Aktion zum Jahrestag der Räumung der Yorck59
Fast ein Jahr nach der brutalen Räumung des linken Hausprojektes Yorck59 in Berlin-Kreuzberg fand gestern in den frühen Morgenstunden eine Farbei- und Glasbruch-Aktion am Gebäude statt. Die Investoren Marweld und Walter lassen das geräumte Hinterhaus leerstehen und sollen durch die Aktion sowohl an die von ihnen verursachte Räumung erinnert werden als auch an einem Verkauf oder Vermietung des Hinterhauses gehindert werden.
Am 6.6.2006 jährt sich die Räumung des linken Hausprojektes Yorck59 in Berlin-Kreuzberg. Vor einem Jahr wurden die 60 BewohnerInnen und mehrere Hundert UnterstützerInnen von 5 Hundertschaften Bullerei aus dem Haus und als Sitzblokade vor dem Haus brutal geräumt. Die neuen Eigentümer Gregor Marweld und Marc Walter hatten Räumungsklage gestellt und die SPD/PDS-Regierung Innensenator Körting das OK für den Einsatz gegen das seit 18 Jahren bestehende Hausprojekt gegeben. Im Hinterhaus war nicht nur Platz für mehrere große Wohngruppen, sondern auch Veranstaltungsflächen, Raum für politische Arbeit, Sport, Theater und feste Büros wie die ARI (Antirassistische Initiative) oder Libertad.
Seit nunmehr einem Jahr steht das geräumte Hinterhaus leer, nur die selbst errichteten Wohn- und Büroräume des Projektes sind herausgerissen. Das Gelände ist gesichert mit Stacheldraht, Wachschutz, gesichertem Eingangstor und einzelne erreichbare Fenster sind vermauert. Im Untergeschoß sitzt nach wie vor die Firma SERABAG, die die Arbeit für die Hausverwaltung von Marweld erledigt. So wohl auch am gestrigen Morgen, nachdem durch einen Farbeierregen des Nachts die Fassade zahlreiche bunte Flecken erhielt. Auf den Fotos ist zu sehen, dass bereits ein großer Teil der Verschönerungsmaßnahme von ihnen übermalt wurde. Die Backsteinfassade des Hinterhauses, wo sich das Hausprojekt befand, ist allerdings noch mit schwarzen Flecken versehen und der Glasbruch an einigen Fenstern zeugt vom nächtlichen Besuch.
Der rasche Versuch die Spuren zu beseitigen hinterläßt die Gewissheit, den richtigen Nerv getroffen zu haben. Publizität war noch nie das Interesse von Marweld und Walter. Also ein gutes Zeichen für weitere Aktivitäten, sollen sie doch ihre Verantwortung für diese Räumung nie vergessen!
Am 6.6. wird es zudem eine kämpferische Demonstration zum Jahrestag der Räumung geben. "Wir sind wütend - was seid ihr?" ist ihr Motto und sie soll um 18 Uhr am Rathaus in der Yorcksraße beginnen und am Abend vor der Yorck59 enden.
Zum Schluß noch Grüße an die mutigen NachtarbeiterInnen und die Dokumentation ihrer in Kreuzberg kursierenden Aktionserklärung:
Ein Jahr nach der Räumung - und ihr denkt es ist vorbei?!
Gestern, am 22.5.2006 haben wir die Fassaden des Vorder- und des
Hinterhauses der Yorck59 mit Farbe eingedeckt. Den beiden Immobilienhaien Marweld und Walter haben wir dabei im leeren Hinterhaus auch Glasbruch hinterlassen.
Fast ein Jahr danach machen wir euch, Gregor Marweld, Kantstr. xxx und
Marc Walter, Mommsenstr. xxx immer noch für die Räumung des linken
Hausprojektes Yorck59 am 6.6.2005 verantwortlich. An diesem Tag wurden
mehrere Hundert solidarische Menschen in und vor dem Haus mit einem
krassen Bulleneinsatz geräumt.
Das Haus steht seitdem leer!!!
Wir werden nicht zulassen, dass ihr auch nur einen cent daran verdient. Es trifft euch nicht zum ersten mal und es war bestimmt auch nicht das letzte Mal.
Miethaie zu Fischstäbchen!
