Antifaschistische Demo in Frankfurt
Am Freitag, den 16.06.2006, demonstrierten in Frankfurt etwa 150 Antifaschist/innen gegen jede Form des Antisemitismus und den deutschen Normalzustand in der Berliner Republik. Anlass war der für den heutigen Samstag geplante, aber abgesagt Naziaufmarsch zu Ehren des iranischen Präsidenten Ahmadinedjad, der als Holocaustleugner und verbalem Israel-Vernichter zum neuen Helden sowohl der offen-nationalsozialistischen als auch der latent-subkutanen Antisemiten in Deutschland avancierte. Die Demonstration stand unter dem Motto: "Solidarität mit Israel! Deutschland das Existenzrecht entziehen."
Die Demonstration startete am Merianplatz mit einer Auftaktkundgebung bei schönem Wetter und dem unvermeidlichem WM-Begleitprogramm. Dieser Tage wird das nervöse Bedürfnis des "neuen Deutschland", endlich zum Normalprogramm überzugehen und sich unverhohlen am eigenen Nationalismus zu erfreuen, besonders deutlich.
Tausenden Schwarz-Rot-Goldene Fahnen in der ganzen Stadt und die ganze Nation ist endlich stolz, wenn ihre Kicker mit der Hand auf dem Herz das Deutschlandlied intonieren, von dessen Geschichte man lieber nichts wissen will. Die Neonazis erinnern dieses "neue Deutschland" und den Rest der Welt aber an genau diese Geschichte. Von daher nimmt es keine Wunder, dass der für heute geplante Aufmarsch verboten wurde.
Umso erholsamer war der Anblick, wie der Demonstrationszug mit Israel-Fahnen durch die Straßen Frankfurts zog und bei den deutschen Passant/innen größtenteils Verwirrung oder Verärgerung hervor rief. Der britische WM-Knaller "Ten German Bombers" wurde laut gespielt und die Antifaschist/innen setzten der Deutschland-Euphorie ihre eigene gute Laune entgegen.
Dass der iranische Vize-Präsident Aliabadi heute anlässlich des WM-Spiels des Irans in Frankfurt ist und der Protest gegen diese Normalisierung eines Regimes, das aus seinem aggressiven und auf die Vernichtung des Staates Israels gerichteten Antisemitismus keinen Hehl macht, größtenteils jüdischen und linken Gruppen überlassen wird, veranlasste die Demonstrant/innen aber doch zu Sprechchören wie: "Anti-Semites go to hell! Solidarity with Israel!" oder "Nieder mit Deutschland!"
Auf dem Platz vor der Paulskirche, wo einst die antisemitische Koriphäe Martin Walser seine berüchtigte Rede halten durfte, fand die Zwischenkundgebung statt. Auf dem Weg zur Hauptwache stieß die Demonstration auf die spontane Solidarisierung von israelischen Fußballfans, die die Demonstration bis zur Abschlusskundgebung begleiteten und mit den Antifaschist/innen gemeinsam hebräische Popsongs sangen.
Auch iranische Fußballfans, auch solche mit iranischer Fahne, erkannten spontan den Sinn und Zweck der Demonstration und solidarisierten sich bei der Abschlusskundgebung auf der Hauptwache. Allerdings kam es dort auch, wie nicht anders zu erwarten, zu antisemitischen Ausfällen von Passant/innen und Fußball-Idioten. Rufe wie "Nieder mit den Juden!" und "Deutschland! Deutschland!" verdeutlichten die Notwendigkeit solcher Demonstrationen. Die Antifaschist/innen blieben aber wie geplant cool: "Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage!"
Aufruftexte und Reden der Kundgebungen hier:
http://myblog.de/israelsoli
Tausenden Schwarz-Rot-Goldene Fahnen in der ganzen Stadt und die ganze Nation ist endlich stolz, wenn ihre Kicker mit der Hand auf dem Herz das Deutschlandlied intonieren, von dessen Geschichte man lieber nichts wissen will. Die Neonazis erinnern dieses "neue Deutschland" und den Rest der Welt aber an genau diese Geschichte. Von daher nimmt es keine Wunder, dass der für heute geplante Aufmarsch verboten wurde.
Umso erholsamer war der Anblick, wie der Demonstrationszug mit Israel-Fahnen durch die Straßen Frankfurts zog und bei den deutschen Passant/innen größtenteils Verwirrung oder Verärgerung hervor rief. Der britische WM-Knaller "Ten German Bombers" wurde laut gespielt und die Antifaschist/innen setzten der Deutschland-Euphorie ihre eigene gute Laune entgegen.
Dass der iranische Vize-Präsident Aliabadi heute anlässlich des WM-Spiels des Irans in Frankfurt ist und der Protest gegen diese Normalisierung eines Regimes, das aus seinem aggressiven und auf die Vernichtung des Staates Israels gerichteten Antisemitismus keinen Hehl macht, größtenteils jüdischen und linken Gruppen überlassen wird, veranlasste die Demonstrant/innen aber doch zu Sprechchören wie: "Anti-Semites go to hell! Solidarity with Israel!" oder "Nieder mit Deutschland!"
Auf dem Platz vor der Paulskirche, wo einst die antisemitische Koriphäe Martin Walser seine berüchtigte Rede halten durfte, fand die Zwischenkundgebung statt. Auf dem Weg zur Hauptwache stieß die Demonstration auf die spontane Solidarisierung von israelischen Fußballfans, die die Demonstration bis zur Abschlusskundgebung begleiteten und mit den Antifaschist/innen gemeinsam hebräische Popsongs sangen.
Auch iranische Fußballfans, auch solche mit iranischer Fahne, erkannten spontan den Sinn und Zweck der Demonstration und solidarisierten sich bei der Abschlusskundgebung auf der Hauptwache. Allerdings kam es dort auch, wie nicht anders zu erwarten, zu antisemitischen Ausfällen von Passant/innen und Fußball-Idioten. Rufe wie "Nieder mit den Juden!" und "Deutschland! Deutschland!" verdeutlichten die Notwendigkeit solcher Demonstrationen. Die Antifaschist/innen blieben aber wie geplant cool: "Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage!"
Aufruftexte und Reden der Kundgebungen hier:
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Demo besser als vergleichbare
uk-Fahne
Schonmal genauer über das Britische Protektorat Palästina, und den israelischen Befreiungskampfes dagegen informiert.
Hat nicht GBs Politik ne Menge von den heutigen Problemen in Nahost verursacht ?
Israelfahnen ok, weil geht nicht anders, wir sollten diesen lnken "Tabubruch" aber nicht dazu nutzen, noch alle möglichen Nationalfahnen mitzunehmen.
