Caro gelb

Das Idyll trügt 28.07.2006 10:37 Themen: Militarismus
Der Stress der Kampfhandlungen lässt sich nur in Eskapismen ertragen. Viele Kriegsberichterstattungen stellen eher die kleinen Fluchten vor dem Krieg als das offensichtliche dar, da sonst der Krieg unerträglich wäre. Es wird die subjektive Realität der Kämpfenden wiedergegeben.
Erläuterung des Bildfordergrundes:
Abgebildet ist eine Granate vom Kaliber 144 mm.
Der Ring der gelben Caros im vorderen Drittel der Granate gibt über den Inhalt Auskunft:
Er besteht aus 60 M43 Granaten, welche im Flug verteilt werden. M43 Granaten werden gegen »weiche Ziele« eingesetzt. »weiche Ziele« ist ein militärischer Evasismus für ungeschützte Menschen. Das Projektil dreht sich axial, um den Flug zu stabilisieren und streut die Granaten aus der Flugbahn. Die tödlichen Sphären haben einen Radius von 1,22-1,83 m über dem Ruhepunkt der einzelnen Granante.

kritische Aufmerksamkeit ist notwendig.

Israel / Lebanon: End immediately attacks against civilians
 http://web.amnesty.org/library/Index/ENGMDE150642006
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Ergänzungen

Kurze Korrektur

Heptarch 28.07.2006 - 13:45
1. Nein, das sind nicht die Dinger, mit denen in israelischen Wohngebieten Menschen zerfetzt werden. Soweit ich weiß benutzt die Hisbollah nur Mörser und Raketen. Von der Verwendung von Rohrartillerie hab ich noch nix gehört.

2. Das ist ein 155mm Geschoss, 144mm gibts glaub ich nur auf Schiffen. Die Abgebildete Granate dürfte eine M449A1 APICM (Anti-Personnel Improved Conventional Munition) sein. Die darin enthaltenen M43A1 Submunition wird in der Luft verteilt und gibt beim Aufprall die eigentliche Splittergranate frei, die dann in einer Höhe von ca. 1,50m explodiert.

3. Ungepanzerte Fahrzeuge sind auch "Weiche Ziele"

@macht wirklich nichts kannst nix dafür

egal 28.07.2006 - 16:54
nach deiner rechnung gibt es also schon 350 tote terroristen und die vier unsoldaten sind ja auch keine zivilisten.
es ist richtig die bewohner des libanon wurden aufgefordert ihre dörfer zu verlassen,die frage ist bloß wie wenn die wichtigsten strassen und brücken
vorher zerstöt wurden weil sich deiner meinug terroristen auf den strassen und unter den brücken auf gehalten haben.
seid 4 wochen sind israelische truppen im gaza und haben denoch den soldaten nicht gefunden wie groß ist eigntlich der gazastreifen.

re heptarch

tagmata 28.07.2006 - 19:28
respekt für'n guten job! das einzige was die hisbollah an konventioneller arty haben *könnte* (ich weiß es nicht genau, aber sie brauchen ja so kram auch, wenn sie sich mit irgendwelchen typen im libanon fetzen) sind die alten m40 105 ("106")mm recoilless - aus den alten beständen, die die usa damals in der region verteilt haben bzw dem shah geliefert, oder eben ganz schnöde über den schwarzmarkt - oder äquivalent, und vielleicht die eine oder andere pak. aber jedenfalls nix, was für indirekten beschuß über längere distanz geeignet ist. macht auch keinen sinn, sein geld für zeug auszugeben, das eigentlich nur kanonenfutter wäre, weil haubitzen oder so relativ langwierig aufzustellen und klarzumachen sind, bevor sie schießen können.

die raketen die sie haben sind mehr oder minder professionell auf lkws montiert. so ein arrangement benötigt ungefähr so viel platz wie ein kleiner feuerwehr-leiterwagen (diese alten teile, die in deutschland kaum noch oder gar nicht mehr verwendet werden). man fährt sie an einen ort mit gutem schußfeld, stellt den winkel der abschußrampe ein, und startet die raketen. dann fährt man die rampe wieder runter und haut ab. vielleicht noch ne plane drüber. insofern sind die dinger vielleicht für 5 minuten als das erkennbar was sie sind.

