GÖ: "Antifa statt Verbote!"
Heute fand in Göttingen die mündliche Anhörung zum aktuellen Verbotsverfahren gegen die Naziaufmärsche am 13. Mai statt.
Der eigentlich geheimgehaltene Termin im Verwaltungsgericht wurde von Göttinger AntifaschistInnen genutzt um noch einmal klarzustellen, dass im Kampf gegen Nazis kein Verlaß auf den Staat ist sondern linke Eigeninitiative dafür sorgt dass Nazis nicht Fuss fassen können.
Der eigentlich geheimgehaltene Termin im Verwaltungsgericht wurde von Göttinger AntifaschistInnen genutzt um noch einmal klarzustellen, dass im Kampf gegen Nazis kein Verlaß auf den Staat ist sondern linke Eigeninitiative dafür sorgt dass Nazis nicht Fuss fassen können.
Um 10 Uhr versammelten sich heute vor dem Göttinger Verwaltungsgericht über 60 AntifaschistInnen unter dem Motto "Antifa statt Verbote". Hintergrund der spontanen Versammlung war der im Verwaltungsgericht stattfindende Anhörungstermin zum Verbostverfahren gegen die von NPD-Funktionär Dammann und Nazikader Worch angemeldeten Aufmärsche am 13.Mai in Göttingen.
Die Aktion war in sofern prisant da Polizeichef Wargel schon im Vorfeld "konsequentes Zupacken" und "hartes durchgreifen" gegen AntifaschistInnen ankündigte. Von diesem Rumgepoltere war am heutigen Tag nicht viel zu spüren. Erst nach zwanzig Minuten kamen die ersten Streifenpolizisten angehetzt. Den Versuch eineN AnmelderIn ausfindig zu machen wurde von der Polizei schnell aufgegeben- die Kräfteverhältnisse waren zu klar. Nachdem ein paar Flugblätter verteilt wurden, in denen die Aktion erklärte wurde, wurde sich entschlossen noch eine Demonstration durch die Stadt in Richtung Uni-Campus zu unternehmen. Die, inzwischen auf Rund 20 Beamte angewachsene, Polizeikräfte versuchten äußerst überfordert so etwas ähnliches wie ein Spalier zu bilden - stellten sich der Demonstration aber lieber nicht in den Weg. Bei der Auflösung der Demo auf dem Unicampus um 11.20Uhr kam es zu einem Pfeffersprayangriff gegen TeilnehmerInnen, welcher allerdings ohne Verletzungen ausging. Insgesamt ein gelungener Auftakt für die Aktionen gegen die Naziaumärsche am 13.Mai. Zwar wurden die Anwälte von Worch und Damann nicht zu Gesicht bekommen jedoch konnte klargemacht werden dass sich autonome AntifaschistInnen nicht von einem drohenden Polizeichef einschüchtern lassen.
Festnahmen gab es keine. Gegen Mittag schaffte es die Polizei dann irgendwann einmal Angehörige der Bereitschaftspolizei zu mobilisieren die zur Stunde sich vor dem Verwaltungsgericht die Beine in den Bauch stehen.
13. Mai, Göttingen
Fight the nazis!
Trouble the nation!
Push the revolution!
