Landesvorstand der WASG-Berlin geräumt

WASG-Berlin lebt! 14.05.2006 18:36
WASG-Bundesvorstand setzt Berliner Landesvorstand ab. Klaus Ernst setzt Kommissare aus Linksfraktion ein. Linke Opposition mobilisiert zum Widerstand. WASG-Mitglieder versammeln sich in Berliner Innenstadt. „Wir werden Anweisungen nicht Folge leisten.“ Auch Landesvorstand Meck-Pomm abgesetzt. Bundesweite Versammlung der Opposition in Kassel.
Berliner Landesvorstand der WASG abgesetzt. Diese Nachricht überbrachte Helge Meves, Fusionsbeauftragter von WASG und Linkspartei und Ex-Funktionör der PDS dem Berliner Landesverband. Grund für die Absetzung des Landesverbandes ist die Weigerung der Berliner „Abweichler“ ihre Wahlanzeige zur Berliner Abgeordentenhauswahl zurückzuziehen. Unterdessen zeigte sich die Berliner PDS befriedigt. Gegen ihre Politik richtete sich der Konkurrenzwahlantritt der Berliner WASG. Als kommissarischen Leiter des renitenten Berliner WASG-Landesverbandes wurde der nordrheinwestfälische Bundestagsabgeordnete Hüseyin Aydin eingesetzt. Aydin ist in der WASG umstritten, da er eine Bochumer WASG-Gruppe aus streikenden General-Motors Arbeitern ausgeschlossen hatte.

Ebenfalls für abgesetzt erklärt wurde der Landesvorstand der WASG Mecklenburg-Vorpommern.

Am Sonntag Abend versammeln sich die Mitglieder der Berliner WASG um 19 Uhr in Berlin-Mitte/ Kreuzberg in der „Alten Feuerwache“ um den Widerstand zu zu organisieren. Der Alleinantritt zur Berliner Abgeordnetenwahl in Konkurrenz zur PDS soll nicht zurückgezogen werden. Ein noch vom abgesetzten Landesvorstand für Dienstag im Seniorenheim am Berlin-Kreuzberger Moritzplatz einberufene Landesparteitag soll ebenfalls trotzdem stattfinden. Es wird davon ausgegangen dass der Bundesvorstand dann Bezirksvorstände absetzt, Mitglieder ausschließt sowie die Auflösung des Berliner Landesverbandes anordnet.

Während sich in Berlin Widerstand formiert, verlassen dagegen erste Mitglieder die Partei. In Hamburg erklärte Tilo Schönberg vom Hamburger Landesvorstand der WASG seinen Austritt. „Ich sehe mich außerstande die Politik, die der Bundesparteitag der WASG in Ludwigshafen beschlossen hat umzusetzen. Was jetzt innerhalb der WASG stattfindet ist eine Treibjagd auf Kritiker der Politik der L.PDS in Berlin und überall dort, wo diese Partei in der Regierungsverantwortung ist. Das ist nicht meine Politik! Das ist auch Nicht mehr mit dem Gründungskonsens der WASG zu vereinbaren. Den Persilschein, den Klaus Ernst vom Bundesparteitag für seine Jagd auf die Berliner- als Etwas anderes kann man das nicht bezeichnen - erhalten hat, habe ich schon Für äußerst fatal gehalten. Die Rücktritte von Bischoff, Lösing und Radtke Waren eine Bestätigung dessen. MIT EINEM RÜCKZUG DER WAHLANZEIGE DURCH DEN BUVO HÄTTE ICH LEBEN KÖNNEN! Aber Klaus Ernst will die Widerspenstigen plattmachen. Ihm geht es nicht um nur um eine Rücknahme der Wahlanzeige, hier soll ein Exempel statuiert werden!
Ich kann und will diese "Politik" nicht mittragen. Wir sind angetreten, dem Neoliberalismus in Deutschland energischen Widerstand etgegenzusetzen. Diese Politik ist mit der L.PDS nicht zu machen, jedenfalls nicht dort, wo sie in Regierungsverantwortung ist oder diese
anstrebt. Innerhalb der L.PDS sind die Neo-Cons um Wolf und Consorten auf dem Vormarsch, die linken Kräfte werden an den Rand gedrängt. Klaus Ernst stärkt in der WASG, unter massiver Einflussnahme von Lafontaine und Maurer, den SPD-nahen Gewerkschaftsflügel und drängt die Linke
innerhalb der WASG ebenfalls aus Ämtern und der Partei - mit dem Rückenwind eines Bundesparteitagsbeschlusses, der in seiner Formulierung in der deutschen Parteien-Landschaft wohl einmalig ist. Eine Frage zum Schluss, die jeder für sich selbst beantworten soll und muss: Wenn ich gegen Sozialabbau bin, wen ich mich gegen die irren Preiserhöhungen
bei lebenswichtigen Grundlagen, wie Strom und Wasser wehren will, wenn
ich verhindern will, das selbst in staatlichen Einrichtungen der
Lohndumping Einzug hält, wenn ich möchte, das Ausländer hier in diesem Land auch bleiben können, ohne ständig von Abschiebung bedroht zu werden -wenn ich das alles will, welche Partei soll ich als "Berliner" dann wählen? Bis heute gab es noch eine Alternative, eine Wahlalternative - jetzt nicht mehr ... Mit sofortiger Wirkung lege ich mein Amt im Landesvorstand der WASG Hamburg nieder und trete aus dieser Partei aus. Gleichzeitig erlischt meine Einzugsermächtigung für den Mitgliedsbeitrag. Ich wünsche Euch für Euren weiteren "Parteibildungsprozess" alles Gute.
Wenn ihr mich sucht - ihr findet mich links von Euch."

