Nürnberg: deutsch-national für Israel

karla kolumna 11.06.2006 20:58
Anlässlich des heutigen Spieles Iran-Mexiko in Nürnberg im Rahmen der WM riefen diverse konservative und israelsolidarsiche Gruppen zu einer Kundgebung gegen den Iran auf.
Heute um 15:00 Uhr traf sich am Nürnberger Jakobsplatz ein kurioses Spektrum. "Honestly-Concerned" rief gemeinsam mit der CSU zu einer Kundgebung pro Israel und gegen den Iran auf. Den Aufruf unterstützen u.a. die Redaktion Bahamas, die prozionistische Linke Frankfurt, Henryk M. Broder, die Springer-Redakteure Thomas von der Osten-Sacken und Hannes Stein (Autor von "Endlich Nichtdenker!", Matthias Küntzel und viele weitere Gruppen und Einzelpersonen aus dem konservativen und/oder israelsolidarischen Spektrum. Als Redner sollten u.a. der bayerische Innenminister Günther Beckstein, Claudia Roth und die neue Zentralratsvorsitzende Charlotte Knobloch fungieren.

Auf dem Kundgebungsplatz bot sich ein interessantes Bild: Israel- und Deutschlandfahnen wurden geschwungen, viele Israel-Fahnenträger hatten furchtbare Deutschlandhüte auf. An alle ankommenden wurden Israel-Papp- Sonnehüte und Fähnchen verteilt. Besonders auffallend war eine Horde fundamentalistischer Christen, die Israel als gelobtes Land betrachten, das nicht von der Anwesenheit "ungläubiger" Moslems befleckt werden darf. Daneben war auch eine Gruppe Jubelperser anwesend, die von der Presse als "Exil-Iraner" bezeichnet wurden. Dabei handelte es sich um monarchistische Anhänger des Massenmörder-Schah-Regimes, die ihre Begeisterung für den gestürzten Tyrannen mit dessen Fahnen kund taten. Die Gruppen aus dem selbsternannten "antideutschen" Spektrum waren von den CSU-Anhängern und anderen Deutschnationalen im Auftritt nicht zu unterscheiden. Parolen gab es keine, stattdessen sorgten die Redner auf der Bühne für Stimmung und wurden beklatscht und bejubelt.

Charlotte Knobloch war schon im Vorfeld negativ aufgefallen, als sie zunächst die rassistische Gewalt im Osten Deutschlands verharmloste, und statt dessen mehr Patriotismus einforderte, um danach Ahmadinedschad als "den neuen Hitler" zu bezeichnen.

In diesem Tenor stand dann auch die Veranstaltung in Nürnberg. Die deutsche Schuld wird auf Araber und Muslime abgewälzt, und das so gewonnene neue "reine" Gewissen ist die Rechtfertigung für nationalistische Formierung und rassistische Gewalt. Nachdem der Holocaust in den Nahen Osten ausgewandert ist, können deutsche endlich wieder vermeintliche Artfremde jagen, ohne sich als Nazis beschimpfen zu lassen. Die Nazis des 21. Jahrhunderts sind in dieser Diktion die Araber, und man selbst steht im Krieg endlich auf der richtigen Seite – auf der der Sieger, der Anti-Hitler-Koalition.

Alle Redner strickten fleißig mit an dieser Ideologie und wurden dafür eifrig beklatscht. So auch Michel Friedmann, der Ahmadinedschad als den "Hitler des 21. Jahrhunderts" bezeichnete. Abschiebe-Weltmeister Günther Beckstein dagegen hielt sich seltsamerweise eher im Zaum, obwohl er sich unter Massen blau-weißer Fahnen sichtlich wohl fühlte. Nur sein Schlussstatement war der Anlass für einige Schenkelklopfer. So ergriff er nach Friedmann nocheinmal kurz das Wort und dankte ihm dafür, dass Friedmann das ausgesprochen habe, was er (Beckstein) als Deutscher so nicht sagen dürfe. Gegen diese primitiven antisemitischen Stereotype gab es keinerlei Protest, sondern wieder nur Jubel. Wenigstens unterliess der christliche Fundamentalist diesmal die Drohung, im Falle eines Anschlages gegen die iranische Fußball-Mannschaft, alles dem Iran selbst in die Schuhe schieben zu wollen.

Nach der Kundgebung strömte die Menge relativ schnell auseinander, um zu Hause nachzusehen, ob auch noch die Deutschlandfahnen gerade im Fenster hängen.
Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Beckstein

ergänzerin 12.06.2006 - 01:18
Beckstein erklärte noch, dass Ahmadiedschad jenseits jeder Zivilisation, jeder Kultur stehe. Insgesamt waren wohl etwa 200-250 Leute da.

deutsch national/ patriotische Dokumente

(muss ausgefüllt werden) 12.06.2006 - 01:42
(24.05.2006) "Wir brauchen Patriotismus"
Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden über rechte Gewalt und die
Untätigkeit der Politik
 http://www.tagesspiegel.de/politik/archiv/24.05.2006/2552743.asp

JUNGE FREIHEIT 42/00 13. Oktober 2000 S. 3 IM GESPRÄCH
"Für ein ungestörtes Verhältnis"
Charlotte Knobloch über die Verklemmtheit zwischen Juden und Nicht-Juden und den notwendigen Weg in die Normalisierung Moritz Schwarz
www.jf-archiv.de/archiv00/420yy09.htm

Rafael Seligmann
Musterjude und Musterdeutscher,
räumt mit der neudeutschen Bescheidenheit auf
 http://www.henryk-broder.de/html/schm_seligmann2.html

Der "deutsch-jüdische Patriot und Historiker Michael Wolffsohn gibt sich
gerne national. Sein Prinzip vorauseilende Anpassung.
Ein Essay von H.M.Broder über den "Vorzeigejuden der deutschen
Rechtsradikalen"(Ignatz Bubis), "der letzte Stahlhelmjude",
"Flakhelfer der Reaktion": Diener vieler Herren
 http://www.comlink.de/cl-hh/m.blumentritt/agr48.htm

Anti-Iran-Demo auch in Leipzig

Teil 12.06.2006 - 03:33
In Leipzig plant das "Anti-Semitismus"-Bündnis am 21.06. eine Anti-Iran-Demo zum Spiel Iran-Angola auf dem Marktplatz. Das "Anti-Semitismus"-Bündnis aus Leipzig schwenkt sonst auf jeder Veranstaltung US- und Israel-Flaggen und bezeichnet Menschen aus der Friedensbewegung, Chomsky und Uri Avnery als Antisemiten.

Unterstützt wird die Demo, laut Presseberichten auch vom vorbestraften CDU-Mitglied Michel Friedmann, der Ahmadinedschad bei Einreise nach Deutschland wegen Volksverhetzung und Leugnung des Holocaust anzeigen will.

nicht gegen Iran

name 12.06.2006 - 12:08
" Anlässlich des heutigen Spieles Iran-Mexiko in Nürnberg im Rahmen der WM riefen diverse konservative und israelsolidarsiche Gruppen zu einer Kundgebung gegen den Iran auf." ??????


die demo war nicht gegen den Iran sondern auschließlich gege seine politische Führung.... das nur mal so nebenher....

zitate aus dem aufruf

carl column 12.06.2006 - 15:05
nachdem hier ständig behauptet wird, bahamas und honestly concerned hätten hier mal wieder (?) einen rassistischen und nationalistischen aufruf untertützt bzw. fabriziert, einfach mal ein paar zitate aus selbigem:

Titel:
"Keine Gastfreundschaft für Volksverhetzer!
Solidarität mit Israel – gegen Ahmadinedjad und seine deutschen Neonazi-Freunde"

Gegner:
"Keine Gastfreundschaft für einen Mann, der zusammen mit dem Mullah-Regime verantwortlich ist für Menschenrechtsverletzungen, Gewalt, Unterdrückung und die Armut der Bevölkerung im Iran."

Rassistisch?
"Wir sind solidarisch mit den Iranerinnen und Iranern, die unter dem Regime leiden oder ins Exil flüchten mussten"

leider steckt man nicht immer drin, wer sich an aufrufen so beteiligt, und dass unbedingt beckstein reden musste, finde ich auch sehr ärgerlich. ein linke, die aber ganz selbstverständlich mit grünen, spd, gewerkschaften und kirchen zusammenarbeitet, sollte sich fragen, warum sie gegen jüdische funktionäre wie friedmann und knobloch hetzen muss. und das zu den erstunterzeichnern leute wie wahied wahdat-hagh gehören, finde ich ganz großartig (kein royalist, übrigens, sondern ein sozial-liberaler intellektueller) was soll die diffamierung solcher leute als "jubelperser"?

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 55 Kommentare

(muss ausgefüllt werden)

blub 11.06.2006 - 21:10
Da stellt sich wieder die Frage: Wie links sind die AD's überhaupt bzw. sind sie überhaupt links?

