Nazidemo in Stade

Kopfhörer 25.03.2006 19:43 Themen: Antifa
Nazis konnten leider weitgehend ungestört marschieren
Massives Polizeiaufgebot
Die Nazidemo in Stade war aus antifaschistischer Sicht leider nur ein mässiger Erfolg. Die Nazis konnten zu keinem Zeitpunkt ernsthaft behindert werden und ihren Aufmarsch weitgehend störungsfrei durchsetzen.
Anwesend waren ca. 200 Nasen, was, bedenkt man, dass zum selben Zeitpunkt ebenfalls ein Aufmarsch in Gütersloh stattfand, erschreckend ist.

Die Polizei war massiv vor Ort und konnte den Bezirk der Nazidemo leider weitgehend von Gegendemonstranten frei halten. Eingesetzt wurden Hunderschaften aus einer Vielzahl von Bundesländern (auch USK aus Bayern) und ein Hubschrauber.

Bei der linken Gegendemo waren ca. 1000 Demonstranten, die Stimmung war mäßig, was sicherlich auch an dem katastrophalen Wetter lag.

Angeblich soll es bei der Abreise in Hamburg noch zu Auseinandersetzungen gekommen sein, als Nazis in Hamburg-Harburg Antifas attackierten.
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Ergänzungen

harburg

... 26.03.2006 - 13:22
Der Zug kam aus Stade, Bremen und Oldenburg konnten da raus, um richtung bremen zu fahren, der Zug fuhr dann weiter nach Hamburg Hbf. So einfach ist das.
Als dann die Antifas auf das Gleis gegenüber kamen und dann auch noch ein Zug einfuhr, flogen allerhand Gegenstände über den Zug, worauf hin ne Truppe Hamburger Cops aufs Gleis gestürmt kam (und dabei sehr lustige, Urzeitliche Laute von sich gab) und die Antifas einmal ums Gebäude gejagt hat und dann gekesselt hat. Wer keine Reiseabsichten (Ticket) vorweisen konnte bekam Platzverweis (sehr schön bei Sammeltickets...) und es gab eine Festnahme...

zu Harburg

muss ausgefüllt werden 26.03.2006 - 16:51
Der Zug (Abfahrt in Stade 15:48 Uhr) hielt in Harburg an, was er auch eigentlich tun sollte. Die Antifas, die in Harburg aussteigen wollten, sind ausgestiegen. Der Zug hielt noch eine Weile. Auf einmal schlenderte eine Gruppe von ca. 10 Nazis locker am Zug längs. Wie sie in den Zug gelangt sind, ist völlig offen. Am Bahnhof in Stade sind sie definitv nicht eingestiegen. Der Zug hatte aber schon in Stade Verspätung, deshalb ist anznehmen, dass sie schon vorher im Zug waren. Warum sie keine/r gesehen hat, ist das nächste Rätsel. Diverse Personen haben gesagt, den ganzen Zug während der Fahrt abgegangen zu sein und dabei keine Nazis entdeckt zu haben...
Zumindest liefen diese Nazis ohne Polizeischutz, obwohl Polizei auf dem Gleis war, an dem Zug längs. Was die Bullen sich dabei gedacht haben...? Zumindest kam es aus dem Zug, der noch mit mehr als 100 Antifas gefüllt war, zu Pöbeleien und kruz darauf liefen auch schon die ersten aus dem Zug zu den Nazis. Kurz darauf war aber schon die Polizei aus ihrem Schlaf aufgewacht und alle Antifas zurück in den Zug gelangt. Die Polizei behauptete fortan, dass eine Person aus dem Zug, die Nazis tätlich angegriffen haben soll. 10 BFEler liefen mit einer Faschistin im Gepäck, die den Vorfall beobachtet haben wollte, den Zug ab, damit eben diese Faschistin, die Person identifiziert. Nach meinen Informationen blieb die Suche aber erfolglos.
Nachdem die PolizistInnen mehrmals alle aufforderten sich wieder in den Zug zu begeben, da dieser gleich losfahren sollte, wurde der Zug nun überraschend ausgesetzt. Der Mob von 100 Antifas lief nun lautstark den Bahnsteig runter, wobei es jedoch zu keinen Angriffen auf die Faschos kam. Die Polizei geleitete die immer noch sehr lautstarke Gruppe zur S-Bahn, wo fast alle Antifas einstiegen. Zeitgleich stiegen jedoch ca 40 Antifas, die mit der S-Bahn aus Neugraben Richtung Harburg gefahren waren, aus. Die Polizei jedoch stieg vollständig(!) in die S-Bahn Richtung Hamburg ein. Die übrig gebliebenen Antifas aus dem Zug sowie die Gruppe aus der S-Bahn, begaben sich nun wieder in den Bahnhof Harburg - diesmal ohne polizeiliche Begleitung - , wo 3 Faschos beim Fahrplanlesen erwischt wurden. Diese verzogen sich nun ängstlich in ein Cafe, wo zu ihrer Überraschung nochmals 4 Antifas hockten.
Naja, die Beschreibung ab diesem Zeitpunkt befindet sich ja bereits in einem anderen Posting. Zumindest hob der Zwischenfall in Harburg nochmals die Stimmung, die vom ewigen Herumhängen in Stade (keine Abreisemöglichkeit, kein Herankommen an die Nazis und dazu noch bescheidenes Wetter), ein klein wenig(!) getrübt war.

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Nazi-Konzert — Harburger

anwesend — moin

(muss ausgefüllt werden) — (muss ausgefüllt werden)