Stattdessen vermisse ich ein paar rote, schwarze und schwarzrote Fahnen,
und eine stärkere und tiefgründigere Analyse der deutschen Verhältnisse.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Wann hört diese
Die Widersprüchlichkeit eures Handelns ist ohne Worte. Wenn ihr für den Kommunismus seid gehören alle Länder aufgelöst. Was ihr macht ist eine Negativ-Identifikation mit Deutschland. Der Staat Israel existiert und er ist in den jetzigen gesellschaftlichen Zuständen auch notwendig. Ich war insgesamt neunmal in Israel und habe dort ein Jahr gelebt. Und ich weiß, dieses Land stellt leider nicht die Vorstufe zum Kommunismus dar. Die fortschrittlichen Kräfte haben es schwer. Glaubt ihr wirklich den vorhandenen Antisemitismus in dieser Gesellschaft erfolgreich zu bekämpfen, wenn ihr euch automatisch negativ auf Deutschland bezieht? Merkt ihr nicht, dass ihr den reaktionären Kräften in die Hände spielt, ihr erklärt euch indirekt solidarisch mit Leuten wie Beckstein und Konsorten. Und was den "Bauernlümmel" aus dem Iran angeht, das ist ein Faschist, ohne Zweifel, auch da seit ihr Mainstream. Denkt euch mal was neues aus...
Israel braucht nicht die Hilfe einiger durchgeknallter Deutscher, es ist zum Glück stark genug.
Für den Kommunismaus und die Auflösung aller nationaler Konstrukte! Die Welt den Menschen!
achja...
redebeitrag
SUPER AKTION
iran
Was soll das gedisse?
...
antideutsches Gepose
Und von Euren "linken Unterstützern" ist auf den Bildern auch nichts zu sehen!
Aber natürlich das übliche dilettantische antideutsche Gepose für die antideutsche Kamera, um den Eindruck zu erwecken, man sei viel mehr - als man in Wirklichkeit war!
Das übliche peinliche Auftreten also!
hallo!?!?
muss ausgefüllt werden
Kein Existenzrecht für Deutschland?
@ 18:06
das hier viele durchgeknallte posten, ob ba-hamas- oder hamas-fraktion, hat allerdings mehr mit dem desolaten zustand der linken als mit indymedia zu tun. indymedia kann als offenes projekt eben nicht besser als die linke sein, die es benutzt.
Wichtige Inhaltliche Ergänzung
Bäh
@ Baal
Hilfe !!!
mind. 130
für die barbarisierung des bürgertums!
aber yo, schon stylisch. passt zum identitären wahn vieler antideutscher. life style ist schliesslich alles.
da passt dann auch solch ein dämlicher spruch wie
"Für die Entbarbarisierung des platten Landes!"
Barbaren gelten als unzivilisiert, also liest sich der Spruch als "Zivilisiert das platte Land". Nervt es nicht schon wenn Kriege im Namen der Zivilisation geführt und gerechtfertigt werden, so ist es höchst ironisch auf einer Israel-Solidaritätsdemo mit solchen Sprüchen aufzulaufen.
Als zivilisiert gilt bekanntlich das europäische Abendland gegenüber dem wilden Orient. In diesem Zivilisationsprozess, massgeblich durch die Aufklärung erbracht, sind Rassismus und Antisemitismus schon angelegt. Das sollte langsam mal als hinlänglich bekannt sein. Im Zuge der Aufklärung entstanden auch Rassismus und Antisemitismus, und zwar nicht so nebenher sondern sie waren konstitutiv für das aufklärerische Denken und damit verbundene Identitätsdiskurse. Was es schon vorher gab war Antijudaismus, Antisemitismus bildete sich im 19.Jh heraus, auch engverbunden mit der Konstruktion einer deutschen Identität.
Und was führt Deutschland heute an, wenn es mal wieder bemüht ist seine Identität und seinen Nationalstolz aufzupolieren? Wie fortschrittlich es doch ist, wie innovativ, wie zivilisiert, welch Hochkultur es ist. Und mit Antisemitismus hat es nach wie vor kein Problem, wenn der nicht all zu forsch daher kommt.
Da zeigen ein paar Antideutsche mal wieder nur, wie deutsch und bürgerlich sie sind.
.
smash it up!
Ach eine Frage: Warum lauft ihr in (Bild 5) Schwarz-Weiß-Rot durch die Gegend- auch nen bischen unreflektiert oder wat?
150 Leute???
geifernde Israel-Feinde
So ein Kommentar passt zu eurer Demo. Pures schwarz-weiß-Denken.
Israel ist toll. Alle Juden und Israeliten sind total geilo,
aber Deutschland ist scheisse, und die Deutschen sind alles Nazis,
und sind sowas von Scheisse.
Solche extremen Ansichten sind einfach hirnlos und undurchdacht, und unterscheiden sich daher kaum von den Rechtsradikalen, auch wenns vielleicht gut gemeint ist.
Wer euch kritisiert ist natürlich ein "geifernder Israel-Feind".
Da merkt man doch wie der Blick auf die Realität einer Form von Paranoia weicht.
Sorry, aber einfach nur lächerlich.
rufen ? Was soll das denn für ein Kommunismus sein ? So wie in "Israel oder Amerika" ?
Gibt es darauf eine fundierte antwort ? Wenn ja bitte doch mal posten, oder eine Seite verlinken, die den Kommunismus mit dem aggresiven Kapitalismus (so wie diese genannten Firmen ihn betreiben)verbinden.
Was die Solidarität angeht, so gilt sie für micht mit dem Israelischen Volk, und nicht mit dem Staat.Der ist sicher alles andere als Antifaschistisch.
Und was ich auch nicht so ganz verstehe, was ihr mir sicher aber nicht beantworten könnt, ist die Tasache warum diverse Firmen aus Israel (Wirtschaftswoche) mit den ach so gefährlichen Iranern gute Handelsbezieheungen betreiben ?
Wie dem auch sei, viel Spass noch bei dem Wetter, mit den schwarzen Klamotten :-).
Nie wieder Staaten und danke.
130!
inhaltlich ergänzung: es waren mindestens 130 leute auf der demo. eigenhändig gezählt.
Na ja
Das ist als wenn man in einem Wespennest rumstochert,gestochen wird und dann ruft: Wespen sind ganz doll gefährlich. Infantile Binärlogik sind das was Antideutsche und Nazis gemeinsam haben. Und natürlich das massenweise Auftreten. Frankfurt war bestimmt beeindruckt, wieviele ihr seid.
Antideutsche denken heißt Bildungslücke denken!
Schade das indy immer mehr zu einer Plattform für diese Spinner wird.
