Frankfurt: Blockade des Uni-Turms beendet
Auf einer Vollversammlung von etwa 650 Studierenden der Fachbereiche Gesellschafts- und Erziehungswissenschaften der Universität Frankfurt entschied sich eine knappe Mehrheit für eine sofortige Beendigung der zwölftätigen Blockade des Uni-Turms.
Der "Turm", ein Hochhaus der Frankfurter Universität, ist das zweitgrößte Institutsgebäude der Universität. Nachdem noch vergangenen Montag die Weiterführung der Komplettblockade mit einer überwältigenden Mehrheit von 300:8 Stimmen beschlossen wurde, kamen gestern die GegnerInnen der Blockade zum Zug: Unter den Rufen "abstimmen!, abstimmen!" wurde gleich zu Beginn der Vollversammlung der Unwille der Mehrheit der Anwesenden eine inhaltliche Diskussion zu führen zum Ausdruck gebracht. Einziges Argument war die Behauptung, man blockiere sich im Turm nur selbst und erreiche so gar nichts. Mit der anschließend knapp angenommenen Resolution der Blockade-GegnerInnen wurde die Blockade dann beendet.
Von nun ab ist kein Gebäude der Universität-Frankfurt mehr besetzt und der universitäre Alltag geht vollkommen ungestört weiter. Am Rest der Uni war bereits in den vergangenen Wochen kaum etwas von den Protesten gegen die nächstes Jahr in Hessen kommenden Studiengebühren in Höhe von 1000 Euro pro Jahr für deutsche Studierende und 3000 Euro pro Jahr für DoktorandInnen und nicht-EU-Studierende zu sehen.
Zwar waren die Demonstrationen mit Autobahn- und Verkehrsblockaden erstaunlich entschlossen, doch erschöpfte sich der Protest bislang in diesen punktuellen Aktionen und wurde nur von einer Minderheit getragen. Wenn 2000 von 40000 Frankfurter Studierenden sich einmal in der Woche auf die Straße bequemen sind das gerade einmal 5% und wenn sich 100 bis 200 von 40000 Studierenden aktiv an der Protestorganisation beteiligen, bewegt sich der aktive Protest gerade einmal im Promillebereich.
Von französischen oder griechischen Verhältnissen - Komplettblockade sämtlicher Unis, gezielte Störung der ökonomischen Infrastruktur, militante Aktionsformen, Zusammenarbeit mit anderen gesellschaftlichen Gruppen und Großdemonstrationen mit mehreren Millionen TeilnehmerInnen - sind die deutschen Studierenden noch immer Lichtjahre entfernt. Hierzulande belässt man es offensichtlich wie gehabt bei Unmutsbekundungen gegenüber der Obrigkeit und symbolischen Aktionen, statt für die Durchsetzung der eigenen Forderungen tatsächlich einmal zu kämpfen.
Na ja, in knapp vier Wochen ist das Semester vorbei und es wird wieder einmal nichts erreicht worden sein. Die deutschen "Studis" sind eben in ihrer Mehrheit einfach nichts weiter als lahmarschige, peinliche und langweilige Spießer...
Von nun ab ist kein Gebäude der Universität-Frankfurt mehr besetzt und der universitäre Alltag geht vollkommen ungestört weiter. Am Rest der Uni war bereits in den vergangenen Wochen kaum etwas von den Protesten gegen die nächstes Jahr in Hessen kommenden Studiengebühren in Höhe von 1000 Euro pro Jahr für deutsche Studierende und 3000 Euro pro Jahr für DoktorandInnen und nicht-EU-Studierende zu sehen.
Zwar waren die Demonstrationen mit Autobahn- und Verkehrsblockaden erstaunlich entschlossen, doch erschöpfte sich der Protest bislang in diesen punktuellen Aktionen und wurde nur von einer Minderheit getragen. Wenn 2000 von 40000 Frankfurter Studierenden sich einmal in der Woche auf die Straße bequemen sind das gerade einmal 5% und wenn sich 100 bis 200 von 40000 Studierenden aktiv an der Protestorganisation beteiligen, bewegt sich der aktive Protest gerade einmal im Promillebereich.
Von französischen oder griechischen Verhältnissen - Komplettblockade sämtlicher Unis, gezielte Störung der ökonomischen Infrastruktur, militante Aktionsformen, Zusammenarbeit mit anderen gesellschaftlichen Gruppen und Großdemonstrationen mit mehreren Millionen TeilnehmerInnen - sind die deutschen Studierenden noch immer Lichtjahre entfernt. Hierzulande belässt man es offensichtlich wie gehabt bei Unmutsbekundungen gegenüber der Obrigkeit und symbolischen Aktionen, statt für die Durchsetzung der eigenen Forderungen tatsächlich einmal zu kämpfen.
Na ja, in knapp vier Wochen ist das Semester vorbei und es wird wieder einmal nichts erreicht worden sein. Die deutschen "Studis" sind eben in ihrer Mehrheit einfach nichts weiter als lahmarschige, peinliche und langweilige Spießer...