Michael Prütz vom abgesetzten Berliner Landesvorstand erklärte, keine der vom Bundesvorstand angeordneten Massnahmen werde akzeptiert, geschweige denn umgesetzt. "Wir bitten alle Bezirksvorstände ihre Arbeit fortzusetzen." Zeitgleich erklärten mehrere Berliner Bezirksverbände ihre Bereitschaft zum Widerstand.

Dazu sagte Lucy Redler, abgesetztes Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstands der WASG Berlin und Spitzenkandidatin zu den Abgeordnetenhauswahlen: "Nicht der Landesverband Berlin der WASG, sondern der Bundesvorstand verstößt gegen die Grundsätze der Partei. Die WASG wurde als breite, demokratische Sammlungsbewegung gegen den Neoliberalismus gegründet. Das Gründungsprogramm schließt eine Teilnahme an Regierungen, die Sozialabbau und Privatisierungen betreiben, aus. Die eigenständige Kandidatur der WASG Berlin steht im Einklang mit den Grundsätzen der Partei. Sie ist eine traurige Notwendigkeit aufgrund der unsozialen Politik des SPD/Linkspartei.PDS-Senats in der Stadt. Sie wird - wie die schnelle erfolgreiche Sammlung von 2300 Unterstützungsunterschriften bezeugt - von vielen BerlinerInnen begrüßt. Der Bundesvorstand geht mit Ordnungsmaßnahmen gegen einen Landesverband vor, der nur das Recht für sich in Anspruch nimmt, selbständig über Landespolitik zu entscheiden. Dieses Vorgehen hat nichts mit der demokratischen Kultur der neuen Linken zu tun; es zeugt vielmehr von der autoritär-zentralistischen Kultur, an der die "alte" Linke gescheitert ist. Ich bin sicher, dass diese Maßnahme vor Gericht keinen Bestand hat. Der Landesparteitag der WASG Berlin wird am kommenden Dienstag über die Absetzung des demokratisch gewählten Vorstandes befinden und endgültig über die Frage der eigenständigen Kandidatur entscheiden. Es geht nicht um einen Konflikt zwischen dem Berliner Landesverband und dem Rest der WASG. 48 Prozent der Delegierten des Bundesparteitags hatten sichgegen administrative Maßnahmen ausgesprochen. Mit seinem rücksichtslosen Vorgehen bringt der Bundesvorstand die Partei an den Rand der Spaltung und agiert gegen eine größtmögliche Einheit der Linken. Ich rufe alle WASG-Mitglieder auf, in der Partei zu bleiben und gemeinsam für eine demokratische und konsequent anti-neoliberale Partei zu kämpfen.Das ist eine wichtige Voraussetzung, um eine vereinigte neue Linke zu schaffen, die diesen Namen auch verdient."

