Störung bei Hauptbahnhoferöffnung
Eine Künstlerinitiative ruft zur Störung der feierlichen Einweihung des Hauptbahnhofs in Berlin auf. Merkel fährt mit dem Sonderzug in den 700 Millionen teuren, nagelneuen Bahnhof ein, um dann die 1,8 Millionen teure Party zu eröffnen. Währenddessen wollen sich die "Ausgeschlossenen und Überflüssigen" um 20 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz breit machen.
Am Freitag den 26. Mai wird der neue Hauptbahnhof in der Hauptstadt eines der reichsten Länder der Erde eingeweiht. In Berlin wird vor den Augen der Weltöffentlichkeit ein Lichtspektakel inszeniert, das Albert Speer blass aussehen lassen wird. Vor einem Millionenpublikum werden illuminierte Züge aus Ost und West im neuen Bahnhof in einem bombastischen Feuerwerk verschmelzen. Ob damit ein terroristischer Anschlag, eine Kernfusion oder die Abwehrbereitschaft des Westen mittels Laserkanonen symbolisiert werden soll, ist unklar. Jedenfalls blickt die Welt wieder mal auf Berlin.
Ein Symbol für Mobilität, ein Symbol für Fortschritt und Wohlstand wird von Regierenden und Wirtschaftsunternehmern medial ins Licht gerückt.
In einem Aufruf zur Störung dieser Inszenierung wird darauf hingewiesen, dass mit dem 700 Millionen Euro teuren Bahnhof gleichzeitig der Mehrheit der Menschheit (immerhin etwa 5 Milliarden Menschen) vor Augen geführt wird, dass sie von alle dem auch weiterhin ausgeschlossen bleiben wird. Tatsache ist nämlich, das der Grossteil der Menschheit vom Reichtum des Nordens nur träumen kann und Mobilität für Flüchtlinge spätestens an den Grenzen der EU endet.
Auch hier in Deutschland werden immer mehr Menschen ausgeschlossen, weil sie selbst hier kein Geld mehr haben, um am schönen, mobilen Leben teilzunehmen. Als Folgen von Sozialabbau, Rationalisierung und Deregulierung, sinkt die „Nachfrage" und damit die "Kaufkraft" von Hartz IV-EmpfängerInne nach Waren und Bahntickets gegen Null.
Pikanterweise steht mit dem staatlichen Einweihungsakt die Bahn vor der endgültigen Zerschlagung durch sogenannte Heuschreckenfonds. Die Folge werden auch hier höhere Preise, Entlassungen von Bahnbediensteten und der Umbau der Bahnhöfe zu Flaniermeilen der Besserverdienenden sein.
Um gegen all dies zu protestieren rufen nun eine Künstlerinitiativen dazu auf, sich um 20 Uhr im öffentlichen Raum breit zu machen. Unterstützt wird die Aktion laut Presseerklärungen von Initiativen wie "Bahn für Alle", attac, "Bahn von Unten", GewerkschafterInnen und der WASG-Berlin.
Konkret wollen die VeranstalterInnen, dass der Bahnhofsvorplatz durch Ablegen auf den Boden belegt und Ausschluss damit zum Thema gemacht wird. Mitmachen kann jedEr: einfach um 20 Uhr am Bahnhofsvorplatz stehen und sich für 15 auf den Boden legen oder setzen. Wenn genug Menschen mitmachen, könnte das ein bizarres Bild für die Medien werden. Statt des Bildes einer jubelnden, konsumierenden Menschenmenge, ein Bild der Verweigerung und Ablehnung.
Laut AufruferInnen ist dies eine Massenaktion, in der die Folgen von Privatisierung und Sozialabbau aufgeführt werden sollen: Armut, Obdachlosigkeit, Sterben einer solidarischen Gesellschaft.
Ob die Idee von den mehr als 300.000 Hartz IV EmpfängerInnen allein in Berlin unterstützt wird ist fraglich. Schließlich fehlt vielen schon das Geld für die BVG, um zum Hauptbahnhof zu kommen. Andererseits gibt es selten genug staatlich finanzierte Brot und Spiele, Feuerwerk und Konzert (Radio Eins) umsonst. Die Kameras jedenfalls warten schon auf Merkel, Mehdorn, Wowereit, Rogowski…..und vielleicht die Überflüssigen.
Ein Symbol für Mobilität, ein Symbol für Fortschritt und Wohlstand wird von Regierenden und Wirtschaftsunternehmern medial ins Licht gerückt.
In einem Aufruf zur Störung dieser Inszenierung wird darauf hingewiesen, dass mit dem 700 Millionen Euro teuren Bahnhof gleichzeitig der Mehrheit der Menschheit (immerhin etwa 5 Milliarden Menschen) vor Augen geführt wird, dass sie von alle dem auch weiterhin ausgeschlossen bleiben wird. Tatsache ist nämlich, das der Grossteil der Menschheit vom Reichtum des Nordens nur träumen kann und Mobilität für Flüchtlinge spätestens an den Grenzen der EU endet.
Auch hier in Deutschland werden immer mehr Menschen ausgeschlossen, weil sie selbst hier kein Geld mehr haben, um am schönen, mobilen Leben teilzunehmen. Als Folgen von Sozialabbau, Rationalisierung und Deregulierung, sinkt die „Nachfrage" und damit die "Kaufkraft" von Hartz IV-EmpfängerInne nach Waren und Bahntickets gegen Null.
Pikanterweise steht mit dem staatlichen Einweihungsakt die Bahn vor der endgültigen Zerschlagung durch sogenannte Heuschreckenfonds. Die Folge werden auch hier höhere Preise, Entlassungen von Bahnbediensteten und der Umbau der Bahnhöfe zu Flaniermeilen der Besserverdienenden sein.
Um gegen all dies zu protestieren rufen nun eine Künstlerinitiativen dazu auf, sich um 20 Uhr im öffentlichen Raum breit zu machen. Unterstützt wird die Aktion laut Presseerklärungen von Initiativen wie "Bahn für Alle", attac, "Bahn von Unten", GewerkschafterInnen und der WASG-Berlin.
Konkret wollen die VeranstalterInnen, dass der Bahnhofsvorplatz durch Ablegen auf den Boden belegt und Ausschluss damit zum Thema gemacht wird. Mitmachen kann jedEr: einfach um 20 Uhr am Bahnhofsvorplatz stehen und sich für 15 auf den Boden legen oder setzen. Wenn genug Menschen mitmachen, könnte das ein bizarres Bild für die Medien werden. Statt des Bildes einer jubelnden, konsumierenden Menschenmenge, ein Bild der Verweigerung und Ablehnung.
Laut AufruferInnen ist dies eine Massenaktion, in der die Folgen von Privatisierung und Sozialabbau aufgeführt werden sollen: Armut, Obdachlosigkeit, Sterben einer solidarischen Gesellschaft.
Ob die Idee von den mehr als 300.000 Hartz IV EmpfängerInnen allein in Berlin unterstützt wird ist fraglich. Schließlich fehlt vielen schon das Geld für die BVG, um zum Hauptbahnhof zu kommen. Andererseits gibt es selten genug staatlich finanzierte Brot und Spiele, Feuerwerk und Konzert (Radio Eins) umsonst. Die Kameras jedenfalls warten schon auf Merkel, Mehdorn, Wowereit, Rogowski…..und vielleicht die Überflüssigen.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen