wurde, dass die offiziell in Großbritannien ansässige "Wilhelm Tietjen Stiftung für Fertilisation" das "Hotel am Stadtpark" im Zentrum von Delmenhorst kaufen will. Denn dahinter steckt niemand anderes als der Hamburger Neonazi-Rechtsanwalt Jürgen Rieger...."

weiter gehts hier
 http://archiv.mopo.de/rewrite/show.php?pfad=/archiv/2006/20060803/hamburg/panorama/nazi_anwalt_will_dieses_hotel_kaufen.html&drucken=yes

Hannoversche Allgemeine Zeitung

vom 03. August 2006 03.08.2006 - 21:32
Neonazi Rieger plant Zentrum für Rechte

NPD-Parteitage in Delmenhorster Hotel vorgesehen – Stadt ratlos / In Hameln soll es Skinhead-Konzerte geben

Von Mathias Klein

Delmenhorst. Der Neonazi Jürgen Rieger will Delmenhorst zu einem Tagungszentrum für rechtsextremistische Parteien und Gruppen machen. „Es gibt bundesweit Interesse an einer solchen Veranstaltungsstätte“, sagte der Hamburger Rechtsanwalt am Mittwoch dieser Zeitung. NPD, DVU und andere rechte Gruppen sowie Kameradschaften hätten großes Interesse an einem festen Tagungszentrum, weil angemietete Räume in Hotels und Gaststätten auf Druck von Behörden immer wieder kurzfristig gekündigt würden.
Noch im August will der Hamburger Rechtsanwalt für seine „Wilhelm-Tietjen-Stiftung für Fertilisation“ das seit über einem Jahr leer stehende „Hotel am Stadtpark“ kaufen. Rieger ist bereit, 3,4 Millionen Euro für den 30 Jahre alten Bau in der Innenstadt gegenüber vom Rathaus und neben der Polizei zu bezahlen. Die Stadtverwaltung hatte am Dienstag angekündigt, die Nutzung als Schulungszentrum für rechtsextremistische Gruppen mit Hilfe des Baurechts zu verhindern.
Nach Ansicht von Rieger könne die Stadt ihm aber die Nutzung nicht verbieten. „Ich lasse das als ganz normales Hotel weiterlaufen“, sagte er. Dort könne jeder übernachten und tagen, beispielsweise auch die Grünen, wenn sie wollten. Keine Behörde könne verbieten, dass in einem Hotel Tagungen und Schulungen stattfinden. Nach Riegers Angaben steht dafür der Essensraum zur Verfügung. Das unmittelbar an den Bau grenzende Veranstaltungszentrum mit mehreren Sälen und Tagungsräumen gehört einer Tochtergesellschaft der Stadt und soll nicht an Rieger verkauft werden.
Bei der Stadt reagierte man gestern ratlos. „Einen NPD-Bundesparteitag in Delmenhorst können wir wohl nicht verhindern“, sagte Stadtsprecher Timo Freers. Die Bürger hätten geschockt und entsetzt auf die Pläne reagiert. „Es gibt bei uns kein anderes Gesprächsthema“, meinte er.
Der Sprecher der Delmenhorster Kaufmannschaft, Hans-Jürgen Buchholz, sprach von einer „Katastrophe für die Stadt“. Der Juwelier kritisierte Politik und Verwaltung. „Die hätten das rechtzeitig in richtige Bahnen lenken müssen“, meinte er. Jetzt müsse schnell nach einer Lösung gesucht werden. Unterdessen hat sich das Bündnis „Keine Nazischule in Delmenhorst“ gebildet. Der Zusammenschluss überwiegend linker Gruppen hat gestern Mittag eine Mahnwache von dem Hotel abgehalten. Für das Wochenende seien weitere Mahnwachen sowie eine Unterschriftensammlung geplant, berichtete Sprecher Jörg Dombrowe. Der Bürgermeisterkandidat der Linken Alternativen Liste ist sich sicher, dass es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen in Delmenhorst kommt, falls sich in dem Hotel Neonazis treffen.
Anwalt Rieger befürchtet das nicht. „Wir haben unseren eigenen Ordnungsdienst“, sagte er. Der werde so etwas und auch den möglichen Widerstand linker Gruppen verhindern.
Rieger kündigte gestern an, dass auf dem von der „Wilhelm-Tietjen-Stiftung“ gekauften Heisenhof in Dörverden (Kreis Verden) eine Samenbank untergebracht werde. „In den Heisenhof kommt unsere Forschungsabteilung“, sagte er. Zurzeit machten die Behörden jedoch noch Schwierigkeiten.
In Hameln, wo Rieger ein Kino in der Innenstadt gekauft hat, soll nach seinen Angaben ein Zentrum für SkinheadKonzerte entstehen. „Wir sind zurzeit dabei, die Auflagen der Stadt zu erfüllen“, sagte er.

Also...

Del. 04.08.2006 - 00:13
In Delmenhorst finden jeden 1. Samstag im Monat DVU und NPD Stammtische statt, organisiert werden diese von Erich Gerhard Schwarz aus Bookholzberg.

