Corts nimmt Student das letzte Hemd (Gießen)
Rund 300 Studis begleiteten Udo Corts' Grundsteinlegung für den Informatik-Neubau an der FH Gießen mit lauten Protesten.
An der FH Gießen versammelten sich heute morgen zahlreiche Studenten, in gelb gekleidet und mit Transparenten bewaffnet. Anlass war eine zeremonielle Grundsteinlegung, an der auch der hassische Wissenschaftsminister Udo Corts teilnahm.
Dem AStA gelang es, die Gäste der Feierlichkeit mit lauter Widerstandsmusik einzustimmen. Corts' wurde mit roten Karten ein symbolischer Platzverweis erteilt und mit Pfiffen und Pfui-Rufen empfangen.
Redner waren neben Corts der neue FH Präsident Irgendwer und ein paar andere *****kriecher. Die Location war mit Bauzäunen der Baustelle und Zivilbullen umstellt. Trotzdem war es für 50 Studis kein Problem, über ein angrenzendes Grundstück an den Zaun auf Seite des Rednerpultes und damit ca. 10 Meter ans Mikrofon zu kommen. Die 10 minütige Rede des Ministers ging unter in Empörung und Parolen wie: "Rote Karte, Platzverweis!", "Bildungsfowl!", "Udo, wir wissen, wo dein Audi steht!" und die Standarts wie "Bildung für alle..." oder "Bildung krepiert, wenn Scheiße regiert!"
Der Höhepunkt seines Auftritts war sicherlich, als er sich zu den Schreihälsen am Zaun wandte und um Gehör bat: Er forderte die mit Soli-T-Shirts Bekleideten auf, ein Hemd für die Zeitkapsel zu geben, "damit noch in 200 Jahren Überreste der Protestbewegung erhalten sind". Damit hat der mit zig roten Karten belegte Foulspieler auch noch ein Eigentor geschossen. Das geforderte Hemd wurde nicht weit genug geworfen, landete im Graben und Udo musste unter aller Augen und Objektiven vom Fundament runter in den Dreck steigen, um es zu holen. Dabei fielen noch Rufe wie "Corts nimmt mir mein letztes Hemd!" (Der Geschädigte bekam später vom AStA noch ein neues)
Danach gab's für die geladenen Gäste noch einen kleinen Empfang im Hörsaal des Nachbargebäudes. Einige Opfer von Studiengebühren klopften an die Fenster , pfiffen, setzten sich mit Stühlen und Bänken vor die Tür, störten ein Radiointerview und verabschiedeten den CDU-Minister mit der roten Karte und "Hau ab!" Rufen.
Nach dem Einsatz drangen 20 in gelb gekleidete Nassauer in den Hörsaal ein und fielen über das Buffet und die Weintheke her. Einige Gäste und Professoren der Hochschule zeigten sich erfreut über den heutigen Protest und solidarisierten sich mit den Schmarotzern.
Corts und die Landesregierung haben in den vergangenen Wochen mit hönischen und kriminalisierenden Kommentaren die Studentenbewegung gegen Sozialabbau und Studiengebühren angegriffen. Sie sind zudem der Ansicht, dass mit den einsetzenden Semesterferien ein Rückgang in Häufigkeit, Größe und Energie der Demonstrationen zu erwarten ist. Die Demos für morgen in Gießen und übermorgen in Marburg werden sie eines Besseren belehren.
Dem AStA gelang es, die Gäste der Feierlichkeit mit lauter Widerstandsmusik einzustimmen. Corts' wurde mit roten Karten ein symbolischer Platzverweis erteilt und mit Pfiffen und Pfui-Rufen empfangen.
Redner waren neben Corts der neue FH Präsident Irgendwer und ein paar andere *****kriecher. Die Location war mit Bauzäunen der Baustelle und Zivilbullen umstellt. Trotzdem war es für 50 Studis kein Problem, über ein angrenzendes Grundstück an den Zaun auf Seite des Rednerpultes und damit ca. 10 Meter ans Mikrofon zu kommen. Die 10 minütige Rede des Ministers ging unter in Empörung und Parolen wie: "Rote Karte, Platzverweis!", "Bildungsfowl!", "Udo, wir wissen, wo dein Audi steht!" und die Standarts wie "Bildung für alle..." oder "Bildung krepiert, wenn Scheiße regiert!"
Der Höhepunkt seines Auftritts war sicherlich, als er sich zu den Schreihälsen am Zaun wandte und um Gehör bat: Er forderte die mit Soli-T-Shirts Bekleideten auf, ein Hemd für die Zeitkapsel zu geben, "damit noch in 200 Jahren Überreste der Protestbewegung erhalten sind". Damit hat der mit zig roten Karten belegte Foulspieler auch noch ein Eigentor geschossen. Das geforderte Hemd wurde nicht weit genug geworfen, landete im Graben und Udo musste unter aller Augen und Objektiven vom Fundament runter in den Dreck steigen, um es zu holen. Dabei fielen noch Rufe wie "Corts nimmt mir mein letztes Hemd!" (Der Geschädigte bekam später vom AStA noch ein neues)
Danach gab's für die geladenen Gäste noch einen kleinen Empfang im Hörsaal des Nachbargebäudes. Einige Opfer von Studiengebühren klopften an die Fenster , pfiffen, setzten sich mit Stühlen und Bänken vor die Tür, störten ein Radiointerview und verabschiedeten den CDU-Minister mit der roten Karte und "Hau ab!" Rufen.
Nach dem Einsatz drangen 20 in gelb gekleidete Nassauer in den Hörsaal ein und fielen über das Buffet und die Weintheke her. Einige Gäste und Professoren der Hochschule zeigten sich erfreut über den heutigen Protest und solidarisierten sich mit den Schmarotzern.
Corts und die Landesregierung haben in den vergangenen Wochen mit hönischen und kriminalisierenden Kommentaren die Studentenbewegung gegen Sozialabbau und Studiengebühren angegriffen. Sie sind zudem der Ansicht, dass mit den einsetzenden Semesterferien ein Rückgang in Häufigkeit, Größe und Energie der Demonstrationen zu erwarten ist. Die Demos für morgen in Gießen und übermorgen in Marburg werden sie eines Besseren belehren.
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Ergänzungen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
ein 2. bericht auf indy — udo
Schwächung der Demos — maja