Auch bundesweit formiert sich Wiederstand: Am 20 Mai will sich die WASG-Linke in Kassel zu "antikapitalistischem Widerstand" zusammenfinden. In Berlin werden über die Woche zahlreiche spontane Aktionen gegen den Abschuss des Landesvorstand erwartet.
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Ergänzungen

Dokumente der Entsolidarisierung unter Linken

ccc 14.05.2006 - 23:47
Die Kommentare hier, die diesen Konflikt als Sektenkrieg und Karrieristen-Zwist einordnen und die Tatsache dass die Mods diesen Artikel nicht der "Startseite würdig befinden" zeugt irgendwie von Tunnelblick. Man blickt nur auf sein kleines Antifadorf, ansonsten hört die Welt auf. Warum sollten sich dann nicht-Antifas für Antifaarbeit interessieren, warum für radikale linke Politik, frage ich mich?

Und irgendwie haben die Mods ja auch ganz schön Macht, denn ob ein Artikel gelesen wird und sich Leute damit auseinandersetzen, hängt sehr davon ab ob er im open-posting ist oder auf der Startseite. Macht Macht Spaß, oder?

Es ist doch so: Was gerade in Berlin stattfindet, hat es schon in den 80er Jahren bei den Grünen gegeben. Als die Linken rausgedrängt wurden haben Linksradikale auch frohlockt. Letztendlich wurde aber die Bewegung durch das Ende der Linken in den Grünen in keinster Weise gestärkt. Im Gegenteil, die Linken resignierten, gingen nicht in die Bewegung zurück sondern privatisierten. Gleichzeitig wurden die sozialen Bewegungen noch schwächer. Und viele Linksradikale stiegen über die Leichen der Linken auf der Grünen Karriereleiter nach oben.

Bereits jetzt ist es so, dass Leute aus der Bewegung und den Montagsdemos als Mitarbeiter im Parlament sitzen und Erklärungen unterschreiben müssen, die den Kurrs von Ernst und Gysi unterstützen. Die Entmachtung des Berliner Landesvorstands ist der Anfang eines Disziplinierungsprozesses der die Linke insgesamt bedroht. Als nächstes wird der gesamte Landesverband geschlachtet. Aber Klaus Ernst und Co will die Linken komplett raus aus der WASG haben. Das Ziel des Vorgehens gegen die Berliner ist doch letzenendes, 1. die Kritik an der neoliberalen Politik der PDS zu beenden, 2. die Linke Regierungsfähig zu machen. Es ist ein Trugschluss zu glauben diese Disziplinierungsprozesse werden vor linken Strukturen und den sozialen Bewegungen haltmachen. Der nächste Schritt wird sein, die Bewegungen z. B. über die "Bewegungsbüros" der Linkspartei und andere Maßnahmen in ihrer Zielrichtung zu lenken, die Bewegung zu kontrollieren und zu hemmen. Neulich winkte zum Beispiel Evrim Baba von der Linkspartei, auf eine Kritik von einer Arbeitslosenini mit der "Raumfrage". In dem Stil geht das dann weiter. Kritik an uns? Bitte: Geld für Plakate weg, Raum weg, Haus weg. Die Disziplinierungswelle wird vor radikalen Linken Projekten nicht halt machen.

Die "Erledigung der Berlin-Frage" ist für Linke also kein Grund zur Schadenfreude.

Verlinkung

Linker 15.05.2006 - 01:07

Link zu Lustigem: "Endlich Ruhe in der WASG"

"Widerstand ist zwecklos" 15.05.2006 - 12:31
"Endlich Ruhe in der Berliner WASG. Ernst und Gysi setzen Panzer ein." "Widerstand ist zwecklos, assimilieren sie sich, ihre spezifische Besonderheit wird unserer Matrix hinzugefügt".
Lustige Grafiken! Zum Vergrößern und Ausdrucken, Grafiken anklicken.  http://www.de.indymedia.org/2006/05/146810.shtml