Haben die nicht die Bahamas?
Wo ist der Antifaschismus?
Ihr habt doch nur die Deutschlandfahne gegen die israelische getauscht.
kompromisslose zustimung ???
grüße, ein gegner jeder nationalglorifizierung...
Faschisten?!
Mein Gott, wie dumm und unreflektiert kann man nur denken. Natürlich ist das, was Auschwitz symbolisiert auch heute noch aktuell und im alltäglichen Leben leider wieder zu finden, aber wieso setzt ihr das mit Deutschlang gleich?? Könnt ihr nicht mal von eurem nationalen Denken runterkommen? Nationen sind der Grund für unsere ganzen Probleme.
Scheiß auf:
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Hilfe!
Kritik an Israel
Israel verdeidigt sich gegen Angreifer, die schon immer die Vernichtung israels zum Ziel haben und nicht, wie es vielleicht in Teilen der Fatah vertreten wird, das Ende des Siedlungsbaus und der Besetzung.
Die militärischen Aktionen Israels sind in diesem Zusammenhang Akte der Verteidigung. Dass hierbei nicht nur die richtigen getroffen werden und womöglich rücksichtsloser vorgegangen wird als nötig, mag sein, wenn Menschenrechtsorganisationen darauf aufmerksam machen ist das dann auch richtig. Das Vorgehen Israels zu kritisieren muss nicht antisemitisch sein.
Antisemitismus
Antisemitisch allerdings ist die verzerrte Wahrnehmung des Konflikts:
Da werden "die Palästinenser" als rechtmäßige Besitzer Palästinas hingestellt, die von selbst immer die guten sein sollen, weil sie gegen Israel opponieren Israel, weil ein Staat, ist in den Augen seiner "linken" Gegner schon allein deshalb in der moralisch schlechteren Position.
Am Tag seiner Gründung wurde Israel von allen 6 umliegenden Staaten angegriffen, mit dem Ziel, es zu vernichten. Die Hamas, die die Palästinenser als Regierung gewählt haben, steht nicht für das Ende der katastrophalen humanitären Lage in den Flüchtlingslagern und den Autonomiegebieten, sondern für die Vernichtung Israels.
Trotzdem schaffen es immer wieder irgendwelche linken spezialdenker, die Tatsachen so zu verdrehen, dass jeder Selbstmordattentäter zum Kämpfer gegen Unterdrückung wird. Jeder Stein, den bescheuerte Jugendliche auf einen Panzer werfen, wird zum Symbol eines verzweifelten Freiheitskampfes, in dem Menschen das eigene Leben für andere einsetzen stilisiert.
Dabei wird vergessen, dass die Selbstmordattentäter, als Anhänger der Ideologie des Dschihad, weder ihr Leben noch das Leben anderer achten, ihr Ziel ist die "Vernichtung der Feinde des Islam" un die Errichtung eies Gottesstaates. Die Ideologie, mit der sie die Angriffe auf Israel rechtfertigen, beinhaltet einen Antisemitismus, der dem der Nazis fast aufs Wort gleicht. Nicht umsonst ist "Mein Kampf" in der Region ein Verkaufsschlager.
Im Iran genießt die Hamas hohes Ansehen, schlimmer noch, sie wird von der Regierung als durchaus förderungswürdige Organisation gesehen und großzügig mit Finanziellen Mitteln ausgestattet.
Antisemitismus als Beweggrund für Angriffe auf Israel wird meist ausgeklammert, wird er bemerkt, heißt es, die "Israelis seinen eben selbst schuld". Damit werden "die Palästinenser" als völlig idiotischer, subjektloser Haufen hingestellt, dessen Mitgliedern, von Hunger und Unterdrückung zermürbt, getrost das Denken erlassen werden kann.
Die Verharmlosung der Angriffe auf Israel ist antisemitisch. Egal was Israel tut, es handelt sich um Kriegsverbrechen; sich im vollbesetzten Bus in die Luft zu sprengen hingegen ist Freiheitskampf pur. Aha.
Antizionismus
Antizionismus ist antisemitisch. Antizionistisch zu sein bedeutet, dass man Israel gerne von der Landkarte getilgt sähe. Das ist schon mal antisemitisch, der weltweite Antisemitismus, die Shoah, die Geschichte Israels, müsseten da, sogar unabhängig voneinander, zur Begründung einfach genügen.
Die pauschale Argumentation orthodoxer Antinationaler, Israel sei allein schon deshalb abzulehnen, weil ein Staat, hat hiervor auch keinen Bestand. Israel wird immer wieder angegriffen, und nur, weil die Angreifer keiner staatlichen Organisation angehören, werden sie davon moralisch auch nicht besser. Aber eben ein Staat israel umso notwendiger.
Und hier wird sogar meine Argumentation Fragwürdig, weil ich Israel nur im Falle seiner Notwendigkeit ein Existenzrecht zubillige, als ob andere Nationalstaaten dadurch besser würden, dass es sie schon länger gibt? Auch diese Aussage könnte noch von einem funken Antisemitismus gespeist werden.
Nationalstaaten sind eine Dummheit. Im Kontext jedoch anderer Nationalstaaten, teilweise mit antisemitischer Staatsdoktrin wie dem Iran, bedeutet Israel in Frage zu stellen, seine Bewohner den antisemitischen Mördern ausliefern zu wollen. Und wer das will ist Antisemit.
Ahmadinedschad
Was ein Glück ist Israel Atommacht und besitzt somit immer noch ein gehöriges Drohpotential. Außerdem gibt es glücklicherweise (noch) genug Staaten, im Falle eines Angriffs auf Israel eingreifen würden. Man sollte allerdings nicht vergessen, wie verletzlich Israel allein schon wegen seiner geringen Größe und seiner hohen Bevölkerungsdichte ist.
Deswegen ist es wichtig, dass einer wie Ahmadinedschad, der mit der Vernichtung Israels droht, scharfen Gegenwind bekommt, einen der Bedrohungslage angemessenen.
Wertmüller
Justus Wertmüller ist also ein Nazi. Die Argumentation hierzu will ich gerne schriftlich. Wahrscheinlich ist sie genauso stichhaltig wie die, dass alle "Palästinenser" von Geburts wegen emanzipatorisch denken.
Solidarität mit Israel heißt
Laßt die iranischen Fußballer endlich in Ruhe!
Deutsche Schuld
Antisemitismus ist eine der Gründungsideologien der deutschen Nation, der ist immer noch am besonderen Verhältnis der Deutschen zur Arbeit abzulesen.
Martin Luther unter anderen "entdeckte" den deutschen, für die Arbeit lebenden Menschen im Gegensatz zum faulen, raffgierigen Juden.