...

... 11.06.2006 - 21:21
Irgendwie wird mir bon den faschistisch-rassistischen Scheiss schlecht.

***lol**

werwilleswissen 11.06.2006 - 21:36
schön zu sehen, wie die zionisten mit dem volk der täter demonstrieren.
das sie dies auch noch mit dem faschisten beckstein machen, der von seiner behörde nazis wie m.wiese aufbauen lies, die wiederum synagogen sprengen wollten ist der knaller schlechhin.
aber was will mensch schon erwarten, selbst die personifizierte betroffenheitsfresse roth ist mit am start, die noch darüber halluzinierte wie schlimm es doch sei das anlässlich der wm so viele zwangsprostituierte am start seinen... da passt der sexist friedmann ganz gut dazu.
der weiß ausbeutung ja zu schätzen, sozusagen ganz einer LINIE mit roth.
einfach nur abstoßend und erbärmlich im hinblick auf die zig millionen ermordeter juden durch die deutschen.

Völkische Nationalisten

HAHA 11.06.2006 - 21:39
Da zeigen die Antideutschen nicht nur ihr wahres Gesicht sondern zu gleich ein neues. Schien es bisher so das sie zwar pro Nationalistisch sind aber denn Staat Deutschland zumindest ablehnen scheinen sie sich nun zu wandeln.
Sie haben kein Problem neben oder gar mit Deutschlandfahnen aufzumarschieren. Und reden unverholen von Nationalgefühl...Pfui mir wird schlecht.

Wie die Nationalen Anarchisten ist die Strömung der Antideutschen völkische national orientiert und soll vermeintlich Linke aus der linksextremen Szene rausholen um den Staat im Umgang mit eben jener Szene leichtere Repressionsmöglichkeiten zu verschaffen und zweitens diese Menschen zurück auf den Weg einer 3geteilten Gesellschaft und eines nationalen, völkischen Konsens zu bringen.

Es wird Zeit das wir diese Spalter ausschließen....Nationalisten raus

Tja,

antinational 11.06.2006 - 21:56
Extrem peinlich. Aber es sollte hierbei nicht vergessen werden, dass sich Bahamas & Co schon vor fünf Jahren nach eigenem Bekunden aus der Linken verabschiedet und seither auch sukzessive antideutsche Positionen in der Tradition der Nie-wieder-Deutschland Kampagne nach Widervereinigung, Rostock, Hoyerwerda und Mölln verlassen haben. Antinationale - und hierzulande eben auch (tatsächlich) antideutsche - Positionen sollten aber nach wie vor zum Selbstverständnis fortschrittlicher Linksradikaler gehören. Die Vereinnahmung des Begriffs durch die neokonservativ gewendeten Bahamiten ändert nichts an der Tatsache, dass für Linke weltweit der Hauptfeind immer das eigene Land sein muss und auch das faschistoide Ahmadinedschad-Regime, in dem Linke ermordet werden und antisemitische Hetze in Stürmer-Manier zum politischen Tagesgeschäft gehört, wird keinen Deut besser durch die Tatsache, dass die Bahamas-Neocons zusammen mit der CSU und Deutschlandfahnenträgern auf die Straße gehen und behaupten "antideutsch", also gegen Deutschland, zu sein.

AntiD und Antiimp - beides Nazikommunisten

Stänkerfritze 11.06.2006 - 22:03
Ob nun die Antideutschen mit ihrer Liebe zu Nato und ethnischen Säuberungen oder die Liebe der Antiimps zu iranischen Mullahfaschisten und stalinistischen Terrorregimes - wo ist eigentlich der qualitäätive Unterschied zwischen beiden deutschen Kleingeist-Ideologien? AntiD und Antiimp kann nur werden, wer satt, ohne Sorgen und zugleich leer und ohne Sinn vor sich hinlebt.

harhar

brause 11.06.2006 - 22:07
ich weiß nicht, was geiler ist: israelsolidarische linke, die den brückenschlag über deutsch-konservativen pro-israelismus herstellen oder vermeintlich darüber emanzipierte linke, die sich beim indymedia-publikum ihre bestätigung für ihre sog. überwindung reaktionär-antideutscher positionen nutzen müssen. ich tendiere fast zu letzteren, denn dort scheinen die anknüpfungsmöglichkeiten für emanzipative deutschlandkritik und gelungene kritik an antisemitismus und antizionismus noch weit mehr zusammengeschrumpft als bei ersteren, deren primärbedürfnis wenigstens nicht im eigenen ego liegen.

Ich finds gut

Solidarität mit Israelis 11.06.2006 - 22:45
Ich finde es gut dass sich auch mal ganz normale Menschen gegen Antisemitismus engagieren und nicht immer nur Szene-Linke die sich sowieso nach spätestens 5 Jahren wieder aus "der Politik" verabschieden.

@ Andreas Baader

max 11.06.2006 - 22:48
"Wo ist die RAF, wenn man sie braucht?"

Die liegt zum Glück auf dem Müllhaufen der Geschichte seit die DDR sie nicht mehr mit Geld und Speed versorgt.

Es ist erfreulich, dass sich in Nürnberg so viele Menschen gegen Antisemitismus positioniert haben und ich finde die hier geposteten Kommentar beschämend und hoffe dass diese kein Spiegelbild des Zustands der deutschen Linken ist - denn sonst gute nacht.

Rechte scheiße

antifa 11.06.2006 - 23:11
Es ist echt widerlich, dass die Rechte Scheiße, die von Leuten wie Knobloch vertreten wird, oder die NS- und Holocaust-Relativierung aller Redner, sowie der Antisemitismus von Beckstein auch tatsächlich noch von Leuten hier verteidigt wird. Seid ihr wirklich so dumme kriegsgeile deutschnationale Rassisten oder was?

passt doch mit den fahnen

dm 11.06.2006 - 23:30
Deutschland ist nach den usa israles zweitwichtiger bündnispartner. Sie brauchen israle um von dort aus "wwsetliche", also kapitalistische werte zu verbreiten und nicht etwa als schutzraum für juden.

Juden sind im Iran sicherer als in Israel (siehe selbstmordanschläge), dort sitzen sie sogar im parlament!

wa salaam

...

... 12.06.2006 - 00:09
was ich mich immer Frage, warum wird der Antisemitismus immer hervorgehoben in der Rassismusdebatte, dies ist doch genauso rassistisch, wie das,w as man den anderen vorwirft, manche sollten sich mal überlegen was sie propagieren und für/gegen was sie sind, Proisraelisch/Prozionitisch ist genauso rassistisch, wie jeder andere rassismus.

voll daneben!!!

antifa 12.06.2006 - 00:22
da ist die Bahamas und der dieser Zeitung nahestehende Teil der AD,s wohl voll daneben gesprungen , mit der Teilnahme an dieser Kundgebung hat man wohl jeden Anstand und wohl auch jeden Restverstand verloren
um nicht falsch verstanden zu werden, es ist richtig gegen das reaktionäre,postfaschistische Regime im Iran zu protestieren aber nicht mit diesen Bündnispartnern
wie war das doch mal Justus mit den richtigen Inhalten ist es auch recht mit 20 Leuten eine Demo zu machen???schade jetzt seid ihr in den Sumpf der deutschen Zivilgesellschaft abgetaucht zusammen mit den Vertretern eines neuen, besseren Deutschlands geht Ihr mit der Deutschen Fahne zu so einer Demo, eine Schande!!! ihr macht das deutsche Tätervolk mit zu Opfern und sucht Auschwitz immer bei den anderen
warum gab es in Nürnberg nicht eine eigene Aktion von eurer Seite aus?

Kritik muß die deutschen Verhältnisse angreifen, wäre es da nicht besser gewesen gegen deutsche Unternehmen die mit dem Iran Geschäfte machen zu demonstrieren z.B.

Schade ab jetzt steht Ihr wohl unter jeder Kritik
Immer noch nie wieder Deutschland

Israel Südafrika, Großbritannien USA

Peter G. 12.06.2006 - 00:48
Bald ist der Kommunismus da!

