Plus verletzt Arbeitsrechte von Frauen
Verletzung der Arbeitsrechte von Frauen - Infoveranstaltung der CNT Jérez mit der entlassenen Plus-Arbeiterin Fátima Fernández am 23. März 2006
Ein Gespräch über die Verletzung der Arbeitsrechte der Frauen, diese gespenstischen Rechte, die sie - so sagen die Institutionen - alle haben, nun, an die erinnern sie Dich nur an bestimmten Tagen im Jahr, den Rest des Jahres über sorgen sie gemeinsam dafür, daß sie das bleiben: Hirngespinste.
Vergangenen Donnerstagnachmittag fand also (auf Einladung der CNT Jérez) unter Beteiligung von rund 30 Personen, in der Mehrzahl Frauen, eine Veranstaltung statt. Fátima erläuterte ihren Fall und ihre Lebenssituation, seit sie vom Plus-Supermarkt entlassen wurde, weil sie ihre Rechte als Mutter und Arbeiterin verteidigt hatte. Sie betonte, wie das Gesetz zur Makulatur gemacht wird und daß die ganze Debatte über die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben nur Geschwätz ist: Es ist allgemeine Praxis der Supermärkte, daß die Arbeiterinnen ihren Job verlieren, wenn sie schwanger werden, oder jedenfalls, daß sie die Stunde Stillzeit, die ihnen zusteht, wieder reinholen müssen, indem sie eine Stunde extra arbeiten. Bei der Veranstaltung war auch unsere Genossin Manoli dabei, ehemalige Putzfrau an der Universität Pablo de Olavide, die es (nach achtmonatigen Kämpfen) geschafft hatte, wieder eingestellt zu werden, nachdem sie von der Firma und ihrer alten Gewerkschaft CC.OO (die Frauen sogar in ihren eigenen Zentralen wegen nichts feuert, absolut grundlos) entlassen worden war.
Die Diskussion erwies sich als sehr interessant: Passivität und Komplizenschaft der Gerichte mit den genannten Rechtsbrüchen, die Rolle der Mainstream-Gewerkschaften, die Gewerkschaften als reine Männerdomäne, die Solidarität (oder deren Abwesenheit) unter Frauen, die Arbeitshetze, etc. Als Schlußfolgerung ermutigten Fátima und Manoli alle Arbeiterinnen, zu kämpfen: Nur im Kampf können unsere Rechte zur Geltung gebracht werden.
GewerkschaftsgenossInnen fanden, daß die beiden Angestellten, Opfer des Machismo der Firmen wie der Institutionen, ihre unangenehmen Erfahrungen mit den Worten der einfachen Leute und von Herzen erzählt haben, was wichtig ist. Das hat nichts mit dem intellektuellen, bürgerlichen und altbackenen Feminismus zu tun, der die Institutionen mit den Gewerkschaften CCOO und UGT in den Fernsehnachrichten am 8. März beschäftigt.
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Nachrichten zum Fall Plus / Fátima Fernández auf Spanisch gibt's bei der CNT Sevilla, von deren Seite auch dieser Text entnommen ist - wär schön, wenn da noch mehr Leute das eine oder andere übersetzen könnten:
Vergangenen Donnerstagnachmittag fand also (auf Einladung der CNT Jérez) unter Beteiligung von rund 30 Personen, in der Mehrzahl Frauen, eine Veranstaltung statt. Fátima erläuterte ihren Fall und ihre Lebenssituation, seit sie vom Plus-Supermarkt entlassen wurde, weil sie ihre Rechte als Mutter und Arbeiterin verteidigt hatte. Sie betonte, wie das Gesetz zur Makulatur gemacht wird und daß die ganze Debatte über die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben nur Geschwätz ist: Es ist allgemeine Praxis der Supermärkte, daß die Arbeiterinnen ihren Job verlieren, wenn sie schwanger werden, oder jedenfalls, daß sie die Stunde Stillzeit, die ihnen zusteht, wieder reinholen müssen, indem sie eine Stunde extra arbeiten. Bei der Veranstaltung war auch unsere Genossin Manoli dabei, ehemalige Putzfrau an der Universität Pablo de Olavide, die es (nach achtmonatigen Kämpfen) geschafft hatte, wieder eingestellt zu werden, nachdem sie von der Firma und ihrer alten Gewerkschaft CC.OO (die Frauen sogar in ihren eigenen Zentralen wegen nichts feuert, absolut grundlos) entlassen worden war.
Die Diskussion erwies sich als sehr interessant: Passivität und Komplizenschaft der Gerichte mit den genannten Rechtsbrüchen, die Rolle der Mainstream-Gewerkschaften, die Gewerkschaften als reine Männerdomäne, die Solidarität (oder deren Abwesenheit) unter Frauen, die Arbeitshetze, etc. Als Schlußfolgerung ermutigten Fátima und Manoli alle Arbeiterinnen, zu kämpfen: Nur im Kampf können unsere Rechte zur Geltung gebracht werden.
GewerkschaftsgenossInnen fanden, daß die beiden Angestellten, Opfer des Machismo der Firmen wie der Institutionen, ihre unangenehmen Erfahrungen mit den Worten der einfachen Leute und von Herzen erzählt haben, was wichtig ist. Das hat nichts mit dem intellektuellen, bürgerlichen und altbackenen Feminismus zu tun, der die Institutionen mit den Gewerkschaften CCOO und UGT in den Fernsehnachrichten am 8. März beschäftigt.
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Nachrichten zum Fall Plus / Fátima Fernández auf Spanisch gibt's bei der CNT Sevilla, von deren Seite auch dieser Text entnommen ist - wär schön, wenn da noch mehr Leute das eine oder andere übersetzen könnten:
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Ergänzungen