England:Migranten im Hungerstreik
"Colnbrook ist kein Gefängnis, sagen sie, nur ein "detention centre"... "
Seit 08.April befinden sich dort 100 Internierte aus Protest gegen schlechte Behandlung und Repressionen in einem unbefristeten Hungerstreik ...( bißchen Englisch mit drin )
Seit 08.April befinden sich dort 100 Internierte aus Protest gegen schlechte Behandlung und Repressionen in einem unbefristeten Hungerstreik ...( bißchen Englisch mit drin )
In protest at their inhumane treatment by security guards during the No Borders demonstration last Saturday (8th April, 2006), over 150 detainees in Colnbrook detention centre went on hunger strike. According to the latest updates, nearly 100 of them are still on indefinite hunger strike. A delegation from the Home Office is supposed to pay them a visit to hear their demands for release.
Während der No Borders-Demonstration am 08.April in Harmondsworth und Colnbrook, England, traten über 150 Internierte, aus direktem Potest gegen die Repressionen im Verlauf der Demonstration, in einen Hungerstreik. Den Inhaftierten wurde untersagt, an die Fenster zu treten; sie wurden geschlagen und es wurde das Verbot erteilt, auf den Sportplatz zu gehen, wo sie den AktivistInnen näher gewesen wären. Daraufhin verweigerten 120 Internierte die Nahrungsaufnahme; einige traten auch in einen Durststreik. Die Proteste weiteten sich auf 150 Insassen aus.
Nach aktuellen Informationen befinden sich noch immer 100 Inhaftierte in einem unbefristeten Hungerstreik. Eine Delegation des Home Office will nun ihre Anklagen anhören.
Gegenüber Personen, die mit den Internierten telefonieren konnten und das Gepräch per Megaphon laut machten, sagten diese, dass sie Repressionen ausgesetzt waren... Nach der Schliessung am Samstagabend, kamen 15 Wachleute in die Zelle von Pastor MXXXX ( abgekürzt PM ) und brachten ihn in eine "sichere" Abteilung. Sie gaben ihm einen Brief, indem die Private Sicherheitsfirma, welche Colnbrook bewacht, mitteilte, dass sie der Aufassung ist, das Verhalten PM´s habe die "Wohlordnung in Colnbrook zerstört".
Am heutigen Nachmittag wurde PM von Colnbrook wegverlegt, ohne dass bekannt ist, wohin. Als er nicht in der Kirche erschien, weigerten sich die anderen Internierten diese zu verlassen und verlangten, den Direktor zu sprechen, der auch herunterkam, aber sagte, PM sei nicht mehr da.
Einigen Gefangenen war gesagt worden, dass das "Home Office" sie am Dienstag besuchen wird. Unterstützende der Internierten weisen daraufhin, dass dies unüblich erscheint. Zuvor war jeder Protest der Inhaftierten mit einer Verlegung in die Isolationazellen beantwortet worden. Die UnterstützerInnen machen auf die Dringlichkeit aufmerksam, die Besuche zu verstärken, um mit den Hungerstreikenden Solidarität zu demonstrieren.
Die Nationalitäten der Hungerstreikenden sind:
Nigeria, Jamiaca, Uganda, Zimbabwean, Sudan, Ghana, South Africa, Ruanda, Angola, Cameroon, Zaire, Congo, Turkey, Pakistan, Sierra Leone, Bangladesh, China, Vietnam, Kenya, ALgeria, Moldova, Belarus, Romania, Columbia, Guinea, Niger, Afganistan.
97 detainees, from various countries, have also signed a statement that read:
"Detention for immigration purposes can clearly be lawful given the very wide powers allowed under the immigration acts but it is subject to constraints as follows:
- It is only lawful if exercised for one of the purposes allowed under immigration law.
- It is only lawful if it is for a reasonable period of time.
- It is only lawful if the Home Secretary exercises reasonable expedition.
http://www.indymedia.org.uk/en/regions/london/2006/04/337997.html
For more background:
http://www.indymedia.org.uk/en/topics/migration/
Während der No Borders-Demonstration am 08.April in Harmondsworth und Colnbrook, England, traten über 150 Internierte, aus direktem Potest gegen die Repressionen im Verlauf der Demonstration, in einen Hungerstreik. Den Inhaftierten wurde untersagt, an die Fenster zu treten; sie wurden geschlagen und es wurde das Verbot erteilt, auf den Sportplatz zu gehen, wo sie den AktivistInnen näher gewesen wären. Daraufhin verweigerten 120 Internierte die Nahrungsaufnahme; einige traten auch in einen Durststreik. Die Proteste weiteten sich auf 150 Insassen aus.
Nach aktuellen Informationen befinden sich noch immer 100 Inhaftierte in einem unbefristeten Hungerstreik. Eine Delegation des Home Office will nun ihre Anklagen anhören.
Gegenüber Personen, die mit den Internierten telefonieren konnten und das Gepräch per Megaphon laut machten, sagten diese, dass sie Repressionen ausgesetzt waren... Nach der Schliessung am Samstagabend, kamen 15 Wachleute in die Zelle von Pastor MXXXX ( abgekürzt PM ) und brachten ihn in eine "sichere" Abteilung. Sie gaben ihm einen Brief, indem die Private Sicherheitsfirma, welche Colnbrook bewacht, mitteilte, dass sie der Aufassung ist, das Verhalten PM´s habe die "Wohlordnung in Colnbrook zerstört".
Am heutigen Nachmittag wurde PM von Colnbrook wegverlegt, ohne dass bekannt ist, wohin. Als er nicht in der Kirche erschien, weigerten sich die anderen Internierten diese zu verlassen und verlangten, den Direktor zu sprechen, der auch herunterkam, aber sagte, PM sei nicht mehr da.
Einigen Gefangenen war gesagt worden, dass das "Home Office" sie am Dienstag besuchen wird. Unterstützende der Internierten weisen daraufhin, dass dies unüblich erscheint. Zuvor war jeder Protest der Inhaftierten mit einer Verlegung in die Isolationazellen beantwortet worden. Die UnterstützerInnen machen auf die Dringlichkeit aufmerksam, die Besuche zu verstärken, um mit den Hungerstreikenden Solidarität zu demonstrieren.
Die Nationalitäten der Hungerstreikenden sind:
Nigeria, Jamiaca, Uganda, Zimbabwean, Sudan, Ghana, South Africa, Ruanda, Angola, Cameroon, Zaire, Congo, Turkey, Pakistan, Sierra Leone, Bangladesh, China, Vietnam, Kenya, ALgeria, Moldova, Belarus, Romania, Columbia, Guinea, Niger, Afganistan.
97 detainees, from various countries, have also signed a statement that read:
"Detention for immigration purposes can clearly be lawful given the very wide powers allowed under the immigration acts but it is subject to constraints as follows:
- It is only lawful if exercised for one of the purposes allowed under immigration law.
- It is only lawful if it is for a reasonable period of time.
- It is only lawful if the Home Secretary exercises reasonable expedition.
http://www.indymedia.org.uk/en/regions/london/2006/04/337997.html For more background:
http://www.indymedia.org.uk/en/topics/migration/
Dieses Werk ist gemeinfrei im Sinne der
Public Domain
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
Solidarity Protest for the Hunger Strikers
neuer Versuch der Übersetzung
Zum Protest gegen die[org.:ihre, der Migranten] unmenschliche Behandlung durch Sicherheitskräfte[bzw.Wachdienste] während der "No Border" Demonstration letzten Samstag(8. April 2006), traten über 150 Häftlinge der Haftanstalt Colnbrook/England in den Hungerstreik. Nach den letzten Meldungen befinden sich noch immer 100 von ihnen in einem unbefristeten Hungerstreik. Eine Delegation von "Home Office" soll Ihnen [angeblich] einen Besuch abstatten um Ihre Forderung nach Freilassung anzuhören.
Die Menschen im Hungerstreik waren Betroffene[Ziel] von Repression durch das Management von Colnbrook, wobei einer der Häftlinge, der als Organisator der Proteste beschuldigt[erachtet] wird, Samstag Nacht in eine Isolationszelle gesperrt wurde und dann später in eine andere Haftanstalt überführt wurde.
Viele andere Häftlinge in Colnbrook sind dort seit über 6 Monaten, manche werden bis zu 3 Jahre Festgehalten. Es gibt keine automatische Wiederaufnahme von Bürgschaftsverfahren[nicht ganz sicher, "bail process" ist eigentlich eine Kautionsverhandlung] für Immigranten die Festgehalten werden. Letzten Januar nahm sich ein Häftling in Harmondsworth aus Verzweiflung sein Leben. Mitinhaftierte geagierten darauf mit einem eintägigen Hungerstreik und einer schriftlichen Erklärung über ihre Haftbedingungen und ihre Behandlung.
Am Donnerstag, dem 13. gab es eine Solidaritätsprotest vor dem "Home Office" in London. Zu dem wurde kurzfristig von "London No Borders" und "The Square" aufgerufen. Am Samstag, den 15.(Heute!) wird am "The Square" Sozialzentrum auch eine No Border Spendensammlung stattfinden.
und weiter
Als Reaktion auf diese Behandlung verweigerten etwa 120 Häftlinge Essen und Trinken am Samstag. Der Hungerstreik weitete sich schnell auf alle 4 Flügel von Colnbrook aus, dabei beteiligten sich etwa 150 Häftlinge. Einige von ihnen sagten, sie würden eher in Colnbrook sterben als in ihre [Heimat-]Länder zurückzukehren, wo sie mit weitere Gefangenschaft, Folter und möglichem Tod konfrontiert wären.
"Der Hungerstreik in Colnbrook wird weiter gehen, bis wir Tod sind. Weil: uns in unsere [Heimat]Länder zu deportieren, das gleiche ist, wie uns zu ermorden. Also haben wir uns entschieden lieber am Hunger zu sterben." - Patrick, ein Häftling im Hungerstreik.
97 Häftlinge aus verschiedenen Ländern, haben auch eine Erklärung Unterzeichnet. In Ihr steht:
"Haft wegen Immigration kann natürlich gesetzmäßig sein in anbetracht der sehr weiten Möglichkeiten, die Immigrationsgetze erlauben, ist aber folgende Bedingungen unterworfen:
- Sie ist nur gesetzmäßig, wenn sie zu einem der Zwecke, die im Immigrationsgesetz erlaubt sind, ausgeübt wird.
- Sie ist nur gesetzmäßig, wenn sie für eine vernünftige Dauer hat.
- Sie ist nur gesetzmäßig, wenn das "Home Office" einen vernünftige Zeitrahmen einhält.
Wenn Sie über 6 Wochen am Stück in Haft ist, und teilhaben wollen an einem gerichtliches Revisionsverfahren gegen den Staatssekräter des Home Office für unser Recht auf Freiheit nach den Menschenrechten(1998/ECHR), Internationalen Gesetzen und der eigenen politischen Linie des Home Office über verlängerte Haft, unterschreiben Sie bitte unten.
Colnbrook, welches an den Flughafen Heathrow angrenzt ist eines von 10 sogenannten Immigrantenaufname- und Abschiebezentren im United Kingdom und das als letztes an das Netz angeschlossene. Die Einrichtung eröffnete im September 2004 und hat ein Aufnahmevermögen von 303 Leuten. Sie wird geleitet von der Premiergruppe des Einwanderungs- und Staatsbürgerschaft-Direktorats.
Von den 10 Haftanstalten des UK, werden 7 von Privatunternehmen betrieben. Sie halten gescheiterte Asylsuchende und 'illegale' Imigranten für ebenso zur Deportion bereit, wie neue Asylsuchende, von denen die Behörden glauben, daß sie aus dem Systhem verschwinden mögen. Bis zu 2.600 Leute können in diesen Zentren gehalten werden.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Ergänzung — tierr@