...is übrigens nichts neues, daß Rechte sich für Israel erwärmen. Die größten israelsolidarischen Demos gabs von den Pfingstgemeinden und der PBC. Da könn die Antid´s mal abkacken gehen.

auweia

subwave 12.06.2006 - 00:51
sicherlich suboptimal dieses bündnis, mit der sonst nicht gerade als israelfreundin auffallenden claudia roth und im endeffekt antisemitischen christlichen fundamentalisten. zu beckstein erübrigt sich jeglicher kommentar. realpolitik tut halt weh. aber auch linksradikale haben schon bündnisse mit der rassisten (spd), antisemiten (rim/rk, linksruck) und anderen unangenehmen zeitgenossen (pds/linkspartei, kirchen) gemacht. egal, meine demo wäre es nicht gewesen, vor allem wo ich das sich aufregen über den iranischen präsidenten ziemlich lächerlich finde, da er sich mit seinem antisemitismus nicht wirklich von seinen amtsvorgängern unterscheidet, mit denen die roth´s und beckstein´s dieser republik eigentlich ganz gut konnten ("kritischer" dialog). der artikel hier zeichnet sich aber auch vor allem durch fehler aus. so ist von der osten sacken kein redakteur, sondern hat nur artikel für die welt geschrieben, was anders als sein "pogrom"-artikel (gesellschaft für bedrohte völker zeitschrift) nicht wirklich verwerflich ist. desweiteren die exil-iraner als "jubelperser" darzustellen zeugt wirklich von dummheit. den schah nur als fiesen schlächter zu sehen zeugt, wie das anti-springer ressentiment, von einer extrem eingeschränkten 68er weltsicht. der schah war sicher kein leuchtendes beispiel des humanismus, aber immerhin sorgte er für die gleichberechtigung der frauen, schaffte die benachteiligung von juden und anderen minderheiten ab und sorgte für eine verwestlichung des irans. eine sozialistisch-demokratische revolution war 1979 sicherlich nötig, die islamische revolution die dann stattfand sorgte jedoch für eine regression . es gab weiterhin den repressiven/autoriären staat der schahzeit ABER minus die gleichberechtigung und plus islamistischen tugendterror und erneute benachteiligung religiöser minderheiten.

Seid besonnen, man kann über alles reden.

für den menschen 12.06.2006 - 00:57
Leute, seid besonnen. Polemische Beleidigungn bringen keinem etwas. Man kann über alles reden. Sachlich bitte. Also zuerst:

"Sehr erschreckend, wie wenig die Linke aus den Öfen gelernt hat."
Ist das jetzt auf die Antideutschen bezogen?

Wenn nicht: Du findest es also richtig mit Deutschlandfahnen im Volkskollektiv für einen Nationalstaat zu demonstrieren? Das ist die Lehre, die wir aus Auschwitz etc ziehen sollten? Dummdeutsch und mit Neandertaler Urschrei auf einem Straßenfest krakeelen?
Die Lehren, die wir aus Auschwitz etc ziehen sollten, sind das Nationalismus und Kapitalismus immer in Mord und Totschlag enden.

"Ob nun die Antideutschen mit ihrer Liebe zu Nato und ethnischen Säuberungen oder die Liebe der Antiimps zu iranischen Mullahfaschisten und stalinistischen Terrorregimes - wo ist eigentlich der qualitäätive Unterschied zwischen beiden deutschen Kleingeist-Ideologien? AntiD und Antiimp kann nur werden, wer satt, ohne Sorgen und zugleich leer und ohne Sinn vor sich hinlebt."
Hier muss unterschieden werden. Nicht jeder Antideutsche ist ein völkischer Faschist und nur die wenigsten Anti-imps sind für das Faschistenregime des Iran. Wenn man gegen das nationalistische Israel ist (was nicht heißt, dass man Antisemit ist, im Gegenteil. Bin ich gegen Amerika, bin ich dann Antichrist? Jüdische Linke weltweit sind gegen Israel, ich war für ein jahr in Tel-Aviv, die Linke dort schüttelt die Köpfe über die Israelfahnen auf Demos)
ist man nicht für Iran. Ich bin gegen Iran, wo Frauen unterdrückt, Oppositionelle verfolgt und gegen Juden gehetzt wird und ich bin gegen Israel, wo Nationalismus mit imperialer Macht betrieben wird, wo das Militär floriert, wo kleine Kinder erschossen werden. Ich bin auch gegen dumme Selbstmordattentäter.

"Die liegt zum Glück auf dem Müllhaufen der Geschichte seit die DDR sie nicht mehr mit Geld und Speed versorgt."
"Historisch" schwachsinn, jedoch als Standpunkt interessant. Ich bin jedoch anderer Meinung, war die RAF zwar ideologisch auch sehr heterogen, waren die Ziele und der radikal-emanzipatorische Ansatz sicherlich effektiver als Szenenkrieg im Internet. Aber das darf ja jeder sehen, wie er will. ;-)

"Angesichts der auf Indymedia-Deutschland veröffentlichten Kommentar und Postings hoffe ich dass die deutschen Linksradikalen niemals in eine Machtposition gelangen, da man sonst um die Sicherheit der jüdischen Bürger fürchten müsste."
Was ist das denn für ein Schwachsinn? Wer antinational ist, ist aufeinmal ein kleiner Adolf? Die Linke hat nichts gegen Solidaritätsbekundungen mit Juden (solange diese reflektiert und differenziert stattfindet). Jedoch eine nationalistische Bierzeltfeier mit Rechtskonservativen und Konservativextremen Politikern, die für ihren Rassismus bekannt sind, hat nichts mit mit Solidarität fü Unterdrückte zu tun. Diese Feier diente der Reinwaschung des deutschen Gewissens, diente dem Revisionismus. Deutschland ist gut, die Araber sind böse. Kommt bald die Ausstellung "Der ewige Araber"?

@Bob:
Da kenn ich bessere Satire *gäähn*
Dann schreib wenigstens noch was konstruktives hinzu. Danke.

Knobloch, beckstein und bahamas vertreten extrem nationalistische postitionen. Mittlerweile sind die Antideutschen ja schon für Deutschland, weil Deutschland ja doch irgendwie "gut" ist. Das hat nix mit Solidarität für Juden zu tun, das ist nur noch revisionistischer Hohn.

Wenn jemand Interesse an einer sachlichen Diskussion (egal ob AntiD oder Antiimp) dann meldet euch per Email ( warzenharry@web.de) oder ICQ (307626309).
Bitte verzichtet auf die Antisemitenkeule, das ist lächerlich.

Gegen Nationen - Für den Menschen
Gegen israelische Armeen - Gegen Selbstmordattentäter
Gegen Antisemitismus - Gegen Faschismus

Seid emanzipatorisch und progressiv und überwindet reaktionäre Strukturen wie nationalismus und rassismus

erschreckend

mahner 12.06.2006 - 01:07
ich finde es erschreckend, ja fast schon unheimlich, wie sich die "linken" hier in diesem artikel positionieren. wo liegt eurer priorität? wollt ihr lieber gegen ein land demonstrieren, welches frauen gleiche rechte wie männer zugesteht, welches eine enigermaßen freies meinungsäußerung zulässt. oder vielleicht lieber doch gegen iran? anstatt solidarität mit den unterdrückten dort zu zeigen, die verfolgt werden, weil sie ihr kopftuch nicht weit genug ins gesicht gezogen haben, schimpft ihr lieber auf diejenigen bürger, die sich auch gegen so etwas wenden.
ihr spielt lieber den moralapostel, im sinne, wer mit der csu marschiert kann nichts gutes wollen. glaubt ihr ernsthaft, dass ihr die zustände hier und dort verbessern könnt, wenn ihr diejenigen niedermacht, die nicht zu 100% eure meinung haben. es täte der "linken" gut, wenn sie öfters den dialog statt die konfrontation suchen würde. der feind steht rechts. vergesst das bitte nicht.

@subwave

Geschockter 12.06.2006 - 01:25
"aber auch linksradikale haben schon bündnisse mit der rassisten (spd), antisemiten (rim/rk, linksruck) und anderen unangenehmen zeitgenossen (pds/linkspartei, kirchen) gemacht."

Mir fehlen die Worte. Tickst Du noch ganz richtig? SPD = alles Rassisten? PDS und Kirchen pauschal "unangenehme Zeitgenossen"?

Wer so extrem pauschalisiert und Gräben zieht, der ist ein wahrlich unangenehmer Zeitgenosse - oder zumindest ein planloser Zeitgenosse!

Sorry für die deutlichen Worte, aber das kann man ja nicht unkommentiert stehen lassen!

Israel und Iran sind sich nicht unähnlich

AD-Fan 12.06.2006 - 01:30
zumindest in einer Sache sind Israel und Iran nicht unähnlich: in Israel gibt es arabische Abgeordnete und im Iran gibt es jüdische Abgeordnete. Cool!

bildunterschriften aus der idiotenhölle

VeggieSchnitzelfreundInnenFromHell 12.06.2006 - 01:41
nicht, daß es was mit eurem kinderbandenkrieg "anti-Ds" vs. "Anti-Imps" zu tun hätte, und auch unabhängig von dem sonstigen Inhalt dieses - wie ich finde - recht wenig informativen, dafür jedoch höchst polemischen Artikels:

warum ist der kerl in dem grünen shirt ein "typischer demoteilnehmer" und warum wird das betont?
und was für eine geisteshaltung der autorin schimmert an diesem punkt eigentlich durch?

plötzlich auftauchende bürgers

rück-mahner 12.06.2006 - 01:43
selten so dumme propaganda gelesen wie von "mahner", "Solidarität mit Israelis", "Shalom" und "Kurt Tucholsky" - vom Stil her wohl ein und dieselbe person. auf den inhalt des artikels bezieht er sich in keinster weise, statt dessen gibts "linke wollen juden töten"-sprüche. wie einfältig ist das denn?