das bedeutet hatürlich, daß israel das problem hat, entweder mit bodentruppen reinzugehen, oder einfach alles verdächtige zu bomben, und dazu zählen auch häuser oder garagen. weil sie ihre eigenen verluste gering halten wollen, geht das ganze natürlich zu lasten der zivilbevölkerung. das problem, daß in einem asymmetrischen krieg die sich seit 1991 etablierte tendenz, die sache mit massiven luftangriffen anzugehen, nicht viel bringt außer vielen kollaterierten zivilistInnen hat sich noch nicht herumgesprochen; es könnte auch ein generationsproblem sein, da die jetzigen führungsstäbe der westlichen militärs die desert storm-doktrin ziemlich verinnerlicht zu haben scheinen (bomben drauf bis sich nix mehr regt, aber um himmels willen vermeiden, eigene truppen riskieren soweit es geht). bringt in afghanistan nicht viel, im irak so gut wie gar nix, und auch im libanon kann sich das noch monate so hinziehen, bis am ende die hisb ihr arsenal leergeballert hat, israel ausgepowert ist und roundabout 2500-3000 unschuldige krepiert sind.

Mal richtig hinsehen,

Nasenbär 28.07.2006 - 19:51
... wenn Ihr mal das Bild vergrößert und richtig hinseht, dann erkennt Ihr gelbe Schriftzeichen auf der Granate. Nicht arabische. Hebräische! Na ... und die werden wohl kaum im Besitz der Hisbollah. Das hat auch im Artikel niemand behauptet, aber trotzdem wird sofort davon ausgegangen ...
Gutes Foto, anyway!

HRW

war schneller 31.07.2006 - 18:42
Israeli Cluster Munitions Hit Civilians in Lebanon
Israel Must Not Use Indiscriminate Weapons
Beirut, July 24, 2006

 http://www.hrw.org/english/docs/2006/07/24/isrlpa13798.htm

M-26 rockets

Karo Gelb 25.08.2006 - 08:06
Weapons
Inquiry Opened Into Israeli Use of U.S. Bombs
 http://www.nytimes.com/2006/08/25/world/middleeast/25cluster.html?hp&ex=1156564800&en=4d3919f313e9447a&ei=5094&partner=homepage