Die Aktion war in sofern prisant da Polizeichef Wargel schon im Vorfeld "konsequentes Zupacken" und "hartes durchgreifen" gegen AntifaschistInnen ankündigte. Von diesem Rumgepoltere war am heutigen Tag nicht viel zu spüren. Erst nach zwanzig Minuten kamen die ersten Streifenpolizisten angehetzt. Den Versuch eineN AnmelderIn ausfindig zu machen wurde von der Polizei schnell aufgegeben- die Kräfteverhältnisse waren zu klar. Nachdem ein paar Flugblätter verteilt wurden, in denen die Aktion erklärte wurde, wurde sich entschlossen noch eine Demonstration durch die Stadt in Richtung Uni-Campus zu unternehmen. Die, inzwischen auf Rund 20 Beamte angewachsene, Polizeikräfte versuchten äußerst überfordert so etwas ähnliches wie ein Spalier zu bilden - stellten sich der Demonstration aber lieber nicht in den Weg. Bei der Auflösung der Demo auf dem Unicampus um 11.20Uhr kam es zu einem Pfeffersprayangriff gegen TeilnehmerInnen, welcher allerdings ohne Verletzungen ausging. Insgesamt ein gelungener Auftakt für die Aktionen gegen die Naziaumärsche am 13.Mai. Zwar wurden die Anwälte von Worch und Damann nicht zu Gesicht bekommen jedoch konnte klargemacht werden dass sich autonome AntifaschistInnen nicht von einem drohenden Polizeichef einschüchtern lassen.
Festnahmen gab es keine. Gegen Mittag schaffte es die Polizei dann irgendwann einmal Angehörige der Bereitschaftspolizei zu mobilisieren die zur Stunde sich vor dem Verwaltungsgericht die Beine in den Bauch stehen.
13. Mai, Göttingen
Fight the nazis!
Trouble the nation!
Push the revolution!
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Ergänzungen
Polizeibericht
30.03.2006 - 15:30 Uhr
Göttingen (ots) - Göttingen, Berliner Straße und Stadtgebiet
Donnerstag, 30. März 2006, zwischen 10.15 und 11.05 Uhr
GÖTTINGEN (jk) - Ca. 60 Personen der sog. "Linken Szene"
haben heute Vormittag friedlich gegen die für den 13. Mai in
Göttingen geplante Demonstration der NPD demonstriert. Gegen 10.15
Uhr versammelten sich die Demonstrationsteilnehmer zunächst vor dem
Gebäude des Göttinger Verwaltungsgerichts in der Berliner Straße, wo
für heute Vormittag ein diesbezüglicher Anhörungstermin mit
Vertretern der Stadt Göttingen, der Polizei und der Anmelder
angesetzt war.
Unter Mitführung themenbezogener Transparente bewegte sich der
Aufzug anschließend vom Verwaltungsgericht aus über die
Reitstallstraße, die Weender Straße, den Nikolausberger Weg bis zum
Campus, wo sich der Aufzug wenig später auflöste.
Stadtradio berichtet
Donnerstag, 30 März 2006
In Göttingen haben heute rund 60 Personen unangemeldet gegen den geplanten NPD-Aufmarsch am 13. Mai demonstriert. Nach einer Mitteilung der antifaschistischen Gruppe „Redical M“ versammelten sich die Demonstranten heute Vormittag vor dem Göttinger Verwaltungsgericht. Dort fand zur selben Zeit ein Gespräch mit den beiden Personen statt, die für den 13. Mai jeweils eine Veranstaltung angemeldet haben: der freie Nationalist Christian Worch und der stellvertretende NPD-Landesvorsitzende Adolf Dammann. Begleitet von Streifenpolizisten zogen die Antifaschisten vom Gerichtsgebäude durch die Reitstallstraße zum Platz der Göttinger Sieben. Dort löste sich die Gruppe auf. Die Sprecherin der Redical M, Alexandra Kahrlo, sagte, das Motto der Demonstration „Antifa statt Verbote“ habe verdeutlicht, worum es bei antifaschistischen Mobilisierungen in Göttingen gehen müsse. Den letzten NPD-Aufmarsch im vergangenen Oktober hätten keine Verbote gestoppt, sondern eine breite gesellschaftliche Gegenmobilisierung. Hier hätten sowohl bürgerliche Organisationen als auch autonome Antifaschisten ihren Platz gehabt.