Bis heute definieren sich viele Deutsche über die Arbeit, die sie leisten, oft haben sie auch ein Gegenbild hierfür, einen asozialen, faulen, einen raffgierigen Bonzen und hin und wieder kommt in diesem Kabinett der Bösen auch der Jude vor, der gerne mit Israel gleichegesetzt wird.
Menschen, die sich heute noch als Deutsche begreifen, sehen sich, auch wenn sie sich entschieden dagegen wehren, in einer historischen Kontinuität, in der der Nationalsozialismus und damit die Shoah eine wichtige Rolle spielen. Das größte Problem der aktuellen "Deutschen" ist wahrscheilich, dass dem Kollektiv, dem sie sich zurechnen, die Strafe versagt wurde.
Somit haben sie immer das Gefühl, andere, inbesondere Juden und Israelis setzten sie moralisch unter Druck. Deshalb "freuen" sich viele Deutsche auch immer wieder so, wenn Israel, das mit Judentum gleichgesetzt wird, sich den einen oder anderen militärischen oder humanitären Fauxpas leistet.
Dann sind viele Deutsche, insbesondere Nazis, aber auch viele "Linke" schnell dabei, Israel vorzuhalten, "als Juden" Verbrechen zu begehen, die mit denen der Nazis vergleichbar sind. Und das ist ausgemachter Käse. Es gibt kein israelisches Auschwitz, genausowenig, wie es erklärtes Staatsziel oder der Wille Israels ist, die arabische Bevölkerung zu vernichten. Wer das behauptet, ist antisemitisch verblendet.
Deutschland ist ein Spezialfall, Israel auch, eigentlich jede Nation. Aus dem Grund, dass sie immer wieder konstruiert werden, eine Geschichte besitzen und eben Ideologie sind, die unseren Alltag bestimmt. Das besondere, verkürzt gesagt, an der Deutschen Ideologie ist, dass sie zu Auschwitz geführt hat. Antinational sein bedeutet, in Deutschland zuerst antideutsch zu sein. Bei einem pauschalen Antinationalismus wird schnell an einer Hierarchie der besseren und der schlechteren Nationen gebastelt, und da werden immer wieder die alten Feinde eingesetzt: So empfinden viele Deutsche Israel als besondere Bedrohung für den Weltfrieden.
Deutschland ist gefährlich, deutsche Ideologie immer noch aktuell. deshalb muss zuallererst Deutschland überwunden werden. Dann die anderen Nationen. Israel als letzte.
@ restsubjekt
"Leider gibts da tonnenweise deutsche Ideologie, die so anderswo nicht vorkommt, was dem deutschen Sonderweg seiner Geschichte zu "verdanken" ist."
Es gibt auch tonnenweise anderer Ideologien in anderen Staaten. Jedes Land hat eine kriegerische Geschichte. Und da stehen alle Länder auf einer Stufe. Keines ist besser oder schlechter als das andere. Meinst du nicht das die Geschichte der USA genauso krankhaft war???
"hin und wieder kommt in diesem Kabinett der Bösen auch der Jude vor, der gerne mit Israel gleichegesetzt wird. "
Ja leider definieren sich halt viele Deutsche darüber. Aber du hast das Problem immer noch nicht erkannt. Es ist nicht auf eine Nation bezogen/begrenzt. Es geht nicht immer nur um DIE Juden. Verstehst du das denn nicht? Immer der arme Jude. Schrecklich. Sobald man was gegen Israel sagt, ist man der größte Faschist. Immer dieses sture Denken.
"auch wenn sie sich entschieden dagegen wehren, in einer historischen Kontinuität, in der der Nationalsozialismus und damit die Shoah eine wichtige Rolle spielen."
Nein es besteht keine Kontinuität. Der Nationalsozialismus wurde '45 in Deutschland offiziell vernichtet. Und schon wieder der arme Jude. Muss man den wirklich alles auf Israel und Deutschland beziehen. Es gab neben dem Shoah auch noch den Porajmos. Immer dieses dumme "Schwarz-Weiß-Denken"...
"Somit haben sie immer das Gefühl, andere, insbesondere Juden und Israelis setzten sie moralisch unter Druck. Deshalb "freuen" sich viele Deutsche auch immer wieder so, wenn Israel, das mit Judentum gleichgesetzt wird, sich den einen oder anderen militärischen oder humanitären Fauxpas leistet."
Schon wieder das SW-Denken. Wieso sollten "insbesondere" Juden das "deutsche Volk" unter Druck setzen. Das ist doch Schwachsinn mein Lieber.
"Dann sind viele Deutsche, insbesondere Nazis, aber auch viele "Linke" schnell dabei, Israel vorzuhalten, "als Juden" Verbrechen zu begehen, die mit denen der Nazis vergleichbar sind."
Niemand kommt nur auf die Idee, dass es an DEN Juden liegen könnte. Das machst allein DU. Es geht um den Staat. Niemand hat was gegen die Leute.. Wenn ich sage: Scheiß auf Israel! Gehen gleich wieder alle stur auf die Barrikaden. Niemand überlegt mal ein bisschen was damit bzw. wer damit gemeint ist. Nicht das "jüdische Volk", sondern der Staat an sich. Kapier(t) das doch endlich.
"Deutschland ist ein Spezialfall, Israel auch, eigentlich jede Nation."
Da sagst du ausnahmsweise mal was richtiges. Schön. Ein klein wenig Einsicht. Jede Nation hat eine besondere Geschichte, die kein aktuelles Handeln legitimiert. In diesem Sinne: No borders, no nations.
"Antinational sein bedeutet, in Deutschland zuerst antideutsch zu sein."
Antdideutsch ja, aber nicht in deinem Sinne. Antideustch heißt für dich komischerweise Pro-Israel, aber ich hasse Nationen und somit auch Israel.
"Bei einem pauschalen Antinationalismus wird schnell an einer Hierarchie der besseren und der schlechteren Nationen gebastelt, und da werden immer wieder die alten Feinde eingesetzt:"
Das ist vollkommener Schwachsinn. Wieso sollte ich, wenn ich gegen Nationen bin, eine andere Nation degradieren oder preferieren???
"So empfinden viele Deutsche Israel als besondere Bedrohung für den Weltfrieden. "
Das denkst du mit deinem SW-Denken als Antideutscher. Es geht nicht immer nur (ich weiß ich wiederhole mich) um Israel und die Juden.
"Deutschland ist gefährlich, deutsche Ideologie immer noch aktuell. deshalb muss zuallererst Deutschland überwunden werden. Dann die anderen Nationen. Israel als letzte."
Schon wieder falsch. Wieso zuerst Deutschland???? Jeder sollte in dem Land wo er geboren wurde für die Überwindung kämpfen. Da gibt es keine Prioritäten welches Land zuerst oder zuletzt. Schwachsinn. Israel zuletzt??? Alles klar. Warum das? Ist das etwa eine Nation mit besonderen Rechten? Das ist purere Faschismus was du da gerade zum besten gegeben hast.
unkritische Solidarität mit Israel
aktueller zustand der dt. "linken"
und moeglicherweise wachen dann doch mal einige auf und versuchen das ganze zum positiven zu veraendern (wenn ueberhaupt moeglich..).
@ restsubjekt und andere dies interessiert
Praxis bedeutet das Bewusstsein emanzipatorischer Anti-Nationaler Werte plus Vermittlung.
Zur rekonstruktion der ""anti"-Deutschen": Viele GenossInnen die ich kenne und nun zu "anti"-Deutschen wurden würde ich niemals den emanzipatorischen Charakter absprechen, nur schon alleine, weil ich weiß, wie diese ihr eigenes Bewusstsein davon geschaffen wurden. Das waren soziale Phänomene, Musik, subkulturelle zusammenschlüsse, einfaches bzw emotionales Unrechtbewusstsein, sowie andere relevante momente aus denen sie ihr Linkes bild geschaffen und and Lösungen arbeiten konnten, die kommunistische Kritik ist da die einzige Lösung. (kurz: Bei mir war es das wachsenede emotionale Unrechtsbewusstsein - Eine der damals wohl bekanntesten Antifagruppen belieferte mich liebendgerne mit teils emotionalem, wie auch kommunistischen Gesichtspunkten. Seid dieser Zeit finde ich mich in der radikalen Linken wieder) Genau diese, oben genannten Phänomene, gilt es als radikale Linke zu durchbrechen um eine breite Parxis schaffen zu können, sowie an der theoretischen Ausarbeitung davon zu arbeiten. DAvon ist sie weit entfernt! Jetzt drauf zu pochern, dass vielleicht eine, wegen mir, "Anti"-Deutsche Bewegung zu initialisieren scheint mir sowas von fern - Ich glaube sowas ist ja auch gar nicht gewollt. Sowas aufzubauen erfordert natürlich massig "Arbeit". Einfacher ist es Leute, die mit Nazis stress haben, aber keien AntiDs sind - oder in der kapitalistischen Verwertungsmaschinerie nicht so gut abschneiden abzustempeln, als Antisemiten etc. (Sie sind es sogar in den meißten fällen, was das noch komplizierter macht, wenn man ohne kommunistsiche erläuterungen auskommt und ihnen trotzdem sagen will wie scheiße sie sind (was ich ja teils nicht verübeln kann), die Konsequenz: "Solidarität mit Israel" erinnert mich ein wenig an meine Jugend, als ich 12 war und meine Mutter meinte, dass ich nicht "ficken" sagen soll. um sie zu ärgern hab ich nen Penis in den Wohnzimmertisch geritzt. Es hat nichts gebracht, aber für mich was es ein Wohlgefallen)
Mir ist es langsam egal, was die "anti"-Deutsche macht. Hat sowieso keine Zukunft. Viele "anti"-deutsche (mit emazipatorischem charakter) gehen ihren weg in die bürgerliche Gesellschaft und wollen auch nichts mehr mit der Linken zu tun haben. Ihre minimale Praxis, welche immer ohne Erfolge war, lässt ja auch nichts anderes zu. Da dann doch lieber Haus bauen und heiraten und im deutschen Kuhkaff wurzeln schlagen.
Naja, und wer sich ein wenig mit Antifagruppen auskennt, der/die wird auch ganz einfach sehen können, wie sich nach und nach immer mehr Antideutsche Gruppen auslösen, bzw in überhaupt nicht mehr relevante Splittergrüppchen spalten. Schade um die Theorie, die man hätte an Praxis binden können! So freuen sich die Antiimps und machen mit ihrem Klassenquark weiter.
(jetzt nervts mich gerade, dass ich so viel geschrieben habe, dafür dass es mich doch eigentlich nicht mehr interessiert..;))
Justus W. ,ein deutscher Patriot
Das Statement ist der Redebeitrag zur Demo in Frankfurt am Wochenende, ich erlaube mir, einzelne Passagen zu kommentieren. Der Fettgedruckte Teil ist von mir.
Meine Damen und Herren,
am 11.6. haben einige Leute schwarz-rot-goldene Fahnen auf die Nürnberger Kundgebung gegen Achmadinedschad mitgebracht. Das war unpassend, und ich fände es nützlich, hier in Frankfurt Kundgebungsteilnehmer mit deutschen Fahnen aufzufordern, sie bitteschön wieder einzupacken.
Ich bin mir zwar fast sicher, daß solche Patrioten weit verbindlichere Freunde Israels sind als sogenannte Kritiker, die nur darauf gelauert haben, unsere Kundgebungen wegen zwei Fahnen und einem bayerischen Innenminister als nationalistisch, rassistisch und im Kern sogar antisemitisch zu verunglimpfen.
Das ist in der Tat interessant; deutsche Fahnenschwenker als Vorposten zur Emanzipation? Bedeutet Patriotismus ehrlichere Israelsolidarität?
Für mich klingt das nach einer ganz absurden Schlussfolgerung;
Menschen, die Fahnen des selbsterklärten "geläuterten" Deutschland tragen, haben ein höheres Bewusstsein für die Shoa, dessen Folgen und die Dimension Israels. Auch weil Sie (die Deutschfahnenschwenker) nicht Links sind, sehen Sie das Thema differenzierter und sind nicht auf die Kritik an bspw. Bahamiten fixiert.
Desweiteren halte ich es für sehr relativierend, bei einer Person wie Beckstein lediglich von einem "bayrischen Innenminister" zu reden. In der Vergangenheit setze sich dieser "normale Politiker" unter anderem für elektronische Fußfesseln gegen Migranten bei bloßem Verdachtsmoment ein, lehnt das Bleiberecht für langjährig in Deutschland lebende Migranten ein, möchte Terrorverdächtige per Kopfschuss töten, will das die Bundeswehr im Inneren eingesetzt wird, kämpft für das geschichtsrelativierende Zentrum gegen Vertreibungen, sprach auf dem Treffen der Landsmannschaft Schlesien;
"Das Zusammentreffen der Volksgruppe halte ich für sehr wichtig, um die berechtigten Anliegen öffentlich kund zu tun, auf das Unrecht der Vertreibung hinzuweisen, für Heilung des Vertreibungsunrechts einzutreten und die Hand zur Verständigung auszustrecken. Ich versichere Ihnen ausdrücklich, dass der Freistaat Bayern zu den berechtigten Anliegen der deutschen Heimatvertriebenen steht", betont Innenminister Dr. Günther Beckstein anlässlich der Hauptkundgebung des Deutschlandtreffens der Landsmannschaft Schlesien am 3. Juli 2005 in Nürnberg.
Wer sich auf Vertreter Deutschlands, im speziellen aber solche wie Beckstein, einlässt, positioniert sich selbst ganz klar.
Lassen Sie mich trotzdem meine Kritik an deutschen Winkelementen auf proisraelischen Kundgebungen begründen:Jüdisch-amerikanische und israelische Organisationen verteilen gerne einen kleinen Sticker, auf dem die israelische und die amerikanische Fahne Seit an Seit im Wind flatternd dargestellt sind. Ich trage diesen Sticker ganz gerne, besonders in Kreuzberg, wo Deutschland am deutschesten ist. Einen ähnlichen Sticker vertreibt auch die Deutsch-israelische Gesellschaft, nur daß hier die deutsche Fahne partnerschaftlich neben der israelischen weht. Den würde ich niemals tragen! Denn im einen Fall ist die auf dem Sticker symbolisierte amerikanisch-israelische Partnerschaft Realität, im anderen, die unterstellte deutsch-israelische kaum mehr als Wunschdenken.
War das jetzt der doch noch irgendwie notwendige Seitenhieb?
Die USA und gerade ihre von Präsident Bush angeführte Regierung haben unter Beweis gestellt, daß sie die Freundschaft mit Israel ernst meinen. Regierungsvertreter der USA veranstalten zum Beispiel keine Propaganda gegen die Grenzbefestigungsanlagen, die Israel gegen den palästinensischen Terror gerade aufbaut. Wie anders in Deutschland: Manche von Ihnen erinnern sich vielleicht noch daran, welche Schelte vom Auswärtigen Amt, in dem damals Frank-Walter Steinmeier als Staatsekretär Dienst tat, der damalige Innenminister Schily über sich ergehen lassen mußte, nur weil er während eines Israel-Besuchs Verständnis für die Selbstverteidigungsanlage geäußert hatte.
Amerikanische Offizielle haben bald nach 9/11 darauf hingewiesen, daß es sich bei den Terroranschlägen nicht nur um antiamerikanische, sondern eben auch antiisraelische Angriffe gehandelt habe. Präsident Bush, der sinngemäß gesagt hatte: „Die Terroristen wollen die Art, wie wir leben, vernichten“ war damit gar nicht so kleingeistig und selbstbezogen, wie ihm in Europa unterstellt wurde. Er hatte nämlich unter der „Art wie wir leben“ auch die Art wie Israelis leben, gefaßt. Unmittelbar nach 9/11 kam es überall in den USA zu einer Welle der Empathie mit Israel, in den Medien, bei ganz normalen Bürgern und auch in der Politik. „Jetzt endlich können wir verstehen, was Ihr seit so vielen Jahren durchmachen müßt!“ So oder ähnlich äußerten sich viele Amerikaner unmittelbar nach 9/11 gegenüber Israelis. Vergleichbare Aussagen waren und sind vom offiziellen Deutschland - in Politik oder Medien – höchstens und vereinzelt in der Springerpresse, und auch vom kleinen deutschen Mann auf der Straße nur sehr ausnahmsweise zu hören gewesen!
Gerade in den Jahren seit 9/11 ist deutlich geworden, daß die Fahnen Israels und der USA nicht nur symbolisch nebeneinander wehen. Eine Begründung für den militärischen Sturz des Baath-Regimes war zum Beispiel der unbestreitbar wahre Hinweis darauf, daß Saddam sich die Vernichtung Israels zum Ziel gesetzt hat und systematisch palästinensische Terrororganisationen und Märtyrerfamilien mit Geld, Waffen, Know How und Unterschlupfen ausgestattet hatte. Und, um auf den Atomkonflikt mit dem Iran zu kommen: Wer bitte nimmt die iranische Bedrohung Israels ernst und fordert Konsequenzen, als da sind: Ultimaten und Sanktionen bis hin zur Drohung mit dem Militärschlag? Außer aus Israel selbst kommen solche Töne nur aus den USA und sicherlich nicht von der Regierung oder der Öffentlichkeit der Bundesrepublik Deutschland.
Meine Damen und Herren, ich werde mich dort, wo deutsche Fahnen wehen, wohl niemals recht wohl fühlen. Aber: Wenn die Bundesregierung und mit ihr wenigstens ein großer Teil der Öffentlichkeit sagen würden: „Wir werden das Atomwaffenprogramm des Iran niemals hinnehmen, und uns in dieser Frage geschlossen hinter den jüdischen Staat stellen.“ Wenn sie es bei solchen Worten, die noch relativ leicht ausgesprochen sind, nicht bewenden lassen, sondern hinzufügen würden: „Wir werden alle unsere diplomatischen, politischen, finanziellen und, wenn alles nichts hilft, auch militärischen Ressourcen ausschöpfen, um gemeinsam mit Israel und den USA dieses Programm zu stoppen!“, dann, meine Damen und Herren, müsste ich sie hinnehmen, die ein oder andere schwarz-rot-goldene Fahne neben den hoffentlich viel zahlreicheren blau-weißen.
Ergo Sum; ein paar Lippenbekentnisse und trickreiche Bewegungen auf dem diplomatischen Parkett- und Wertmüller würde sich mit Deutschland versöhnen.
Das ist Pragmatismus, den man wohl man besser mit dem Wort "Prinzipienlosigkeit" ersetzen könnte.
Aber es ist doch nicht so. Frau Merkel hat zwar im Januar eine bemerkenswerte Rede vor dem American Jewish Congress gehalten, wurde aber sofort danach vom Koalitionspartner und großen Teilen der Öffentlichkeit zurückgepfiffen. Seither schweigt sie und überläßt Steinmeier das Wort, der beinahe täglich erklärt, daß eine militärische Option „mit uns“ überhaupt nicht in Frage käme. Wie kann man aber auf zwischenstaatlicher Ebene einem totalitären Regime den verbrecherischen Wunsch nach der Bombe ausreden? Doch nicht durch schöne Worte und schon gar nicht dadurch, daß man ihm neuerdings sogar die Urananreicherung zubilligt. Das aber ist die Politik Chinas, Rußlands und - immer fröhlich mit dabei: Deutschlands. Sind die israelsolidarischen Worte von Leuten, die eine solche Politik machen oder öffentlich unterstützen, auch nur das Papier wert auf, dem sie geschrieben sind?
