20 Jahre Tschernobyl
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Um das Atomkraftwerk wurde ein vorläufiger Beton-Sarkophag gebaut, der aufgrund von Rissen erneuert werden muss. Die Todeszone rund um Tschernobyl in der Nähe von Pripjat in der Ukraine ist heute evakuiert. In radioaktiv belasteten Gebieten leben zwei Millionen Menschen, davon 300000 Kinder. Viele Menschen erkranken erst nach 10-20 Jahren an Schilddrüsenkrebs infolge der radioaktiven Strahlung, und das radioaktive Cäsium 137 hat eine Halbwertszeit von 30 Jahren, d.h. erst nach 30 Jahren ist die Hälfte davon abgebaut.
Kinder in Westeuropa erinnern sich heute an den schönen Apriltag, der plötzliche Veränderungen mit sich brachte. Etwas ganz Schlimmes war passiert, der Sandkasten wurde plötzlich gesperrt und der Sand ausgetauscht. Hierzulande war vor allem Bayern stark betroffen, und 85 Prozent des Gebietes der Schweiz. Der Milch wurde die H-Milch vorgezogen, viele Lebensmittel wie Kopfsalat, Pilze und Wild waren verstrahlt und wurden vernichtet, die EU erließ ein Einfuhrverbot für landwirtschaftliche Produkte. In der DDR wurde die Bevölkerung eher beschwichtigt. Bis heute sind erhöhte radioaktive Isotope wie Cäsium, Strontium 90 und Plutonium in der Nahrung zu finden.
Bereits vor Tschnernobyl protestierte ein internationaler Widerstand gegen Atomkraftwerke und gegen eine Technologie, die 25000 Jahre lang radioaktiven Müll hinterläßt. Heute wird vermehrt behauptet, diese Energie sollte angesichts der Klimaveränderungen genutzt werden, um CO2 einzusparen (seit Tschernobyl ging europaweit ein einziges neues AKW in Finnland ans Netz), obwohl bis heute weltweit kein sicheres Endlager für hochradioaktiven Müll existiert.
- Indymedia Weißrußland [belarus.indymedia.ru]
- Frankreich: Renaissance der Antiatombewegung [de.indy]
- Chernobyl ghost town (a motorcycle diary) [all4all.org]
- Umweltinstitut München [umweltinstitut.org]
- Folgen der Katastrophe [swr.de]
- Katastrophe von Tschernobyl [de.wikipedia.org]
- Greenpeace [greenpeace.de]
- TORCH-Studie: bis zu 60000 Opfer [chernobyl.info]
- The Other Report on Chernobyl (TORCH, PDF) [chernobyl.info]
- Frauen und die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl [wloe.org]
- Reportage aus Weißrußland (pdf) [migrosmagazin.ch]
- Infos zum Film "Die Wolke" (nach einem Buch von Gudrun Pausewang) [bildungscent.de]
- Unicef [unicef.org]
27.04.2006: Tschernobyl-Jahrestag in Lüneburg
27.04.2006: potsdam- nie wieder tschernobyl
27.04.2006: Neckarwestheim - 20 Jahre Tschernobyl
27.04.2006: Video: Tschernobylgedenken in Magdeburg
27.04.2006: 250 Leute auf Tschernobyl-Demo in Münster
27.04.2006: Kleine Schwarzwaldaktion - Nie wieder Tschernobyl
26.04.2006: Spielplätze in GÖ wegen Verstrahlung gesperrt
26.04.2006: Ca. 500 auf Tschernobyl Demo in Bremen
25.04.2006: Frankreich: Renaissance der Antiatombewegung
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
AKWs nach Tschernobyl
Artikel zum Thema Tschernobyl
Einiges davon findet sich auch auf der GWR-Homepage:
Zeitbombe Atomenergie
gedenken verboten!
auf den gedenk- und protestveranstaltungen in weissrussland, dass von fallout 1986 noch mehr betroffen war als ukrainisches gebiet selbst, wurden am samstag abend erneut mehrere menschen verletzt und festgenommen.
unter der verhafteten befindet sich auch der oppositionsführer, den eine haftstrafe von bis zu 30 tagen wegen "aufrufs zur teilnahme an einer illegalen demonstration" erwartet.
die demonstrationen in weissrussland richteten sich nicht nur gegen atomkraft, sondern vor allem auch gegen die verschleierungs- und lügenpropaganda der regierung - 1986, und heute.
für die nächten tage sind weitere veranstaltungen der ausserparlamentarischen opposition in weissrussland geplant.
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neben ländern wie italien und deutschland sind auch in den USA oder in pakistan langfristige ausstiegsprogramme in planung.
derzeit wollen nur noch china und iran neue atomkraftwerke bauen.
audio-beiträge
Klang-Dokumentationscollage zum 18. Jahrestag des Super-GAUs in Tschernobyl
(preisgekrönter beitrag der redaktion restrisiko vom bermudafunk aus dem jahre 2004 - eine geringfügig korrigierte version aus dem jahr 2005 findet ihr auf
weitere beiträge findet ihr über die suchfunktion von
Atommüllendlager in Salzgitter
wird sich ja die Atomstromproduktion noch wietere Jahrzehnte hinziehen.
warscheinlich wird ja Salzgitter zum Atommüllendlager für ganz Europa.
Und das warscheinlich nicht nur für schwach radioaktiven Atommüll.
Der Ausstieg aus der Atomstromproduktion wird dann wohl auch in gänze hinfällig,da ja die Atomstromproduzenten ihr Endlagernachweis haben.
so wird das Risiko auf die breite Masse der Bevölkerung abgewälzt.
Reportgae aus der verbotenen Zone
Die ganze Reportage kann man auf dem Ostblog nachlesen:
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Interview über angesprochene Uno-Studie — Michael S.
auch ein Artikelzur sache — nestbeschmutzer