infos
Noch ein Bericht des Lokalblattes Extra Tipp (Werbezeitung die mit Vorliebe die Polizeipressemappe kopiert):
Demo gegen NDP-Aufmarsch im Mai
In Göttingen gab es am Donnerstag eine erste Demo gegen den NDP-Aufmarsch im Mai.Göttingen, Berliner Straße und Stadtgebiet Donnerstag, 30. März, zwischen 10.15 und 11.05 Uhr
(jk) - Rund 60 Personen der so genannten "Linken Szene" haben Donnerstagvormittag friedlich gegen die für den 13. Mai in Göttingen geplante Demonstration der NPD demonstriert. Gegen 10.15 Uhr versammelten sich die Demonstrationsteilnehmer zunächst vor dem Gebäude des Göttinger Verwaltungsgerichts in der Berliner Straße, wo ein diesbezüglicher Anhörungstermin mit Vertretern der Stadt Göttingen, der Polizei und der Anmelder angesetzt war. Unter Mitführung themenbezogener Transparente bewegte sich der Aufzug anschließend vom Verwaltungsgericht aus über die Reitstallstraße, die Weender Straße, den Nikolausberger Weg bis zum Campus, wo sich der Aufzug wenig später auflöste.
Quelle:
Mobilisierungsjingles:
der Antifa Deister
der Göttinger A.L.I.
Dates zur Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch so far:
Fr, 14. 04. / Beginn 21 Uhr / Juzi Göttingen / antifascist rock action ///ROCK GEGEN RECHTS\\\ presented by L.A.G.
mit dabei: FAHNENFLUCHT (Punkrock aus Duisburg), SURFITS (ska aus Elmshorn), INFRONT (Punkrock aus Göttingen) und SUSPEKT (Punkrock aus Einbeck)
27.04.2006 - Hameln - 19.00 h - Sumpfblume - Infoveranstaltung
28.04.2006 - Göttingen - 17.30 h - Theaterkeller - Infoveranstaltung
28.4.2006 / Einlass: 19 Uhr / Junges Theater Göttingen /// May Day Rocks Göttingen - Antifa Konzert\\\ presented by A.L.I.
mit:
- Obrint Pas, Ska-Punk aus Valencia
- Brixton Cats, Streetpunk aus Paris
- Mallacán, Folk-/Ska-Punk aus Zaragoza
- The Movement, Socialist Mods aus Kopenhagen
10.05.2006 - Hannover - 20.00 h - UJZ Korn - Infoveranstaltung
kommt bestimmt noch mehr dazu also achtet auf Ankündigungen
Homepages von Antifa Gruppen aus Göttingen und Umgebung:
Personalienfeststellung
Anarchist Movement
Falls deine anschuldigungen auf die ganze anktion bezogen sind noch lächerlicher und es kann sich bei dir sorry aber nur um ein/e SpalterInn oder Bulln handeln!!
Wie auch immer ist ne schöne aktion und ich erkenne auf den Fottos auch frauen und im endefekt geht es bei der aktion nicht um ein cooles und hartes da sein sondern um die entschlossenheit gegen den nazi aufmarsch.
In diesem Sinne greetz ausm Rhurpott und weiter so Autonome Strukturen stärken & aufbauen
Fuck Gender! Fuck Mackergehabe! Für eine emanzipatorische Antifa, FUCK LÄCHERLICHE BESCHULDIGUNGEN, ZUSAMMEN!!!! GEGEN NAZIS STAAT KAPITAL UND GRENZEN!!!
(A)
@ G
Ich bin mir echt ziemlich sicher, dass das irgendein passant war der mich festgehalten hat, aber es ging ziemlich schnell und es kann sein, dass es doch ein Bulle war und ich die Uniform übersehen hab.
Bin immer noch an das alte Rotzgrün gewöhnt!
Hoffe mal die Personalienfeststellung zieht keine Konsequenzen für die Kollegin nach sich!
nach demo Konzert in Hildesheim!
erst Nazidoppeldemo auf demos verhindern in und Dach das Konzert in Hildesheim stören!
