Graffiti an Kirchen gegen Rechte Gedenkverans

Der oder die AutorIn 18.05.2006 18:02 Themen: Antifa
Laut Presseberichten wurden im bayerischen Oberland zwei Kirchen (in Garmisch-Patenkirchen und in Schliersee) mit „Antifaschistschen-Parolen“ besprüht. Diese Aktionen wenden sich scheinbar gegen rechte Gedenkveranstaltungen in Mittenwald und Schliersee.
Bayern: Graffiti an Kirchen gegen Rechte Gedenkveranstaltungen


Laut Presseberichten wurden im bayerischen Oberland zwei Kirchen (in Garmisch-Patenkirchen und in Schliersee) mit „Antifaschistschen-Parolen“ besprüht. Diese Aktionen wenden sich scheinbar gegen rechte Gedenkveranstaltungen in Mittenwald und Schliersee.


Die Kriegergedenkkapelle in Garmisch-Partenkirchen ist Presseberichten zufolge  http://www.antenne.de/antenne/dynamic/news/on/n_b_more.php?f=1476123480.xml
 http://de.news.yahoo.com/14052006/336/kriegergedenkkapelle-verwuestet.html am Wochenende von Unbekannten mit Parolen wie „Mörder unterm Edelweiß, Tradition ist angreifbar“ besprüh . Ausserdem wurden laut Polizeiangaben  http://www.polizei.bayern.de/oberbayern/weilheim/news/presse/aktuell/index.html/13665 etwa 150 Gedenktafeln für Soldaten beider Weltkriege von den Wänden entfernt. Die Aktion steht wohl im Zusammenhang mit den Protesten gegen das Gebirgsjägertreffen in Mittenwald.

Auch im Oberbayrischen Schliersee wurde eine Kapelle besprüht. An dieser sog. „Weinberg-Kapelle“ findet auf Einladung der rechtsextremen Freikorps Oberland  http://www.indynews.net/gegenrechts0/article/2078/978/e27f891fd6/neste/1/ jedes Jahr im Mai (diesesmal 21.05)eine sog. „Annaberggedenkfeier“ statt. Im Miesbacher Merkur  http://www.merkur-online.de/regionenuebersicht/miesbach/index.html?fCMS=faccc7377e222705b37e14a9979e1992 war zu lesen:

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"Keine Nazi-Tradition" und "Mittenw. ist überall!" haben bisher Unbekannte groß an die Wand der St.-Georg-Kapelle geschrieben und die Gedenktafel, die an die 52 toten Mitglieder des Freikorps Oberland erinnert, großflächig mit gelber Farbe besprüht. Hans Pawlovsky äußerte sich auf Anfrage alles andere als erfreut: "Eine solche Form findet nicht meine Zustimmung. Ich wünsche mir eine zivilisierte Auseinandersetzung." Die Polizei Miesbach sieht die Entwicklung aus Gründen der Sicherheit mit Sorge.
"

Hintergrundinfos zu Mittenwald:
www.nadir.org/mittenwald

Hintergrundinfos zu Schliersee
 http://www.indynews.net/gegenrechts0/article/2078/978/e27f891fd6/neste/1/
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Ergänzungen

SZ Artikel vom 16.5.2006

Wanderassel 19.05.2006 - 04:21
Das schreibt die Süddeutsche Zeitung:

"Die Fronten stehen - Das Kriegergedenken und die Proteste in Mittenwald

Unwahrscheinlich, dass die POlizei die Täter ermittelt, die am Wochenende die Kriegergedenkkapelle in Garmisch-Partenkirchen (bei München, Anm.d.T) verwüstet haben. Zwar deuten Parolen wie "Mörder unterm Edelweiß" an, dass es militante Gegener jenes umstrittenen Pfingsttreffens des "Kameradenkreises der Gebirgstruppe" waren, die dort 150 Gedenktafeln für gefallene Soldaten zerstört haben. Aber auch in den Jahren zuvor, als im Umfeld des Treffens solche Parolen auf das Kriegerdenkmal am Hohen Brendten in Mittenwald gesprüht wurden, wurden die Täter nie gestellt. "Dabei müssen sie von hier stammen", sagt der Mittenwalder Bürgermeister Hermann Salminger. "Die auswärtigen Protestierer kommen ja nur direkt zur Gedenkfeier." So auch dieses Jahr, wenn der Kameradenkreis sein Gedenken für die gefallenen Gebirgsjäger am 28.Mai abhält. Seit Wochen mobilisieren der "VVN-Bund der Antifaschisten" und ein Arbeitskreis "Angreifbare Traditionspflege" zu Gegenkundgebungen für diesen Tag. Mit Verweis auf die Kriegsverbrechen der Gebirgsjäger wie die Erschießung von über 4000 italienischen Soldaten, die sich bereits ergeben hatten - 1943 auf der griechischen Insel Kephal-Ionia - fordern seit Jahren ein Ende der Treffen. 2005 folgten um die 500 Demonstranten den Aufrufen. Heuer rechnet die Polizei mit ähnlicher Resonanz. "Wir nehmen keine Störungen hin", kündigt ihr Sprecher Klaus Schürgers an. Auch das ist nicht neu. Pfingsten 2005 wurden 100 Gegner des Gedenkens in Gewahrsam genommen. Die Mittenwalder richten sich derweil wieder auf den "Ausnahmezustand" (Salminger) ein. Auch wenn die Bevölkerung hier fest zu den Gebirgsjägern steht, die das Gedenken zumindest in eine andere Jahreszeit verlegen wollen. Denn immer im Mai kommt der Tourismus in Schwung, zu Pfingsten sind viele Gästehäuser und Hotels erstmals nach der Wintersaison ausgebucht. Die Schlagzeilen und Fernsehbilder, die die Gedenkfeier und die Proteste produzieren, "tun uns besonders weh", sagt Salminger. "Inzwischen gibt es ja auch Gäste, die zur Pfingsten gar nicht mehr kommen wollen." So wird der Druck auf den Kameradenkreis stärker: Auch der Mittenwalder Tourismusdirektor Klaus Ronge und der Kommandeur der Gebirgsjäger, Oberstleutnant Rainer Stähler, haben sich bereits beim Präsidenten des Kameradenkreises, Manfred Benkel, für eine Verlegung eingesetzt. Dieses Jahr hat Benkel erstmals dem Drängen nachgegeben und die Feier um eine Woche vorverlegt - "weil die Aufmerksamkeit der Medien auf Deutschland wegen der Fußball-WM besonders stark ist". Nächstes Jahr, so stellt Benker klar, wenn sich die Aufstellung des Kriegerdenkmals zum 50.Mal jährt. wird sich der Kameradenkreis dort aber wieder an Pfingsten treffen. Und für die Zeit danach "haben wir noch keine Planung". Stellt sich überhaupt die Frage, ob eine Verlegung den gewünschten Effekt bringen würde. Denn der "VVN-Bund der Antifaschisten" wollen so lange gegen das Gedenken mobilisieren, bis es ein für alle mal abgesagt wird."

Kennzeichen Edelweiß

Dein Name 19.05.2006 - 10:42
Ein recht guter Artikel zu den Freikorps Oberland und dem "Schlierseetreffen" ist heute in der "links-intelektuellen" Wochenzeitung "Freitag" unter der Überschrift "Kennzeichen Edelweiß"erschienen:
 http://www.freitag.de/2006/20/06200402.php

Don't hate the media, become the media.

Steffi 19.05.2006 - 17:24
Nach jedem Beitrag auf indymedia kommt direkt wieder ein Kommentar
"Löschen. Mods bitte löschen"

Indymedia ist eine alternative Plattform, die unkommerzielle Nachrichten, die keinen Platz in Bild finden, veröffentlichen um eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen.
Und es funktioniert.
Es gibt etliche Server weltweit, Hundertausende wenn nicht noch mehr nutzen the new media.
Aber eure Kommentarte ziehen die qualität erheblich runter.
Wenn ihr was gegen bestimmte aktionen habt dann formuliert eine antwort, die kritisiert und vllt. auch verbesserungsvorschläge gibt anstatt sinnlose polemik.

Alle zusammen - Alles für Alle.
Reißt euch am Riemen Leute.
An den Israeli:
Werf bitte nicht alle Linken mit den paar Antideutschen in einen Haufen.
Der hegemoniale Teil der Linken ist antinational und schwenkt keine Israelflaggen.

So Leute jetzt geht raus und ändert die Welt. Und stellt euch nicht den eigenen Leuten in den Weg ;-)
Viva Zapata.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 8 Kommentare an

schnauze — voll!

Skandal — Schreiber

Gute Aktion!! — steffi

heult doch..... — oliver jahn

CSU-Troll piss off! — Bayerin

Pfui bäh — ??

oh wie schlimm — moeper

Kirchenschändung — Roland