@geschockter

mig29 12.06.2006 - 01:46
hm, abschaffung des grundrechts auf asyl, wer hat da nochmal zugestimmt? und wer hat von 98-05 die regierung gestellt und hatte mit otto schily einen hardliner in sachen migration in ihren reihen? na, wer war das? und in welcher partei ist oskar lafontaine mitglied und an führender stelle (fraktionsvorsitz) aktiv? wer trägt in berlin und schwerin kürzungen im sozialbereich mit und wer spricht sich für eine harte bestrafung von p2p-nutzern aus? na, wer wohl...

"Antifaschismus" der Antideutschen

nur mal ein weiteres Beispiel 12.06.2006 - 01:50
Selbstmord als "asymmetrischer Krieg"
In Guantanamo haben drei der Gefangenen Selbstmord begangen. Erstmals seit Öffnung des Lagers für die sogenannten "feindlichen Kämpfer", die von der US-Regierung als Outlaws behandelt werden und trotz einiger kleiner Verbesserungen praktisch immer noch keine Rechte besitzen, wurde vom Pentagon das Vorkommen von Selbstmorden eingeräumt. Die US-Regierung behauptete immer wieder, dass in Guantanamo, wo sich immer noch 450 Gefangene befinden sollen, die "Schlimmsten der Schlimmen" gefangen gehalten würden, der weitaus überwiegende Teil der Gefangenen hat aber mit Terrorismus nichts zu tun und werden dort seit Jahren ohne Anklage festgehalten.
 http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22869/1.html

antids+csu

martin 12.06.2006 - 02:21
so sind sie die antids um bahamas und die einzelspinner von der "antinationalen"-"antifa" nürnberg (anna), nicht nur den weg in die mitte der gesellschaft gefunden, sondern gleich zu beckstein und co.
da zeigt sich wo mensch im zweifelsfall steht.

antideutsche verpisst euch, denn links sein ist was anderes!
ansonsten: der hauptfeind steht im eigenen land! hoch die internationale solidarität! für die die soziale revolution damit nationalstaaten der vergangenheit angehören können!

@ Teil

(muss ausgefüllt werden) 12.06.2006 - 04:57
Michel Friedman
 http://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Friedman
den du nicht mal in der Lage bist richtig zu schreiben,
der immer wieder auf antifaschistischen Demonstrationen als vernünftiger Redner aufgetreten ist, solltest du wegen dem Ausnutzen der patriachialen Machtverhältnissen (Prostitution) kritisieren.
Das du das Etikett "vorbestraft" benutzt, daß er von einem heuchlerisch bürgerlichen System, in dem die totbringende Droge Alkohol erlaubt ist,
 http://de.wikipedia.org/wiki/Alkohol
jedoch Cannabis/Hasch/Gras
 http://de.wikipedia.org/wiki/Cannabis
und Kokain nicht
 http://de.wikipedia.org/wiki/Kokain
aufgrund seiner Verurteilung bekommen hat, beziehst, zeigt welch Geistes Kind du bist.
Der er immer wieder gute kritische, reflektierte Inhalte vertritt, stellt seine CDU Mitgliedschaft erher ein Kuriosum da, als ein für einen Vorwurf geeignetes Etikett.
Es sei denn, mensch benötigt Vereinfachungen, Verkürzungen etc um sein eigenes resentimentgeladenes simples Weltbild zu bestätigen.
Komplexes Denken, sowie wiedersprüchliche Charaktere scheinen, dich wie auch die gesellschaftliche Mehrheit zu überfordern.
Insofern ist dein Absatz zu Michel Friedman bürgerlich reaktionärer Populismus.

Was soll eigentlich dieser Teil deines Kommentars:
"der Ahmadinedschad bei Einreise nach Deutschland wegen Volksverhetzung und Leugnung des Holocaust anzeigen will."

Bist du etwa gegen eine Bekämpfung Ahmadinedschads auf allen Ebenen und egal durch wenn und egal in welcher Form ?
Hällst du etwa Ahmadinedschad für einen ligitimen Gesprächspartner, wie es die "Junge Welt"(Titelstorie von Knut Mellenthin (Hamburg)  http://www.knutmellenthin.de/) tut ?

naja

_-_-_-_-_-_- 12.06.2006 - 05:25
witzig, was so ein paar bilder doch für diskussionen auslösen können.

Meiner Ansicht nach will hier das Fußball-Deutschland der Weltöffentlichkeit demonstrieren, das neue Deutschland sei immun gegen Antisemitismus, und auf der Seite des bedrohten Israels.
Aus Antinationaler, und auch aus Antideutscher Sicht ist eine Teilnahme an diesem Spektakel eindeutig abzulehnen, da es darum geht ein Positives deutschland-bild in der Welt zu zeigen, anstatt die Bedrohung offenzulegen,
die derzeit in Deutschland aufziehen. Vielleicht wäre es besser die unzähligen rassistischen Übergriffe der letzten Tage, die Abschiebepolitik uusw. zu thematisieren, um sich aus der deutschen Jubel-Volksgemeinschaft auszuklingen.

@(anti)deutsche

bch 12.06.2006 - 09:43
an diesem beispiel zeigt sich wessengeistes kind dieser verlogene haufen ist
und zu der frage von einigen kommentatoren ob ich gegen eine Bekämpfung Ahmadinedschads auf allen Ebenen und egal durch wenn und egal in welcher Form
bin muß ich sagen j,ich schließe nuklear und giftgaseinsätze gegen ihn aus
desweiteren eine zusammenarbeit mit dem bayrischen staatschutz und auch gemeinsame koksorgien mit friedmann wobei ich immer noch nicht weiß was der hier verloren hat nach eigenem bekunden sind alle in diesem land lebenden menschen außer juden nazis dafür fühlt der sich hier sehr wohl

@naja

btch 12.06.2006 - 09:47
auch aus Antideutscher Sicht ist eine Teilnahme an diesem Spektakel eindeutig abzulehnen
bist du bläde grade aus antideutscher sicht muß man teilnehmen und das der beckstein dabei ist ist doch gut damit zeigen wir den nazis das die deutsche polizei auf unserer seite ist
es lebe bahamas

Antifaschismus

ms 12.06.2006 - 10:57
Im Falle eines Angriffs des faschistischen Irans wird sich die antifaschistische Allianz wohl wieder auf USA und GB beschränken. Deutsche Linke werden dumm daherschwafeln, anstatt wirklich wirksam Islam- Faschismus und Antisemitismus zu begegnen.

@subwave

Exiliraner 12.06.2006 - 11:53
deine chrakterisierung des shah-regimes kommt etwas zu kurz. es ist richtig, dass frauen zu seiner zeit mehr rechte hatten als heute, der begriff gleichberechtigung streut aber nur sand in die augen. es gab auch in den 70ern im iran einen unglaublich hohen druck auf frauen, sich "ordentlich zu benehmen", was heißen soll, dass sie ihrer rolle als frau gerecht werden müssen, vor allem irgendwann zwischen dem 12ten und höchstens 21ten lebensjahr sich heiraten zu lassen und dann zu gebähren. die islamische konterrevolution hat die situation für die frau drastisch verschlechtert. d´accord.

desweiteren will ich an dieser stelle einen beitrag dazu leiten, die geschichte nicht zu vergessen und zu verdrehen.
shah war pro-westlich. richtig. das muss aber nichts gutes heißen. im iran gab es des ausgebautesten geheimdienst-apparat der welt mit einem heer von spitzeln, wovon die stasi nur geträumt hätte. selbst wenn man zu besuch bei freunden war, hat man sich nicht getraut über politische inhalten zu diskutieren. in den folterkellern der SAVAK (geheimdienst) wurde der staat "stabilisiert". es waren nicht ein paar, die da landeten sondern zig-tausende. nach verschiedenen schätzungen haben bis zu 2 millionen menschen informationen für den geheimdisnts organisiert, natürlich waren alle mittel dabei legitim. das war die große stunde für dennunzianten, verräter, rechtsradrikale antikommunisten.

bitte, bitte, bitte liebe deutsche linke, versucht euch nicht immer zwischen pest und cholera entscheiden zu wollen. will eine linke eine perspektive anbieten, muss sie von der heilung für beide krankheiten überzeugt sein.


Wenn die deutsche Linke schreibt

Benjamin Blümchen for IDF 12.06.2006 - 12:03
Peinlich, peinlich die Berichterstattung von Karla Kolumna. Objektive Berichterstattung sieht anders aus. Hauptsache genügend Dreck aus dem Phrasenwortschaft geschmissen, etwas bleibt ja immer hängen. Und die Jugendantifa glaubt's dann.