Radikale Linke - Abteilung 59
Seit nunmehr einem Jahr steht das geräumte Hinterhaus leer, nur die selbst errichteten Wohn- und Büroräume des Projektes sind herausgerissen. Das Gelände ist gesichert mit Stacheldraht, Wachschutz, gesichertem Eingangstor und einzelne erreichbare Fenster sind vermauert. Im Untergeschoß sitzt nach wie vor die Firma SERABAG, die die Arbeit für die Hausverwaltung von Marweld erledigt. So wohl auch am gestrigen Morgen, nachdem durch einen Farbeierregen des Nachts die Fassade zahlreiche bunte Flecken erhielt. Auf den Fotos ist zu sehen, dass bereits ein großer Teil der Verschönerungsmaßnahme von ihnen übermalt wurde. Die Backsteinfassade des Hinterhauses, wo sich das Hausprojekt befand, ist allerdings noch mit schwarzen Flecken versehen und der Glasbruch an einigen Fenstern zeugt vom nächtlichen Besuch.
Der rasche Versuch die Spuren zu beseitigen hinterläßt die Gewissheit, den richtigen Nerv getroffen zu haben. Publizität war noch nie das Interesse von Marweld und Walter. Also ein gutes Zeichen für weitere Aktivitäten, sollen sie doch ihre Verantwortung für diese Räumung nie vergessen!
Am 6.6. wird es zudem eine kämpferische Demonstration zum Jahrestag der Räumung geben. "Wir sind wütend - was seid ihr?" ist ihr Motto und sie soll um 18 Uhr am Rathaus in der Yorcksraße beginnen und am Abend vor der Yorck59 enden.
Zum Schluß noch Grüße an die mutigen NachtarbeiterInnen und die Dokumentation ihrer in Kreuzberg kursierenden Aktionserklärung:
Ein Jahr nach der Räumung - und ihr denkt es ist vorbei?!
Gestern, am 22.5.2006 haben wir die Fassaden des Vorder- und des
Hinterhauses der Yorck59 mit Farbe eingedeckt. Den beiden Immobilienhaien Marweld und Walter haben wir dabei im leeren Hinterhaus auch Glasbruch hinterlassen.
Fast ein Jahr danach machen wir euch, Gregor Marweld, Kantstr. xxx und
Marc Walter, Mommsenstr. xxx immer noch für die Räumung des linken
Hausprojektes Yorck59 am 6.6.2005 verantwortlich. An diesem Tag wurden
mehrere Hundert solidarische Menschen in und vor dem Haus mit einem
krassen Bulleneinsatz geräumt.
Das Haus steht seitdem leer!!!
Wir werden nicht zulassen, dass ihr auch nur einen cent daran verdient. Es trifft euch nicht zum ersten mal und es war bestimmt auch nicht das letzte Mal.
Miethaie zu Fischstäbchen!
Radikale Linke - Abteilung 59
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Feature zur Yorck59
Verständnisfrage
Dies scheint insgesamt rechtmäßig gewesen zu sein, denn von einem Widerspruch oder ähnlichem gegen die Räumungsverfügung von Seiten der Besetzer oder einer nachträglichen gerichtlichen Rücknahme kann man nichts lesen - obwohl mittlerweile ein Jahr verstrichen ist.
Zum Jahrestag begeben sich "Unbekannte" erneut zum besagtem Haus, begehen Straftaten (Sachbeschädigung) und deuten an, die Immobilienbesitzern auch zukünftig rechtswidrig zu belästigen.
Was soll das? Kindische Rache?
inhaltliche ergänzung
Eine relativ kurze Zusammenfassung is auf wikipedia, mit Links zu ganz verschiedenen Quellen:
Zur Demo am 6.6. gibtz inzwischen Aufruf + Flyer + Plakat hier:
(Zum Bethanien läuft gerade ein BürgerInnenbegehren gegen die Privatisierung des Gebäudes und für ein offenes soziales, politisches + kulturelles Zentrum darinnen. Gleichzeitig wird für ein solches Zentrum von Unten ein Konzept entwickelt, wobei sich bisher auf 4 offenen Ideenwerkstätten mehr als 100 Leute an der Ideenentwicklung beteiligt haben (
Video zur Räumung
Ansehen:
Runterladen:
Farbbeutel gegen die Yorckstraße 59
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
@Frager — egal
Voll der Rave — acidburn