Meine Damen und Herren! Im Aufruf zu dieser Kundgebung, den die Redaktion, der ich angehöre, gerne unterschrieben hat, steht eine zweideutige Forderung: „Keine Gastfreundschaft und keine Eintrittskarte für einen Volksverhetzer, der wiederholt den Holocaust geleugnet hat, Israel von der Landkarte tilgen will, zur Judenvernichtung aufruft, Terror finanziert und…“- jetzt wird es spannend - „ … und die gesamte zivilisierte westliche Welt bedroht und verhöhnt.“ Gäbe es eine westliche Welt, die eine Vorstellung von Zivilisation hätte, wie sie etwa in den USA, in Israel und mit Einschränkungen in Großbritannien, den Niederlanden oder Dänemark von der Mehrheit geteilt wird, ich könnte zustimmen. Sind aber westliche Länder zivilisiert, in denen Gruppen und Einzelpersonen, die mit Israel ohne wenn und aber solidarisch sind, Gegenstand geheimdienstlicher Nachforschungen werden, wie sonst die NPD oder Milli Görüs? Doch, auch das gibt es in Deutschland. Schauen Sie in den Verfassungsschutzbericht von 2004!
Halten Sie Länder ernsthaft durch den Iran bedroht und verhöhnt, deren Elder Statesmen die Kooperation mit der Hamas bzw. das Appeasement mit dem iranischen Mullah-Regime predigen und in denen zu befürchten steht, daß die Außenpolitik diesen Empfehlungen bis ins Detail folgen wird? Lesen Sie die jüngsten öffentlichen Einlassungen von Altkanzler Schröder und Ex-Außenminister Fischer! Hören Sie Herrn Steinmeier genau zu und führen Sie sich vor Augen, daß erst vor fünf Wochen ein Minister der Hamas-Regierung zu Gast bei Bundestagsabgeordneten verschiedener Parteien war! Nein, meine Damen und Herren, die Protagonisten der westlichen Appeasementpolitik gegenüber Regimen und Banden, denen die Auslöschung Israels Herzensangelegenheit ist, kann ein Achmadinedschad gar nicht verhöhnen. Sie sind doch selbst der Hohn auf alles, was man unter Westen und Zivilisation früher einmal gefaßt hat. Die Ahmadinedschads dieser Welt wollen solche westlichen Länder zumindest vorerst auch gar nicht bedrohen: Die tanzen ja längst nach ihrer Pfeife! Und wenn einmal, wie in Spanien geschehen, eine Regierung ausschert, reichen einige Bomben und 201 Tote und ein zivilisiertes westliches Volk rennt zu den Wahlurnen und macht genau dort sein Kreuz, wo ein Bin Laden es sehen will.
Wow, das ist es wieder; es windet sich und schreit, aber es ist noch da; das Reflexionsvermögen.
Verhöhnt wird nicht die Bundesregierung oder die Deutschen in ihrer Mehrheit, sondern nur wir wenigen, die ohnmächtig zuschauen müssen, wie Europa zusammen mit Rußland und China Israel an seine Schlächter verkauft. Verhöhnt werden wir nicht von Ahmadinedschad, sondern von der deutschen Öffentlichkeit und Politik. Das iranische Regime bedroht auch nicht uns, die wir in einer westlichen Appeasement-Zivilisation leben. In die Schußlinie sind nicht die Länder von Old Europe geraten, sondern die Bürger Israels und die der USA. Darüber hinaus kann es die Bewohner aller Länder treffen, die mit dem jüdischen Staat und seinem engsten Verbündeten gegen den antisemitischen Terror kooperieren. Also sicherlich nicht die Deutschen.
Meine Damen und Herren, ich lebe wie jeder vernünftige Mensch auch lieber ohne Angst vor Terroranschlägen. Aber bevor ich mich von Nazis – seien sie nun deutsch und braun oder islamistisch und grün – nötigen lasse, jüdische, amerikanische oder religionskritische Menschen ihrem mörderischen Zugriff auszuliefern, wage ich lieber etwas. Die Verteidigung der westlichen Zivilisation – und die gibt es nur an der Seite Israels – vor solchen Zumutungen, wäre es mir schon wert, mit einem mulmigen Gefühl in die U-Bahn einzusteigen. Würde das eine Mehrheit im Land und die Regierung genauso sehen, dann - und keinen Moment früher - mag in einem Meer von israelischen Fahnen von mir aus auch die ein oder andere deutsche wehen!
Justus Wertmüller
denn die hoffnung...
Die Struktur dieser Denkrichtung ist schlichtweg keine, die sich ohne inhaltliche Verluste auf knackige Parolen reduzieren lässt, auch wenn dies gerade bei Demonstrationen notwendig zu sein scheint. Wen die Gründe warum die vertretenen Meinungen so sind wie sind, ernsthaft interessieren und wer nicht nur darauf aus ist blind los zu schießen, sollte sich vielleicht einmal die Mühe machen und sich gewisse Grundlagen zu Gemüte führen, die einer eigenständigen Erklärung sehr förderlich sein könnten. Man kommt eben nicht umhin auch mal Sartre oder Adorno gelesen zu haben, will man sich ein einigermaßen ausgeglichenses Bild verschaffen und die Ursprünge dieser Denkrichtung nachvollziehen.
Helfen soll auch Henryk M. Broders "Der ewige Antisemit", dort werden nämlich ganz verständlich solche Fragen geklärt, die eigentlich überhaupt nicht mehr zur Debatte stehen sollten, wie etwa: "Ist Kritik an Israel erlaubt, oder gerät, wer Israel kritisiert, unvermeidlich in den Verdacht, ein Antisemit oder Antizionist zu sein?"
Wer das allerdings nicht für nötig hält und sich lieber seinen Spekulationen hingibt, was denn das "Wesen des Antideutschtums" sei, kann sich in seinem kleinen Universum vielleicht darüber freuen, dass ihm keiner widerspricht. Er wird sich aber damit abfinden müssen, dass Menschen die sich ernsthaft und eben nicht nur durch das Durchstöbern von indymedia-seiten mit dem Thema auseinandergesetzt haben, wenig Wahres darin erkennen werden, da die Kritiker genau die entscheidenden Grundlagen, die dem Verstehen so förderlich wären, nie glesen haben.
Also: Wenn´s euch so wichtig ist, über Antideutsche zu urteilen, so tut dies doch mit ein wenig mehr Engagement, was die verstehende Perspektive anbelangt. Glaubt mir, es lohnt sich...
Warum AntifaschitenInn?
Nennt euch doch K.A. aber nicht Antifas wenn ihr so auf ner demo rum rennt... seid ihr zu leicht zu beeinflussen oder was geht hier ab.
PEINLICH!!!
GEGEN ALLE!!!!!!!!!!!!!!! STAATEN DIESER WELT
FÜR EINE WELT OHNE HERRSCHAFT, KLASSEN, GRENZEN UND RASSISMUS auch in Doofland!!
Nazis Raus aus der "linken" (ich weiss vlt. ein bissel übertrieben)
Ernsthafte Frage eines "Bürgerlichen"
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Hallo
Ich hab nix gegen Israel, und von mir aus können die sich doch verteidigen,
aber was hat das mit anti-deutschen Parolen wie "Deutschland das Existenzrecht entziehen" zu tun ?
Wieso muss man als Israel-Fan gegen Deutschland sein ?
Zwischen Deutschland und Israel gibt es doch keine Feindschaft !
Im Gegenteil: USA und Deutschland gehören für Israel zu den potentiellen
Verbündeten, während sich die Hass-Front eher in Richtung Arabien aufbaut.
Warum wollt ihr Feindschaft zwischen Deutschland und Israel schüren ???
@Nameslos, @Antinationaler
Ich sehe mich nicht als Mitglied oder Teil einer antideutschen Bewegung. Ich stelle aber immer wieder fest, dass antideutsche (damit meine ich den Wortsinn!) zu vertreten immer noch nicht ganz sinnlos ist.
"antideutsche" Theorie und die Diskussion dazu sehe ich als Teil meines politische Bewusstseins oder wie man sowas nennen mag, nicht mehr und nicht weniger.
"Solidarität mit Israel", mit Israelfahnen rumlaufen: Wenns zum Thema passt, wie jetzt beim Ahmadinedschad oder beim Al Qu´ds (wasweißich)Tag, wenn Nazis gegen Isrtael demonstriern - Kann man machen, sollte man vielleicht sogar...?
Einerseits wird da wahrscheinlich immer wieder auch einiges an "antideutscher" Identität abgefeiert. Andererseits frage ich mich immer wieder, ob der Widerspruch, den eine solche Aktion erzeugt, nicht auch fruchtbarer Boden für grundsätzliche Debatten sein kann, wenn es nur einen Raum für sie gibt?
Ich bin die ständige Auslagerung von Inhalten nach Palästinia leid, aber da ich kann wie gesagt einfach die Finger nicht stillhalten, wenn ich die antisemitischen Postings zum Thema hier sehe.
@Antinationaler: Du wirfst mir s/w- Denken vor. Weil ich angeblich immer nur Deutschland und Israel sehe. Dabei vergisst du, dass das das Thema des Artikels oben war. Ja, ich mache einen Unterschied zwischen Nationnen, ich habe aber auch nirgends behauptet, dass andere Nationen (z.B. die USA) sich wegen ihrer Geschichte rühmen können.
Darum darf es auch gar nicht gehen, das würde nämlich bedeuten, Nationen als eine Art historische Persönlichkeiten zu konstruieren, deren moralisches Gewicht man dann gegeneinander aufrechnet, um ihnen dann ihre Aktuelle Politik vor diesem Hintergrund anzukreiden oder für gut zu befinden. Eine solche Sichtweise benötigt Nationalistische Ideologie, die Nation wird als etwas "wesenhaftes" ausgemacht. Das machst du ein bisschen
Ich habe ganz speziell in diesem Rahemen auf deutsche Ideologie hingewiesen und die Folgen, die sie auf das denken von Menschen hat, die aus einem deutschen Kontext kommen.
Von Nationalismus bist du offenbar auch nicht ganz frei: die Aggressivität, mit der du Deutschland gegen meine ungerechten Anfeindungen verteidigst und es gerecht behandelt sehen möchtest, spricht Bände. Besonders auffällig die Stelle, an der du mir puren Faschismus vorwirfst. Weil ich in Deutschland und deutscher Ideologie ein besonderes Problem sehe und Israel für erstmal schützenswert halte, weil es immer noch die Ideologie des eliminatorischen Antisemitismus gibt, bin ich also Faschist.
Dein Dogmatismus schützt dich davor, dich mit Realitäten wie z.B. Antisemitismus auseinandersetzen zu müssen, das würde nämlich mehr bedeuten, als einfach nur: Hassen.
Was deinen Faschismusbegriff angeht: der ist einfach falsch, lies mal bei Wikipedia oder so nach.
@ Wertmullah
Finde seine Rede ganz einleuchtend, wenn auch vielleicht Dogmatikern wie dir es nicht so passt, dass er hier Realitäten in seine Rede einbaut, z.B. dass Deutschland mit seiner Ideologie erstmal eben existiert. Und dass er nicht das ewige Mantra der Antinationalen wiederkäut, das von allen Nationen, die abgeschafft gehören undsoweiter.
Dass die Nationen irgendwann übwerwunden werden sollten, ist ein gutes Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt, vorher gibt es da aber noch so einige "Problemchen" wie den eliminatorischen Antisemitismus, dessen Vertreter sich hoffentlich z.B. am einen oder anderen Sperrzaun die Zähne ausbeißen.
Die Betriebsblindheit der dogmatischen Antinationalen, die alles ausblenden oder für Null und nichtig erklären, was der sofortigen Abschaffung aller Nationalgrenzen im Weg steht, ist ohne Worte. Fast möchte ich ihren Idealismus sympathisch finden, weil soviel Naivetät von einem unerschütterlichen Glauben an eine ziemlich wohlmeinende Menschheit zeugt.
Warum nicht.
Wertmüller=Nazi: löschen!
Das ist keine inhaltliche Ergänzung, sondern Transportmittel für blöde Polemik.
Ten German Bombers...
Ähm keine ahnung, errinnert mich, ähm, ja, keine ahnung,ähm, an einen gewissen aktivisten, ähm, aus dem ten- german-bombers video von torsun. (Spiegel tv interview und torsun unplugged version)
Oh je! das ist also unsere Kritik an Deutschland?
Uneingeschränkte Solidarität mit Israel?
ich war doch ein wenig entrückt, ob eurer einstellung bezüglich israel. dass die hisbolla eine terroristsche vereinigung ist, welche ausgetilgt werden sollte (um in iranischen Worten zu sprechen) ist verständlich. jedoch trifft israel mit den militärattacken überwiegend Zivilisten und eben nicht terroristen. anstatt probleme zu beheben werden weitere geschaffen. der konflikt bildet ironischerweise ein pendant zu dem amerikanischen krieg gegen den terrorsimus, welcher genauso kontraproduktiv verläuft.
eure bedingungslose solidarisierung mit israel ist nicht nur fehl am Platz, ihr unterschrteibt euch damit sogar euer eigenes armutszeugnis.
hochachtungsvoll,
F.Augst