Wer eine Kundgebung der Israelitischen Kultusgemeinde als "deutsch-national" beschimpft, und den tatsächlich anwesenden Juden und Jüdinnen vorwirft, sie würden als Deutsche - und folglich als NS-Täter - Schuld auf Araber und Muslime "abwälzen", sorry, der hat einfach einen an der Waffel!

Wennn ihr die Demo so "deutsch-national" fandet: Warum habt ihr nicht dagegen protestiert?

War die Bewegungslinke in Gostehof wohl doch nicht so ganz davon überzeugt, ob es richtig ist, gegen eine Demo von Juden und Jüdinnen zu protestieren, mh? Oder hattet ihr Angst, dass dann die NPD und die Freien Kameradschaft mit Fronttranspi bei Euch mitlaufen?

Die Christen-Freaks waren im Übrigen nicht wegen der Demo da, sondern wegen dem WM-Spiel bzw. der Fans in der Innenstadt und hatten sich dann in die Innenstadt verzogen - unter dem Aspekt betrachtet waren auch ganz viele Iran- und Mexico-Fans auf der Demo.

Und zum Rest fällt mir nicht mehr ein, so verlogen und hohl sind der Artikel und die Kommentare hier.



abgründe...

anarchist 12.06.2006 - 12:14
was haben hier denn alle gegen Michael Friedmann? Ist Vorbestraft sein und Koksen jetzt so schlimm, dass es in jeder zweiten Ergänzung erwähnt werden muss? oder ist es eher etwas anderes, was euch an Michael Friedmann stört?

also die Ergänzungen hier sind ausser ein paar Ausnahmen mal wieder absolut scheisse... da ist mir deutsch-national für Israel glaube ich lieber, als Linksradikal gegen Israel!

aber am besten Linksradikal für Israel wie am 16.06 in Frankfurt!
 http://www.israel-solidaritaet.tk/

hast du jemals überlegt...

bernadette 12.06.2006 - 12:45
habt ihr euch schonmal überlegt, dass der schluss "israelfahne=antideutscheR" doch etwas sehr einfach und nicht richtig ist? nur weil menschen ihre solidarität mit israel ausdrücke und sich als kommunisten verstehen heißt das noch lange nidht, dass jedeR Israelfahnen TrägerIn automatisch links oder AD ist. die vielen deutschlandfahnen beweisen doch genau das gegenteil...

wäre euch etwa lieber...

geschichtsbwusst 12.06.2006 - 13:25
...wenn in der brd die menschen wieder gegen israel und die juden auf die strasse gehen würden. die postings hier stehen z.t für eine typische linke überheblichkeit. nur was aus dem ultralinken spektrum organisiert und durchgeführt wird ist gut alles andere ist rassistisch und oder faschistisch. ihr macht euch die welt zu leicht!!! fdinde es gut, dass in deutschland gegen den antisemitismus in der welt auf die straße gehen. nationalismus ist sicherlich auch ein großes problem, aber wenigstens ist der scheinbar heute in deutschland nicht meht zwangsläufig an den antisemitismus gekoppelt. das die leute zu fußball-wm mit nationalfahnen rumlaufen ist zwar für mein ästhetisches empfinden dumm, aber kein offener nationalismus. nur wer die welt auch differenziert wahrnehmen kann ist auch in der lage, reale gefahren zu erkennen und die öffentlichkeit darüber aufzuklären. ich halte wirklich den neuen deutschen bürgerlichen nationalismus für ein großes problem, dieser äußert sich aber vor allem in medien und neuen puplikationen von verschiedenen deutschen intellektueller. darum fände ich eine ernsthafte außeinandersetzung mit dem thema gerade bei der linken für sehr wichtig, aber nicht auf dem hier betriebenen niveau.

Wen interessieren...

gelangweilt 12.06.2006 - 14:44
denn diese "anti"deutschen Possen noch? Scheiß auf die bundesweit 100 Neo-Neoliberalen. Gegen Nation & Kapital, für den Kommunismus!

Was regt Ihr Euch alle so auf ?

Timmy 12.06.2006 - 14:57
Auch hier zeigt es sich wieder einmal: Leute wie die Bahamas nutzten die
im Kern richtige Forderung und Notwendigkeit des Kampfes gegen den Antise-
mitismus, um dies im Grunde zu diskreditieren und in Wirklichkeit reaktio-
näre Inhalte durchzusetzen. Hier dann in trauter Eintracht mit verschiede-
nen anderen anti-empanzpatorischen Kräften. Passt wenn mensch sich die Ar-
tikel durchliest und sich die rassistischen Karikaturen in dieser Zeitung anschaut. Das die Bahamas zur rechten Mitte der Gesellschaft gehört, ist meiner Meinung nach nix neues.
Von den "linken" Antisemiten bekommen Bahamas und Co ihre Steilvorlage und scheinbare Legitimation und umgekehrt. Das Existenzrecht Israels ist
meiner Ansicht nach aufgrund der Shoa als berechtigt zu verteidigen. Die-
se Leute (Bahamas und Co) haben für mich als Antifaschist aber dafür kei-ne Legitimation.

Zensur, Zensur!

egal 12.06.2006 - 16:18
Offenbar lassen die BRD-Mods wieder mal nur pro-antideutsche und pro-zionistische Kommentare gelten, um den Eindruck zu erwecken: Die ganze BRD, die ganze Linke und alle Indymedia-User stehen geschlossen hinter den zionistischen Kolonialstaat Israel.
Alles andere wird wie üblich totalzensiert!
Aber BRD-Indymedia war ja schon immer stark bahama-lastig: Hier konnte jeder mit "Nazi, Nazi!" angepöbelt werden, der sich gegen die Unterdrückung und Entrechtung der Palästinenser in ihrer Heimat Palästina zur Wehr setzte!

16.06. ffm

hate germany 12.06.2006 - 16:44
Dass die Israelitische Kultusgemeinde Demos mit solchen Rassisten wie Beckstein macht, ist ihr sicher nicht vorzuwerfen, schließlich war und ist es die Linke die seit Jahrzehnten gegen Israel hetzt und darum die Mehrheit der JüdInnen gezwungen hat, sich andere BündnispartnerInnen zu suchen in ihrem Abwehrkampf gegen den Antisemitismus. Da ist man dann eben notwendig auf solche Trottel verwiesen, allerdings sollte von linksradikaler Seite durchaus klargestellt werden, was die Intention der Becksteins und Roths bei ihrer vermeintlichen Solidarisierung - nämlich die Reinwaschung Deutschlands - ist.
Viel besser als die Kundgebung in Nürnberg wird aber die Demo am Freitag in FfM, die von KommunistInnen und Antideutschen getragen wird.
Im Folgenden sei der Aufruf dokumentiert:



Aufruf zur Demonstration am 16.06. in Frankfurt/M

Solidarität mit Israel!
Deutschland das Existenzrecht entziehen!

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad bezeichnet den Holocaust als „Mythos“ und ruft zur Vernichtung Israels auf. Unterdessen planen Nazis anlässlich des WM-Spiels Iran – Portugal am 17. Juni einen Aufmarsch unter dem Motto „Präsident Ahmadinedschad – Zu Gast bei Freunden“. Wir wollen das unsägliche Treiben dieser antisemitischen Allianz stören und laden daher zu einer Demonstration gegen Antisemitismus jeglicher Provenienz und die deutschen Zustände ein.


Im Gefolge der Revolution von 1979 wurde der Iran zu einem autokratisch regierten Gottesstaat umgebaut, der repressiv gegen Frauen und dissidente Bevölkerungsteile vorgeht. Innerhalb der islamischen Welt beanspruchen die iranischen Mullahs seitdem eine Avantgarderolle bei der Verbreitung ihrer antisemitischen Ideologie und rufen zu einem globalen Krieg gegen Israel auf. Erst vor dem Hintergrund der atomaren Aufrüstung des Iran sowie der wiederholten Holocaustleugnung seitens Mahmud Ahmadinedschads setzte nun in Europa eine Debatte über die Zustände im Iran ein. Obwohl noch unklar ist, ob Ahmadinedschad zur WM nach Deutschland reisen wird, verspricht Innenminister Schäuble, ihm ein „guter Gastgeber“ zu sein – so offenherzig werden Holocaustleugner selten begrüßt. Die präventive Gastfreundschaft ist nicht ohne die engen ökonomischen Verflechtungen beider Länder zu verstehen – Deutschland ist der größte Handelspartner des Iran. So stammt etwa der Fuhrpark der iranischen Sittenpolizei aus der BRD.