GT
Lokales
Kurz-Demo gegen Rechts vor dem Verwaltungsgericht
Für gestern morgen hatte das Göttinger Verwaltungsgericht eine Anhörung von Stadt und Antragstellern angesetzt. Dort wurde, so Verwaltungsgerichtspräsidentin Hannelore Kaiser, „die Rechts- und Sachlage erörtert”. Weil nicht öffentlich, wurde nichts zum Inhalt mitgeteilt. Die Stadt hat die von der NPD für den 13. Mai beantragte Demo verboten und erwartet für Mitte kommender Woche eine Entscheidung des Gerichts. Zeitgleich zu dem Termin versammelten sich etwa 50 NPD-Gegner vor dem Gerichtsgebäude an der Berliner Straße. Das Betreten des Gerichts wurde ihnen von der Polizei verwehrt. Einige der Demonstranten zogen in die Innenstadt, die meisten anderen in Richtung Zentralmensa der Universität. Danach blieb die Polizei mit Einsatzwagen präsent.
Info Veranstaltung in Hannover
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Gruselig
Hihi
ROCK ON!
GÖ rockt!!!
coole Äkschn
DIe Nazis von der Strasse gruseln ;)
BIld 1
Ist das eine Fackel, oder ein Feuerwerkskörper oder ...?
Ist sowas erlaubt?
Fackeln auf Demos?
Wäre ja schön, aber irgendwie hatte ich den Eindruck gewonnen, Deutschland sei da meist repressiver.
Danke für ne Antwort!
@FragE
Die frage "Erlaubt"/"nicht Erlaubt" stellt sich v.a. hier sowieso nicht denn:
-Die Demo war spontan und nicht angemeldet;
-Die meisten TeilnehmerInnen vermummt, wie auf den Bildern gut erkennen kann;
Allein diese beiden Dinge würden ausreichen, damit eine Demo aufgelöst oder einige TeinehmerInnen in Gewahrsam genommen werden. In dem Bericht steht allerdings, das die Bullen in GÖ wohl etwas zu langsam sind und nicht eingreifen konnten wie sie es gerne würden.
Außerdem:
Warum immer die Frage nach dem Erlaubten/ nicht Erlaubten stellen?
@ FragE
Männerhaufen
Fuck Gender! Fuck Mackergehabe! Für eine emanzipatorische Antifa!
@Männerhaufen
Die Bullen waren zwar nicht gerade darauf aus uns vorm Verwaltungsgericht in gewahrsam zu nehmen, was sie allerdings nicht daran gehindert hat zu fotografieren. Kann ja sein, dass du es nett findest Fotos von dir bei den Bullen zu haben. Ich denke aber, dass der ein oder andere vielleicht nen Grund hat nicht erkannt zu werden. Wär ja super wenn die Cops uns vor der Wohnung erwarten, wenn wir nach Hause kommen um mal zu reden.
Ich bin schon mal bei ner anderen Aktion von denen abgelichtet worden und denke, dass sie mein nettes Gesicht wiedererkennen würden.
Mal abgesehen davon, dass sich viele von uns intensiv mit Genderthematiken beschäftigen. Ach Mädels waren da übrigens auch!
Was zur Demo noch interessant wäre:
als wir losgelaufen sind hat mich jemand festgehalten und gefragt warum ich vermummt zu ner Demonstrotion ginge. Als ich abschütteln wollte zog er ein Pfefferspray aus der Tasche, benutzte es aber nicht. Kurz darauf war ich durch das eingreifen der Umstehenden wieder frei.Ich dachte zuerst es wäre ein Passant, halte es jetzt aber für ziemlich seltsam, dass er sofort das Spray zur Hand hatte.
Haltet ihr es für möglich, dass das eventuell ein Zivi war der mich abgreifen wollte?
super
weiter so! achja, ne frage>: wie siehts in göttingen in sachen "antideutsch" aus? kann man ne israel-fahne mitbringen oder bekommt man gleich eine auf die fresze, weil die göttinger antifas anti-imps sind?
@ angepisster demonstrant
Für die Abschaffung des vermummungsverbot
männerhaufen?
@subwave
Gute Aktion
Geht noch was in Hildesheim?