Das Konzert ist von den Jusos organisiert, erstmal gilt es groß die Mahnwache und eventuell etwas danach zu unterstützen.

Normalerweise treffen sich dort keine Nazis.

Bis Samstag.

NDR Artikel vom 3.08

antifaschist 04.08.2006 - 03:35
Schünemann sagt Neonazi-Schulungszentrum den Kampf an

Hotel am Stadtpark in Delmenhorst (Foto: ddp)große Bildversion anzeigen

Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) will ein in Delmenhorst geplantes Schulungszentrum für Rechtsextremisten verhindern. "Wir sind hoch alarmiert", sagte der Politiker am Donnerstag. Die Landesregierung werde entschlossen gegen das beabsichtigte Zentrum vorgehen.

Unterdessen rief am Donnerstag der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Delmenhorst zu einer Demonstration gegen das Projekt auf. Der Protestzug soll am kommenden Montag in der Innenstadt starten.
Rieger: Grundsätzliche Einigung über Verkauf

Jürgen Rieger

Der Widerstand richtet sich gegen die Pläne des Hamburger Anwalts Jürgen Rieger. Der Jurist will im Namen der "Wilhelm-Tietjen-Stiftung" ein Hotel in Rathausnähe kaufen, um es in eine Veranstaltungs- und Tagungsstätte der rechten Szene umzuwandeln. So könne dort etwa ein Bundesparteitag der NPD stattfinden, sagte Rieger. Nach seinen Angaben hat er mit dem Verkäufer des Hotels eine grundsätzliche Einigung erzielt.

Der Verfassungsschutz stuft Rieger als rechtsextrem ein. In den 90er Jahren betrieb er ein Tagungszentrum in Hetendorf im Landkreis Celle, das 1998 verboten wurde. Riegers Absicht, auf dem Heisenhof in Dörverden bei Verden eine Basis aufzubauen, scheiterte im Jahr 2004 am Protest der Bürger.
"Breiter Widerstand der Bevölkerung"

Neben der Landesregierung und dem DGB macht sich in Delmenhorst die Bevölkerung gegen Rieger stark. Am Dienstag gründeten Vertreter linker Parteien und Gruppen das Bündnis "Keine Nazischule in Delmenhorst". Sowohl dem Hotelier als auch dem potenziellen Käufer müsse klar gemacht werden, dass sie auf den breiten Widerstand der Delmenhorster Bevölkerung stoßen, hieß es in einer Erklärung.

Stand: 03.08.2006 18:03

www,fuer-delmenhorst.de

Ronja 04.08.2006 - 18:11
Hallo!

Gerade habe ich gehört, dass ein Architekt und ein Steuerberater Geld für den Kauf des Hotels sammeln um daraus ein eigenes Projekt zu starten…. Alle Informationen sollen ab Dienstag unter www.fuer-delmenhorst.de zu sehen sein!
Es wird derzeti also schon fleissig gesammelt, dass der Preis von 3,4 Mio € auch rechtzeitig beisammen ist. Jeder Euro hilft und ist nach Aussager der Initiatoren ein Euro gegen Nazis!?

Aber es ist mir auch zu Ohren gekommen, dass der Architekt sich hier sein eigenes Projekt finanziert, und das sicherlich gut beraten durch den Steuerbrater. Und somit hilft wirklich jeder Euro - doch mehr dem “selbstlosen” Städtebauer und dem menschenliebenden Rechtsverdreher das Gehalt für die nächten Monate zu sichern…
Und dann wird mit Blick auf dei Hartz-4 - Geschichte doch jeder irgendwie ein Antifaschist und engagiert sich fleissig.

Und so hat kurbeln die Nazis wieder die Wirtschaft an. Diesmal nicht mit Autobahnen sonder mit Kaufandrohungen! Dann kommt auch der Besitzer zu seinem Geld und das auch wieder auf Kosten der Allgemeinheit und der überzeugten Spender!

Beitrag bei NDR extra 3

T.V. Glotzer 04.08.2006 - 20:43

Hier gibts den Beitrag von NDR extra 3 zum Thema:

 http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_video/0,,SPM2362_VID2924860,00.html

Klarstellung

Malte 12.12.2006 - 22:37

Ich möchte, um Mißverständnissen vorzubeugen,

deutlich klarstellen,

dass die Überschrift zu meinem Kommentar "Nazis:Rübe ab" in keiner Weise als Aufforderung zur Gewalt gegen Personen mißverstanden werden darf.

"Rübe ab" wurde von mir ausschließlich als Metapher gewählt und ist als stilistisches Element zum Ausdruck meiner persönlichen Betroffenheit und Verzweiflung über das Anwachsen von Antisemitismus und Rechtsextremismus in Deutschland zu verstehen.

Nicht mehr und nicht weniger !

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 7 Kommentare an

... — xyz

Wie jetzt? — Frank

JAJA — Nasenhasser

@ Ronja — ...

Nazis: Rübe ab — Malte