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Ergänzungen
Vor uns liegt ein langer Weg
Tatsächlich sieht es sehr düster aus: Der soziale Angriff auf die Menschen wird von Jahr zu Jahr schärfer, Reform folgt auf Reform und mit jeder werden Leistungen massiv gekürzt, Beiträge erhöht oder Rechte abgeschafft. Deutschland macht mobil, nach innern durch vorbeugende Protestbekämpfung durch die Stärkung der "inneren Sicherheit" (=Überwachung und Repression) und nach außen durch das Abriegeln der Grenzen und einer zunehmenden Militarisierung seiner Außenpolitik. Nicht umsonst wird im Moment ein neuer "gesunder" Patriotismus propagiert. Die Nation ist und war ein Projekt der Elite. Der Gemeinschaftsinn der Menschen wird ausgenutzt um Interessengegensätze zu verschleiern und eine Einheit der Menschen zu konstruieren, die letztlich nur denjenigen nutzt, die im Standort Deutschland Profite machen.
Gegen all das regt sich nur wenig Widerstand und von den Universitäten der Zukunft, die noch mehr als heute Kaderschmieden der Elite sein werden, ist ein ernstzunehmder Protest immer weniger zu erwarten. Wir steuern auf eine Gesellschaft zu, die in immer mehr Bereichen wieder faschistoide Züge annimmt. Als Beispiel könnten zum Beispiel die Zustände an Flughäfen und Bahnhöfen angeführt werden, die als privatisierte Räume entdemokratisiert sind. Dort gilt in erster Linie das Hausrechte, Proteste sind unerwünscht und werden gnadenlos kriminalisiert.
Wer heute noch seinen Scheinchen auf der Uni bzw. seiner Karriere hinterher rennt, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt und macht sich mitschuldig durch Unterlassung. Auch wenn die Lage derzeit hoffnungslos aussieht: Widersetzt euch der antikommunistischen Propaganda, widersetzt euch der Spaltung der Menschen in Deutsche und Nichtdeutsche, in Christen, Juden und Moslems, in Arbeitende und Arbeitslose, sucht gleichtgesinnte, schafft Bündnisse und organisiert euch gegen die Logik und die Grenzen des Kapitals uns seinter Vertreter.
Solidarität ist unsere einzige Waffe.
Der Kampf geht weiter !!!
Ich möchte der Gewalt nicht das Wort reden, aber wer sich Mal ernsthaft mit der aktuellen Entwicklung und vor allem diesem HartzIV-Optimierungsgesetz beschäftigt, muss feststellen, dass dies nichts anderes ist, als die (vorerst einseitige) AUFKÜNDIGUNG des sozialen Friedens. Hier - wo am 07.07.2006 mit der Mehrheit von Union und Spezialdemokraten ein Gesetz beschlossen werden wird, das es legitimiert, erwerbslosen Menschen jegliche Leistungen zu entziehen (Regelleistung plus Miete, auf NULL setzen !!!), ohne Wissen, ohne Nachweis, ohne INTERESSE, ob sie derart überleben können - fängt die Gewalt an ! Und zwar die Staatsgewalt !
Lasst uns am 26.06. in Köln ein Zeichen setzen. 18.00 Uhr vor dem Dom !
Im Rahmen der WM sind von der Stadt schön gelegene "wilde" Zeltplätze am Rheinufer genehmigt und mit Toiletten ausgestattet wurden, falls jemand auch der Demo am 27.06. in Bonn beiwohnen will. Sie ist Bestandteil des bundesweiten Aktionstages gegen jenes HartzIV-Pamphlet und auch hier wollen sich Studierende, Erwerbslose und Erwerbstätige demonstrativ neben einander stellen. Treffpunkt in Bonn ist 10.00 Uhr die ARGE in der Rochusstr. 6, die pikanter Weise gegenüber dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales liegt.
Der konkrete Aufruf ist nachzulesen unter www.protest2006.de
Kontakt
email:
www: www.just-kick-it.tk
???
Naja, let's get it back to the streets!
28.6.06 Nord- u. Süddemo
www.norddemo.de
Solidarität jetzt !
Gemeinsam gegen Bildungs und Sozialabbau, der Kampf geht weiter !
ruhig bleiben ;)
Viel unschöner fand ich, dass nach der negativen Abstimmung gerade mal ca. 80 Leute und auch nur für ne Stunde demonstriert haben - da wäre eindeutig mehr drin gewesen (die Fachgruppe "Grün-weiß" hat mit ihren Streifenwagen und Mannschaftsbussen ein vielfaches an Chaos angerichtet, wie wir).
Naja, heute auf ein Neues:
12 Uhr, Campus Bockenheim (am Brunnen): Vollversammlung
Besetzungsaktion in Hannover
klassenkampf gegen den rest der welt
in frankfurt/main stürmen am 21.06. kleingruppen von studenten kurz vor beginn eines fussballspiels den hauptbahnhof.
einige von ihnen stossen müllcontainer auf die gleise oder sprigen selbst ins gleisbett hinab und behindern damit den zugverkehr.
am fussballstadion versuchen studenten ohne eintrittskarte hineinzukommen um drinnen randale zu machen, was die polizei glücklicherweise verhindern kann.
es gibt festnahmen, ingewahrsamnahmen und verletze.
mit einem sinnvollen kampf gegen ausbeutung und unterdrückung im kapitalismus haben die aktionen dieser tage oft nichts mehr zu tun, solidarirtät mit anderen gesellschaftlichen gruppen fehlen genauso wie ein gewisses augenmass bei der wahl der aktionsformen.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Word — rbj
demokratie — anna schie
... — m
mein papi zahlt's — karl-heinz
was ist heute schon links? — kuhaufdemeis
keine inhaltliche Ergänzung — Schüler