By DAVID S. CLOUD
Published: August 25, 2006
WASHINGTON, Aug. 24 — The State Department is investigating whether Israel’s use of American-made cluster bombs in southern Lebanon violated secret agreements with the United States that restrict when it can employ such weapons, two officials said.
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The investigation by the department’s Office of Defense Trade Controls began this week, after reports that three types of American cluster munitions, anti-personnel weapons that spray bomblets over a wide area, have been found in many areas of southern Lebanon and were responsible for civilian casualties.
Gonzalo Gallegos, a State Department spokesman, said, “We have heard the allegations that these munitions were used, and we are seeking more information.” He declined to comment further.
Several current and former officials said that they doubted the investigation would lead to sanctions against Israel but that the decision to proceed with it might be intended to help the Bush administration ease criticism from Arab governments and commentators over its support of Israel’s military operations. The investigation has not been publicly announced; the State Department confirmed it in response to questions.
In addition to investigating use of the weapons in southern Lebanon, the State Department has held up a shipment of M-26 artillery rockets, a cluster weapon, that Israel sought during the conflict, the officials said.
The inquiry is likely to focus on whether Israel properly informed the United States about its use of the weapons and whether targets were strictly military. So far, the State Department is relying on reports from United Nations personnel and nongovernmental organizations in southern Lebanon, the officials said.
David Siegel, a spokesman for the Israeli Embassy, said, “We have not been informed about any such inquiry, and when we are we would be happy to respond.”
Officials were granted anonymity to discuss the investigation because it involves sensitive diplomatic issues and agreements that have been kept secret for years.
The agreements that govern Israel’s use of American cluster munitions go back to the 1970’s, when the first sales of the weapons occurred, but the details of them have never been publicly confirmed. The first one was signed in 1976 and later reaffirmed in 1978 after an Israeli incursion into Lebanon. News accounts over the years have said that they require that the munitions be used only against organized Arab armies and clearly defined military targets under conditions similar to the Arab-Israeli wars of 1967 and 1973.
A Congressional investigation after Israel’s 1982 invasion of Lebanon found that Israel had used the weapons against civilian areas in violation of the agreements. In response, the Reagan administration imposed a six-year ban on further sales of cluster weapons to Israel.
Israeli officials acknowledged soon after their offensive began last month that they were using cluster munitions against rocket sites and other military targets. While Hezbollah positions were frequently hidden in civilian areas, Israeli officials said their intention was to use cluster bombs in open terrain.
Bush administration officials warned Israel to avoid civilian casualties, but they have lodged no public protests against its use of cluster weapons. American officials say it has not been not clear whether the weapons, which are also employed by the United States military, were being used against civilian areas and had been supplied by the United States. Israel also makes its own types of cluster weapons.
But a report released Wednesday by the United Nations Mine Action Coordination Center, which has personnel in Lebanon searching for unexploded ordnance, said it had found unexploded bomblets, including hundreds of American types, in 249 locations south of the Litani River.
The report said American munitions found included 559 M-42’s, an anti-personnel bomblet used in 105-millimeter artillery shells; 663 M-77’s, a submunition found in M-26 rockets; and 5 BLU-63’s, a bomblet found in the CBU-26 cluster bomb. Also found were 608 M-85’s, an Israeli-made submunition.
The unexploded submunitions being found in Lebanon are probably only a fraction of the total number dropped. Cluster munitions can contain dozens or even hundreds of submunitions designed to explode as they scatter around a wide area. They are very effective against rocket-launcher units or ground troops.
The Lebanese government has reported that the conflict killed 1,183 people and wounded 4,054, most of them civilians. The United Nations reported this week that the number of civilian casualties in Lebanon from cluster munitions, land mines and unexploded bombs stood at 30 injured and eight killed.
Dozen of Israelis were killed and hundreds wounded in attacks by Hezbollah rockets, some of which were loaded with ball bearings to maximize their lethality.
Officials say it is unlikely that Israel will be found to have violated a separate agreement, the Arms Export Control Act, which requires foreign governments that receive American weapons to use them for legitimate self-defense. Proving that Israel’s campaign against Hezbollah did not constitute self-defense would be difficult, especially in view of President Bush’s publicly announced support for Israel’s action after Hezbollah fighters attacked across the border, the officials said.
Even if Israel is found to have violated the classified agreement covering cluster bombs, it is not clear what actions the United States might take.
In 1982, delivery of cluster-bomb shells to Israel was suspended a month after Israel invaded Lebanon after the Reagan administration determined that Israel “may” have used them against civilian areas.
But the decision to impose what amounted to a indefinite moratorium was made under pressure from Congress, which conducted a long investigation of the issue. Israel and the United States reaffirmed restrictions on the use of cluster munitions in 1988, and the Reagan administration lifted the moratorium.

IDF räumt Bombardierung von zivilen Gebieten

mo.20.nov.2006 21.11.2006 - 07:18
im Libanon mit Streubomben ein
 http://haaretz.com/hasen/spages/789876.html

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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wichtige ergänzung

machtnix 28.07.2006 - 11:36
streubomben gegen zivis sind ganz scheiße. vor allem, wenn man zuvor per warnung die zivilisten aufgefordert hat, sich aus dem kampfgebiet zu verziehen und die bomben dann tatsächlich die armen mehrtürer treffen, die israels blut bis zum letzten tropfen trinken wollen.

wichtig ist hier auf jeden fall der hinweis, dass die hisbollah mit ihren katjushas lediglich gegen militärische ziele vorgeht und dabei jegliche zivilen opfer vermeidet. das steht bestimmt in deren charta, wenn nicht sogar im koran. bin ich mir sicher.

wäre ja noch schöner, wenn man die armen mullahs auf eine stufe mit den blutrünstigen israelis stellen würde.

insh'allah

unklar

kein militär-nerd 28.07.2006 - 12:26
sind das die dinger, die in israelische wohngegenden geschossen werden und dort zivilistInnen zerfetzen?