Das Kapital ist der Gegner nicht die SAV

Karl Radek 15.05.2006 - 18:22
Alle alten antitrotzkistischen Reflexe des Stalinismus werden durch Lederer, Ernst und sonstige sozialdemokratische "Poststalinisten" wiederbelebt. Dagegen sollte über die Politik der sozialen Grausamkeiten des Berliner Senats gesprochen werden. Die Linkspartei trat zusammen mit der SPD vor einigen Jahren aus der Tarifgemeinschaft der Länder aus. In Berlin gibt es 34.000 Jobs zu 1. Euro. Das Blindengeld wurde unter diesem Senat gekürzt, dafür aber die Gläubiger des Berliner Bankenskandals umstandslos bedient. Vor einem Jahr lobte die neoliberale "Initative Neue Soziale Marktwirtschaft" den Linkspartei Senator Wolf für seine "investitionsfreundliche Standortpolitik". Kein Wunder in Berlin gibt es einen wesentlich niedrigeren Gewerbesteuersatz als z.b. in Potsdam. Die Liste läßt sich beliebig fortsetzen. Die Linkspartei Fraktion hat eine Broschüre für den Wahlkampf herausgegeben unter dem Titel: " Fortsetzung folgt". Es handelt sich demzufolge um ein Gerücht, dass die neoliberalen Kräfte um Liebich, Lederer und Wolf sich geändert hätten. Tatsache ist die Politik des Senats zugunsten des großen Geldes verdient Opposition. Der Feind ist die neoliberale Politik des Senats und nicht die SAV oder der Trotzkismus. Es ist irritierend erleben zu müssen, wie klassisch stalinistisch antitrotzkistische Argumente und Methoden zur Rechtfertigung einer bürgerlichen Politik benutzt werden. Der Trotzkismus "im Auftrag der CSU oder der CIA" in den dreißiger Jahren wurden Trotzkisten und ehrliche Kommunisten von Stalin mit ähnlichen Argumenten dem Henker überstellt. Der Linksruck macht sich einfach mit neoliberalen Gestalten im linken Gewand gemein. Die Einheit der Linken kann nur im Gegensatz zu Staat und Kapital verwirklicht werden. Das ist der Kern des Konflikts- nebenbei gesagt stand Leo Trotzki immer gegen die Unterordnung der Arbeiterbewegung unter das Kapital.

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bitte Startseite

xxx 14.05.2006 - 18:46
liebe Mods, kann das bitte auf die Starseite?

Spaltet die Spaltung!!

jippie 14.05.2006 - 18:51
SPALTER!!!!

haha der parlamentarische Zirkus

APO 14.05.2006 - 19:23
in Spiegel online liest man, wie sich die Regierungsparteien darum streiten, wer "entscheidungsfreudiger" ist. Hier liest man, wie sich die staatstreuen Linken darum streiten, wer "linke Positionen" im Abgeordnetenhaus nun richtig repräsentieren darf.

In beiden Fällen nur Hahnenkämpfe, in denen "Politik" nur als Mittel zum Zweck benutzt wird. Boah, ich muss kotzen.

Neuer Spielplatz

ein Syndikalist 14.05.2006 - 20:49
Jetzt muss sich die SAV aber einen neuen Spielplatz suchen...Mir kommen die Tränen. Vielleicht wird jetzt die WASG klandestin unterwandert, wie damals die Jusos und manche SPD Kreisverbände.
Politiker abschaffen !!!

Spalterei - cui bono?

Der Nüchterne 15.05.2006 - 12:08
Was bezweckt ihr eigentlich mit eurer Spalterei? Natürlich ist nicht alles gut, was die Linkspartei an "realpolitischen" Eingeständnissen betreibt, aber die Spaltung der Linksfraktion durch kleine, trotzkistisch unterwanderte Landesverbände ist bestenfalls kontraproduktiv.

Wer ist hier eigentlich autoritär?

Kat Francois 15.05.2006 - 12:12
Die Trotzkisten werfen dem Bundesvorstand vor, er agiere autoritär usw. Aber die einzig wirklich autoritären Strukturen finden sich doch in den trotzkistischen Sekten selber.
Die trotzkistisch unterwanderten Landesverbände mit ein paar hundert Mitgliedern wollen sich nicht durch den Bundesverband bevormunden lassen - aber umgekehrt soll sich die ganze Bundespartei der WASG und die ganze Linkspartei.PDS mit 65 000 Mitgliedern von ein paar dutzend Trotzkisten die Politik diktieren lassen!?

Leute, denkt mal nach!

Wer hat uns verraten?

