Tierrechtstag in Frankfurt am Main
In Frankfurt a.M. fand ein sogenannter Tierrechtstag mit einigen in- und ausländischen Vereinen statt. Er geriet zum Fiasko, da trotz der belebten „Zeil“ (umsatzstärkste Einkaufsstraße Deutschlands) fast niemand etwas von den griesgrämigen „Tierschützern“ wissen wollte. Ein aufschlußreicher Erlebnisbericht.
Zugegeben, das Wetter war trübe. Doch die „Zeil“, Deutschlands umsatzstärkste Einkaufsstraße, war an diesem Pfingstsamstag überaus belebt. Einige Vereine und die Tierschutzpartei luden zum „Tierrechtstag Frankfurt“ ein. Westliche Zeil ab dem Brockhausbrunnen Richtung Kaufhof.
Am 1. Stand lese ich „Weg mit den Tierghetto-Wärtern!“ (die Zoowärter sind offensichtlich gemeint. Hier ist genauso „tote Hose“ wie bei den übrigen „Infoständen“.
Einer rennt mit dem Schild „Jesus lebt!“ herum. Später kriege ich einen Zettel „Jesus ruft Dich!“ in die Hand gedrückt, und man sagt mir „Das Leben ändert sich nur durch Jesus“. Ich bin überzeugt davon, dass Tierschutz auch ohne diesen Jesus möglich ist. Zumal kein handfester Beweis existiert, dass dieser Weltverbesserer (und angeblich Vegetarier, wie ich staunend vernehme) je existiert hat. Laßt diesen angeblichen Sohn Gottes, wohl entsprungen aus einem Fremdgehen der raffinierten Maria, doch in Ruhe und benutzt ihn nicht für euer eigentlich gutes Anliegen! Alles Aberglaube, verbreitet von dumpfen Eiferern, die den Philosophen Feuerbach nie gelesen, geschweige denn verstanden haben. Nichts für ungut!
Am Stand der Schweizerischen Vereinigung für Vegetarismus stehen bzw. sitzen eine bebrillte größere Frau (sie hängt später T-Shirts auf, doch auch dies lockt niemand hinter dem Ofen hervor) und ein kleiner, ebenfalls brillenbewehrter Veganer, wie sich herausstellt. Hut ab!
Veganer essen keinerlei Tierprodukte, auch keinen Honig, keine Milch und keine Milchprodukte (Quark, Käse, usw.). Ja, sie tragen auch kein Leder. Aber, wie ich mich überzeugen kann, sie rauchen (NICHT die Schweizer)! Sie haben offenbar keinerlei Skrupel, ihre Mitmenschen (und zu Hause ihre Tiere) zu quälen und zu vergiften! Wie passt das zusammen? Solcherlei Gutmenschen machen mir Angst. Sie sind genauso verlogen wie die Kirchen, Sekten, Politiker und Top-Manager.
Der junge Mann bei den veganen Schuhen („Cosmoviva“) sitzt missmutig herum. Ich traue mich nicht, ihn anzusprechen. Obwohl ich als Werbemanagerin einer Mineralwasserfirma eigentlich als selbstbewusst gelte.
Ebenfalls peinlich leer ist der Stand der Tierschutzpartei. Auch sie sind viel zu bequem, auf die zahlreichen Passanten zuzugehen. Die Frauen (und ein krank aussehender hagerer Mann) reden lieber miteinander. Sie sind sich für eine offensive Ansprache zu fein. Vielleicht aber auch ungebildet, auf alle Fälle aber nicht für eine Präsentation ausgebildet. Mißmutig wird mir auf Nachfrage klargemacht, dass ich die ausgelegten Infoblätter mitnehmen könne. Als ich zaghaft erklären möchte, dass man aus einem Infostand mehr machen könnte, werde ich gleich als Besserwisserin abqualifiziert. Und ich hätte meine guten Ratschläge gerne weitergegeben, schließlich bin ich vom Fach. Mit Entsetzen sehe ich, dass auch hier später geraucht wird. Und ich erfahre, dass die Tierschutzpartei auch noch von der undemokratisch-totalitären Sekte „Universelles Leben“ verseucht ist.
Doch der absolute negative Höhepunkt sollte noch kommen. Gleich neben dem Stand der schlecht gelaunten Tierschutzparteimenschen befindet sich die „Aktionsgemeinschaft gegen Tierversuche“. Hier sitzt unter einem Regenschirm (vegan?), denn das Wettergeschehen ist mittlerweile von Nieselregen beherrscht, eine unglaublich feindselig aussehende, grimmig dreinblickende verhärmte Frau. Roswitha heißt sie, wie ich in Erfahrung bringen kann. Sie habe „große Verdienste“ im Tierschutz, meint jemand. „Das ist eine Wahnsinnige mit erheblichen psychischen Defekten“, meint ein Anderer. Was nun stimmt, weiß höchstens der erfundene Jesus. Wohl weiß ich aber, dass ich eine solch verkniffene Frau mit dieser immensen negativen Ausstrahlung nie kennenlernen möchte.
Das war also der „Tierrechtstag Frankfurt“ (oder „Tierrechtetag“? Egal, bei Google gab es jedes Mal null Treffer). Eine solche Blamage für den Tierschutz hätte besser niemals stattgefunden.
