ein jahr nach der räumung der yorck59
wir sind wütend -was seid ihr?
demo am 6.6.2006 -dem ersten jahrestag der räumung der yorck59 in berlin/kreuzberg- mit miethaien, fischstäbchen und neuen, widerlichen immobilienplänen für die yorck59.
demo am 6.6.2006 -dem ersten jahrestag der räumung der yorck59 in berlin/kreuzberg- mit miethaien, fischstäbchen und neuen, widerlichen immobilienplänen für die yorck59.
ein jahr nach der räumung der yorck59 fand am 6.6. in berlin kreuzberg eine demo statt -denn wir durch die die räumung weder verschwunden, noch weniger geworden, sondern weiterhin viele, laut und wütend!
wir wollten keinen Trauermarsch machen, sondern unsere Wut nach außen zeigen! wir haben nichts vergessen!
die demo, die bei wexelndem wetter durch den kiez in 61 ging, erinnerte die verantwortlichen politikerInnen (böse grüße an conny reinauer!), die polizei (ganz schön viele) und die anwohnerInnen ("ach, das ist echt schon ein jahr her?") an die yorck59.
die polizei war zwar stark vertreten, aber sie hielten sich erstaunlicherweise sehr zurück - trotz dem nichteinhalten der demoauflagen (keine stahlkappen, nicht direkt vor die yorck59, blablabla) und einer fischstäbchenattacke.
miethaie zu fischstäbchen!
vor dem haus wurden plakate mit den gesichtern der verantwortlichen (reinauer, körting, marweld, walter) mit fischstäbchen beworfen -leider, leider ging auch "ein bischen" daneben und flog in die bullenreihen vor dem haus.
...aber egal... es traf in jeden fall die richtigen!
PLÄNE FÜR DIE YORCK59:
ausserdem wurde während der demo ein exposé vorgestellt, in dem marweld und walter ihre pläne für die sanierung der yorck59 erklären:
Yorckstraße 59 -das Haus steht seit der Räumung vor einem Jahr leer.
Aber seht es euch genau an, dieses ?historische Backsteingebäude aus dem Jahre 1896?: Das Hinterhaus bietet sich an für ?wirklich authentische Fabriklofts?. Der zuschnitt der Wohnungen könne ?ganz den persönlichen Anforderungen der künftigen Nutzer angepasst werden?!!! Ein ?Objekt, dass wirklich aus dem üblichen Rahmen fällt?.
Und dann das Viertel: ?Dieses Viertel zwischen Yorckstrasse, Viktoriapark und Bergmannstrasse mit seiner gewachsenen Struktur, zahlreichen Cafes, guten Restaurants, der ausgezeichneten Nahversorgung und einer optimalen Verkehrsanbindung gehört mittlerweile zu den bevorzugten City-Wohnlagen.?
Diese Slogans stammen aus der brandneuen Werbebroschüre der Eigentümer Boris Gregor Marweld und Marc Walter. Nach einem Jahr Leerstand ist ihre neuste Strategie, die Etagen, aus denen alles rausgerissen wurde, zu verkaufen und dann nach Wunsch auszubauen. Preis pro halbe Etage 400.000 Euro. New Yorck Lofts soll das ganze heißen!
das lassen wir nicht mit unserem haus machen! uns allen steht die gesamte palette des widerstands offen, um den miethaien ordentlich in die suppe zu spucken! kommt zeit, kommt rat...
das ganze exposé ist auf der homepage www.yorck59.net zu finden.
RÜCKSCHAU:
...aber sind wir nicht alle ein bisschen Yorck?
Am 6.6.2005 waren tausende Yorckies in der Stadt unterwegs.
Am 6.6. früh morgens mussten die Bullen zuerst eine Sitzblockade von über 300 Yorckies räumen, ? bevor sie Falltüren, Barrikaden und Farbeier erwartetet. Zwei Stunden später hatten sie sich durch die Hindernisse vorgearbeitet, um weitere 160 Yorckies im Haus vorzufinden, die sich der Räumung der Yorck59 widersetzten.
Yorck59 ist überall!