Major Tom 15.05.2006 - 12:44
SPD-PDS-Linksruck

"Linksruck"Klaus Ernsts Lieblingstrotzkisten

Pankone 15.05.2006 - 13:38
Frage: Wenn das stimmt: "die einzig wirklich autoritären Strukturen finden sich doch in den trotzkistischen Sekten selber" und, dass der Berliner Landesverband von der trotzkistischen Sekte SAV unterwandert ist; und wenn das schlimm ist, WARUM protegiert Klaus Ernst dann die nach Eigendefinition trotzkistische - und mit Sicherheit autoritäre - Sekte "Linksruck" mit Mitarbeiterposten im Bundestag und im Bundesvorstand und initiert zusammen mit der L.PDS einen Aufruf zum "gemeinsamen Wahlkampf"?

Wir wehren uns - Demonstration in Berlin

jawoll 15.05.2006 - 14:38
Aus Protest gegen die Autoritäre Politik von Ernst, Lafontaine und Gysi heute, Montag Protestkundgebung vor PDS-Zentrale. Wir wehren uns. Es gehen massenhaft SMS um, sammelt euch! A las barrikadas, al las barricadas!  http://de.indymedia.org/2006/05/146894.shtml

SAV und Linksruck

Kat F. 15.05.2006 - 15:26
@ Pankone

Linksruck betreibt jedenfalls keine kontraproduktive Spalterei. Weißt Du welchen Schaden ihr mit Euren Aktionen in der Öffentlichkeit anrichtet? Was bringt denn das? Ja, auch die Linkspartei hat Fehler gemacht... Aber Eure mit-Kopf-durch-Wand-Taktik ist mit Sicherheit noch viel schädlicher als alles was am bürgerlichen rand der Linkspartei bisher angestellt wurde! Ihr demoralisiert Sympathisanten und Parteimitglieder der WASG und Linkspartei, ihr vergrault Wähler, die ihren Glauben in eine neue einige Linke verliert. Schau Dir doch mal an, was die K-Gruppen und sonstige Sekten in 30 Jahren durch Rechthaberei, Dogmatismus und Spalterei erreicht haben! Man möchte fast glauben SAV wäre der verlängerte Arm des Verfassungsschutzes. Spalterei im Auftrag der CSU oder so...

Mensch, kommt doch endlich mal zur Vernunft!

SAV-Trotzkisten Agenten des Verfassungschutz

Erich Mielke 15.05.2006 - 15:49
Man möchte fast glauben SAV wäre der verlängerte Arm des Verfassungsschutzes. Spalterei im Auftrag der CSU oder so... Am 17. Juni steckte CIA und BND hinter dem Chaos. In Spanien verbündeten sich die Trotzkisten mit den Faschisten und Anarchisten um die Republik zu erwürgen. Heute sind die Trotzkisten der SAV die Schädlinge, die mit ihrer ultralinken Abenteuerpolitik im Auftrag des Verfassungsschutzes die historisch einmalige Chance einer vereinigten Linken in Deutschland sabotieren wollen; Ja, merkt´s ihr denn nicht?, wie Klaus Ernst sagen würde. Aber wenigstens die Linksruck-Trotzkisten haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Dafür gab es ja auch 8 Mitarbeiterstellen bei der Linksfraktion und es wird Listenplätze auf der Landesliste der L.PDS für sie und ihresgleichen geben. Mehr kann man wirklich nicht verlangen. Ich liebe euch alle!

@SAV-"Erich Mielke"

Kät Francois 15.05.2006 - 16:06
Ooh, da scheint aber einer seehr frustriert zu sein. *lach* Dabei wollte doch Lucy Redler (Berufskaderin seit ihrer Jugend, hat noch nie malocht und hält sich trotzdem für ne "Proletarierin") die Partei- und Parlamentspöstchen absahnen, und jetzt - was ne herbe Enttäuschung - bekommt der konkurrierende Linksruck alles. Gemein! "Feindliche Übernahme" im Landesvorstand, Eigentor SAV, 1:0 Linksruck im Endspiel Trotzkisten gegen Trotzkisten. Ihr habt Euren Spaß (auf Kosten der gesamten deutschen Linken!) gehabt, aber vorbei ist vorbei - schade, Lucy! Du hattest Deine 5 Minuten...


Ätschi-Bätsch,

Kat Francois

Gruppe Arbeitermacht

Gott Igor 15.05.2006 - 17:40
Was macht eigentlich die 3 trotzkistische Kleingruppe in der Berliner WASG ?

Wer kennt Sie eigentlich die Hammer und Sichel Trotzkisten der schon 5. Internationale ?