Bereits in den 1940er Jahren führten ideologische Überschneidungen zu praktischer Kooperation von NationalsozialistInnen und IslamistInnen. In dieser Tradition stehend fordern die Freien Nationalisten Rhein/Main in ihrem Demonstrationsaufruf die kollektive Fraternisierung mit dem iranischen Regime, jedoch nicht ohne gleichzeitig in rassistischer Manier gegen die „Masseneinwanderung und die Zersetzung des deutschen Volkes“ zu hetzen. Die IslamistInnen sind ihnen dann als strategische Partner willkommen, wenn sie sich zum völkischen Kollektiv im Kampf gegen eine von ihnen halluzinierte jüdische Weltverschwörung formieren. Dem antisemitischen Wahn entsprechend vermuten die Nazis diesen „Kulturfeind“ nicht nur in Israel, sondern als Strippenzieher hinter allen scheinbaren Übeln der Moderne, so auch in der „Stadt der Börse und der Banken, dem Jerusalem am Main“ – gemeint ist Frankfurt.

Hinter der durchsichtigen Fassade zivilgesellschaftlicher Empörung über den Radau-Antisemitismus der Nazis und IslamistInnen tut sich in Deutschland ein breit angelegter anti-semitischer Konsens auf. Laut der 2005 erschienen Heitmeyer-Studie ärgern sich 68% der Bevölkerung darüber, „dass den Deutschen auch heute noch die Verbrechen an den Juden vorgehalten werden“ und ebenso viele befinden: „Israel führt einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser“. Die Deutschen, die sich spätestens seit 1989 als Aufarbeitungsweltmeister insze-nieren, sehen sich nun in der moralisch erhabenen Position, den jüdischen Staat als Täter von heute anzugreifen. Israel, das Jüdinnen und Juden auf politischem und militärischem Wege Sicherheit zu garantieren versucht, muss darum unsere volle Solidarität gelten. Anstatt wie die meisten Deutschen offen den Bestand Israels zu negieren oder paternalistisch ein Existenzrecht des jüdischen Staates einzuräumen, wenden wir uns gegen Deutschland, das Land der TäterInnen, dem wir angesichts seiner Verbrechen das Existenzrecht absprechen.


Demonstration:
Freitag 16. Juni 2006
18 Uhr Merianplatz (U4) FfM

Bündnis 16.06.
[AK Antifa Mainz, Bündnis gegen Antisemitismus Rhein/Main, Comité Liberté Gießen, FDJ Frankfurt, sinistra! Frankfurt, Zusammenschluss antideutscher Kommunistinnen Heidelberg]

Unterstützerinnen:
A2K2 [west. Ruhrgebiet], [aae] Marburg, Antifaschistischer Aufstand Köpenick (AAK) Berlin, Antifaschistische Gruppe Oranienburg [A.G.O.], Antinationale Gruppe Bremen [ANG], CCP - Charlie Churchills Papagei, mila26 Erfurt, Negative Assoziation Hamburg, ZK der Proseccosozialisten Stuttgart
[wird fortlaufend aktualisiert]

page:  http://www.israel-solidaritaet.tk
mail: gegenantisemitismus[AT]gmx.net



Relevante Dates:

Do. 15.06.: Vortrag von Andrei Markovits: Amerika, dich hasst sich´s besser - Antiamerikanismus und Antisemitismus
in Europa. 20 Uhr - Café Kurzschlusz [Kleiststr. 5, FH]

Do 15.06.: Vortrag von Stephan Grigat: Israelsolidarität und Kritik der politischen Ökonomie. 20 Uhr - HavannaAcht Marburg.

Sa. 17.06.: Aktuelle Infos zum Naziaufmarsch:  http://antifa.frankfurt.org

Sa. 17.06.: Kundgebung gegen das iranische Regime: 14 Uhr
Opernplatz [mehr:  http://www.honestly-concerned.org]

Falls ihr zur Demo anreisen wollt und Schlafplätze benötigt wendet euch bitte per Mail mit Angabe der gewünschten Zahl an gegenantisemitismus[AT]gmx.net

***************************************************

English Version:

Solidarity with Israel!
Withdraw the Right of Existence from Germany!

Iranian president Mahmoud Ahmadinejad denies the Holocaust and calls for the destruction of Israel. Meanwhile, Nazis are planning a demonstration on the occasion of the Iran – Portugal soccer match on June 17th. The motto: „President Ahmadinejad – Welcomed by Friends“ We want to disturb the unspeakable actions of this anti-Semitic alliance and invite you to a demonstration against anti-Semitism of all colours and against the German reality.

In the aftermath of the revolution of 1979, Iran was remodeled into an autocratic theocracy that cuts women’s rights and persecutes the opposition. Within the Muslim world the Mullahs of Iran stress their leading role in spreading anti-Semitism and a global call for arms against Israel. A European debate on the condition of Iran has only started as a consequence of a possible
nuclear threat that Iran is posing to Europe, as well as the ongoing denial of the Holocaust by Ahmadinejad. Although a visit to Germany by Ahmadinejad during the World Cup has not been confirmed German’s Minister of the Interior,Wolfgang Schäuble, promised to be a „good host“ – that’s the way Holocaust-deniers are welcomed in this country. This preemptive hospitality cannot be explained without regard to the close economic ties of the two countries – Germany is Iran’s biggest trade partner. For example: a German firm sponsors the Iranian vice squad.

In the 1940s, ideological similarities already led to a practical cooperation of National Socialists and Islamic fundamentalists. The Freie Nationalisten Rhein/Main (a regional hardcore nazi- group from the river Rhine/river Main region) stand in this tradition by solidarizing with the regime in Iran. Nonetheless, they do not forget to agitate in a racist way against „massive immigration and the corrosion of the German people (Volk)“. Islamic fundamentalists are welcomed as strategic partners in a fight of völkische collectives against an imagined world-wide jewish conspiracy. Following the anti-Semitic delusion, Nazis suspect the „Kulturfeind“ not only in Israel but behind every „malice“ of modernity; of course also in Frankfurt that they entitle the „city of stock exchange and the city of high street banks, the Jerusalem on the river Main“.

Behind the German curtain of complaints about savage anti-Semitism voiced by Nazis and Islamic fundamentalists lies a broad anti-Semitic consensus.Following a study of 2005 68% of the German population are annoyed with „being charged with German crimes against Jews“. And just as many think that „Israel is waging a war of extermination against the Palestinian people“. Since 1989 postwar- Germans see themselves as world champions in dealing with history, claiming a morally superior position that allows them to demonize Israel as today’s perpetrator.

In trying to secure the everyday lives of Jews on a political and military level Israel must have our full support and solidarity. Instead of denying or paternalistically granting Israel the right to exist – as many Germans do – we consciously turn against Germany, the country of perpetrators. Due to it’s grave and outrageous crimes we decline to accept Germany’s right to exist.


Demonstration: Friday, June 16th 2006, 6:00 pm at the Merianplatz (via subway U4)

The June 16 Alliance [AK Antifa Mainz, Alliance against Anti-Semitism Rhein/Main, Comité Liberté Gießen, FDJ Frankfurt, sinistra! Frankfurt, Association of anti-German Communists Heidelberg]

Supporters:
A2K2[west. Ruhrgebiet], [aae] Marburg, Antifaschistischer Aufstand Köpenick (AAK) Berlin, Antifaschistische Gruppe Oranienburg [A.G.O.], Antinationale Gruppe Bremen [ANG], CCP - Charlie Churchills Papagei, mila 26 Erfurt, Negative Assoziation Hamburg, ZK der Proseccosozialisten Stuttgart
[to be continued]

homepage:  http://www.israel-solidaritaet.tk ///
e-mail: gegenantisemitismus[AT]gmx.net

Thu, June 15th: Lecture by Andrei Markovits about Anti-Americanism and anti-Semitism in Europe. 8:00 pm - Café Kurzschlusz [Kleiststr. 5, UAS Frankfurt]

Thu, June 15th: Lecture by Stephan Grigat: Israelsolidarity and critics of political economy. 20 Uhr - HavannaAcht Marburg.

Sat, June 17th: Infos and updates on the Nazi demonstration:
 http://antifa.frankfurt.org

Manifestation against the Iranian regime: 2:00 pm Opernplatz [see:  http://www.honestly-concerned.org]

If you'd like to join the demonstration and need a place to sleep in Frankfurt please send a mail to gegenantisemitismus[AT]gmx.net

Verantwortlich für die Inhalte dieses Weblogs is

@egal

dr.med 12.06.2006 - 17:00
Wo entdeckst du hier bitte Zensur,immerhin ist dieser nicht gerade "antideutsche" Artikel auf der Startseite und die meisten Kommentare hier wirklich mit antideutschen-bashing übersät.

Desweiteren ist dieser Artikel tendeziös zusammengeschustert ohne wirkliche Differenzierung bzw. Ausseinandersetzung mit dem eigentlichen Thema,nämlich den Hasstiraden des Iranischen Präsidenten gegen einen jüdischen Staat und dessen Bewohner!

Das dieses Thema natürlich auch von einigen genutzt wird um Deutschland als antifaschistisch darzustellen,
sollten wir seid dem 8.Mai eigentlich alle wissen!

Die Deutschlandfahnen sind wirklich etwas daneben und mit Beckstein auf einer Kundgebung zu stehen natürlich auch.