Aber nicht nur direkt in und vor der Yorck war was los, sondern es gab noch an vielen anderen Orten in der Stadt dezentrale Aktionen. Critical Mass hier, Reclaim the Streets da, es war was los in Berlin. Und während am Abend noch über tausend Yorckies durch 61 demonstrierten, wurde in 36 eine leere Etage in der Oranienstraße besetzt. Und wenige Tage später war dann der Südflügel des Bethanien dran....
Diese breite Vernetzung und Unterstützung von verschiedensten Gruppen macht für uns auch den Tag der Räumung aus.
---> 1000 dank an alle, die da waren, die mit uns das haus verteidigt haben, die in ganz berlin und dem rest der welt aktionen gemacht haben, die mit uns gekämpft, getrauert und weitergemacht haben und alle, die uns irgendwie anders untersützt haben!
YORCK59 GEHT WEITER:
Erstens lassen wir Marc Walter und Gregor Marweld noch einmal ganz besonders wissen: ?Auch nach der Räumung: Nix is vorbei!? Ihr werdet uns nicht los, wir kommen wieder - und wieder und wieder und wieder ...
Und dessen sind sich die Eigentümer auch bewusst ,oder warum gibt es nach einem Jahr immer noch vergitterte Tore, Natodraht und Security? Passt mal gut auf....
Wir machen euch die klare Ansage: Das wird hier nix mit New Yorck Lofts, und auch kein Exklusives Wohnen in ?wirklich authentischen? Fabriketagen... Die Yorck59 bleibt unser Haus, Unsere Authentizität heißt Widerstand!
Zweitens geht Yorck59 in neuen Projekten weiter:
Nach der Räumung waren wir um so mehr in Bewegung: Ein neues Haus musste her...
Eine Strategie war neue Räume zu besetzen und warum dann nicht das Ersatzobjekt direkt vom Bezirk nehmen. Schließlich liegen ja private Immobilien leider nicht in ihrer Verantwortung, wie wir während der Hauskampfes gelernt haben. So entstand die NewYorck im Bethanien.
Eine andere Strategie war kaufen, um den Projekterhalt langfristig zu sichern und Häuser dem Immobilienmarkt zu entziehen. Leider scheiterte der Kauf einer alten Schule in der Scharnweberstraße an der Unnachgiebigkeit des Liegenschaftsfonds Sie wollten einen völlig überhöhten Kaufpreis, der bezahlbare Mieten verunmöglicht hätte. . Aber die Suche geht weiter.
Drittens stand ?Yorck59 bleibt? auch immer für einen allgemeinen Kampf für linke Projekträume und bezahlbare Mieten für alle. Das ist so aktuell wie eh und jeh! Weiter geht?s im Kampf gegen die ugly Stadtumstrukturierung.
... und wenn jetzt der Frauen-Lesben-Transgender Wagenplatz Schwarze Kanal von der Räumung bedroht ist, Sind wir dann nich alle ein bisschen Schwarzer Kanal?
wir wollten keinen Trauermarsch machen, sondern unsere Wut nach außen zeigen! wir haben nichts vergessen!
die demo, die bei wexelndem wetter durch den kiez in 61 ging, erinnerte die verantwortlichen politikerInnen (böse grüße an conny reinauer!), die polizei (ganz schön viele) und die anwohnerInnen ("ach, das ist echt schon ein jahr her?") an die yorck59.
die polizei war zwar stark vertreten, aber sie hielten sich erstaunlicherweise sehr zurück - trotz dem nichteinhalten der demoauflagen (keine stahlkappen, nicht direkt vor die yorck59, blablabla) und einer fischstäbchenattacke.
miethaie zu fischstäbchen!
vor dem haus wurden plakate mit den gesichtern der verantwortlichen (reinauer, körting, marweld, walter) mit fischstäbchen beworfen -leider, leider ging auch "ein bischen" daneben und flog in die bullenreihen vor dem haus.
...aber egal... es traf in jeden fall die richtigen!
PLÄNE FÜR DIE YORCK59:
ausserdem wurde während der demo ein exposé vorgestellt, in dem marweld und walter ihre pläne für die sanierung der yorck59 erklären:
Yorckstraße 59 -das Haus steht seit der Räumung vor einem Jahr leer.
