Uni D'dorf: Gebühren im Grunsatz beschlossen
Der Senat der Uni Düsseldorf hat die Grundsatzentscheidung über Studiengebühren getroffen: Sie kommen!
Die rund 150 Studierenden machten keinen Eindruck auf die Studierenden.
Die rund 150 Studierenden machten keinen Eindruck auf die Studierenden.
150 Studierende folgtem dem Ruf des AStA und kammen zur Vollversammlung die im Vorfeld der Senatssitzung der Uni stattgefunden hat.
Die Grundsatzentscheidung wurde getroffen: Der Senat folgte dem Ruf des Rektors und verabschiedete ein entsprechendes Papier, das die Einführung von Studiengebühren vorsieht.
Die Gebührenordnung wurde noch nicht verabschiedet. Erst noch muß das Rektorat die vom Studentischen Vertreter des RCDS vorgetragenen Änderungs-Wünsche in dem Entwurf des Rektor einarbeiten, da sich der Senat dazu bereit erklärte.
Die anwesenden Studierenden machten wenig Eindruck auf die Senatoren. Der Rektor machte sogar darauf aufmerksam, das nur knapp 150 von 18.000 Studierenden anwesend seien. Dabei verschwieg er natürlich die Tatsache, dass er weder Vorlesungsfrei für die Vollversammlung gegeben hat und dass massive Plakatierung an der Uni binnen von Stunden entfernt worden ist.
Ob die Studenten noch weiterkämpfen ist fraglich. Vielmehr ist zu befürchten, das auf der nächsten Senatssitzung die Gebührenordnung verabschiedet wird, in der von jedem Studierendem 500 Euro / Semester verlangt werden.
Die Grundsatzentscheidung wurde getroffen: Der Senat folgte dem Ruf des Rektors und verabschiedete ein entsprechendes Papier, das die Einführung von Studiengebühren vorsieht.
Die Gebührenordnung wurde noch nicht verabschiedet. Erst noch muß das Rektorat die vom Studentischen Vertreter des RCDS vorgetragenen Änderungs-Wünsche in dem Entwurf des Rektor einarbeiten, da sich der Senat dazu bereit erklärte.
Die anwesenden Studierenden machten wenig Eindruck auf die Senatoren. Der Rektor machte sogar darauf aufmerksam, das nur knapp 150 von 18.000 Studierenden anwesend seien. Dabei verschwieg er natürlich die Tatsache, dass er weder Vorlesungsfrei für die Vollversammlung gegeben hat und dass massive Plakatierung an der Uni binnen von Stunden entfernt worden ist.
Ob die Studenten noch weiterkämpfen ist fraglich. Vielmehr ist zu befürchten, das auf der nächsten Senatssitzung die Gebührenordnung verabschiedet wird, in der von jedem Studierendem 500 Euro / Semester verlangt werden.
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Ergänzungen
AStA vertuscht eigenes versagen
Dies allein ist schon eine Frage an der die AkademikerInnen & bezahlten & unbezahlten FunktionärInnen aler Politfraktionen ein paar Tage diskutieren können *gähn*
Aber das Verhalten währemd der Senatssitzung sollte die Studierenden zum Nachdenken anregen.
1: wurden die Spielregeln der Sitzung akzeptiert, und das obwohl sie zutiefst undemokratisch sind
2: wurde die POsition der Vollversammlung nicht nachdrücklich vertreten, sondern argumentatorisch bei erster Gelegenheit aufgegeben.
Und dies ist richtig gehend ein Skandal. Unter anderem weil es ein Licht auf die demokratischen Fähigkeiten dieser Menschen und dieser Struktur (des AStA als politisches System) beleuchtet. Von partizipatorischer Demokratie ist nichts zu sehen.
Der Kampf gegen Studiengebühren muss in Düsseldorf erst noch anfangen, denn bisher war es, wenn überhaupt, nur der Versuch einer Minderheit ihren Unmut zu bekunden. Dieser wurde auch regestriert und auf allen bürokratischen Ebenen (Uni, Land) analysiert, bewertet und für nicht gefährlich eingestuft.
Der Kampf muss von den Studierenden selbst aufgenommen werden, in Autonomen Gruppen, welche sich via Selbstorganiserten !! (also nicht von Faschschaftsräten oder AStA organisiert) Vollversammlungen Koordinieren (und nur Koordinieren!).
*Die Studierenden sollten mal darüber nachdenken ob sie StellvertreterInnen überhaupt brauchen. ICH würde sagen, das sie das was die bezahlten FunktionärInnen so leisten auch selbst hinbekommen können. Mit ein wenig "Glück" sind sie insgesamt sogar effektiver. Synergieeffekte, die möglich gewesen wären (z.B. Streik bei GateGourmet, Streik am Klinikum, Kämpfe in Frankreich, ...) wurden nicht mal im Ansatz genutzt.
Und: das ganze ist nichts was in den letzten drei Wochen aktuell geworden ist. Seit vielen Jahren steht das Thema auf der Agenda. Seit Jahren haben (mitlerweile ganze Generationen) die bezahlten FunktionärInnen der Stellvertreterschaft der Studierenden versagt. Weder wurden dauerhafte Kontakte zu den SchülerInnen, noch zu den Gewerkschaften aufgebaut. Ganz zu schweigen von anderen Gesellschaftlichen Gruppen, wie z.B. den diversen Frauenorganisationen, MigrantInnengruppen usw usf.
Antwort auf altklug 12.04.2006 11:12
Bitte bedenkt dies wenn ihr eure Beiträge schreibt. Es ist vergeben liebesmühe wenn ihr Diskussionsbeiträge schreibt. Besonders wenn ihr euch nicht mal mühe gebt den Ursprünglichen Text/Bericht zu ergänzen (!).
Hier noch eine Ergänzung von mir:
Als Kennerin der Hochschulstrucktur ist mir klar welche FunktionärInnen ehrenamtlich arbeiten, welche Geld bekommen (die einen mehr, die anderen weniger). Der Vorwurf an die "AnarchistInnen" mag berechtigt sein. Das weiß ich jedoch nicht. Die Anarchistische Studirenden Initiative (AStI) scheint es seit längerem nicht mehr zu geben. Die "werfende Verbindung Anarcho-Randalia" wurde auch schon lange nicht mehr auf dem Campus gesichtet. Das Bildungssyndikat der FAU Düsseldorf hat zuletzt im Frühjahr 2002 seinen "Mühsam" publiziert. Bei allen drei Gruppen / Organisationen ist an zu nehmen das die Menschen welche sie gebildet haben mitlerweile ihr Studium beendet haben. ICH finde es sehr schade das es auch den AnarchistInnen nicht gelungen ist ihre Gruppen am leben zu erhalten.
Das ändert aber nichts an der Tatsache des von mir berichteten.
Soweit ich weiß gibt es zwar noch die FAU-Düsseldorf, außerdem noch die Libertäre Gruppe Düsseldorf und eine Gruppe die sich Anarhos nennt.
So wie es aussieht sind in den Gruppen aber keine Leute aktiv die an der Uni. Der Aufruf, der sich aus meinem Bericht ergiebt, richtet sich auch nicht an AnarchistInnen, die organiseren sich (wie autonome und andere Linksradikale) ja schon selbst .-)
Vielmehr geht mein Aufruf an all die Studierenden die, aus welchen gründen auch immer, noch passiv sind, sich endlich selbst zu organisieren, anstatt auf die StellvertreterInnen, die bezahlten FunktionärInnen aller Parteifraktionen (MSB, Jusos, RCDS, Liberale, ...) oder pseudodemokratische Strukturen (wie Universitäre Selbstverwaltungseinrichtungen) zu vertrauen.
So, meine Pause ist vorbei, ich muss zurück an die Werkbank
In Bochum dagegen...
(Aufruf gibt es unter:
Am Donnerstag ist ab 9.00 Uhr Senatssitzung, in der auch der Beschluss über die (Nicht-)Einführung von Studiengebühren an der RUB auf der Tagesordnung steht. Auch zu dieser Sitzung soll mobilisiert werden, um sie raus aus dem kleinen Senatssaal in die Hochschulöffentlichkeit zu zerren.
bekannt, dass es stattfand
Den konkreten Eindruck, der auf die Senatoren entstehen konnte war ja auch weniger durch eine Demo draussen gegeben, sondern durch die Präsenz drinnen. Und was das angeht, war die ja optimal: Der Raum war voll bis zu den Türen. Wenn es andererseits um die Unterstützung der anwesenden Studis durch den Rest geht sind die 150 auch irreführend und verzerrt: Die überwiegende Mehrheit der Studierenden unterstützt die Proteste. Nur protestieren sie halt selber nicht (mehr). Freuen über die 500 Euro werden sie sich auch nicht.
Die Argumente der Senatoren in der Sitzung grenzten zu einem großen Teil ans Lächerliche: Die Senatoren sprachen regelmäßig davon, sich den Realitäten stellen zu müssen, aber vieles, was sie sagten zeigte selbst Realitätsverlust auf. Wenn sie etwa von 500 Euro als "symbolischem Beitrag" sprachen (der das sagte, meinte es wohl bezogen auf die Uni-Finanzen, aber dass diese 500 Euro nicht nur Einnahmen für die Uni, sondern sehr konkrete Ausgaben für die Studierenden darstellen schienen sie zu verdrängen oder es schien sie nicht zu stören) oder davon, dass, sollte es tatsächlich zu einer "Abstinenz" vom Studium kommen, sie das bald wieder auffangen würden. Und schließlich verglich ein Senator Bildung mit einem Schnitzel, der Preis für Bildung müsse wie bei Schnitzeln gestaltet werden, zu billige Schnitzel würde ja auch niemand wollen... Ausserdem: Wenn Studiengebühren notwendig sind, um Löcher zu stopfen und auch nur zu einem minimalen Anteil, wie kann man gleichzeitig behaupten damit eine schöne neue Welt einleiten zu wollen?
Es wurde fast gar nicht auf die Ungerechtigkeiten eingegangen (ich glaube zwei Sätze in drei Stunden und darunter auch nichts konkretes) von den Nicht-Studenten-Senatoren, insbesondere für ausländische Studierende.
Der Senat hat offenbar kein Interesse an einer besseren Universität oder auch nur eine gleichgute, bzw. er geht aus Naivität und vermeintlicher Perspektivlosigkeit (das Schlimme war, viele Senatoren schienen aufrichtig von der Richtigkeit überzeugt) die falschen Wege, die dazu führen, die gesamte Bildungsidee zu zerstören und defintiv ungerecht sind- egal ob Stufen oder Einheitsmodell, Topf oder Kopf oder wie sie alle heissen.
kafkaeske Moderation
für den kommentatoren, den nützlichen wie den unnützen scherzkeks, stellt sich die moderation auf indymedia als eine undurchschaubare groteske dar, vergleichbar mit kafkas schloss. eine unsichtbare bürokratenkaste löscht, was sie nicht mag, und pusht - oder lässt stehen - was ihr nahe steht. "Inhaltliche ergänzung" mit z.B. weiteren weblinks, oder dummer laber- und diskussionskommentar, oder provokation? das spielt dabei kaum eine rolle. wahrscheinlich sind die mods aber selbst schon so paranoid, dass alles, was nicht im autonomen szenesprech daherkommt (als ob das nicht das leichteste wäre - den zu imitieren) irgendwie "nazikram" oder "diebullen" ist.
and now delete me again.
Massenpsychologie vernachlässigt
Was ist das Resultat dieser kurzfristigen, und halbherzigen Mobilisierungen?
Die wenigen Leute die es wissen, erscheinen. Sind dann aber um so mehr davon enttäuscht, wie wenig Leute kommen und bleiben in Zukunft weg.
In diesem Falle standen gerade einmal 6 Uni-Tage zum Plakatieren zur Verfügung. 24 Stunden vor der Senatssitzung konnten die Studis die ersten Transparente und die gekleisterten Plakate an den Aussenwänden sehen.
Beim Plakatieren, wurden mal wieder einige Fakultäten (Bio, Chemie, Medizin, Jura) vergessen. Hier schlummert unausgenutztes Protest-Potential.
Es kann also gar nicht erst der Eindruck bei den Studierenden entstehen man könne etwas bewegen, wenn man glaubt da werden nur 50 Linke erscheinen. Wenn man einen breiten Protest organiesieren will, dann muß man lange im Vorfeld den Termin ankündigen, und dafür sorgen, dass egal wo man hinschaut, einen Hinweis auf diesen findet. Und zwar nicht nur, dass die Leute davon wissen, sondern das ihnen klar ist dass auch jeder andere davon weiss. Es hat mich geärgert, das nicht z.B. die Liberale Hochschulgruppe die sich im Wahlkampf gegen Studiengebühren ausspricht mit eigenen Plakaten mitgeholfen hat zu mobilisieren. Auch wenn es traurig ist, aber man ist auf ein breites Bündnis der Studierenden angewiesen, wenn man Eindruck auf ein Gremium wie den Senat machen will.
Es ist mit Nichten, der Fall dass alle Senatoren für Studiengebühren sind. Es ist lediglich richtig, dass alle Angst haben nach Einführung des Hochschul-Freiheits-Gesetzes fristlos entlassen zu werden, wenn sie sich gegen den Rektor (dann Präsident) stellen.
In sofern war es kein Wunder, das alle Senatoren für die Grundsatzerklärung gestimmt haben, da die Studentischen Senatoren zu blöd waren eine geheime Abstimmung herbeizuführen.
Des weiteren möchte ich als Anwesender der Senatssitzung sowohl der Heinrich-Heine Uni, als auch der FH Düsseldorf anmerken, das es keineswegs vergebens ist im Senat zu Argumentieren, warum die Studiengebühren abzulehnen sind.
Das Problem ist, dass es im Senat der Uni nicht getan worden ist. Man hat nicht gesagt, warum sie unsozial sind. Man hat nicht gesagt warum die Argumente der Befürworter falsch sind, nämlich, dass sie die Finanzsituation der Uni nicht verbessern. Nicht gesagt, das man die Qualität der Lehre für gut hält (klar kann man immer was verbessern). Man hat nicht die Perspektive angeboten gemeinsam mit dem Rektorat und den Studierenden sich für eine angemessene Finanzierung der Hochschulen auf Landesebene stark zu machen (Auch wenn es traurig ist: Wenn der Rektor einen Brief an die Studierenden schickt, dass er gemeinsam mit Ihnen vor dem Landtag protestieren will, dann kämen 85%. Und Labisch könnte weitere Rektoren animieren das gleiche zu tun, denn er ist durchaus ein einflussreicher Rektor).
Diese hätte beim Rektor bestimmt nicht geändert. Der ist der Meinung, man müsse die Anzahl der Studierenden verkleinern: "Diese Uni wurde für 10000 Studenten gebaut. Es gab 27000. Jetzt sind es 18000 und wir werden die Studiengebühren natürlich dazu nutzen, die Anzahl der Studierenden noch weiter zu verkleinern." sagte er vor einem Jahr im Studiengebühren-Camp vor einigen hundert Studierenden. Jedoch auf die Senatoren hätte dies eventuelle noch Eindruck gemacht. (Genau wie das Statement des Rektors, was ich hier gerade noch einmal zitiert habe).
Statt dessen, war es die Politik des AStA sich über die Verteilung der Studiengebühren, und eventuelle Ausnahmen (Fachschaftsräte) zu kümmern.
Es hat sich gezeigt, das es Zeit wird für eine alternative Linke Liste, die weniger pessimistisch ist als JuSos und der Marxistische-Studierenden-Bund Spartakus, denn in Zukunft werden noch einige Abwehrkämpfe zu führen sein (Abschaffung des BaFög), für die man die finanziellen Ressourcen eines AStA einfach braucht.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
der rektor hats verboten...ohhh! — [iskra]
was denn — ahh
typisch — [iskra]
Mal so eine Idee — ...
nur mal so als tipp — tipptipp
@muss ausgefüllt werden — altklug
aha... — [iskra]
tja — studi