Es darf aber auch nicht vergessen werden,das Nürnberg eben WM-Stadt ist und dort ziemlich viele Deutschland-fahnen unterwegs sind(wie evtl.in anderen Städten auch),welche dann eben auch mal auf einer Demo landen,wenn sie sich dahin verirren.

Da sich ziemlich viel Zivigesellschaft beteiligt hat,gibt es eben nicht immer einen Progressiven Ansatz zum Thema Deutschland.

Das einige nichts anderes zu tun haben,ausser auf Indymedia gegen irgendwelche "Feinde" zu hetzen, ist wirklich traurig,ohne Paranoid zu werden,denke ich das einige "Kameraden" unter den Schreiberlingen zu finden sind,welche naive Indynutzer gegeneinander aufhetzen...



hallo?

antifa 12.06.2006 - 17:13
will vielleicht noch jemand dokumente herbei zitieren, in den juden deutscher nationalismus nachgeweisen wird? wer zeigen kann, was daran antisemitisch ist, der bekommt ein lob...

merkt ihr eigentlich noch was?

Ziel der Veranstaltung

jona 12.06.2006 - 17:39
Ziel der Veranstaltung, war, wie im Artikel steht, folgendes:

"Die deutsche Schuld wird auf Araber und Muslime abgewälzt, und das so gewonnene neue "reine" Gewissen ist die Rechtfertigung für nationalistische Formierung und rassistische Gewalt. Nachdem der Holocaust in den Nahen Osten ausgewandert ist, können deutsche endlich wieder vermeintliche Artfremde jagen, ohne sich als Nazis beschimpfen zu lassen. Die Nazis des 21. Jahrhunderts sind in dieser Diktion die Araber, und man selbst steht im Krieg endlich auf der richtigen Seite - auf der der Sieger, der Anti-Hitler-Koalition."

Hier wird Israel-Solidarität als Mittel benutzt, um reaktionäre Zwecke vor Kritik zu immunisieren. So darf jeder den Holocaust relativieren und die deutsche Schuld in Abrede stellen, wenn er dabei Israelfahnen schwenkt. Sogar Antisemitismus ist dann in Ordnung:

"So ergriff er nach Friedmann nocheinmal kurz das Wort und dankte ihm dafür, dass Friedmann das ausgesprochen habe, was er (Beckstein) als Deutscher so nicht sagen dürfe. Gegen diese primitiven antisemitischen Stereotype gab es keinerlei Protest, sondern wieder nur Jubel."

Wer so etwas verteidigt, verteidigt Antisemitismus und die deutsche Geschichtsklitterung.

mich stört

(muss ausgefüllt werden) 12.06.2006 - 20:49
...das jeder der auch nur irgendwie kritik übt an einem Menschen jüdischens Glaubens gleich als antisemit bezeichnet wird!
denkt doch mal nach egal welcher glaube oder was weiß ich überall gibt es arschlöcher!!
es ist klar dass deutsche eine besondere verantwortung haben aber ist das noch lange kein grund als linker auf jede art von kritik verzichten zu müssen!
solidarität mit den opfern antisemitischer hetzte! keine mit dem staat, der regierung israels!!!

Ach scheiße jetzt bin ich ja schon wieder antisemit och menno!

REDAKTION!!!! REDAKTION!!!! REDAKTION!!!

das darf doch nicht wahr sein 12.06.2006 - 20:54
also sorry aber diesen "beitrag" vollständig zu lesen, erübrigt sich fast nach dem zweiten "ergänzungs"beitrag, wo die nazizeitung "junge freiheit" als argumentationsquelle angeführt wird. das darfst du gerne löschen, liebe redaktion, anstatt es unter "sinnvolle ergänzungen" stehen zu lassen. danke.

hört hört

anoj 12.06.2006 - 23:54
da hat ja eine mal was kapiert....
wenn auch nicht im original

@carl column"

Da fehlt was aus dem Aufruf 13.06.2006 - 11:22
"Keine Gastfreundschaft und keine Eintrittskarte für einen Volksverhetzer, der wiederholt den Holocaust geleugnet hat, Israel von der Landkarte tilgen will, zur Judenvernichtung aufruft, Terror finanziert, am Aufbau atomarer Bedrohung arbeitet und die gesamte zivilisierte westliche Welt bedroht und verhöhnt. "

Die "gesamte zivilisierte westliche Welt" ? Und der Rest der Welt, das sind die unzivilisierten Untermenschen? Deswegen kann man sie heute zu hunderttausenden abschlachten?

So klingt der moderne Rassismus.


ferien nur auf den bahamas

nicht zivilisiert 13.06.2006 - 13:01
"Keine Gastfreundschaft und keine Eintrittskarte für einen Volksverhetzer, der wiederholt den Holocaust geleugnet hat, Israel von der Landkarte tilgen will, zur Judenvernichtung aufruft, Terror finanziert, am Aufbau atomarer Bedrohung arbeitet und die gesamte zivilisierte westliche Welt bedroht und verhöhnt. "

Atomare Bedrohung wird ja nun von einigen anderen Ländern schon seit einiger Zeit ausgeht, Terror von ebendenselben schon lange finanziert.

Aber auf die Krankenhäuser der unzivilisierten , nicht westlichen Welt Splitterbomben werfen, das ist schwer in Ordnung weil : nicht zivilisiert.

Bahamas suchen sich einfach nur aus, für wen universelle Rechte wie das nicht weiter ins Gewicht fallende Recht auf körperliche UNversehrtheit gelten sollen- nach ihrem Gusto.
Diese Leute sind keine Linken, nicht einmal Leute denen Menschenrechte und Respekt irgendetwas bedeuten - es sei denn diese Dinge werden ihrer Lieblingsmannschaft vorenthalten. Dann rufen sie laut nach dem Schiedsrichter.

Bahamas-Redaktion: Nationalisten- und Rassistenpack. Und nein, dieser Rassismus ist nicht einmal neu oder mordern, der ist uralt.

Es passt wie die Faust aufs Auge, daß Ihr mit der CSU und der Jungen Freiheit demonstriert. Es kommt langsam zusammen, was zusammengehört.


lol

lol 13.06.2006 - 13:22
coole party :-)

und die antiimps neiden mal wieder den sonnenschein

ROFL

holla

... 13.06.2006 - 13:24
da ist man ne zeit in urlaub und schaut nach nem jahr bei indy rein und hat das gefühl bei altermedia gelandet zu sein...

schmeisst den ganzen nazimüll mal raus leute...

Differenzierter

N.N. 13.06.2006 - 15:08
Man könnte das Ganze mal,ebenfalls jenseits politischer Fraktionierung ,differenzierter betrachten .Einerseits wird der Iran ,auf dem Hintergrund seiner antisemitischen Regierung und aufgehetzter antisemitischer Maßen durchaus als Bedrohung Israels wahrgenommen ,die der antisemitischen Vernichtungsdrohung der deutschen Nationalsozialisten (hist.) ähnelt,und das darf jeder äußern ,außer vielleicht Kurt Beckstein.
Andererseits gibt es in Deutschland einen antimuslimischen Raßismus ,Feindlichkeit gegen Muslime ,fast egal aus welchem Land ,und Menschen aus Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit ,der sich eventuell in anderen Formen äußert ,die in Anlehnung an Raßismen in anderen europäischen Ländern eher das " being white" ,"being europaen "
(Weißsein,Europäisch sein) als raßistisches "Überlegenheitsmoment" und kollektives Identifikationmodell (zum Teil " mit Israel" als demokratischem ,quasi "weißen,europäischem " Staat auf der Seite "der Guten" ,(was solche Leute wie Herrn Beckstein durchaus von (Neo-)nazis unterscheidet), ) hernehmen .Das sich deutsche Raßisten z.B. in der Selbstdarstellung an englischen "white hooligans " oder "rude boys " orientieren ,spricht dafür,das Raßismus in Deutschland nicht immer
in historisch "kontinuierlichen" Formen antisemitischer Raßismus ist .Ideologie ist "kürzer",schnellere Reaktion auf Intereßenlage und politisches Vorhaben ,wenn sie nicht als zeitlich und politisch überwundene und nicht verarbeitete Ideologie als Äußerung gesellschaftlicher Gruppen wiederaufgenommen wird(z.B.-NS-Ideologie ).

Jubelperser

anti-schah 13.06.2006 - 16:07
Die "Exil-Iraner" wurden deshalb als Jubel-Perser bezeichnet, weil sie Fahnen des monarchistischen Scha-Regimes schwenkten.