Aber seht es euch genau an, dieses ?historische Backsteingebäude aus dem Jahre 1896?: Das Hinterhaus bietet sich an für ?wirklich authentische Fabriklofts?. Der zuschnitt der Wohnungen könne ?ganz den persönlichen Anforderungen der künftigen Nutzer angepasst werden?!!! Ein ?Objekt, dass wirklich aus dem üblichen Rahmen fällt?.
Und dann das Viertel: ?Dieses Viertel zwischen Yorckstrasse, Viktoriapark und Bergmannstrasse mit seiner gewachsenen Struktur, zahlreichen Cafes, guten Restaurants, der ausgezeichneten Nahversorgung und einer optimalen Verkehrsanbindung gehört mittlerweile zu den bevorzugten City-Wohnlagen.?
Diese Slogans stammen aus der brandneuen Werbebroschüre der Eigentümer Boris Gregor Marweld und Marc Walter. Nach einem Jahr Leerstand ist ihre neuste Strategie, die Etagen, aus denen alles rausgerissen wurde, zu verkaufen und dann nach Wunsch auszubauen. Preis pro halbe Etage 400.000 Euro. New Yorck Lofts soll das ganze heißen!
das lassen wir nicht mit unserem haus machen! uns allen steht die gesamte palette des widerstands offen, um den miethaien ordentlich in die suppe zu spucken! kommt zeit, kommt rat...
das ganze exposé ist auf der homepage www.yorck59.net zu finden.
RÜCKSCHAU:
...aber sind wir nicht alle ein bisschen Yorck?
Am 6.6.2005 waren tausende Yorckies in der Stadt unterwegs.
Am 6.6. früh morgens mussten die Bullen zuerst eine Sitzblockade von über 300 Yorckies räumen, ? bevor sie Falltüren, Barrikaden und Farbeier erwartetet. Zwei Stunden später hatten sie sich durch die Hindernisse vorgearbeitet, um weitere 160 Yorckies im Haus vorzufinden, die sich der Räumung der Yorck59 widersetzten.
Yorck59 ist überall!
Aber nicht nur direkt in und vor der Yorck war was los, sondern es gab noch an vielen anderen Orten in der Stadt dezentrale Aktionen. Critical Mass hier, Reclaim the Streets da, es war was los in Berlin. Und während am Abend noch über tausend Yorckies durch 61 demonstrierten, wurde in 36 eine leere Etage in der Oranienstraße besetzt. Und wenige Tage später war dann der Südflügel des Bethanien dran....
Diese breite Vernetzung und Unterstützung von verschiedensten Gruppen macht für uns auch den Tag der Räumung aus.
---> 1000 dank an alle, die da waren, die mit uns das haus verteidigt haben, die in ganz berlin und dem rest der welt aktionen gemacht haben, die mit uns gekämpft, getrauert und weitergemacht haben und alle, die uns irgendwie anders untersützt haben!
YORCK59 GEHT WEITER:
Erstens lassen wir Marc Walter und Gregor Marweld noch einmal ganz besonders wissen: ?Auch nach der Räumung: Nix is vorbei!? Ihr werdet uns nicht los, wir kommen wieder - und wieder und wieder und wieder ...
Und dessen sind sich die Eigentümer auch bewusst ,oder warum gibt es nach einem Jahr immer noch vergitterte Tore, Natodraht und Security? Passt mal gut auf....
Wir machen euch die klare Ansage: Das wird hier nix mit New Yorck Lofts, und auch kein Exklusives Wohnen in ?wirklich authentischen? Fabriketagen... Die Yorck59 bleibt unser Haus, Unsere Authentizität heißt Widerstand!
Zweitens geht Yorck59 in neuen Projekten weiter:
Nach der Räumung waren wir um so mehr in Bewegung: Ein neues Haus musste her...
Eine Strategie war neue Räume zu besetzen und warum dann nicht das Ersatzobjekt direkt vom Bezirk nehmen. Schließlich liegen ja private Immobilien leider nicht in ihrer Verantwortung, wie wir während der Hauskampfes gelernt haben. So entstand die NewYorck im Bethanien.