Am 1. Stand lese ich „Weg mit den Tierghetto-Wärtern!“ (die Zoowärter sind offensichtlich gemeint. Hier ist genauso „tote Hose“ wie bei den übrigen „Infoständen“.
Einer rennt mit dem Schild „Jesus lebt!“ herum. Später kriege ich einen Zettel „Jesus ruft Dich!“ in die Hand gedrückt, und man sagt mir „Das Leben ändert sich nur durch Jesus“. Ich bin überzeugt davon, dass Tierschutz auch ohne diesen Jesus möglich ist. Zumal kein handfester Beweis existiert, dass dieser Weltverbesserer (und angeblich Vegetarier, wie ich staunend vernehme) je existiert hat. Laßt diesen angeblichen Sohn Gottes, wohl entsprungen aus einem Fremdgehen der raffinierten Maria, doch in Ruhe und benutzt ihn nicht für euer eigentlich gutes Anliegen! Alles Aberglaube, verbreitet von dumpfen Eiferern, die den Philosophen Feuerbach nie gelesen, geschweige denn verstanden haben. Nichts für ungut!
Am Stand der Schweizerischen Vereinigung für Vegetarismus stehen bzw. sitzen eine bebrillte größere Frau (sie hängt später T-Shirts auf, doch auch dies lockt niemand hinter dem Ofen hervor) und ein kleiner, ebenfalls brillenbewehrter Veganer, wie sich herausstellt. Hut ab!
Veganer essen keinerlei Tierprodukte, auch keinen Honig, keine Milch und keine Milchprodukte (Quark, Käse, usw.). Ja, sie tragen auch kein Leder. Aber, wie ich mich überzeugen kann, sie rauchen (NICHT die Schweizer)! Sie haben offenbar keinerlei Skrupel, ihre Mitmenschen (und zu Hause ihre Tiere) zu quälen und zu vergiften! Wie passt das zusammen? Solcherlei Gutmenschen machen mir Angst. Sie sind genauso verlogen wie die Kirchen, Sekten, Politiker und Top-Manager.
Der junge Mann bei den veganen Schuhen („Cosmoviva“) sitzt missmutig herum. Ich traue mich nicht, ihn anzusprechen. Obwohl ich als Werbemanagerin einer Mineralwasserfirma eigentlich als selbstbewusst gelte.
Ebenfalls peinlich leer ist der Stand der Tierschutzpartei. Auch sie sind viel zu bequem, auf die zahlreichen Passanten zuzugehen. Die Frauen (und ein krank aussehender hagerer Mann) reden lieber miteinander. Sie sind sich für eine offensive Ansprache zu fein. Vielleicht aber auch ungebildet, auf alle Fälle aber nicht für eine Präsentation ausgebildet. Mißmutig wird mir auf Nachfrage klargemacht, dass ich die ausgelegten Infoblätter mitnehmen könne. Als ich zaghaft erklären möchte, dass man aus einem Infostand mehr machen könnte, werde ich gleich als Besserwisserin abqualifiziert. Und ich hätte meine guten Ratschläge gerne weitergegeben, schließlich bin ich vom Fach. Mit Entsetzen sehe ich, dass auch hier später geraucht wird. Und ich erfahre, dass die Tierschutzpartei auch noch von der undemokratisch-totalitären Sekte „Universelles Leben“ verseucht ist.
Doch der absolute negative Höhepunkt sollte noch kommen. Gleich neben dem Stand der schlecht gelaunten Tierschutzparteimenschen befindet sich die „Aktionsgemeinschaft gegen Tierversuche“. Hier sitzt unter einem Regenschirm (vegan?), denn das Wettergeschehen ist mittlerweile von Nieselregen beherrscht, eine unglaublich feindselig aussehende, grimmig dreinblickende verhärmte Frau. Roswitha heißt sie, wie ich in Erfahrung bringen kann. Sie habe „große Verdienste“ im Tierschutz, meint jemand. „Das ist eine Wahnsinnige mit erheblichen psychischen Defekten“, meint ein Anderer. Was nun stimmt, weiß höchstens der erfundene Jesus. Wohl weiß ich aber, dass ich eine solch verkniffene Frau mit dieser immensen negativen Ausstrahlung nie kennenlernen möchte.
Das war also der „Tierrechtstag Frankfurt“ (oder „Tierrechtetag“? Egal, bei Google gab es jedes Mal null Treffer). Eine solche Blamage für den Tierschutz hätte besser niemals stattgefunden.
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Ergänzungen
Hi
Rauchen ist folglich genauso schlimm wie der Mord an Tieren?!?
Is ja gut, wenn Mensch was gegen Rauchen hat, aber is das in einem Artikel über Tierrechte wirklich relevant?
Und das Jesus nicht der Sohn Gottes ist und sich für Tierrechte eingesetzt hat ist auch klar, trotzdem ist seine Existenz als Person bewießen.
Im Allgemeinen war der Artikel echt lustig zu lesen, aber ein bischen mehr Objektivität würde echt nicht schaden.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
hm naja nennen wirs anders... — TierrechtlerIn
@ Anno — nym
gegen alle herrschaftsverhältnisse! — go vegan
@nym — -w
An den Autor — Physikus
ULDreck — sdf
blubber — kilian
@kilian — wissende
Tierrechtler — Philly
Anmerkung zu Frau Fleischmanns Artikel — La Habanera
Tierrechtstag in Frankfurt — Christa
Anmerkung — Ludwig Feuerbach