Antifa heißt...

leo 13.06.2006 - 17:09
...jetzt Günther Beckstein. So falsch die Reden und so deplatziert die Deutschland-Fahnen auch waren:

Es war bürgerlicher Antifaschismus, der sich an diesem Tag gegen Ahmadinejad und seine klerikalfaschistischen Freunde wendete. Es war die NPD, die am selben Tag mit Iran-Fahnen und "Mein Freund ist Ausländer" Plakat zur Solidarität mit Ahmadinejad aufriefen. Und es ist die deutsche Linke, die das ebenfalls, wenn auch mehr unter vorgehaltener Hand - nämlich mit dem Ruf nach Frieden für die iranischen Faschisten - tut. Beckstein ist sicherlich nicht mein Freund und außer Friedmanns Rede, waren auch die anderen Redner unerträglich (am schlimmsten war Claudia Roth).
Aber, schlimmer, als die linken Demonstrationen gegen Neonazis, bei denen das besserere, antifaschistische Deutschland - das Israel und den USA den Marsch blasen möchte - verteidigt werden soll, war die Kundgebung am Sonntag keinesfalls. Und was die angeblichen "Jubelperser" angeht, so war daran, dass hier Frauen unverschleiert und äußerst westlich auftraten durchaus zu erkennen, dass sie auf jeden Fall progressiver als die iranische Führung eingestellt sind.
Am 1.Mai gab es im Iran Arbeiteraufstände gegen die Führung, doch von Seiten der deutschen Linken - die bei antiimperialistischen Kämpfen immer sehr schnell mit ihrer Solidarität ist - wurde dazu geschwiegen.

Wer sich nicht positioniert, hat sich schon positioniert: Und zwar auf Seiten derer, die den Holocaust leugnen, weil sie ihn selbst -mithilfe einer Atombombe- wiederholen wollen. Die geplante Vernichtung Israels und seiner Bewohner - an der Palästinenser und iranische Führung seit Jahrzehnten arbeiten - wäre, ohne Zweifel, die Wiederholung der Shoa. Euer Friedensgeschrei und eure Empörung ist das Appeasement mit den Antisemiten und potentiellen Massenmördern im Iran. Beckstein - und das ist traurig und spricht auch nicht für ihn, sondern gegen euch - hat an diesem Tag eine antifaschistische Minimalverpflichtung der bürgerlichen Gesellschaft vertreten unter deren Niveau sich jene linken, selbsternannten Antifaschisten, dieses Landes befinden.

Wo war die Antifa?

Antifaschist 13.06.2006 - 18:29
Ich frage mich bei solchen Veranstaltungen, was die Antifa wohl bewegt, nichts zu unternehmen. Man stelle sich vor: Ein deutscher Politiker leugne den Holocaust und erkläre, Israel müsse von der Landkarte getilgt werden, außerdem müsse deutschland dringend Atomwaffen herstellen. Es wäre die Hölle los.

Für den iranischen Präsidenten gelten andere Regeln. Der darf sich faschistisch, antisemitisch und geschichtsrevisionistischrevisionistisch äußern bis zum Exzess, ohne dass eine breite Front deutscher Antifaschisten klar macht, dass Faschismus und Antisemitismus sich nicht wiederholen dürfen.

Ein Meer in Schwarz-Rot-Gold

Lustikus (TM) 13.06.2006 - 22:07
vielleicht erklärt ja folgender gmx-Artikel die neue Unbefangenheit vieler EX-Linker mit der deutschen Nation ;-)

Ein Meer in Schwarz-Rot-Gold - Die Deutschen zeigen Flagge

Vom String-Tanga bis zur Bratwurst-Packung, vom Taxi bis zum Wohnungsbalkon: So viel Schwarz-Rot-Gold war wohl noch nie in Deutschland zu sehen.

Zur Fußball-Weltmeisterschaft zeigt der Gastgeber Flagge, und das nicht nur in den Fußball-Stadien. Die alternative Berliner Band Mia hat es schon vor einiger Zeit in einem Video vorgeführt: Die Nationalfarben sind nicht mehr nur etwas für Staatsbesuche, Burschenschaften, Schrebergärten oder Eckkneipen. Ob sich aber dahinter ein neuer Patriotismus oder nur das WM-Fieber verbirgt, werden wohl erst Umfragen nach dem Abpfiff am 9. Juli zeigen.

Pünktlich zur Weltmeisterschaft wollen gleich mehrere Bücher den Deutschen etwas mehr Selbstliebe beibringen. Am meisten Aufmerksamkeit bekommt derzeit "Spiegel"-Kulturchef Matthias Matussek mit "Wir Deutschen", das den doppeldeutigen Untertitel "Warum uns die anderen gern haben können" trägt. Florian Langenscheidt sammelt in "Das Beste an Deutschland" gleich "250 Gründe, unser Land heute zu lieben". Die Imagekampagne "Land der Ideen" von Bundesregierung und Wirtschaft will das internationale Interesse an der WM nutzen, um zu beweisen, dass Deutschland mehr zu bieten hat als Bratwurst, Bier und Autobahnen ohne Tempolimit. Auch sie schmückt sich dezent mit den Nationalfarben.
Bildergalerie
Party-Meilen in Deutschland

Mehr als Million Fans aus aller Welt feierten den WM-Anpfiff. mehr

Bei Flaggen- und Fanartikelherstellern klingeln derweil die Kassen. "Der Absatz an Fahnen ist immens. Deutschland ist der Top- Renner", sagt Lukas Weimann, Juniorchef der Pro Feet GmbH, die große Kaufhäuser mit WM-Fahnen beliefert. "Es scheint, als hätten die Deutschen keine Probleme mehr mit ihrer Flagge." Ob das deutsche Fahnenmeer wirklich der Ausdruck für eine neue Vaterlandsliebe ist, bezweifeln Experten. "Nicht jeder Fahnenschwenker wird gleich zum Patrioten oder Nationalisten", sagt Klaus Boehnke, Sozialwissenschaftler an der International University Bremen.

Beobachtungs Kommando der AAZ-Bayern

AAZ-Bayern 14.06.2006 - 10:04
Wir waren mit paar Lauten auf dieser Demo um diese zu beobachten,und mußsten feststellen das es nichts anderes als eine Demo gegen die Mosleme und ihre Religion war,vorallen Herr Beckstein tat sich wider mal hervor als Rassist Number On.
Zu den Anti-Deutschen mal gesagt........sie waren,haben wir nicht gesehen,an diesen Tag.
Moslemische Genossen als Terroristen/verbrecher zu bezeichnen lehnen wir ab,den nicht der Koran ist die Gefahr sondern die Hardliner in dieser Religionsparte.Auch bei der Christlichen Religionssparte gibt es Hardliner die nichts besser als Rassisten sind,und wir auch bekämpfen tuhen,um das nochmal klahrzustellen.........!!!!!
Jede Art von Religion sollte man als Unterdrückungs Apparat ansehen und darumm sich immer Kritisch damit auseinader setzen.
Ob Jetzt Mosleme oder Christen alle sind gleich,alle haben Fehler und haben Hardliner die Bekämpft gehören,wie das Politische System.

Nach unseren Beobachtungen hatte diese Demo nichts mit Antifaschistischen Verständniss zu tuhen gehabt,es sollte nur eine Rettung für das Ansehen diesen SCheiß Landes sein,nichts anderes.
Die Bürgerlichen die sich hervor tuhen,als Antifaschisten sind eine ClownsMaske,für diesen Staat,der Hinterücks Leute in den Tod Abschiebt,und seine Imperialistischen-Rassistischen Politischen Interressen hinter der Fassade, von einen Aufstand der Anständigen Versteckt.
Gerade zur Wm sind unsere Politiker bemüht den Faschistischen-Rassistischen Alltag vor dem Gästen zu verstecken,oder alles zu Vertuschen.

Wir sagen nur noch eins dazu..............Deutschland von der Karte Streichen.......Faschisten-Rassisten-Patrioten angreifen!!!!!!
Wm-Polizeistaat Smashen.........Für den Libertären Kommunismus!!!!!!

Eure AAz-Bayern




@ leo

tofu djihad 14.06.2006 - 18:40
Dir fällt anscheinend schon gar nicht mehr auf, auf was für eine widerliche Art und Weise Du den Holocaust verharmlost und entsorgst. Als ob ein noch nicht mal als geplant erwiesener Atomangriff auf Israel der Shoa gleichkomme oder Ahminedjad Hitler sei. Leute wie Dich braucht der deutsche WIlle zur Vergangenheitsbewältigung.
Und bezichtige die Linke nicht, sich nicht um ArbeiterInnen im Iran zu kümmern. Es gab hier auf Indymedia Artikel zu den Streiks und die FAU hat sogar zum Spenden aufgerufen. Wo haben denn die Antideutschen was dazu gesagt?! Bei denen kommen Moslems und Iraner doch nur als Barbaren vor.
Du 'argumentierst' die ganze Zeit über nur gegen Positionen, die DU unterstellst. Da machst Du es Dir aber leicht.
Aus Dir spricht nichts anderes als der kulturalistisch motivierte Hass auf alles Nicht-Westliche. Kein Wunder, dass Du Beckstein näher stehst als der hiesigen Linken.