Fragen über Fragen

Arbeitermacht

Antideutsch 15.05.2006 - 18:16
Welche Rolle spielt denn Arbeitermacht hierbei?

@Karl Radek

Kat 15.05.2006 - 19:36
Hmmm... Ich will ja fair sein: Ich habe Trotzkisten bisher immer als sehr aktionistisch und aktiv usw., aber eben meist auch als sehr dogmatisch, sektiererisch und spalterisch erlebt. Das erste find ich gut, das zweite nicht.

Natürlich müssen sozialdemokratische/reformistische, neoliberale und überhaupt bürgerliche Tendenzen, wie sie von antikommunistischen Drahtziehern wie Gysi, Petra Pau, oder meinetwegen Lederer vertreten werden, kritisiert und bekämpft werden.
Doch das kann man auch klüger anstellen als die SAV das in Berlin tatsächlich oder angeblich probiert hat. Denkt Euch halt was aus: Ihr hättet zB mit der *bloßen Androhung* eines gesonderten WASG-Wahlantritts den Bundes- und Landesvorständen schriftliche Zugeständnisse abpressen können, ab sofort bei Regierungsbeteiligungen neoliberale und unsoziale Wirtschaftspolitik zu unterlassen. Lafontaine usw. sind hier auf Euch zugegangen.
Aber ein *wirklicher* separater Wahlantritt der Berliner WASG ist definitiv *nur kontraproduktiv*! Damit habt ihr diesen Hauch von Euphorie, dieses zarte Pflänzchen, das sich über dem Projekt Linkspartei auch in den Massenmedien eingestellt hatte, abgewürgt und totgetreten - indem ihr zB en masse schlechte und deprimierende Schlagzeilen produziert habt. Damit hättet ihr ggf. sogar die gemeinsame Bundestagsfraktion der Linken und der WASG gesprengt. Normkontrollklagen bürgerlicher Schattenspieler und Institute laufen ja bereits vor dem BVerfG. Denen spühlt ihr Euer trotzkistisches Wasser auf die rechten Mühlen.

Cui bono - Wem nützt Euer "Aktionismus" also?

Greift den bürgerlichen, neoliberalen, antikommunistischen Flügel der Linkspartei an, nicht die Linkspartei als Ganzes. Denn sonst wehrt sich die Linke eben als Ganzes!

Kat

wem gehört die linkspartei

mein name ist hase 15.05.2006 - 21:08

es wird argumentiert, der eigenständige wahlantritt der WASG würde "das projekt" gefährden.

mit dem projekt ist - aus WASG sicht - die neubildung einer neuen linkspartei im sommer 2007 gemeint.

diese neue partei soll zumindesten nach offizieller beschlusslage in der WASG eine NEUE partei sein - d.h. keine fusion der beiden linksparteien, und schon garnicht nur die LPDS + eine beigetretene WASG.

daran wird deutlich, wie gelogen es ist, wenn behauptet wird, das momentane nicht-zusammengehen in berlin incl. eigeneständiger WASG-kandidatur würde "das projekt" gefährden.
denn es steht nirgendwo geschrieben, dass in dieser neuen linken partei in 2007 die mitglieder der beiden linksparteien irgendwelche vorrechte auf die führung hätten.
jeder mensch ist frei sich in dieser neuen partei zu engagieren, und je mehr LPDS-kritiker das tun, desto weniger haben LPDS-leute dort einfluss.
und in der regierung sitzen wird diese neue partei in berlin auch nicht automatisch, über solche frage muss dann neu gestritten werden.

genauso gelogen ist die panikmache über eine mögliche gefährdung der rechtsgültigkeit der bundestagsfraktion bei getrennten antritten in berlin, alleine schon deshalb, weil selbst wenn der bundeswahlleiter die linksfraktion zerschlägt, dies ebenfalls nicht wirlich "das projekt"

wenn "das projekt" an irgendetwas scheitern wird, dann daran, dass bisher noch gar nicht abzusehen ist, was eigentlich die 60,000 mitglieder der LPDS sagen werden, wenn sie die LPDS auslösen sollen um in eine neue linke überzutreten - so wie es derzeit beschlusslage in der WASG ist ... du glaubst das wird gar nicht so kommen? - ich auch nicht.

vermisst

kurt brumme 16.05.2006 - 01:37
Man vermisst die Information.