Eine andere Strategie war kaufen, um den Projekterhalt langfristig zu sichern und Häuser dem Immobilienmarkt zu entziehen. Leider scheiterte der Kauf einer alten Schule in der Scharnweberstraße an der Unnachgiebigkeit des Liegenschaftsfonds Sie wollten einen völlig überhöhten Kaufpreis, der bezahlbare Mieten verunmöglicht hätte. . Aber die Suche geht weiter.
Drittens stand ?Yorck59 bleibt? auch immer für einen allgemeinen Kampf für linke Projekträume und bezahlbare Mieten für alle. Das ist so aktuell wie eh und jeh! Weiter geht?s im Kampf gegen die ugly Stadtumstrukturierung.
... und wenn jetzt der Frauen-Lesben-Transgender Wagenplatz Schwarze Kanal von der Räumung bedroht ist, Sind wir dann nich alle ein bisschen Schwarzer Kanal?
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
die immobilienpläne für die yorck59
...pfui!
Zahl der Teilnehmenden + weitere Infos
Redebeiträge gabs von ganz verschiedenen Gruppen und Initiativen, so z.b. der Kampagne gegen Zwangsumzüge (
Yorck59-Kritiker
Ihr wollt ein Haus haben, kostenlos, das ist Ok. Was nicht OK ist, das auf öffentlichen Veranstaltungen Vidoes und Fotos gezeigt werden von Leuten, die sich mit Euch solidarisiert haben und versucht haben den platz vorm Haus zu besetzen, deren Gesichter offen zu zeigen. Es wurden dort Straftaten beganne, "illegale Versammlung", "widerstand gegen vollstreckungsbeamte", "gefangenenbefreiung" und ihr zeigt auf einer öffentlichen Veranstaltung deren Gesichter...gehts noch???
ICH dachte immer es gibt einen gewissen Kodex in der linksradikalen Szene, der sich solidarität nennt. d.h. auch das keien Leute abfotographiert und erkenntlich in der öffentlichkeit dargestellt werden.
Bisher lief ich auf Demos und schützte mich vor Bullenkameras. Wenn "eigene" Leute mit Kameras da waren habe ich mir keine Kopp drum gemacht, da ich dachte das die Gesichter eh unkenntlich gemacht werden.
Nun werd ich wohl nur noch geduckt in ner Demo laufen. Und auf Yorckdemos gehe ich erstmal nicht mehr...
@ Jens Anger
Da ist die richtige Adresse, Kritik zu üben. Yorckies haben keinen Einfluß dran.
>> Ihr wollt ein Haus haben, kostenlos, das ist Ok.
Das ist etwas, was die Yorckies, NewYorckies, etc niemals gesagt haben, sondern die Bürgemeisterin (unter anderen). Kostenlos leben zu wollen ist legitim, nicht aber das Ziel der Yorckies.
Die Yorckies bezahlten Miete. Die NewYorckies im Bethanien haben versucht, es zu machen. Das wurde aber von Bezirksamt abgelehnt (da es eine Räumung noch schwieriger machen könnte).
Andere ex-Yorckies versuchten, ein Haus einzukaufen. Das hatte aber leider gescheitert, und die alte Schule in der Scharnweberstr. wird wahrscheilich an einem privaten Investor verkauft.
Was jetzt gewollt wird ist nicht, "ein Haus haben, kostenlos", sondern neue kollektive Strukturen aufbauen, ein Zeichen gegen Privatisierung und Stadtumstrukturierung in XBerg setzen. Es geht nicht nur um "Wohnen", sondern um viel mehr. Und die Leute, die in diesem Prozess beteiligt sind, sind viel mehr als "die Yorckies".
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
soli-grüsse und aktionen in karlsruhe — nextsteffi
leftresistance — leftresistance
mal im ernst — mitdenker
LOFT — Neidhammel
@neidhammel — linker yuppie
ALLES FÜR ALLE - UND ZWAR UMSONST — Schmalz
@Neidhammel — Warhead